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Die Spiele-Industrie (Allgemeine Diskussionen)

Bachstail

Pförtner des Altenheims
Wenn sie das Spiel bereichert

K.I. bereichert aber kein Spiel, im Gegenteil.

Ich habe durchaus schon einige Spiele gespielt, die während ihrer Entwicklung stark auf K.I. gesetzt haben und das merkt man in der Qualität dann auch immer, denn das führt gerne zu einem stilistischen Mix, der überhaupt nicht zusammenpasst.

Das können Charakterdesigns sein, das können Landschaften oder auch Gebäude sein und das fällt dann einfach stark auf und wirkt sich negativ auf das Spielerlebnis aus.

Wenn ein Gebäude zum Beispiel keine Tür hat, dafür aber direkt zwei Fenster nebeneinander, dann sieht das schlicht unfassbar...bescheiden aus.

Wenn K.I. während des Codings oder sowas benutzt wird - geschenkt, das kann ich akzeptieren und das gab es auch eigentlich schon immer, aber wenn man GenAI benutzt, um Assets zu erstellen, vor allem, wenn man weiß, wie GenAI funktioniert und wie moralisch verferflich GenAI ist, dann ist das in meinen Augen einfach eine reine Sauerei und gehört vollkommen zu Recht boykottiert.

Dass K.I. im Allgemeinen unglaublich viel Ressourcen verbraucht, schlecht für das Klima ist und aktuell den Gaming-Markt zerstört, da dadurch die Preise von Chips steigen, was wiederrum zu erhöhten Konsolenpreisen führt, ist natürlich noch ein "netter" Bonus.
 
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
Ich halte dagegen: KI ist eine gigantische Blase die platzen wird.
Das eine schließt das andere nicht aus. Die Dotcom Blase ist geplatzt, aber Internet haben wir ja noch. Und so wird auch KI bleiben bzw. LLM. Ob der Hype und diese gigantischen Investitionen so bleiben bezweifel ich zwar auch und dass man das irgendwann zurückfahren wird, wenn man merkt es kommt einfach kein Profit, nur Versprechungen. Aber wann das ist, keine Ahnung.

Ich fürchte ein paar Jahre wird das weiterhin Probleme für Spieler verursachen, mindestens bei den Anschaffungskosten. Bin gespannt, was das für eine PS6 bedeutet. Entweder mehrere Jahre verschieben oder doch höherer Preis, was aber für eine Massenkonsole eigentlich nicht geht. Vielleicht ist die PS6 dann auch eher eine günstigere Pro.
 

Savoreth

Pförtner des Altenheims
Ich möchte den guten Beiträgen nur mal einen Vergleich aus einem anderen Bereich hinzufügen, um zu zeigen, in welche Richtung die Überlegungen der Spieleentwickler in Sachen KI gehen können.

Ich schaue gerne einige alte Filme, die es aber nur auf DVD gibt. Ich möchte aber gerne eine Version in FHD haben.
Die "kreative" Version wäre nun, dass der Film entweder neu abgetastet oder gedreht wird.
Das erste wird nicht passieren, weil die Schauspieler gealtert oder gestorben sind.
Das zweite wird nicht passieren, weil die Kosten zu hoch sind und die Nachfrage zu gering ist.
Mit KI kann ich allerdings innerhalb von ein paar Stunden den Film verbessern und auf passable Qualität bringen.
Natürlich nicht so gut wie die ersten beiden Varianten, aber die stehen halt nicht zur Verfügung.

Nun haben wir in Spielen allenthalten die Debatte, dass die Entwicklung zu teuer wird. Infolge dessen werden Inhalte gekürzt, ein wie oben angesprochenes Remaster möchte extra bezahlt werden. Worüber sich dann Spieler auch wieder aufregen.

Es kann sicher nicht darum gehen, ein Spiel komplett von KI entwickeln zu lassen. Sie kann aber helfen, bestimmte Prozesse schneller und effizienter zu erledigen. Insbesondere repetitive Aufgaben lassen sich so in weitaus kürzerer Zeit erledigen. Ich will keinesfalls behaupten, dass die Balance zwischen Kreativität und KI-Verwendung in einem guten Zustand ist. Der Profitwunsch eines Unternehmens steht dem auch radikal entgegen und niemand weiss, was am Ende herauskommt. Es ist daher sicher auch richtig, in der Richtung weiterhin kritisch zu bleiben und Spiele auch entsprechend zu kennzeichnen.

Nur dieses Zerrbild, dass Spiele komplett von einer KI entwickelt werden, ist einfach unrealistisch. KI ist ein Werkzeug, wie zuvor diverse Assistenten und Programme auch. Nur ist es leider so effektiv, dass es Arbeitsplätze verdrängt. Und diese Debatte findet nicht hinreichend statt - unter anderem auch, weil sich das nicht verhindern lässt.
 

Khorny

Moderator
Team
Das eine schließt das andere nicht aus. Die Dotcom Blase ist geplatzt, aber Internet haben wir ja noch.
Weiß nicht ob der Vergleich gut passt.

Ob der Hype und diese gigantischen Investitionen so bleiben bezweifel ich zwar auch und dass man das irgendwann zurückfahren wird, wenn man merkt es kommt einfach kein Profit, nur Versprechungen. Aber wann das ist, keine Ahnung.
Das ist halt der Punkt. Profitversprechen - ja fein, und wer hat den Profit dann? Ich als Anwender? KI hat mir persönlich als Gamer bisher nicht nur gar nichts gebracht, dafür wie Du weiter schreibst, erhebliche Nachteile und negative Auswirkungen, die ich real an Kaufpreisen bemessen kann.

Ein Blick auf den Markt der Hardware-Preise genügt eigentlich. Da muss schon einiges, sehr positives passieren, um diese Nachteile nochmal in etwas Positives zu drehen. Ich habe auch nichts gegen KI als Werkzeug grundsätzlich, aber die Scharlatanerie welche mit diesem "Hype" betrieben wird, deren Auswirkungen und Bedeutung - ich sehe da kein mögliches Happy End, für niemanden.
 

L.Kwas

Frührentner
Was Pingu da anmerkte, stimmt durchaus, die DotCom Blase ist geplatzt, ein paar Unternehmen haben es überlebt und sich in bestimmten Bereichen durchgesetzt (Amazon, eBay, Google, etc.), das meiste aber waren Fails und heiße Luft. Das wird nach Platzen der KI-Blase wahrscheinlich in ähnlicher Form passieren. Hauptunterschied ist wohl, die KI-Blase ist sehr viel größer als die DotCom Blase damals, wenn die *Pop* macht, dann mit weit größeren Konsequenzen.
Btw erinnert sich jemand noch an "Beenz"? Das wurde zu Zeiten der Dotcom Blase als das nächste ganz große Ding angepriesen, eine Art neue Internetwährung gemischt mit nem System wie bei Paybackpunkten oder sowas.
The video is played embedded by Youtube. Google's privacy policy applies.
 
Zuletzt bearbeitet:

Khorny

Moderator
Team
Dass da am Ende mehrere Unternehmen draufgehen, glaube ich wohlgemerkt auch. Dadurch, dass die Unternehmen aber jetzt massiv in die ETFs und Rentenfonds einsteigen (und das mit Rekord verdächtigen Anleihen), wird das noch viel größere Auswirkungen haben, als wir uns aktuell ausmalen können. Vor allem drängen mehrere Tech-Giganten gleichzeitig an die Börse.

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Aber viel weiter will ich das jetzt nicht ausführen, weil es sich sonst zu weit von Gaming Bezug fort bewegt, und damit hochpolitisch wird.
 

L.Kwas

Frührentner
Btw da gab's so nen Witz, der letztens mal die Rund machte: Ein Hersteller für Schuhe steht kurz vor der Pleite, sie sagen dann, dass sie auf KI umschwenken und Rechenpower vermieten möchten, obwohl sie kein einziges Rechenzentrum besitzen, und der Unternehmenswert verachtfacht sich.

Plot Twist:
Das war kein Witz (oder vielleicht doch), und es ging um Allbird, die sich in NewBird AI umbenannt haben. Dass sie keine Rechenpower haben, ist kein Problem, die Grafikkarten kaufen sie mit geliehener Kohle. 👟:ugly:
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yopparai

Pförtner des Altenheims
Wirst du nie lokal bekommen und das ist nichtmal ne Leistungsfrage, das ist by-Design. Du sollst deinen Scheiß mieten. Hard- und Software im Besitz des Kunden ist so 90er. Hoheit über die eigenen Daten auch. Mit maximaler Abhängigkeit macht man maximales Geld und KI wird der willkommene Anlass sein durchzusetzen, was Streaming, Game Pass und ähnliche Initiativen nicht geschafft haben.

Die Technik ist spannend und faszinierend und hätte durchaus das eine oder andere sinnvolle Einsatzgebiet. Aber die Umsetzung ist schlicht schon wieder so angelegt, dass sich die Gewinne immer in denselben Taschen konzentrieren.

Ich denke es wird eine gewaltige Korrektur an den Börsen geben sobald genug Leuten aufgefallen ist, dass die Geschäftsmodelle zu den ganzen Investitionen fehlen. Bzw. es ist den meisten schon aufgefallen, aber man versucht den Rückzug leise zu gestalten und keine Panik auszulösen. Derweil starten die dicken Fische jetzt an den Börsen wo Oma Ernas Rentenfonds SpaceX und irgendwann OpenAI besitzt, während diejenigen die das eingebrockt haben hinterrücks ihre Schäfchen ins Trockene bringen. Am Ende dürfen wir alle 12h/Tag arbeiten weil besagte Rentenfonds implodiert sind.

Das wird wie die Dotcom Bubble. Am Ende werden Amazons und Googles entstehen, aber vorher klappen nochmal die Beenz und Pets.coms zusammen.

Bin auch gespannt wie gut Gaming das alles überhaupt überlebt...
 
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