Watch Dogs (Xbox One)
Nach ca. 40 Spielstunden habe ich nun fast alles eingesammelt, die meisten Minispiele usw. gemacht und heute das Ende der Kampagne gesehen.
Technisch gesehen lief das Spiel auf der Xbox One sehr sauber. Es gab nur selten ein paar kleinere Bugs oder Clippingfehler. Man merkt schon, dass sich die Entwickler durch die Verschiebung des Spiels viel Zeit für die Fehlerbehebung genommen haben.
Ich möchte an dieser Stelle erst gar keine Vergleiche mit GTA V anfangen. Watch Dogs ist ein eigenständiges Spiel mit anderen Vorzügen.
Die zahlreichen Nebenmissonen sind unterhaltsam abwechslungsreich, mal mehr gelungen, mal weniger. Es macht einfach Spaß alles auszuprobieren und es gibt viel zu entdecken. Dass man Passanten erst scannen muss, um nach und nach die komplette Playlist mit vielen tollen Songs aus allen möglichen Bereichen freizuspielen, ist nur eine Neuerung von vielen. Auch die vielen Waffen und Fortbewegungsmittel muss man erst freischalten, um sie kaufen zu können. Durch die vielen Perks bekommt Watch Dogs auch einen gewissen Rollenspieltouch. Das hacken mit dem Profiler funktioniert gut und bald kann man durch geprengte Dampfleitungen und lahmgelegte Helikopter den Cops bei Verfolgungsjagden einfacher entkommen.
Warum man nicht aus dem Auto heraus schießen kann und weshalb Aiden zwar Parkour-Elemente beherrscht, aber im Spiel nicht auf Knopfdruck springen kann bleibt ungeklärt. Auch die sehr arcadelastige Fahrzeugsteuerung ist für die meisten Spieler wohl eher gewöhnungsbedürftig.
Leider wiederholen sich viele Aufträge und Nebenmissionen bald und eine gewisse Routine macht sich breit. Spielt man aber mal eine der vielen Missionen der Hauptkampagne zwischendurch, ist ein gutes Gleichgewicht gegeben. Nur doof, wenn sich die Struktur der Kampagnenmissionen so anfühlt, als hätte man die vielen bereits bekannten Nebenmissionen mit einer Handlung verknüpft. Es gibt fast gar nichts neues in der Kampagne zu entdecken: Weder gibt es besonders überraschende Wendungen, noch irgendwelche bedeutsamen Neuerungen im Gameplay. Kein neues Spielelement, das man nicht bereits aus den Nebenmissionen kannte.
Fazit: Für ein neues Ubisoft-Franchise ist Watch Dogs vergleichbar mit dem Erstling von Assassin's Creed. Missionen wiederholen sich häufig, sind aber auch ebenso gut inszeniert wie die eher seltenen, aber recht ansprechenden Zwischensequenzen. Watch Dogs ist eine eierlegende Wollmilchsau und überzeugt durch zahlreiche Nebenmissionen, vielen Minispielen mit witzigen Einfällen und einer authentischen Kulisse, enttäuscht aber bei der sich häufig wiederholenden Handlung und den etwas nichtssagenden Hauptdarstellern.
(8/10)
Nach ca. 40 Spielstunden habe ich nun fast alles eingesammelt, die meisten Minispiele usw. gemacht und heute das Ende der Kampagne gesehen.
Technisch gesehen lief das Spiel auf der Xbox One sehr sauber. Es gab nur selten ein paar kleinere Bugs oder Clippingfehler. Man merkt schon, dass sich die Entwickler durch die Verschiebung des Spiels viel Zeit für die Fehlerbehebung genommen haben.
Ich möchte an dieser Stelle erst gar keine Vergleiche mit GTA V anfangen. Watch Dogs ist ein eigenständiges Spiel mit anderen Vorzügen.
Die zahlreichen Nebenmissonen sind unterhaltsam abwechslungsreich, mal mehr gelungen, mal weniger. Es macht einfach Spaß alles auszuprobieren und es gibt viel zu entdecken. Dass man Passanten erst scannen muss, um nach und nach die komplette Playlist mit vielen tollen Songs aus allen möglichen Bereichen freizuspielen, ist nur eine Neuerung von vielen. Auch die vielen Waffen und Fortbewegungsmittel muss man erst freischalten, um sie kaufen zu können. Durch die vielen Perks bekommt Watch Dogs auch einen gewissen Rollenspieltouch. Das hacken mit dem Profiler funktioniert gut und bald kann man durch geprengte Dampfleitungen und lahmgelegte Helikopter den Cops bei Verfolgungsjagden einfacher entkommen.
Warum man nicht aus dem Auto heraus schießen kann und weshalb Aiden zwar Parkour-Elemente beherrscht, aber im Spiel nicht auf Knopfdruck springen kann bleibt ungeklärt. Auch die sehr arcadelastige Fahrzeugsteuerung ist für die meisten Spieler wohl eher gewöhnungsbedürftig.
Leider wiederholen sich viele Aufträge und Nebenmissionen bald und eine gewisse Routine macht sich breit. Spielt man aber mal eine der vielen Missionen der Hauptkampagne zwischendurch, ist ein gutes Gleichgewicht gegeben. Nur doof, wenn sich die Struktur der Kampagnenmissionen so anfühlt, als hätte man die vielen bereits bekannten Nebenmissionen mit einer Handlung verknüpft. Es gibt fast gar nichts neues in der Kampagne zu entdecken: Weder gibt es besonders überraschende Wendungen, noch irgendwelche bedeutsamen Neuerungen im Gameplay. Kein neues Spielelement, das man nicht bereits aus den Nebenmissionen kannte.
Dazu ist die relativ emotionlos erzählte Geschichte nicht mal besonders originell. Sie beginnt zwar mit einem interessanten Ansatz, auf einem eher traurigen Kindergeburtstag, doch bis der zehnjährige Jackson seine ersten Worte in der Kampagne sprechen darf, ist bereits die Hälfte des Spiels um.
Überhaupt wird zu selten auf die Charaktere eingegangen und es wird nicht wirklich überzeugend erklärt, warum Aiden Pearce wegen seiner toten Nichte so einen Feldzug mit vielen hunderten Toten gegen den Staat bzw. das ctOS führt. Aidens Sidekick Clara erweist sich nur als blasse Randerscheinung und auch der "gute" Fixer Jordi Chin oder Rastaman T-Bone sind nur blasse Stereotypen. Einzigartig bleibt nur Anthony "Iraq" Wade im Gedächtnis. Aber wie der verrückte Vaas in Far Cry 3 erleidet auch Iraq einen etwas zu vorhersehbaren Tod.
Schade, da wäre mehr Potenzial drin gewesen. Denn auch das Ende der rund 12-stündigen Kampagne ist zwar ganz nett, aber nicht so spektakulär, wie man es von einem Spiel dieser Größenordnung erwartet hätte.
So bleibt der Star des Spiels eigentlich nur das riesige und schön gezeichnete Chicago übrig, das sich insbesondere in der Nacht von seiner schönsten Seite zeigt.
Überhaupt wird zu selten auf die Charaktere eingegangen und es wird nicht wirklich überzeugend erklärt, warum Aiden Pearce wegen seiner toten Nichte so einen Feldzug mit vielen hunderten Toten gegen den Staat bzw. das ctOS führt. Aidens Sidekick Clara erweist sich nur als blasse Randerscheinung und auch der "gute" Fixer Jordi Chin oder Rastaman T-Bone sind nur blasse Stereotypen. Einzigartig bleibt nur Anthony "Iraq" Wade im Gedächtnis. Aber wie der verrückte Vaas in Far Cry 3 erleidet auch Iraq einen etwas zu vorhersehbaren Tod.
Schade, da wäre mehr Potenzial drin gewesen. Denn auch das Ende der rund 12-stündigen Kampagne ist zwar ganz nett, aber nicht so spektakulär, wie man es von einem Spiel dieser Größenordnung erwartet hätte.
So bleibt der Star des Spiels eigentlich nur das riesige und schön gezeichnete Chicago übrig, das sich insbesondere in der Nacht von seiner schönsten Seite zeigt.
Fazit: Für ein neues Ubisoft-Franchise ist Watch Dogs vergleichbar mit dem Erstling von Assassin's Creed. Missionen wiederholen sich häufig, sind aber auch ebenso gut inszeniert wie die eher seltenen, aber recht ansprechenden Zwischensequenzen. Watch Dogs ist eine eierlegende Wollmilchsau und überzeugt durch zahlreiche Nebenmissionen, vielen Minispielen mit witzigen Einfällen und einer authentischen Kulisse, enttäuscht aber bei der sich häufig wiederholenden Handlung und den etwas nichtssagenden Hauptdarstellern.
(8/10)
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