- Im Buch explodiert das "Hab" (also Mark Watneys Kartoffelfarm) durch Überanspruchung eines Faserstoffs, das durch ständiges Öffnen und Schließen der Luftschleuse dermaßen gestört wurde, dass es abriss. Im Buch, wie im Film, wird durch die explosive Dekompression dieses Stoffstücks das komplette Hab zerstört und Mark Wartney sammt Luftschleuse weggesprengt. Dabei geht seine Kartoffelfarm hopps. Während Mark im Film in der Luftschleuse durch seinen Helm Sauerstoff verliert und diesen notdürftig mit am Hüftgürtel mitgeführtem (Oha, so ein Zufall!) Klebeband zukleben kann, muss er im Buch nicht den Helm, sondern einen Riss in seinem Raumanzug flicken. Da ihm hier aber kein Klebeband zur Verfügung steht, muss er den nur schwer dehn- und biegsamen Stoff zerreißen und verknoten und sogar einen Arm in seinen Raumanzug stecken, um den Sauerstoffverlust zu kompensieren. Er muss sich also einarmig in den Hab schleppen und einen Ersatzraumanzug holen, um sich dann in den Rover zu retten. Im Film kann er einfach die Luftschleuse verlassen und ins kaputte Hab gehen. Im Buch muss er die Luftschleuse erst zum Hab rollen (extreme Kraftanstrengungen!), weil nicht ausreichenden Sauerstoff im Anzug hat. Das zeigt im Film leider nur unzureichend die Lebensgefahr, in der Watney zu diesem Zeitpunkt steckte
- Im Film hat Mark Dank des Pathfinders (einer 1997 gebauten und kurze Zeit später auf dem Mars abgesetzten, unbemannten Sonde) die ganze Zeit über Funkverbindung zur Erde, jeweils mit 17 Minuten Verzögerung wegen der Entfernung. Im Film, wie im Buch, bekommt Mark die Aufgabe, eine Menge Löcher ins Dach seines Rovers zu bohren, damit er dort seine Sauerstoffglocke einbauen kann. Auch kommt hier im Film die große Wichtigkeit seines Rovers gar nicht so weit raus, wie es im Buch dargestellt wird. Beim Bohren der Löcher hat Mark im Buch aber einen großen Fehler gemacht, weil er diesen mit 9 Ampère Strom betreiben muss. Beim Anlehnen an seine Werkbank wegen einer Pause hat plötzlich ein leitendes Metallstück des Bohrers direkten Kontakt mit den Schaltkreisen von Pathfinder, die die 9 Ampère Strom nicht vertragen (diese sind nur für 50 mA ausgelegt), so dass diese irreparabel durchbrennen. Mark verliert ab diesem Zeitpunkt also komplett den Funkkontakt zur Erde und kann sich nur noch über Morsezeichen, die er per Steinen auf dem Boden auslegt, mit NASA in Verbindung setzen, da diese nach wie vor Satelliten überfliegen lässt, die Fotos schießen. Von dortan führt Mark im Buch wieder SOL-Einträge.
- Auf dem Weg zum Schiaparelli-Krater, der Landestelle von ARES IV, wo er das MAV zum Kontakt mit der ARES III-Crew nehmen will, muss Mark beim einfahren in den Schiaparelli eine relativ flache Rampe hinunter fahren, die sich über die Jahrmillionen durch Wind und Erosion gebildet hat. Während Mark zwar ausgezehrt von Hunger, aber bei bester Gesundheit befindlich, zur 3.200 Kilometer entfernten ARES IV-Landestelle durchfahren kann (das Ganze wirkt dabei wie eine Sonntagsfahrt), hat er im Buch beim Herabfahren der Rampe einen Überschlagunfall, bei dem sein Rover kippt und wichtige Solarpaneele verliert. Nur mit großen Mühen kann Mark den Rover wieder aufrichten, verliert aber seinen zweiten Rover als Anhänger genutzt, weil die Anhängerkupplung durchbricht. Im Film gibt es keinen Unfall und der zweite Rover wird hier nur in Form einer Karre dargestellt, die die Solarpaneele trägt, nicht aber seine wichtigsten Utensilien wie Wasser- und O2-Aufbereitung. Im Buch ist der Verlust enorm.
- Ebenfalls während der Fahrt zur ARES IV-Landestelle gerät Mark im Buch in einen Sandsturm, der sich wegen seiner feinen Sandpartikel optisch gar nicht bemerkbar macht, aber starken Einfluss auf die Leistung seiner Solarzellen hat. Diese verlieren von Stunde zu Stunde mehr an Leistung. NASA kann den Sturm nahen sehen, kann Mark aber wegen der abgerissenen Funkverbindung nicht warnen. Als Mark bemerkt, dass er sich schon zwei Tage lang in diesem Sturm befindet, ist es schon fast zu spät. Er informiert NASA per Kieselmorsezeichen, dass er dies festgestellt hat und nimmt Messungen und Peilungen vor, um Größe, Geschwindigkeit und Richtung des Sturms zu eruieren. Nach Benutzung eines improvisierten Sextanten kann er den Sturm umfahren und verliert trotzdem wertvolle Zeit bis zum Erreichen seiner Landezone.
- Kleine Abweichung am Ende zwischen Buch und Film: Im Buch schlägt Mark das "Iron Man"-Manöver zwar vor, wird aber von Commander Lewis davon abgehalten, und muss im MAV auf die Rettung von Beck warten, während Vogel als Backup in der Luftschleuse die Sicherungsbänder überwacht. Also weder der "Iron Man"-Flug mit Marks aufgeschlitztem Raumanzug, noch der direkte Kontakt mit Lewis in ihrem lenkbaren Raumanzug, wie im Film dargestellt, weil sie vom Cockpit aus überwacht, wie Beck Watney aus der Kapsel rettet und dieser dann wegen gebrochener Rippen dermaßen schreit, dass er sein Mikro abschalten muss. Auch weist Mark im Buch noch darauf hin, dass er, weil er Wochen und Monate nicht geduscht und gebadet hat, beim Empfang auf der Hermes nicht von allen Crewmitgliedern umarmt wird. Marks Vortrag bei der NASA am Ende des Films ist nur dort zu sehen, das Buch endet mit Marks Rettung auf der Hermes. Der komplette Rückflug zur Erde wird nicht mehr thematisiert.