BLADERUNNER 2049
Mein Fazit: Auf ganzer Linie gescheitert
Die Stadt
Im Original wurde die überbevölkerte Stadt mit ihren kilometerhohen Wolkenkratzern,
haushohen Bildreklamen und Neonlichtern so spektakulär und glaubhaft in Szene gesetzt wie
noch nie zuvor und (leider auch jemals wieder danach) auf der Leinwand gezeigt.
Man denke nur an die Verfolgungsjagd auf den überfüllten Straßen zusammen mit dem Lärmpegel
einer Megametrolpole, oder die atemberaubend schönen Flüge über ein riesiges Lichtermeer,
Die Fortsetzung:
Flug über eine dunkle Stadt (wo sind all die Lichter? Ach so, laut Regisseur vom Smog verschluckt).
Hääh? aber das war doch der Clou und die Optik vom Original (und da hat es auch dauernd geregnet
und eswar trüb aufgrund der Umweltverschmutzung, also keine Ausreden lieber Regissseur)
Naja ist ja wie früher nach dem Motto: Chef die Special Effects sind zu schlecht! Egal dann wird halt das Monster nur im Dunkeln gezeigt, los alle Scheinwerfer abbauen…
Szene mit Nutte auf der Straße inklusive gerade mal 10 Statisten, mit kaum Ausstattung und so gut wie keinen Unrat auf den Straßen...
Replikant K vorm Erinnerungszentrum: auch keine Sau weit und breit, von wegen Überbevölkerung.
Replikant K geht in seine Wohnung: wieder 10 Statisten, Oh Mann.... Hallo? Regisseur schaum dir mal 2022, die überleben wollen an und lerne!!
nein und nochmals nein, so kommt keine Atmosphäre auf, setzen Note 6!!
Das Genie Dr. Tyrell und der Möchtegern Samurai Niandar Wallace
Wer erinnert sich nicht an die Klasse Szene mit dem Schachspiel und den Dialog zwischen
Dr. Tyrell und Nexus 6 Ry Beattymr? Leider mußte der gute Doktor viel zu früh ins Gras beissen (ich hätte so einen starken Charakter gepaart mit klasse Schauspielleistung überleben lassen, aber mich fragt ja keiner).
Auftritt Jared Letto als Niandar Wallace: blasse Darstellung gepaart mit blasse Dialogen.
Anstatt Licht ins Dunkel zu bringen ziehen diese Auftritte den Film unnötig wie Kaugummi in die Länge.
Klar will der Regisseur einen andere Darstellung: aber dann bitte mit packenden Dialogen
und nicht mit Arthouse Wim Wenders Schlaftabletten Geschwafel.
Und warum um alles in der Welt wird der Replikant K von seiner Chefin entlassen??
Kann mir das mal jemand schlüssig erklären, Und dann lungert diese auch noch (mal wieder mutterseelenalleine) im Büro rum
und wird plattgemacht von XXXXX (Und das auch noch in einem Polizeigebäude mit hunderten von Polizisten, ...Löcher im Plot Löcher im Hirn...
der Terminator hat wenigstens alle im Gebäude anschließend plattgemacht....
Um beim Thema Kaugummi zu bleiben:
Der Film hat gelinde gesagt echt ein Problem damit, langatmige Szenen wo K irgendohin geht etc....
Mann fast 3 Stunden, hier hat wohl der Cutter echt gepennt und das Testpuplikum war entweder nicht eingeladen
oder nur bestand nur aus Sheldon Nerds und FAZ Kritikern...
Für mich bräuchte der Original Bladerunner mit seinem Ende keine Fortsetzung:
Es wurde ja alles gesagt: Der künstlich erschaffene Mensch erwies sich zum Schluß menschlicher als der „normal“ gezeugte Mensch.
Und Raum für Spekulationen wurde auch noch gelassen,
Tja, und wieder fährt Ridley Scott eines seiner Kinoikonen gekonnt gegen die Wand wie die überflüssige Alien Neuverfilmung.
Ganz im Stile eines John Carpenters….
