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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

Khorny

Moderator
Team
Suikoden Remastered

Wenn ich ehrlich bin hatte ich Suikoden nicht ganz sooo Old School in Erinnerung, doch über 20 Jahre nach dem ersten Durchspielen vergisst man so manches. Die ersten Stunden fand ich überaus zäh, aber irgendwann ist der Funke wieder komplett übergesprungen, so wie beim Original seinerzeit auch.

Technisch ist dieses Remaster gelungen, wennauch die teils sehr glatten Texturen nicht ganz meins sind, weil es sehr "Mobile" mäßig wirkt. Da wurde für meinen Geschmack genau wie bei den Remasters zu Langrisser das Polishing am falschen Ende angesetzt.

Inhaltlich hat sich nicht viel geändert. Rundenkampf mit sechs Party-Mitgliedern, viele Dungeons und Grind - oftmals Farming zwecks Geld, aber das gehört eben irgendwie dazu. Nervig fand ich eher das Item-Management, da die Plätze pro Charakter begrenzt sind.

Bosse und alles weitere waren einfach gut, die Musik kann auch überzeugen. (lustig, da ich manche Stücke eigentlich mit dem zweiten Teil verbunden habe - so können 20 Jahre alte Erinnerungen täuschen!)

Die Story mitsamt ihren 108 Charakteren liefert auf den Punkt. Dass Eiyuden Chronicle die selbe Story praktisch nochmal erzählt ist dabei unerheblich, wobei Eiyuden sich dann deutlich moderner spielt.

Charaktere habe ich beim Remaster deutlich mehr eingesammelt wie im Original, sogar zeitweise viel Zeit in deren Suche und Rekrutierung gesteckt. Hintenraus hat mich das Feuer jedenfalls wieder komplett gepackt und ich freue mich auf den zweiten Teil der Saga.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Life is Strange "Wavelength" (True Colors DLC)

Ich dachte erst mal 'meine Güte ist das lang her' weil das Zeitlich im Jahre 2018 spielt, aber True Colors kam dann doch 'erst' 2021 raus. Nunja, mittlerweile im Sales "True Colors" mal auf die Deluxe Edition geupgradet und das DLC nachgeholt. Man spielt da Steph im Plattenladen, die man ja aus dem Main Game kennt und nebenbei auch eine Kindheitsfreundin von Chloe und Rachel ist. Die Vergangenheit wird da ein bisschen beleuchtet, aber die meiste Zeit spielt man eigentlich den DJ und beantwortet Höreranrufe, macht Werbung für die Läden aus New Haven und räumt ab und an den Laden auf.

Das ist so so-so. Eine Episode für einen gemütlicher Abend, aber ich hätte jetzt nicht gesagt das man groß was verpasst. Am enttäuschendsten fand ich dabei eigentlich die D&D-Runde die man an Halloween spielen sollte und hatte mir da sowas wie die LARP-Session erhofft bzw. halt das man da mit Leuten am Tisch spielt und vielleicht wirklich so eine kleine D&D Runde leitet, aber erwartet da gar nichts denn tatsächlich spielt man gar nichts, es ist auch niemand im Laden und das alles geht in einem Bummer-Gespräch unter.

Oh, das furchtbare Tischfussball-Minigame ist auch wieder dabei. Eine Runde gezockt, zum Glück darf man die Runden aber auch alle skippen.

Was noch ganz witzig ist, ist diese Dating-App auf dem Phone, wenn Steph hier versucht andere Mädels zu daten. Dates kommen mitunter auch tatsächlich zu Stande und man kann dann ein paar Details in den Nachrichten im Handy nachlesen, da die sich mitunter danach auch noch mal melden und so. Davon ab ist die Dating-App auch ganz realistisch gehalten. Mal trifft man auf Bots und am Ende des Tages passiert nach ein paar Swipes auch das hier:

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Es ist kein kompletter Reinfall, ich mag Steph als Charakter, aber an das Hauptspiel reicht die Episode nicht heran.
 

Wulgaru

Pförtner des Altenheims
Fantasy Life i: The Girl who steals Time

Es ist eigentlich leichter zu sagen was das Spiel nicht hat: Es hat kein Beziehungs/Romance-System...und schwer ist es jetzt auch nicht wirklich....ja...das war es glaube ich.
Was es drin hat: Optik und Feeling der Zelda-Remakes und oder der Dragon Quest Builders-Reihe. Es bietet in dieser Beziehung Kämpfe mit verschiedenen Klassen, eine Reihe an Crafting-Jobs wie Kochen, Schmieden usw.. Man kann Bergbau, Holzfällen, Angeln. Man hat eine Map, die einem Breath of the Wild nicht unähnlich zum freien erkunden einlädt. Man hat einen Storymodus, der eine zwar nicht allzutiefe, aber schön erzählte Story bietet. Man hat eine Basis, wo man die Landschaft planieren und verändern, Häuser bauen und mit Bewohnern füllen kann. Die Bewohner sind gleichzeitig Kampf/Crafting-Gefährten. Es gibt einen Dungeoncrawler-Modus und einen Roquelikemodus. Wie ich jetzt merke zudem ein umfangreiches Postgame. Ich bin jetzt bei ca. 60 Stunden und das bietet mit Sicherheit nochmal 20 Stunden Content, wenn ich es wirklich auf 100% ausreize.

Wenn man das Spiel kritisieren will, kann man natürlich sagen das das ganze sehr repititiv ist. Das Kampfsystem ist nicht komplex, das Craftingsystem unterscheidet sich in den Jobs eher optisch, genau wie die Mechaniken wie Mining und Woodcutting. Ich persönlich hätte mir vor allem bei den Lifes noch mehr Storys als die Tutorials gewünscht oder auch bei den Mitstreitern etwas mehr, gerade weil durch ihre Sprüche und Innenreinrichtungen ihrer Häuser sehr viel Persönlichkeit zum tragen kam. Trotzdem....gigantischer Umfang und ein nahezu perfektes Cozygame. Mein Favorit bisher für die Switch 2, gerade als Handheldgame perfekt.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Life is Strange - Before the Storm

nach "Wavelength" nun auch die Vorgeschichte zum ersten LiS-Teil nachgeholt, inklusive der Bonus-Episode mit der Vorgeschichte der Vorgeschichte, als die jungen Kinder Max und Chloe einen letzten Tag zusammen verbringen bevor Max nach Seattle zieht. Irgendwie habe ich jetzt Lust auch direkt noch mal LiS 1 anzuwerfen, aber das habe ich bereits 3 mal durchgezockt.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Fantasy Life i

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Und da läuft der Abspann nach rund 30 Stunden. Mit Magier Level 51 und drei Kämpfer auf etwa gleichem Level war der finale Bosskampf dann auch kein Problem mehr. Das Crafting vorher ging auch völlig entspannt ohne irgendwas gelevelt zu haben, wenn die Begleiter entsprechend auf Level 40+ oder so waren. Blacksmith hatte ich keinen Begleiter, trotzdem das Teil auf Level 20 oder so problemlos craften können dank dem guten Hammer den ich irgendwo mal fand. Am Ende hatte ich jetzt 26 Bewohner auf meiner Insel und Ginormosia war auch aufgedeckt inklusive erledigtem "Fort Gardhart" Dungeon.

Natürlich geht es danach noch weiter. Es gibt jetzt neue (dunkle) Rezepte und wenn man seine Basis voll auslevelt auf 5 Sterne auch neue goldene Blumen. Aber fürs Erste gönne ich mir eine Pause.

Insgesamt hatte ich gut Spaß mit. Wer auf cozy Gathering & Crafting Games steht kann hier durchaus einen Blick drauf werfen, es gibt wirklich unglaublich viel zu tun und an sich kann man hier vermutlich locker 100 Stunden drin versenken.

Post Game soll ja auch noch mal eine Riesen Nummer sein, also vermutlich geht das Spiel jetzt erst wirklich los. Mal sehen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Daniel04

Frührentner
Horizon Zero Dawn (Remastered)

Ich weiß, ich bin spät dran. Das Spiel lag jetzt auch über ein Jahr bei mir und jetzt habe ich mir endlich mal die Zeit genommen es zu durchzuspielen. Wobei "mal eben die Zeit genommen" auch bedeutet, rund 20 Spielstunden investiert zu haben, was wahrscheinlich sogar noch vergleichsweise wenig ist, da ich irgendwann nicht mehr so wirklich Lust auf Nebenquests hatte.

Aber kommen wir zum Spiel an sich: das Setting ist interessant, die Open World auch gut gestaltet, aber mir persönlich echt zu groß. Die Missionsgestaltung ist auch teils fragwürdig. Übertrieben gesagt hat man mehr als einmal im Spiel in der oberen linken Ecke eine Mission, um dann die nächste Mission einmal über die ganze Karte nach unten rechts zu bekommen. Ansonsten hat mich das Gameplay stark an Open World Spiele aus dem Hause Ubisoft erinnert - mit Ausnahme, dass die zu erklimmenden Türme hier beweglich sind. :D

Das Gameplay in den Kämpfen empfand ich teils als etwas hakelig und gar nicht so einfach im richtigen Moment die richtigen Stellen der Gegner anvisieren zu können. Ich weiß auch nicht, ob ich zu wenig in Waffen etc. investiert habe, aber mir kamen selbst die "normalen" Kämpfe oftmals zu lang vor. Die Bossfights dann erst recht.

Die Story empfand ich als in Ordnung, die Inszenierung der Dialoge und auch die Cutscenes teils wenig spektakulär und "nur" zweckmäßig, stellenweise auch hölzern dadurch, dass man jeden Satz einzeln weiterklicken konnte.

Alles in allem solides Spiel, nichts was mir für ewig in Erinnerung bleibt, aber auch alles andere als schlecht. Da der DLC dabei ist, schaue ich mir den eventuell als nächstes Mal an. Teil 2 reizt mich jetzt gerade ehrlicherweise noch nicht so.

7/10
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Resident Evil 3 Remake (Xbox Series X)

Tatsächlich habe ich diesen Teil (bis auf das Original mit der Panzersteuerung) noch nie gespielt. Tatsächlich schlummerte er fast geschlagene sechs Jahre auf meinen Xbox-Festplatten, bis er nun vor drei Tagen aus dem Dornröschenschlaf geweckt wurde.
Denn so viele Abende habe ich zum durchspielen auf der einfachen Stufe gebraucht. Nach rund sechs Stunden war ich bereits durch. Null Tode gestorben und mit einem Guide auch gleich alle Wackelpuppen und Dokumente mitgenommen.

Auch wenn sich das etwas wie cheaten angefühlt hatte, da ich auch das Belohnungspaket gekauft hatte und den Endlos-Raketenwerfer nutzen konnte, war es das einmalige durchspielen wert. Denn mich interessierte hauptächlich die Geschichte und an der hübschen Grafik wollte ich mich auch mal sattsehen. Keine Lust auf Stress, Munitionsmangel oder lange Laufwege. In der Tat hatte ich mich nicht ein einziges Mal großartig verlaufen.

Natürlich machte dann auch Nemesis (der Namensgeber des Originaltitels) null Probleme, da er meistens nach zwei Treffern aus dem Endloswerfer hinüber war. Nemesis hatte ich aus dem Jahre 2003 von der Gamecube-Fassung noch in ganz übler Erinnerung, da er wie der Ustanak aus Teil 6 immer wieder aufersteht und Jagd auf Jill und Carlos machte und kaum tot zu bekommen war.
Im Remake war das halb so schlimm, da es wahrscheinlich auch auf höheren Schwierigkeitsgraden einige Quality-of-Life-Verbesserungen, wie genügend Munition und automatische Speicherpunkte gab. Die Lücke ist jedenfalls geschlossen und nun kann ich endlich von mir behaupten jeden Teil mindestens einmal gespielt zu haben (o.k., Resident Evil 4 dafür ca. 20 Mal, mein Lieblingsteil 😁).

Fazit: Nicht ganz so atmosphärisch wie Teil 2 Remake, aber dafür mit mehr Action, genau mein Ding. Werde ich sicher nochmal ohne Guide und Endlos-Wumme spielen, aber jetzt erst mal wieder zu etwas anderem.

8/10
 

Krulemuk

Frührentner
MIO: Memories in Orbit

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Mit MIO: Memories in Orbit hat das Spielejahr 2026 für mich direkt sein erstes Highlight parat. Das im Januar erschienene Metroidvania ist kein Spiel, das jedem gefallen will - aber eines, das genau weiß, was es sein möchte. Und das macht es über weite Strecken richtig gut.

Schon der erste Eindruck ist besonders: Der Zeichenstil mit seinen groben Pinselstrichen und starken Schattierungen wirkt eigenständig und sehr atmosphärisch. In Trailern und Videos konnte mich der Artstyle im Vorfeld ehrlich gesagt nicht komplett überzeugen, im Spiel selbst entfaltet er aber eine ganz eigene Schönheit. Die melancholische Grundstimmung, kombiniert mit der ruhigen, stimmungsvollen Musik, sorgt dafür, dass man sehr leicht in diese Welt eintaucht. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass es manchmal nicht ganz leicht ist, spielrelevanten Vordergrund und rein dekorative Hintergrundebenen auseinanderzuhalten.

Spielerisch ist MIO ein relativ klassisches Metroidvania, setzt seine Schwerpunkte teilweise aber deutlich stärker auf Bewegung und Platforming als auf Kampf. Besonders gelungen ist die zentrale Mechanik rund um den Luftkampf, zb lädt sich der Doppelsprung (der bereits zu Beginn zur Verfügung steht) in der Luft wieder auf, sobald man erfolgreich mit Gegnern oder Projektilen interagiert. Dadurch entsteht ein stark vertikal geprägtes, sehr luftiges Spielgefühl, das klar im Zentrum des Gameplays steht.

Der Einstieg ins Spiel ist allerdings holprig. Die ersten Stunden sind vergleichsweise verwirrend, was sowohl an der Struktur als auch an der sehr zurückhaltenden Vermittlung von Spielmechaniken liegt. MIO erklärt wenig, nimmt einen kaum an die Hand und lässt dem Spieler viele Freiheiten - sowohl in der Erkundung als auch in der Reihenfolge der Gebiete. Das ist einerseits konsequent und für Metroidvania-Veteranen reizvoll, führt andererseits aber auch dazu, dass man nicht selten ziellos umherirrt. Das Pacing leidet darunter stellenweise spürbar. Zwar gibt es Playthroughs auf YouTube, die das Spiel in rund zehn Stunden beenden, ich selbst habe fast 25 Stunden gebraucht - auch, weil ich mehrfach schlicht nicht wusste, wo oder wie es weitergeht.

Die Exploration ist insgesamt anspruchsvoll und richtet sich klar eher an Genrekenner. Traversal-Passagen verlangen präzises Timing, gutes Momentum und ein tiefes Verständnis der Bewegungsoptionen. Das Balancing ist dabei nicht immer perfekt: Einige Plattforming-Abschnitte sind sehr knapp bemessen und erzeugen teils merkwürdige Schwierigkeitsspitzen, bei denen ein minimal zu früher Absprung oder ein Hauch zu wenig Schwung direkt zum Scheitern führt. Hinzu kommt, dass einige nicht-optionale Passagen erstaunlich gut versteckt sind. Rückblickend hatte ich außerdem das Gefühl, bestimmte Fähigkeiten erst deutlich später wirklich verstanden zu haben, was dazu führte, dass ich an manchen Stellen auf ein vermeintlich fehlendes Upgrade gewartet habe, statt die vorhandenen Möglichkeiten korrekt zu nutzen.

Die Kämpfe bewegen sich vom Anspruch insgesamt im mittleren bis gehobeneren Bereich - deutlich leichter als etwa in Silksong. Neben einigen gelungenen Bosskämpfen gibt es auch klassische Arenasequenzen, spielmechanisch bleiben die Kämpfe aber eher simpel als tiefgehend. Einige optionale Bosse verfügen über absurd hohe Schwierigkeitsgradspitzen, im Hauptspielverlauf empfand ich die Bosse dagegen als gut balanciert. Individualisierung bietet MIO über sogenannte Mods, die ein wenig an die Charms aus Hollow Knight erinnern und verschiedene Spielstile erlauben.

Etwas merkwürdig und stellenweise auch ärgerlich ist der Umgang mit Ressourcen. Die wichtigste Währung sowie einige Belohnungen für gründliche Erkundung lassen sich über weite Strecken des Spiels kaum sinnvoll einsetzen. Man hortet sie lange Zeit, ohne wirklich etwas damit anfangen zu können. Gleichzeitig verliert man beim Tod die gesamte aktuell mitgeführte Ressource, was zwar zunächst frustrierend wirkt, in der Praxis aber entschärft wird, da man insgesamt mehr als genug davon erhält und sie an bestimmten Punkten gegen bleibende Ressourcen eintauschen kann.

Häufig wird MIO mit der Ori-Reihe verglichen, und gewisse Parallelen sind definitiv vorhanden - vor allem das luftlastige Platforming und die Interaktion mit Gegnern in der Bewegung. Inhaltlich und strukturell ist MIO aber deutlich "mehr“ Metroidvania: weniger linear, sperriger, mit deutlich anspruchsvollerer Exploration. Spielerisch erreicht es nicht ganz die Abwechslung und Perfektion eines Ori, das ich persönlich nach wie vor höher einordnen würde, dafür spricht MIO stärker die Hardcore-Seite des Genres an.

Nicht unerwähnt bleiben sollten ein oder zwei Abschnitte, die bewusst das Tempo herausnehmen und eher atmosphärisch als spielerisch glänzen. Beim ersten Durchgang haben sie für mich wunderbar funktioniert, bei einem möglichen Replay könnten sie allerdings etwas zäh wirken.

Fazit: MIO: Memories in Orbit ist ein großartiges, wenn auch bewusst sperriges Metroidvania. Trotz einiger Schwächen im Balancing, einem schwachen Einstieg und gelegentlicher Orientierungslosigkeit hat mich das Spiel mit seiner Atmosphäre und dem offenen Aufbau streckenweise komplett in seine Welt gezogen. Für unter 20 Euro kann man hier kaum etwas falsch machen, sofern man bereit ist, sich auf ein forderndes, wenig erklärendes Spielerlebnis einzulassen. Es würde mich sehr wundern, wenn MIO am Ende des Jahres nicht mindestens in meiner Top 10, eher sogar in meiner Top 5 landen würde.

8,5 / 10
 

ChiefMayhemSoap

Aushilfe der Essenausgabe
Sackboy - A Big Adventure

Hab das Spiel - also die Story - mit Frau und Kind zusammen über viele Abende verteilt durchgespielt und es ist herzallerliebst. Dazu muss ich sagen, dass ich die Optik der Sackboys schon immer total knuffig fand. Aber auch gilt: Ich mochte den ersten Teil auf der PS3 dennoch nicht. Mit war das viel zu viel mit diesen Stickern und auch die Steuerung fand ich gruselig. Daher hatte ich es für mich dann auch abgehakt.

Erst vor kurzer Zeit (und das Spiel gibt es ja schon lange) ist mir dann mal aufgefallen, dass sich dieser Teil ja irgendwie schon davon unterscheidet und dann wollte ich ihn testen, insbesondere, da uns Dreien daheim auch ein neues gemeinsames Spiel (in dem Bereich) fehlte und wir nicht zum x-ten Mal Mario 3D World spielen wollen.

Siehe da: Eine Perle gefunden. Man kann sich prima gegenseitig helfen oder auch ärgern (!). Die Geschichte ist natürlich Nonsens aber okay, mir fällt auf Anhieb nun auch kein Genrevertreter ein, bei dem das nicht der Fall ist. Die Level sind schön anzuschauen, es gibt einige Verstecke zu entdecken. Vermehrt hätte man für meinen Geschmack vielleicht auch noch Rätsel einbauen können. Die Koop-Level geben einem dies zumindest ein wenig.

Tolles Spiel, würde ich gerne einen zweiten Teil von sehen. Wir werden auf alle Fälle noch die Weltbereisen, die sich nach der Story öffnet und auch noch weiter Traumkugeln und Kostümteile (ich liebe die Kostüme) sammeln.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Trials of Mana (Remake / Steam)

Hurra, hurra, die Hex' ist tot!

Gemacht: 1x Playthrough (MC: Angela, Second Pick: Duran, Third Pick: Riesz), Post-Credit Superdungeon + Boss; Hidden Secret Boss; 28/44 Achievements.

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Das Original erschien 1995 auf dem SNES als Sequel zum Klassiker Secret of Mana. SoM habe ich als Jugendlicher sehr geliebt, Trials of Mana war in Deutschland meines Wissens jedoch nie erhältlich - entsprechend konnte ich es damals nicht spielen, obwohl ich es eigentlich immer wollte. Umso schöner, dass es inzwischen ein Remake gibt, weshalb ich im Sales dann auch mal zugriff.

Das Spiel selbst ist ein solides und durchaus nettes Action-RPG, erreicht für mich aber nicht ganz die Qualität des Originals, vor allem was Gegnerdesign und Spielwitz betrifft. Möglicherweise spielt dabei auch eine gehörige Portion Nostalgie mit hinein: Die rosarote Brille, die ich für Secret of Mana aufhabe, ist wohl noch da - auch wenn ich das Spiel seit Jahrzehnten weder gespielt noch gesehen habe. Insofern ist der Vergleich vielleicht etwas unfair, denn Trials of Mana muss sich hier mit sehr verklärten Kindheitserinnerungen messen. Aber mir fehlen da einfach so ikonische Gegner wie der Schmusekater, Locations wie die Weihnachtsinsel mit dem Weihnachtsmann oder auch die alten Witze und Anspielungen über Popkultur wie die Lindenstraße (jedenfalls in der deutschen Synchro damals).

Gameplay erinnert noch ein wenig an die alte Zeit, es sind Echtzeitkämpfe mit simplen Kombos, die man - wie bei SoM damals - mittels Ringmenüs jederzeit unterbrechen kann um Items oder Zauber auszuwählen. Letztere kann man vier auf Hotkeys legen, dazu kommen noch bis zu vier Special Manöver, die aber zuvor über Leisten aufgeladen werden müssen. Das Ringsystem erscheint mir weniger Komplex als noch beim Vorgänger, auch ärgert mich ein wenig das man im Kampf das Ringsystem nicht neu bestücken kann. Wenn da dann bspw. kein Wiederbelebungsitem drin ist, dann kann man sie auch nicht nutzen - obwohl man welche im Inventar hat. Ich hatte irgendwann einen extrem knappen Kampf nur deswegen, weil ich zwar 30 Wiederbelebungstränke im Inventar hatte, sie aber nicht im Ringmenü platzierte und deshalb nicht drauf zugreifen konnte. Naja. Daraus lernt man dann beim Reload.

Anfangs rennt man noch häufig die gleichen Wege hin und zurück für die sehr lineare Story, später bekommt man dann auch ein Wassertier zum Reiten sowie in der zweiten Hälfte des Spiels, wenn sich die Welt richtig öffnet (man darf dann die 8 Elemente auch in freier Reihenfolge suchen/bekämpfen), darf man auch fliegen. Flammie aus SoM gibt hierbei sein Comeback und kann im Freien jederzeit mit der bekannten Trommel gerufen werden. Das fand ich ein netter Nostalgiemoment. Man besucht trotzdem relativ oft die immer gleichen Schauplätze und läuft die gleichen Wege. Da wurde mMn etwas zuviel recycelt, weshalb mir jetzt auch die Motivation fehlt noch zwei mal von vorne das zu machen. Skippen kann man dabei die Gegner auch nicht immer: Sobald euch Gegner erspähen wird die Umgebung eingekreist. Ihr müsst sie also entweder besiegen oder so lange gegen die Kreiswand laufen bis ihr entkommen dürft. Das geht natürlich schnell, hält trotzdem auf.

Euren MC dürft ihr am Anfang frei wählen. Insgesamt stehen hier 6 verschiedene Helden zur Verfügung, von denen jeweils zwei ein Schicksal teilen. In meinem Playthrough Angela und Duran. Nach der Wahl des MCs dürft ihr noch zwei weitere Streiter aus dem Roster picken, ihr zieht also mit der Hälfte des Casts los (Dritte im Bunde war bei mir Riesz, so dass ich Angela als Magierin, Duran als Tank und Riesz als Melee DD hatte). Den Prolog eures MCs müsst ihr spielen, die Prologe der anderen zwei Mitstreiter dürft ihr auf Wunsch später nachholen oder skippen. Storytechnisch ist das Spiel darauf ausgelegt, dass man es insgesamt wohl drei Mal durchspielen kann, weil es zu jedem gewähltem Main Charakter Paar auch einen anderen Oberbösewicht gibt, der sich auf der Gegenseite am Ende durchsetzt und die Party zum finalen Duell bittet.

Ich habe das Spiel jetzt nur einmal durchgespielt, das reicht mir dann auch. Besonders erzählenswert ist die Story jetzt auch nicht unbedingt. Im Kern geht es darum das erwähnte Böse aufzuhalten, die 8 Elemente zu vereinen und das Mana Schwert zu finden um so die Welt und die Goddess of Mana zu retten. Natürlich gibt es auch noch ein paar Randgeschichten und Twists, aber nichts davon wird lange in Erinnerung bleiben. Eine Stelle hat mich dabei sogar massiv geärgert, weil es halt wirklich eine 1:1 Kopie einer berühmten Star Wars Szene ist. Da musste ich schon heftigst mit den Augen rollen, zumal das auch noch wirklich schlecht gemacht war.

Dazu kommt auch dass die Motivation der Bösewichte nicht besonders einfallsreich ist. Sie sind halt Böse und wollen die Welt vernichten, ahahahaha! Literally:

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Aber gut, so ist es halt meist und reicht ja auch als Katalysator: Das Böse will die Welt vernichten, die Guten (also wir) müsst sie retten. Let's go! Man darf fairerweise nicht vergessen: Das Spiel ist von 1995 und die Story haben sie jetzt nicht extra für das Remake umgeschrieben, von daher passt das schon so.

Während der Reise levelt ihr natürlich mächtig auf, lernt neue Fähigkeiten und dürft auch eure Klasse zwei Mal upgraden. Dabei stehen jeweils eine dunkle und eine helle Richtung zur freien Verfügung. Das hat nichts mit einem Moralsystem zu tun und ändert auch nichts an der Story, es sind nur andere Ausrichtungen und Fähigkeiten. Duran kann für seine zweite Klasse zwischen Knight (Light) oder Gladiator (Dark) wählen, wobei der Knight mehr ein Support/Tank-Charakter mit Schild ist, während der Gladiator auf hohen Schaden abzielt.

Nach dem Abspann ist das Spiel noch nicht zu Ende. Jetzt habt ihr die Möglichkeit eurer viertes, finales Klassenlevel zu erreichen - je nachdem wie ihr vorher gewählt habt automatisch entweder die Light oder Dark-Version. Außerdem dürft ihr jetzt das Endgame-Dungeon im Himmel besuchen um den Post-Credit-Boss dort zu besiegen - erinnert von der Aufmachung her ein bisschen an die Mana-Feste aus dem Original, wie es da im Himmel schwebt und nur darauf wartet dass ihr mit Flammie Kurs drauf nehmt. Waren die Dungeons vorher recht kurz ist das Post-Credit Dungeon hier dann noch mal ein wahrer Test of Endurance und ist ein wirklich überlanges Alptraum-Dungeon das quasi alle wichtigen Regionen des Spieles noch einmal beinhaltet. Ebene um Ebene schlagen wir uns durch endlose Gegnerhorden.

Zu Sammeln gibt es natürlich auch jede Menge, denn Abseits der meist schlauchartigen Wege sind immer mal wieder Kisten oder der Kaktus Boy versteckt. Letzterer sammelt Boni frei je mehr man von ihnen findet. Auch droppen Gegner gerne mal Samen in unterschiedlichen Kategorien, die dann im Blumentopf zu Items heranwachsen. Klingt albern, ist aber so und keine Sorge, das passiert auch Instant. Da war dann irgendwann auch starkes End Game Equipment dabei.

Zum Abschluss gibt es auch noch einen Hidden Secret Boss, der ganz witzig aber im Endeffekt auch recht bedeutungslos ist. Hat mit der Story auch nix zu tun, sondern ist eher ein verstecktes Easteregg. Sowohl dieser wie auch der andere Post-Credit-Content kann übrigens problemlos im ersten Anlauf angegangen werden, ohne dafür vorher durchs New Game+ zu müssen.

Fazit: Am Ende des Tages hat mich das Spiel unterhalten, wenn es auch nicht ganz meine Erwartungen erfüllt hat. Der Anfang ist leider sehr trocken, man rennt dauernd die gleichen Wege hin und her und es ist generell vieles Linear, in der zweiten Hälfte hatte mich das Spiel dann aber. Man hat hier ein simples, aber spaßiges Combat System sobald man mehr Fähigkeiten bekommt, die Klassen aufwertet und dann auch richtig Spaß im Kampf mit den Gegnerhorden haben kann. Die Bosse vermissen ein bisschen den Flair von Secret of Mana, genau wie das Spiel den generellen Witz davon, bieten aber durchaus abwechslungsreiche Mechaniken um die Kämpfe nicht zu langweilig werden zu lassen. Einmal durchspielen langt dann aber auch, nur wegen ein paar alternativen Gegnern auf höheren Schwierigkeitsgraden im New Game+ brauche ich das Ganze jetzt nicht noch einmal. Achievement-Jäger bleibt natürlich aber nichts anderes übrig, da viele daraus ausgelegt sind das Spiel eben drei Mal zu meistern.

7/10
 
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