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Kant ist tot!

Aushilfe der Essenausgabe
Assassin's Creed Valhalla
Mir ist bis heute unklar, wie gerade dieser Teil der finanziell erfolgreichste der Seriengeschichte werden konnte. Man kann es sicher mögen, aber meinen Geschmack hat es auch im zweiten Anlauf nicht getroffen. Im Vergleich dazu war Odyssey eine wahre Offenbarung.

6/10
Das dürfte an Corona gelegen haben. Da hat die Branche ja geboomt.
 

L.Kwas

Pförtner des Altenheims
Bayonetta Origins: Cereza and the Lost Demon

War ein sehr schönes Metroidvania, das die angehende Umbrahexe Cereza, die später Bayonetta werden würde, auf ihrem ersten großen Abenteuer durch den Märchenwald von Avalon zeigt. Sie ist zu der Zeit noch ein Kind und recht unerfahren, und ihre erste richtige Dämonenbeschwörung gelang nur so halb und endete damit, dass ihr Katzenplüschtier Cheshire besessen wird, der sie fortan als 2. spielbarer Charakter begleitet.

Man spielt durchgehend Cereza, und zu ca. 75% der Zeit simultan (nach Wahl) auch Cheshire in einer Art Singleplayer-Koop wie etwa bei Brothers: A Tale of Two Sons. Cereza steuert man mit dem linken Stick, dem Steuerkreuz und den L und LZ Tasten, und Cheshire mit dem rechten Stick, den A, B, X, Y und R und RZ Tasten, und durch Drücken des jeweiligen Sticks kann der entsprechende Charakter ausweichen.
Das klingt jetzt gewöhnungsbedürftig, und ist es anfänglich auch, aber nach ner Weile geht es gut von der Hand. In dieser Konstellation kämpft man und löst auch Puzzles.
Man kann die beiden Joycons auch abnehmen, dann hat man phasenweise auch eine Art Koop Game am lokalen Bildschirm.

Cereza ist dabei im wesentlichen der unterstützende Charakter, sie kann Gegner mit infernalen Dornenfesseln verlangsamen und festsetzen und Objekte manipulieren, jedoch ist es ihr nicht möglich, Gegnern direkt Schaden zuzufügen. Für letzteres ist ihr Plüschtierdämon Cheshire da, der Gegner mit Klauen und Reißzähnen zerfetzt, und später lernt er auch diverse Elementfähigkeiten, mittels derer Metroidvania-typisch neue Abschnitte in der Spielwelt zugänglich werden.

Das Spiel möchte sichtlich eine jüngere Zielgruppe ansprechen, d.h. Gore oder Fanservice gibt es hier anders als bei den Spielen der Hauptreihe nicht, und das Spiel ist auch sehr leicht und zugänglich. Man hat immer mehr als ausreichend Heil- und Utility-Items dabei, und wenn es doch zu schwer werden sollte, kann man in den spielunterstützenden Optionen zum Beispiel den Gegnerschaden graduell bis auf null runterdrosseln.
Dadurch eignet es sich gut für Einsteiger, und man braucht hinsichtlich Story keine Vorkenntnisse für die Bayonetta-Reihe (aber es gibt diverse Referenzen für Fans).
Für fortgeschrittene Spieler indes hätte ich mir gewünscht, dass auch direkt ein höherer Schwierigkeitsgrad als normal zur Verfügung stünde.

Die Lebensleiste nimmt auch nur ab, wenn Cereza getroffen wird. Das eigentliche Kämpfen übernimmt hauptsächlich Cheshire, und wenn der zu oft getroffen wird, dann verwandelt er sich temporär in seine Plüschtierform zurück, und ist nach kurzer Knuddelpause wieder kampfbereit.
Auch beim Platforming ist das Spiel verzeihend, wenn man stürzt, dann spawnt man ohne Lebenskraftverlust auf dem nächstgelegenen festen Boden wieder.

Die eigentliche Schwierigkeit liegt auch weniger in den Kämpfen oder Puzzles, sondern mehr in der Navigation durch die Spielwelt, denn jene ist dreidimensional mit mehreren Höhenstufen und Kameraperspektivwechseln versehen, und die Map eher unzureichend und deutet nur vage an, wo Durchgänge möglich sind.
Es kann so z.B. auch sein, dass man nach oben läuft, aber auf der Map bewegt man sich nach unten, weil die Kamera an der Stelle um 180° rotiert ist, und man kann auf der Map auch keine eigenen Marker setzen.
Für die reine Hauptstory ist das kein Problem, aber wenn man Completionist sein und alle Secrets finden möchte, dann sollte man sich Dark Souls mäßig den Aufbau der Spielwelt im Kopf einprägen (und genau dafür gibt es keine spielunterstützenden Optionen).
Das ist auch anfangs noch gewöhnungsbedürftig.

Highlight des Spiels ist dieser Bilderbuchlook, der sich konsequent durch das gesamte Spiel zieht, und den sie sehr gut eingefangen haben. Würde man Screenshots von manchen Szenen machen, man würde meinen, es handele sich um auf Pixiv oder Artstation hochgeladene Concept Arts, aber nein, so sieht die Spielgrafik aus.
Der Look ist so ein bisschen Guillermo del Toro gemischt mit Ghibli und Tim Burton.

Auch der Soundtrack unter anderem aus der Hand von Rei Kondoh ist sehr gut. Der Mann hat neben Bayonetta auch an diversen Fire Emblem Teilen und Okami gearbeitet, und gerade die letzten beiden hört man raus. Es geht nicht in die Jazz und JPop Richtung wie bei den Hauptteilen, sondern eher in Richtung heroischer High Fantasy (aber nicht nur), und Kondoh hat gerade bei den Boss Themes richtig in die Tasten gehauen. Die Synchronsprecher sind auch sehr gut.

Bezogen auf Boss Fights wird die Platinum DNA auch wieder deutlich, im Verlauf des Spiels werden die Fights immer mehr over the top (wenn halt auch nicht ganz so wild wie bei den Bayonetta-Hauptteilen, was halt unterstreicht, dass die junge Cereza noch vergleichsweise unerfahren ist). Wenn man simultan dabei den Dreh raus hat für diesen Singleplayer-Duo-Koop, dann sorgt das durchaus für coole Momente.

Etwas repetitiv wird es im Spielverlauf aber auch, z.B. findet man überall diese Tír na nÓgs, die in die Feenkristallwelt führen, und es sind meist gleichartige Kampfarenen.

Dabei gibt es manchmal Abzüge in der B-Note und etwas Jank, mehr Polishing für ein responsiveres Gamefeeling hätte bisweilen geholfen.
Die Übersicht geht in manchen Kämpfen auch etwas flöten, mit dem großen Cheshire ist das kein Problem, aber die von der Statur her kleinere Cereza lässt man schonmal aus den Augen. Eine Art Leuchteffekt, der sie auffälliger macht, hätte vielleicht geholfen.
Wünschenswert wäre auch, dass Cereza im Kampf mehr Funktionen nutzen könnte, als ausschließlich nur ihren Starterzauber, die Dornenfessel, und halt paar Tränke und sowas.

Die Story ist kein Magum Opus, aber insgesamt gut umgesetzt. Anstelle von Prophezeiung-, Weltuntergang-, Zeitreise- und Multiversumgedöns ist diese fokussierter auf wenige Charaktere mit klar ausformulierten persönlichen Motivationen, was dem Spiel halt gut tut.
Es geht ein bisschen in die Coming of Age Richtung, und Cereza, die anfangs noch sehr ängstlich und verunsichert ist, wächst über sich hinaus und wird selbstbestimmter, und die Beziehung zu ihrem dämonischen Plüschkumparsen ist ein zentrales Thema.
Auch gut fand ich, dass die Menge an Cutscenes überschaubar, aber dafür pointiert war.

Positiv anmerken kann ich, dass unterwegs wenig bis gar nicht geredet wird, obwohl man ja (fast) immer mit diesem Duo unterwegs ist. Man kennt das ja womöglich aus diversen (Triple-A-)Spielen, dass einem ständig jemand im Ohr hängt und sagt 'geh dorthin, mach das da, schau hierhin' oder dass sogar Puzzles von NPC-Begleitern gespoilert werden, aber das ist hier nicht der Fall.


Summa summarum: Kein Magnum Opus, aber ein märchenhafter Metroivania-Ausflug mit viel Charme, den man auch jüngeren bedenkenlos empfehlen kann, aber fortgeschrittene Spieler halt wenig fordert. Das Spiel kriegt man ja auch allgemein ziemlich günstig, und dafür kann ich's empfehlen (ich glaub, bei der MM Aktion letztens gab's das ja schon für 14,99€).
Vom Gameplay her gibt es noch Luft nach oben, und ich hoffe, dass dieses Konzept mit Singleplayer-Koop-Action von irgendwem noch weiter ausgebaut und verfeinert wird, denn das kann schon für echt coole Momente sorgen gerade bei Bossen. Bei Platinum soll es wohl viele personelle Umwälzungen gegeben haben, weiß nicht, ob man dort noch an sowas interessiert wäre.

Btw ne kurze Anmerkung zum Schwierigkeitsgrad: Es gibt durchaus einen schwierigeren Modus, aber der steht erst zur Verfügung, nachdem man das Spiel 1x durchgespielt hat und dafür ein neues Spiel startet. Dabei startet man wieder bei null, d.h. muss alle Upgrades erneut finden bzw. freischalten etc.
Alternativ kann man im Startbildschirm den Platinum Cheat Code eingeben, d.h. oben unten links rechts X B Y A, und der Modus ist direkt freigeschaltet.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Kant ist tot!

Aushilfe der Essenausgabe
Star Wars Outlaws
So, die Credits sind durchgerollt und ich bin gerade etwas traurig, dass die Fortsetzung gecancelt wurde. Es hat mir dann doch ziemlich gut gefallen.

Klar, der Aufbau ist halt das typische Open-World-Ding, wie man es von der Art Spiel kennt. Und die einzelnen Gameplay-Elemente wie Schleichen, Shooting, Klettern oder die Weltraumschlachten sind alle nicht herausragend, eher Kategorie servicable. Aber es kommt dann in Summe trotzdem ganz gut zusammen. Es gibt auch nicht eine große Welt, sondern verschiedene Planeten, die sehr schön und abwechslunsreich gestaltet sind.

Was mich am meisten überrascht hat: So richtig erwischt hat mich das Spiel über die Story und Charaktere. Kay selbst ist mir nach hinten raus richtig ans Herz gewachsen und Nix ist sowieso einfach nur super fluffig. Aber mein Highlight war ND5. Der hatte auch die besten Missionen. Ist vlt. ein komische Bezug, aber für mich hatte Outlaws ein wenig Uncharted Vibes und auf eine ähnliche Art das Herz am rechten Fleck. Außerdem bringt Outlaws richtig schön oldschoolige Star Wars Vibes rüber. Bin nicht der große Star Wars Experte, aber hier hat man sich meiner Beobachtung nach hauptsächlich an den alten Filmen orientiert. Was auch Sinn ergibt, weil es zeitlich parallel dazu zu spielen scheint.

Auf der PS5 fand ich außerdem den Balanced-Grafikmodus sehr gut.

Unter dem Strich ein echt schönes Star Wars-Abenteuerspiel.

8/10
 

Pingu

Kaffeefahrtpendler
Unter dem Strich ein echt schönes Star Wars-Abenteuerspiel.
Kann ich so mitgehen, gerade weils mal was anderes als Jedi war. Richtig gestört hat mich eigentlich nur, dass die Checkpoints immer so blöd gesetzt waren. Wenn man mitten in einer Basis erwischt wurde und neu laden wollte, war man wieder komplett außerhalb und musste alles neu machen. Deswegen bin ich irgendwann dazu übergegangen einfach zu ballern, wenn ich entdeckt wurde.

Und für mich waren die Planeten auch zu groß. Zumindest der erste und der Dschungelplanet. Den schlauchigen Eisplanet fand ich toll und Tattoine mochte ich auch, weil der zwar weite hatte, aber die vor allem von Wüste bedeckt und nicht so vollgestopft mit POI war.
 

Wulgaru

Pförtner des Altenheims
Ball x Pit

Tja, Abspann lief und nu gibt es noch New Game Plus.
Was kann man dazu sagen.... es ist wie gesagt ein perfektes Nebenbeispiel ala Vampire Suvivor. Klar ist es jetzt nicht völlig Autoplay, gerade weil man die Upgrades auswählen muss, aber weit weg isses davon auch nicht. Der Basenbau ist okay, man sollte frühzeitig die Farmen bauen und Rohstoffe drum herum, danach hat man eigentlich nur noch die Gebäude upzugraden und hier ist eben auch keine komplexe Ebene drin von wegen Gebäudeplatzierung oder so.

Werde es noch ein bisschen weiterzocken. Mehr als einen 10er sollte man dafür aber finde ich nicht ausgeben müssen, dafür ist es zu simpel.
 

Khorny

Moderator
Team
Etrian Odyssey

Ich hätte gedacht, da kommt noch was, aber letztlich war Etrian Odyssey doch etwas kürzer als erwartet. Mit knapp 35 Stunden war es allerdings für mich genug, denn dafür ist ein klassischer Dungeon Crawler dann eben doch zu eintönig. Bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass diese Trilogie nochmal für alle Systeme aufgelegt wurde. Schade auch, wie wenige Dungeon-Crawler es mittlerweile selbst von größeren, japanischen Spielefirmen gibt.

Mit diesem Spiel habe ich definitiv Blut geleckt an diesem Subgenre der JRPG, denn die Mischung aus Karten erschließen, Grinding und wissen, was man sich besser zurückziehen sollte, hat es etwas ungemein süchtig machendes.

Optisch geht es auch voll in Ordnung, es ist eben ein im Kern immer noch Nintendo DS Titel, mit allen Vor- und Nachzügen. Das Mapping wurde super integriert, schließlich war dies als DS Titel mal für zwei Bildschirm gedacht. Davon merkt man zum Glück nicht viel, und auch die Steuerung der Map läuft erstaunlich intuitiv ab.

Balancing und alles wirkte recht gut, ich habe aber offen gesagt nur 6 Charaktere insgesamt gelevelt, bei einer Gruppe die stets auf 5 Mann/Frau limitiert ist. Nachdem ich schon im Vorfeld geschaut habe, welche Klassen man unbedingt mitnehmen sollte, war hier auch wenig zusätzliche Arbeit nötig. Das Nachleveln eines Alchimisten war aber definitiv Gold wert.

Insgesamt war das Gameplay zwar ziemlich Bare-Bones, aber ich kann hier absolut nicht meckern. Jede einzelne Stunde war es mehr als wert, und ich werde Etrian Odyssey auch über den Abspann hinaus noch weiter erkunden, zumal noch zwei Sequels am Horizont warten. Dadurch, dass man relativ wenig Storytelling erfährt, ist dies auch der perfekte "Kopf Aus"-Titel für den Feierabend.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
Sponsor
Gestern Abend The Medium beendet.

Übrigens mit 35/38 Trophäen, was mich etwas nervt, weil ich wirklich gründlich gespielt hab, was sich letztlich auch in der vergleichsweise hohen Spielzeit von 15 Stunden äußert. Aber noch mal geh ich da aus ganz verschiedenen Gründen nicht durch ...

Beim Spiel handelt es sich zu 93 Prozent um ein Adventure, in dem man die (i. d. R. sehr schlauchige) Spielwelt erkundet, mehr oder weniger relevante Storyhappen auftut und - meist sehr machbare - Rätsel löst. Die restlichen sieben Prozent entfallen auf einen "Actionteil", den das Spiel meiner Ansicht nach nicht gebraucht hätte und der es auch nicht um Gameplay bereichert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Spiel entgegen Titulierungen wie "Horrorgame" kein bisschen gruselig ist, sondern auf mich sogar sowas wie eine cozy Atmosphäre ausgestrahlt hat. Aber das gefiel mir gut.

Die Dualwelt-Sequenzen sind ziemlich innovativ, zumal das sicherlich nicht zwei separat erstellte Filmchen sind, die während der Cutscenes parallel laufen, sondern die Engine irgendwelche überaus cleveren Dinge tut, damit Marianne und ihr weißhaariges Alter Ego deckungsgleich agieren.
Zudem sorgt dieser smarte Kniff, der Gameplay und Erzählung verknüpft, für den Großteil der zu lösenden Rätsel, denn unsere Heldin interagiert mit verschiedenen Hotspots, abhängig von der Welt, in der sie sich befindet, hat unterschiedliche Items im Inventar, und hin und wieder ist es möglich und nötig, eine vorübergehende "Körpertrennung" durchzuführen, wenn eine der beiden Frauen anders nicht erreichbare Wege beschreiten will.

Als sehr ungelenk empfand ich die Art der Erzählung, aber das liegt einerseits am Genre, andererseits an den Produktionsregionen des Spiels - oder anders gesagt: Verstreute Schriftstücke und Visionen und Audioaufzeichnungen tragen das Gros der Handlung, die vom Spieler selbst zusammengepuzzelt werden muss, wo in "höherpreisigen" Spielen mehr "geshowt" und weniger "getellt" wird.
Außerdem ein Hinweis aufs begrenzte Budget: Die meisten handelnden Figuren, bis auf drei storykritische Charaktere, tragen Masken, was sie einfacher zu modellieren macht, andererseits aber auch erzählerisch irgendwie Sinn ergibt.

(Ich jedenfalls wurde unangenehm an die Existenz eines Spiels namens 'Maid of Sker' erinnert, das sich ähnlicher Kniffe bedient, um seine Low-Budgethaftigkeit zu kaschieren.)

Gelobt werden muss unbedingt das Artdesign. Gut möglich, dass ich einen schwachen Punkt für alte Sowjetarchitektur (und -kultur im Allgemeinen) hab, aber auch die 'Anderswelt' wird sehr kompetent in Szene gesetzt, was sich letztlich auch im Leveldesign äußert. Ist man nicht gerade in langen Korridoren unterwegs, während unheilschwangere Stimmen ausm Off flüstern, bewegt man sich in hübsch gestalteten kleinen 'Puzzlekompexen', wo auch mal ein Umgebungsrätsel zu lösen ist.

Jau, unterm Strich hab ich ein etwas ambivalentes Verhältnis zum Spiel entwickelt, weil es einerseits ein überaus kompetentes Action-Adventure in schöner Kulisse mit interessanter, unverbrauchter Handlung ist.

Das andere Ding ist allerdings, dass die Technik - gespielt wurde auf PC mit halbwegs beefiger Hardware - quasi ständig hart an der Grenze zum Showstopper agiert: Es ruckelt und zuckelt und die Bildrate mäandert in einem Bereich zwischen 30 und 80 herum, dass es wirklich nicht schön ist. Da müssen die Jungs und Mädels bei Bloober mal nachsitzen, was vernünftige Optimierung angeht.

In einer Zahl ausgedrückt würde ich mein Erlebnis - den sehr schwer zu ignorierenden technischen Zustand mal außen vorgelassen - bei 70-75 Prozent einordnen. Es war gut, solange es lief, aber ich bin auch nicht traurig, dass es vorbei ist.
 

Khorny

Moderator
Team
Tengai

Mit Tengai verbinde ich nur gute Erinnerungen. Erstmals habe ich es 2020 auf der Switch durchgezockt, wo es als Teil der Psikyo Collection für mich zu den besseren Spiele zählte. Die Collection besitze ich nach wie vor, habe mir den Titel aber neben Gunbird nochmal auf Steam geschossen - weil Gründe. Auf dem Deck läuft es genau so gut wie auf der Switch, würde ich behaupten.

Erstmal überzeugt es mit sehr schönen Sprites und tollem Sengoku-Flair, kombiniert dies aber mit mechanischen Abnormitäten und trifft damit genau meinen Geschmack. Die Shmup-Action geht wie gehabt gut von der Hand, wobei ich das Manövrieren schon fast etwas träge empfinde, aber das ist okay.

So alles in allem ist dies ein immer noch lohnenswerter Shooter für Zwischendurch. Gerade dann, wenn es auf Steam wieder im Angebot ist, kann man diesen Titel bedenkenlos mitnehmen. Gehört wohl zu den kürzeren Shmups, aber durch die unterschiedlichen Charaktere hat man zumindest etwas Abwechslung, zumal sich mehrfaches Durchspielen insofern lohnt - daneben ist der Umfang für den Wiederspielwert einfach gut, und es ist kein Biest wie Akai Katana.

Akai hat dafür den definitiv besseren Soundtrack und mehr Bullet-Hell-Stärken.
 

baum2k

Kaffeefahrtpendler
Hatte es mit nem Kumpel dann Coop gespielt ja. Ne hatte ich nicht vorher geplant. Aber da einiges alleine etwas...schwierig war, hat er mir dann ausgeholfen :D
 
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