Bridge Constructor
Gibt es seit einigen Monaten schon für den Pc, nun ist vor ein paar Tagen auch der One-Release gewesen.
Simples Grundprinzip: Auf einer Inselgruppe sind durch einen Sturm alle Brücke zerstört worden. Als "Pontifex Maximus" :silly: ist es jetzt am Spieler, diese wieder aufzubauen und für Autos und LKW befahrbar zu machen. Wenn man alle 64 Levels geschafft hat (wobei es 40 "normale" und 24 "etwas nicht normale" Brückenbaulevels gibt), muss man diese Brücken noch einmal für tonnenschwere Tanklastzüge fit machen.
Im Grunde handelt es sich also bei "Bridge Constructor" um eine Technik- und Physikdemo, die sich eigentlich gar nicht wirklich als Spiel bezeichnen kann, sondern mehr als Tüftelei. Aber vor allem dort punktet der Titel mit Präzision und Realismus. Die Aufgaben, die dabei an den Bediener gestellt werden, sind ganz klar für Fortgeschrittene geeignet. Denn man braucht nicht nur räumliches Vorstellungsvermögen, sondern sollte auch wirklich ein bisschen Ahnung von Statik haben.
Am Beginn eines Levels werden verschiedene Baumaterialien zur Verfügung gestellt, sowie ein begrenztes Budget. Wer also gleich mit Stahlbrücken losbaut, kommt vielleicht bis zur Hälfte, dann ist das Geld alle. Also heißt es, leichtes und billiges Baumaterial zu verwenden, und gleichzeitig dessen Stabilität zu maximieren. An jedem Knotenpunkt kann jedes beliebige Baumaterial angeknüpft werden, woraus sich leicht hybride Brücken mit Holzuntergrund und Stahlstreben zur Verstärkung mit Betonpfeilern und Stahlkabeln konstruieren lassen.
Da die Aufgaben immer komplizierter werden und das zu transportierende Gewicht stetig zunimmt, muss tatsächlich allerhand konstruktives und rechnerisches Geschick an den Tag gebracht werden. Nach jeder fertigen Konstruktion erlaubt eine Simulation, das Ganze wahlweise mit PKWs, LKWs oder eben einem schweren, hochexplosiven Tanklaster zu durchfahren. Letzterer wird aber erst dann freigeschaltet, wenn auf allen Brücken einer Region mindestens LKWs fahren können.
"Bridge Constructor" macht schon Spaß, kann aber schnell frustrierend werden und mangels eines Architektur- bzw. Mechanik-/Physikstudiums sind viele spätere Levels tatsächlich nur noch via "trial & error" zu schaffen. Irgendwo ist immer eine Strebe zu hoch belastet, knackt weg und bringt dann die gesamte Konstruktion zum Einsturz. Gut, wenn das erst ganz am Ende passiert, wenn die Fahrzeuge die Brücke bereits überquert haben (in dem Fall gilt das Level trotzdem noch als abgeschlossen), aber schlecht, wenn man dann auf einer Skisprungschanze einen Tankzug mindestens 20 Meter weit springen lassen muss, ohne dass er beim Aufprall in einem gleißenden Feuerball verglüht oder die gesamte Konstruktion als zu schwach gilt.
Wer solche "Spiele" mag, kann für 10 Euro ruhig mal einen Blick riskieren. Mal was anderes.
8/10
Gibt es seit einigen Monaten schon für den Pc, nun ist vor ein paar Tagen auch der One-Release gewesen.
Simples Grundprinzip: Auf einer Inselgruppe sind durch einen Sturm alle Brücke zerstört worden. Als "Pontifex Maximus" :silly: ist es jetzt am Spieler, diese wieder aufzubauen und für Autos und LKW befahrbar zu machen. Wenn man alle 64 Levels geschafft hat (wobei es 40 "normale" und 24 "etwas nicht normale" Brückenbaulevels gibt), muss man diese Brücken noch einmal für tonnenschwere Tanklastzüge fit machen.
Im Grunde handelt es sich also bei "Bridge Constructor" um eine Technik- und Physikdemo, die sich eigentlich gar nicht wirklich als Spiel bezeichnen kann, sondern mehr als Tüftelei. Aber vor allem dort punktet der Titel mit Präzision und Realismus. Die Aufgaben, die dabei an den Bediener gestellt werden, sind ganz klar für Fortgeschrittene geeignet. Denn man braucht nicht nur räumliches Vorstellungsvermögen, sondern sollte auch wirklich ein bisschen Ahnung von Statik haben.
Am Beginn eines Levels werden verschiedene Baumaterialien zur Verfügung gestellt, sowie ein begrenztes Budget. Wer also gleich mit Stahlbrücken losbaut, kommt vielleicht bis zur Hälfte, dann ist das Geld alle. Also heißt es, leichtes und billiges Baumaterial zu verwenden, und gleichzeitig dessen Stabilität zu maximieren. An jedem Knotenpunkt kann jedes beliebige Baumaterial angeknüpft werden, woraus sich leicht hybride Brücken mit Holzuntergrund und Stahlstreben zur Verstärkung mit Betonpfeilern und Stahlkabeln konstruieren lassen.
Da die Aufgaben immer komplizierter werden und das zu transportierende Gewicht stetig zunimmt, muss tatsächlich allerhand konstruktives und rechnerisches Geschick an den Tag gebracht werden. Nach jeder fertigen Konstruktion erlaubt eine Simulation, das Ganze wahlweise mit PKWs, LKWs oder eben einem schweren, hochexplosiven Tanklaster zu durchfahren. Letzterer wird aber erst dann freigeschaltet, wenn auf allen Brücken einer Region mindestens LKWs fahren können.
"Bridge Constructor" macht schon Spaß, kann aber schnell frustrierend werden und mangels eines Architektur- bzw. Mechanik-/Physikstudiums sind viele spätere Levels tatsächlich nur noch via "trial & error" zu schaffen. Irgendwo ist immer eine Strebe zu hoch belastet, knackt weg und bringt dann die gesamte Konstruktion zum Einsturz. Gut, wenn das erst ganz am Ende passiert, wenn die Fahrzeuge die Brücke bereits überquert haben (in dem Fall gilt das Level trotzdem noch als abgeschlossen), aber schlecht, wenn man dann auf einer Skisprungschanze einen Tankzug mindestens 20 Meter weit springen lassen muss, ohne dass er beim Aufprall in einem gleißenden Feuerball verglüht oder die gesamte Konstruktion als zu schwach gilt.
Wer solche "Spiele" mag, kann für 10 Euro ruhig mal einen Blick riskieren. Mal was anderes.
8/10