So! Zwei Stunden mit Dark Souls und ich gehe gleich mit einem Lächeln ins Bett. Vorweg, ich persönlich spiele es nicht, um zu den coolen zu gehören, daß war ich schon in den 80gern.
Technisch gibt es sicher besseres, aber es ist tatsächlich das Feeling, daß beim spielen einsetzt. Natürlich war ich auch durch die ganzen Tests und Reviews angspitzt. Aber ich finde nicht, daß übertrieben wurde. Ich kenne den ersten Teil nicht, und war natürlich gespannt, was passiert.
Bei der Charakterauswahl habe ich mich vom Gefühl leiten lassen und den Dieb genommen, hohe Beweglichkeit, höhere Chance auf kritische Treffer und der Generalschlüssel gehört automatisch zur Grundausstattung.
Und eins ist sicher, die Gegner sind nicht ohne. Die ersten sind nur Futter zum üben, aber es wurde schnell klar, daß man sich die Gegner besser einzeln vornimmt. Und auch da habe ich einige böse Überraschungen erlebt. Ein Skelett mit Keilschild und Langschwert konnte ich noch beim ersten Schlag auskontern. Dann durchbrach es meine Deckung. Ich konnte mich noch mit einem Sprung nach hinten gerade so retten.
Ich dachte ich hätte genug Abstand und genehmige mir einen Heiltrank. Da läuft das Skelett auf mich zu und stößt das Langschwert mit der Spitze voran in mich rein. Na super.
Auch Skelette, die eher lethargisch wirken, können bei Unachtsamkeit plötzlich einen Schwertwirbel abfeuern.
Ich bin beim ersten Boss einige Male gestorben. Dann hatte ich es kapiert, und auch mal den Hilfstext vorher gelesen und siehe da, geschafft. Und ja, ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind!
Ich bin noch in keinem Spiel vorher so langsam und vorsichtig durch die Gänge spaziert. Und wie auch einige Redakteure geschrieben haben, hatte ich, je weiter ich kam, immer mehr Angst, meine hart erkämpften Seelen zu verlieren. Nüchtern gesehen, gibt es sicher grafisch und technisch bessere Spiele, aber ich kenne kaum eines, daß mich so angespannt vor der Kiste sitzen läßt. Denn wenn ich einmal nicht aufpasse = Tod!
Und daher ist ja auch die Freude verständlich, an einem sicheren Feuer anzukommen und seine Seelen ausgeben zu können. Wie bei vielen Spielen gilt für mich auch hier. Emotion vor Technik.
Der Frust kommt sicher noch. Aber das Spiel ist für mich auch eine Herausforderung an mich selbst. Habe ich die nötige Geduld und Konzentration beim Kampf? Finde ich die richtige Taktik? Habe ich den nötigen Ehrgeiz? Bei anderen Spielen kann ich schon durch den einstellbaren Schwierigkeitsgrad "mogeln".
Hier muß ich es nehmen wie es kommt. Fertig!
Das man sich einen Bogen besorgen soll, um einige Gegner aus der Distanz zu bekämpfen, bzw. aus einer Gruppe zu locken, habe ich jetzt auch schon öfters gelesen. Das werde ich sicher auch noch probieren.
Gruß,
Tom