Mit Fortschrittmeldungen war ich in letzter Zeit ja nicht wirklich am Start.
SnowRunner läuft zwar ab und zu mal auf der Konsole, aber wenn, dann mache ich meistens irgendwelche Aufräum-Leerfahrten, um nicht mehr benötigte Waren, Anhänger oder Laster von nahezu abgegrasten Karten wegzufahren. Richtigen Missionsfortschritt mache ich aktuell fast gar nicht.
Ich muss dazu sagen, dass ich mich aktuell ausschließlich im Oblast Amur (Phase 4 des Season Passes) bewege, und dass diese Region die mit Abstand schwerste bisher ist.
Diese vier Karten sind Wüsten. Zwar nicht mit Sand, aber mit Schnee und Geröll. Die Zugänglichkeiten sind mühsam, die Straßenverhältnisse (sofern man Straßen überhaupt als solche bezeichnen darf) sind miserabel und selbst nach Beseitigung der meisten Hindernisse, an die manchmal auch Nebenmissionen geknüpft sind, hat man trotzdem das Gefühl, nicht viel besser voran zu kommen, als wären diese Hindernisse noch da.
Was ich bezeichnend finde: Man findet bei Youtube zu Phase 4 in Amur kaum Gameplaymaterial von den einschlägigen Content Creators, was entweder auf mangelndes Interesse schließen lässt (denke ich nicht, denn Klicks generieren ja Einkommen), oder aber die meisten haben es schlicht aufgegeben weiterzuspielen, weil es einfach zu schwer und mühsam geworden ist.
Nachdem ich gerüchteweise davon gehört habe, dass "Year 2" in diesem Sommer starten soll, möglicherweise bereits im August, somit also Phase 5 vor der Tür steht, muss ich natürlich bis dahin noch einiges schaffen. Mein Fortschritt in Amur liegt nach wie vor um die 50 Prozent, und die ganz großen, richtig langwierigen Missionen habe ich noch nicht einmal angefangen. Von den Zeitprüfungen rede ich da noch nicht einmal, die habe ich auch noch nicht gestartet.
Ja, es macht mir noch Spaß, das kann ich schon sagen. Nur ist diese Phase eine riesengroße Herausforderung und sie ist auf extreme Spielzeit ausgelegt, damit alles entsprechend erfüllt werden kann. Der Fuhrpark wird zwar Dank kostenloser und teils kostenpflichtiger Inhalte stetig erweitert, manchmal ist es aber auch nötig, dass man die neuen Laster verwendet, wenn man nicht gleich voll hochgezüchtete Mods nutzen will. Die LKWs, die man im Grundspiel freischaltet und zu über 80 Prozent der Zeit gut nutzen konnte, haben in dieser Region beinahe keine Daseinsberechtigung mehr. Es gibt nicht DEN besten Laster, schon gar nicht den, der für alle Situationen verwendet werden kann. Hier ist ein immerwährender Austausch des Fuhrparks und eine Ergänzung von Stärken der Laster nötig, um die vorhandenen Schwächen einzuebnen. Denn die sind genauso zahlreich vorhanden.
Beispiel neue Laster: In Phase 4 findet man den ZiKZ 605R, einen achträdrigen Schwerlaster mit ordentlich Traktion und vielen Aufbauten. Dank hoher Agilität und starker Matschbereifung kommt er mit den meisten Verhältnissen auf den Karten klar. (er wird von vielen Spielern als der beste Laster des Spiels bezeichnet)
Aber genau an der Bereifung liegt dann schon wieder die größte Downside: Der Laster verfügt über eine Reifenoption (Matschreifen), Schneeketten hat er nicht, und das in einer Schneeregion! Deswegen ist er dann wiederum in einigen bis vielen Bereichen der Region gar nicht mehr zu gebrauchen, oder braucht Schützenhilfe von einem Laster anderer Bauart.
Oder das neue Tatra-Pack (nicht Tetra-Pack), das jetzt erschienen ist: Ja, der Look des Tatra T813 ist ganz witzig (verrückter, negativer Radsturz), und der Motorensound ist nahezu ohrenbetäubend. Aber das Vehikel hat einfach nicht genug Power und die Aufbauten, um es als Mehrzweckfahrzeug benutzen zu können, sind nicht vorhanden. Eine Ladepritsche für zwei Einheiten, ein hoher Sattel - das war es. Was soll sowas? Und der Tatra T805 ist dann gegenüber einem "Warthog" oder einem "Actaeon" nahezu nutzlos. Ja, Lizenzfahrzeuge, schön und gut. Sie bringen jedoch keinen Mehrwert.
Bei SnowRunner hänge ich deswegen ziemlich hinterher mit der Erfüllung. Immerhin habe ich das Mission Control-Center schon wieder zum Laufen gebracht. Die verhasste Karte "Northern Aegis Installation" ist nahezu abgeschlossen, abgesehen von den Wettkämpfen und ein, zwei Nebenmissionen, so dass ich mich nun fast vollständig auf Chernokamensk und Cosmodrome fokussieren kann. Dennoch ist Gondelei nötig, denn einige der Waren, die auf den "hinteren" Karten benötigt werden, gibt es nur auf den "vorderen" bis zentralen" Karten. Und die Wege sind eben das Problem.
Es geht voran, aber mühsam und sehr, sehr langsam.
Mal sehen, ob ich das bis August alles finalisiert bekomme. Die Zeit ist das Problem.