Ahti
Frührentner
Routine ist meisterhaft inszenierter und ungemein immersiver Weltraum-Horror, der nahezu vollkommen auf Erkundung und Wegfindung setzt. Ab der ersten Minute ist man auf sich allein gestellt, es gibt kein HUD und keine Icons, die einem aufzeigen, wo man hingehen soll.
Gleichzeitig ist das Spiel nie wirklich kryptisch in seiner Aufgabenstellung, es kommt also kein Frust auf, solange man beobachtet und die toll designten Umgebungen "liest".
Spielmechanisch ähnelt Routine im Kern anderen Titeln aus diesem Bereich, aber aufgrund der brillanten Umsetzung fand ich es erheblich packender und durch die Abwesenheit von direktem Handholding vergleichsweise clever und erfrischend.
In meinen Augen ist Routine nach Amnesia: The Bunker das wichtigste Horror-Spiel der letzten Jahre, denn es zeigt auf, in welche Richtung sich das Genre entwickeln könnte - nein, in welche Richtung es sich entwickeln sollte.

