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L.Kwas

Pförtner des Altenheims
Xenoblade Chronicles 3

Damit endet für mich der 3. und wohl auch finale Teil der XC Hauptreihe (weiß nicht, ob sie noch einen Teil 4 machen werden). Positiv hervorheben kann man das Voice Acting (in Englisch) und die Story, die sich im wesentlichen darum dreht, dass die Splitterwelten aus dem ersten Teil (= Keves) und zweiten Teil (= Agnus) miteinander kollidieren. Das sieht man anhand vieler Referenzen bereits in der Landschaft wie etwa dem berghohen Schwert von Mechonis aus Teil 1 oder den Überresten des Titanen von Uraya aus Teil 2. Man muss die vorherigen beiden Teile nicht zwingend gespielt haben, aber förderlich ist es durchaus schon.

Auch das an MMOs angelehnte Echtzeit-Kampfsystem ist hierbei ein Hybride zweier Welten, die Kevesier sind vom Gameplay her Xenoblade Chronicles 1 nachempfunden, bei dem Skills nach einem Cooldown wieder nutzbar sind, Agnus andererseits orientiert sich an Xenoblade Chronicles 2, wo Skills mit Autoattacks aufgeladen werden. Ouroboros ermöglicht dabei, beide Arten von Skills miteinander zu fusionieren und simultan zu nutzen, und die Synchro-Funktion für eine Verwandlung in die Ouroboros-Form gibt es darüber hinaus auch noch.

Die Größe der Party wurde stark erweitert, statt wie in den vorherigen beiden Teilen 3 sind es nun bis zu 7 Partymember, d.h. 6 Leute aus dem permanenten Maincast und 1 begleitender NPC, und zwischen den 6 Mainpartymitgliedern kann nun auch während des laufenden Kampfes von Spielerseite gewechselt werden.
Die 6 Mainpartymitglieder können jede beliebige Klasse im Spiel lernen, und sobald eine Klasse gemeistert wurde, können einige ihrer Skills und Talente auch mit anderen Klassen ausgerüstet werden.
Der Seelenkontrolleur funktioniert dabei ein bisschen anders als die anderen Klassen, dieser schnappt sich ungefähr ähnlich wie der Blaumagier aus Final Fantasy oder Monoco aus Exp33 seine neuen Skills und Talente von Gegnern (aber nicht Standardgegnern, sondern in der Spielwelt verteilten Minibossen).
Insgesamt war das Experimentieren mit den vielen Klassen und Zusammenbauen von Builds und Cross-Class-Skills und -Talenten ein großer Pluspunkt des Spiels.

Die Kettenattacken, die es in der Reihe schon seit dem ersten Teil gibt, wurden nochmals stark ausgebaut. Sobald der entsprechende Balken voll aufgeladen ist, können Charaktere rundenweise zum Zug kommen, um ungehindert maximalen Schaden rauszudrücken. Dieses Feature ist geradezu übermächtig, und mit den richtigen Kombinationen an Klassen und Skills lassen sich selbst Bosse mit einer einzelnen Kettenattacke pulverisieren.
Anders als in XC1 und XC2 wird der Balken auch nicht mehr zum Weideraufhelfen von Partymitgliedern benötigt (das können nun Heiler von sich aus, bzw. jede Klasse, wenn man ein bestimmtes Ausrüstungsteil anzieht), d.h. man kann nun auch ungehindert Kettenattacken einsetzen (insofern es nicht grad durch einen Debuff blockiert ist).

Beim Kampfsystem gibt es aber imho noch Luft nach oben, denn es ist recht statisch, die Charaktere müssen still stehen bleiben, um Skills und Autoattacks zu nutzen. Es ist in seiner oldschooligen Art angelehnt an MMOs von früher, wo die Kämpfe selber eher wenig interessant waren und der Fokus auf der richtigen Vorbereitung lag mit Klassen und Skills. Einen newschooligen Ansatz mit generell mehr Movement (d.h. Charaktere können sich bewegen, während sie Autoattacks und Skills benutzen) und bei dem die Bosse die Party auch mit richtigen Mechaniken unter Druck setzen während der Kämpfe, hätte ich bevorzugt.

Vom Schwierigkeitsgrad ist es weiterhin so, dass die Bosse der Hauptquestreihe eher trivial sind, und die fordernderen Gegner nur im Optionalbereich auftauchen. Für die Hauptquest überlevelt man auch rasend schnell, noch sehr viel schneller als in den vorherigen Teilen.
Das Questdesign ist dabei sehr linear und verlässt sich mAn zu sehr auf Questmarker, die man halt abklappert (halt auch recht MMO-typisch im Design).

Das Weltdesign ist weiterhin ansehnlich, kann aber nicht so ganz mit dem vorherigen Teil mithalten, auch dem finalen Gebiet fehlte so ein bisschen das superbe wie den finalen Gebieten in XC2. Dafür entschädigte der finale Bosskampf, der auch recht lang war.
Es ist aber beachtlich, was Monolith da alles grafisch rauszuholen vermochte, wenn man sich vor Augen führt, dass es sich ja um ein Switch 1 Game handelt.

Verschlechtert hat sich im Vergleich zu den vorherigen beiden Teilen (wobei ich nicht das Original von XC1 gespielt hatte, sondern halt das Remaster) das Inventarmanagement. Es ist leider nicht mehr möglich, Ausrüstung nach speziellen Unterkategorien wie 'Ausweichen' oder 'Kritische Treffer' sortieren zu lassen, und man darf die Inventarflut großteils händisch durchwühlen.

Verbessert hat sich die Kartenfunktion, z.B. werden Gräber von bereits besiegten Minibossen nun auf der Karte angezeigt. Das hat mir im Vergleich zum 2. Teil viel Sucherei in Online-Wikis erspart.

Der Soundtrack ist insgesamt gut, aber ist von der Metalmucke wie in den vorherigen beiden Teilen ein Stück weit abgerückt in bekanntere Fantasygefilde.

Die Nebenquests, die seinerzeit bei XC1 noch sehr schlechte MMO-Fetchquests waren, haben sich deutlich gebessert, man baut nun auch ne Beziehung zu den diversen Charakteren der ganzen Kolonien auf (auch wenn es weiterhin Luft nach oben gibt dahingehend).

Was sich massiv verbessert hat im Vergleich zum vorherigen Teil sind Tutorials und ein Glossar, das man jederzeit zum Nachschlagen diverser Spielmechaniken aufrufen kann. Bei Teil 2 musste ich viel in Online-Wikis nachschlagen, weil diese im Spiel selber nur sehr schlecht oder gar nicht erklärt wurden.

Negativ ankreiden muss ich aber die Spiellänge, denn gerade Teil 2 und 3 sind zu lang und umfangreich, v.a. wenn man halt so wie ich als Completionist rangeht, so manch Fluffdialog und Bloat hätte ich rausgeschnitten. Eine Spieldauer von ca. 100 Stunden hätte ich besser gefunden, stattdessen bewegen wir uns nahe der 200er Marke (wobei der 2. Teil noch länger war als der 3. jetzt). Sicherlich könnte man es auch deutlich kürzer halten, wenn man ausschließlich nur die Hauptstory angeht und den Rest ignoriert, aber so spiele ich halt nicht, und einige der guten Sidequests, die mehr über die Vergangenheit von Charakteren erläutern, würde ich auch nicht missen wollen.

Insgesamt war es eine klassische JRPG-Erfahrung mit viel Power of Friendship, bei dem wir nem personifizierten Status Quo in den Hintern treten und die Zukunft retten. Eine Anti-Kriegs- und Anti-Forever-War-Message war darüber hinaus auch inkludiert, die in diesen Tagen wmgl. noch besser mit den Leuten resonieren könnte als seinerzeit bei Release.


P.S.: Bei den vielen coole Mech Designs hab ich den Eindruck, dass einige Leute bei Monolith echt Bock hätten, mal ein richtiges Mech Game zu machen, oder auch so was Xenogears-mäßiges. Ich wär auch dafür, gibt ja nicht allzu viel Auswahl in diesem Subgenre.🤖
 
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krismopompas

Jungspund
Cool. Das Label Star Trek ist immer ein Anreiz für mich. Wie lange hast du gebraucht?
Also ich bin ein langsamer spieler und genieße das. Hab auch mal Episoden neu gestartet wenn sie nicht so liefen wie ich wollte und war auf dem leichtesten schwierigkeitsgrad dann in rund 30h durch. Aber das geht bestimmt auch in 15 oder 20h.

Edit:
Es gibt ne demo im eshop.
 

baum2k

Kaffeefahrtpendler
Warhammer 40K Space Marine 2

Junge fängt das lahmarschig an aber zur Mitte / Ende hin wirds richtig episch. Aber man merkt das Game wurde designed mit Koop in Mind. Man hat zwar KI Kollegen aber wenn die anpacken is wie wenn 3 loslassen….also absolut unnütz.

2 Stellen haben das besonders bewiesen. Man muss einmal so Antennen beschützen und einmal auf nem Frachtenfahrstuhl dafür sorgen dass die Ketten nicht belagert werden von so Fliegeviechern. Man hat dann nur ne bestimmte Zeit zeit das zu machen. Sonst halt Game Over. An sich kein Ding aber man wird auch am Boden von allem mögichen angegriffen. Die KI Kollegen schießen nicht auf die Fliegeviecher, schießen aber auch nicht auf die Gegner die mich attackieren, wenn ich auf die Fliegeviecher baller. Und es geht nur entweder oder. SO nervig diese beiden Abschnitte jeweils gewesen aber gut. Habs hinbekommen. Später is mir noch nen alter Kumpel via PC beigetreten und hat mich als Koop-Partner quasi durch die Kampagne beglitten (ja is falsch, aber lustig. Chillt ihr Rechtschreibautisten).

War echt geil und hat (bis auf die 2 genannten Stellen) zu jeder Zeit Bock gemacht. Man fühlt sich einfach ultra mächtig, wenn man die Gegner in ihre Einzelteile zerfetzt :D

Gebe dem Spiel stabile 8/10 ausgewachsene Mammutbäume. 2 Bäumsche Abzug wegen der dummen Stellen, bei der man ohne Koop-Partner ordentlich zu tun hat.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Cabernet

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Ein wunderschönes Spiel im 18ten Jahrhundert. Bevor das Spiel jetzt für mich nach etwa 20 Stunden zu Ende ging, begann es etwas traurig mit der Beerdigung des Hauptcharakters Liza. Hierbei dürft ihr gleichzeitig auch eure ersten Punkte auf die vier Skills verteilen, die ihr habt: Art, Literature, Science & History. Diese können euch immer mal wieder in Dialogen oder anderen Skillchecks zum Vorteil gereichen und ihr könnt sie durch das Erfüllen von Sidequests, beim Lesen von Büchern oder auch bei einem Level-Up aufwerten. Neben diesen vier Skills gibt es auch noch zwei Moralbalken: Humanity und Nihilismus. Diese Werte erhöht ihr durch Entscheidungen und bestimmen was für eine Art von Vampir ihr sein wollt. Ja richtig, es stellt sich nämlich heraus: Ihr seid gar nicht tot, als ihr im Keller einer Villa aufwacht. Und damit beginnt das Spiel.

Cabernet ist im Grunde ein 2,5D-Vampir-RPG der seinen Schwerpunkt auf Dialoge und Interaktionen setzt. Es gibt hin und wieder auch Action-Passagen in denen ihr euch entweder zeitkritisch beeilen müsst, Stealth-Passagen meistern dürft ohne entdeckt oder erschossen zu werden und andere Reaktionstest und Minispiele, aber in der Regel lauft ihr (oder fliegt als Fledermaus) in dem Spiel meist umher, redet mit Leuten oder bringt Dinge von A nach B. Es gibt dabei ein Kalendersystem und jeden Tag (bzw. Nacht, zum Morgengrauen müsst ihr wieder im Sarg liegen) könnt ihr drei zeitspielige Aktionen vollbringen. Was das ist ist unterschiedlich und wird angezeigt, so das relativ schnell klar ist was "frei" ist (die meisten Wege und Dialoge) und was etwas kostet (meist wenn ein Charakter euch bittet mit ihm zu einem speziellen Ort zu gehen, wenn ihr eine Arbeit vollrichten müsst oder wenn ihr ein Skill-Buch lest). Nebenbei müsst ihr auch noch euren Blutverbrauch regeln. Ihr könnt entweder Menschen aussaugen (was eure Beziehung zu ihnen verschlechtert oder sie gar töten kann), Hasen im Wald töten oder gegen Geld abgefüllt in Flaschen von bestimmten Personen kaufen. Gegen Geld könnt ihr auch Questitems kaufen, Kleider die Skillboni geben, Fische um die Katze zu füttern oder Kram für euer eigenes Zimmer um es nach euren Vorzügen zu gestalten.

Die Stadt öffnet sich mit der Zeit (genau wie ihr neue Vampirfähigkeiten lernt) und es gibt 7 (+1 Epilog, wenn ihr ein bestimmtes Ende erreicht) Kapitel. Diese werden in der Regel zu einem bestimmten Kalendertag gewechselt wo dann ein großes, wichtiges Ereignis stattfindet. Ihr könnt eure Tage also nicht einfach verschwenden, sondern müsst euch schon auf die Quests fokussieren. Side-Quests gibt es auch jede Menge und bringen euch mitunter bestimmten Charaktern näher, mit denen ihr mitunter sogar eine Beziehung eingehen könnt oder deren Leben ihr umgestalten könnt. Dabei kommen wieder die Balken ins Spiel, denn ihr könnt entweder ein gutherziger Vampir sein, der den Leuten hilft... oder alternativ könnt ihr auch alle möglichen Charakter umbringen oder ihr Leben verschlechtern, Beziehungen beenden, Leute ausrauben etc.

Am Ende gibt es dann auch zahlreiche gute wie schlechte Enden und alle eure Entscheidungen wirken sich auf spätere Dialoge und die Enden aus.

Gibt leider schon einige Bugs:

Ich hatte z.B. eine Kussszene, wo Liza in die andere Richtung schaute. Bei einer Rettungsszene am Strand, wo ich jemanden Reanimieren sollte war die Erste Hilfe auch weit über dem liegenden Körper. Einmal konnte ich auch mit einem NPC schlicht nicht interagieren, obwohl es für seine Quest nötig war - hier musste ich erst zurück in mein Zimmer, speichern, das Spiel neu starten, laden und dann stand der NPC plötzlich in einem anderen Raum, wo die Interaktion dann aber immerhin ging.

Aber keine Sorge, nichts davon war am Ende Gamebreaking, es sah halt nur komisch aus.

Wegen der tollen Atmosphäre, der passend melancholischen Musik, den großartig vertonten Charaktern, dem schönen Artstyle und der interessanten Story gebe ich gerne 9/10. Definitiv ein Indy-Hit, den man sich anschauen sollte wenn einem die Bilder und Infos auf der Steam-Page zusagen.
 
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Wulgaru

Pförtner des Altenheims
Powerwash Simulator 2

Das bezieht sich jetzt nur auf die Erfahrung von Switchspielern, denn die dürften den größten Fortschritt dadurch erfahren, wie das Spiel optisch aussieht. Der erste Teil hat zwar im Gameplay funktioniert, hatte aber schon deutliche grafische Abstriche und vor allem bei größeren Maps ab und sogar Abstürze. All das passiert hier nicht und es sieht eben generell besser aus. Einige Texturen im nahen sind allerdings trotzdem noch häßlich. Daher vermute ich, dass es technisch für Spieler anderer Plattformen wenig neues bietet.

Zum Gameplay ist es eben mehr Powerwashsimulator. Es gibt Fahrzeige, Buden, Häuser, Innenräume usw. man hat jetzt nen Hub, die Firma, die man mit der Kohle der Missionen mit Möbeln dekorieren kann. Zusätzlich kann man natürlich seine Utensilien verstärken und Wagen/Anzug anpassen wie man das mag. Das ist alles eher unwichtig (bis auf die Geräte-Upgrades). Auf den Maps hat man ein paar neue Sachen, wie die Schaukel mit der man hoch und runterfahren kann, oder einen Hubwagen. Von den Waschgeräten ist ein runder Kopf neu, der solala funktioniert und in erster Linie für den Anfang von Maps zum Bodenschrubben geeignet ist.

Story und Lore sind wieder weird, aber halt nicht wirklich konsequent, denn da könnte man so richtig abgefahrenes Lovecraftzeug mit machen, aber ich denke man will im Zweifel ne große Zielgruppe.

Klingt nicht so begeistert, aber das stimmt gar nicht. Es bietet knapp 50 Stunden (garantiert länger, wenn das der erste Teil ist den man spielt) Kärcherspaß und wenn einem das Prinzip zusagt, ist es nahezu perfekt. Daran scheiden sich sicherlich die Geister. Ich finde es macht süchtig und ist irre befriedigend und andere denken sich was der Scheiß denn soll.
 

Spoox

Rentenbezieher
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Ich versuche gerade einige Spiele zu Ende zu bringen, die ich begonnen, aber nie beendet habe.
Far Cry 6 ist die Story inzwischen durch. Aktuell bin ich jetzt bei Star Wars Outlaws.
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
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Assassin's Creed Valhalla

Das Spiel hat nun, sechs Jahre nach seiner Veröffentlichung, auch auf der PS5 nach ca. 70h Spiezeit für mich bewiesen, dass es der schlechteste Teil der Reihe ist.

Die Gründe sind vielfältig. Einerseits ist es ein gutes Spiel an sich. Jedenfalls wenn man sich größtenteils an die Mainstory hällt. Andererseits hat die Thematik mit Assassin's Creed so gut wie nichts zu tun. Es war vielmehr ein ein Versuch, den Assassinen-Hintergrund irgendwie mit dem äußerst populären Wikinger-Thema zu verknüfpfen, um schnelles Geld zu generieren, bevor die Welt komplett in der Corona-Pandemie versinkt.
Das ging für mein Empfinden in die Hose. Denn das verborgene Schleichen, mit dem sich ein Altair, Ezio oder Basim durch bisherige Teile fortbewegte, ist in Valhalla nur rein obligatorisch und zu keiner Zeit wirklich zwingend notwendig. Eivor erledigt am besten alles mit meist stumpfer Waffengewalt im offenen Kampf. Muss er nicht, aber es geht am einfachsten.

Dazu ist der Missionsaufbau durch die Bündniskarte eine einzige Aneinanderreihung von repetitiven Hauptmissionen, die immer auf dem selben Schema aufgebaut sind: Reite zum Zielgebiet oder fahre mit deinem Drachenboot dahin, klettere auf Türme, besiege einen Schurken und bestimme einen neuen König. Das ist in anderen Teilen zwar ähnlich, aber niemals so langweilig wie hier.
Da es in Valhalla im Gegensatz zu Origins oder Odyssey gar keine (!) Nebenmissionen mehr gibt, ist man gezwungen sich selbst zu unterhalten, indem man verschiedenste Rätsel wie z.B. Schatztruhen suchen, Anomalien entschlüsseln, Steinhaufen balancieren usw. findet und wie in Listen abarbeitet. Warum eigentlich "wie in Listen"? Es sind tatsächlich Listen!

Noch nie hat sich ein Spiel so viel nach Hamsterrad-Arbeit angefühlt. Jeder neue Auftrag war so motivierend, als wäre man gezwungen mit gefesselten Armen gegen beide Klitschko-Brüder boxen zu müssen.
Zugegeben, die Landschaften hier und dort sind zauberhaft, um zur Abwechslung auch mal etwas positives zu nennen, auch wenn es für meinen Geschmack zu viel geregnet hat. Aber so ist das wohl in Englaland.
Leider gibt es in dieser viel zu großen Spielwelt überhaupt keine Überraschungen mehr. Es ist kein virtueller Sandkasten, sondern ein virtuelles Gefängnis, in dem man nichts anderes tut, als von morgens bis abends in einem virtuellen Steinbruch zu arbeiten. So, jetzt aber einen Silbertaler ins Phrasenschwein.

Man hat hier einen Talentbaum mit Fähigkeiten, vor dem sich selbst eingefleischte Fans von Path of Exile erschrecken würden! Man kann weit über Level 300 kommen. So viele Verbesserungen kann man auch erwerben. Das Spiel möchte also wirklich, dass es lange gespielt wird. Warum haben die Entwickler aber nicht für mehr Spielspaß gesorgt? Die Rüstungen und Waffen sind langweilig, mit dem Gold und Silber kann man nichts vernünftiges kaufen und die Siedlung wird mit einer anderen Währung ausgebaut, wofür man in den immer selben Missionen Klöster überfallen muss.

Selbst das Wikingerschiff dient hier nicht mehr für Seeschlachten wie in den direkten Vorgängern, sondern nur noch als reines Fortbewegungsmittel. Diesen Rückbau an spierischen Errungenschaften kann man vielerorts entdecken, nicht nur bei den fehlenden Nebenquests oder der plötzlich so unpräzisen Klettereien, welche sich in Origins oder Odyssey tatsächlich irgendwie besser angefühlt hatten.
Ein Pferd, das nicht durch einen seichten Fluss schwimmen kann? Ach so, das kann es später erst, wenn ich es für Silbertaler trainiert habe.
Warum macht man sowas? Warum schwimmt es nicht zu Beginn an durch einen Fluss und hat die höchste Ausdauer? Damit der Spieler das Spiel länger spielen muss. Nicht etwa weil es so lustig ist, dass man fünfzehn Spielstunden lang durch Flüsse schwimmen muss, nur um das Pferd auf der anderen Seite sowieso weider besteigen zu können, weil man es wie durch Zauberhand einfach herbeirufen kann.

Die Waffenauswahl ist dürftig. Es werden Äxte bevorzugt, obwohl ein Grossteil der Wikinger mit einfachen Schwertern gekämpft hat. Auch die berühmten Hörner an den Helmen sucht man vergeblich. Norwegen ähnelt mehr Mordor als der Wirklichkeit und überhaupt hat man es in diesem Teil mit der Authetizität nicht allzu genau genommen.
Das meiste fühlt sich konstruiert an, was zur Servicegame-Struktur des Spiels aber passt. Nur will die Servicegame-Struktur einfach nicht zu Assassin's Creed passen. Von daher fühlen sich auch die DLC's allesamt wie aneinandergereihte Minispiele an, die mit der (eigentlich ganz spannenden) Hauptgeschichte aber sowas von gar nichts mehr zu tun haben, da kräuseln sich mir die Fussnägel! Da wurde fast alles an nordischer Mythologie verwurstet, nur um die Spieler bei Laune zu halten. Nur Spaß hat mir auch das alles nicht gemacht.

Ja ja, schon gut, gegen Götter und co. mussten wir auch bereits in Origins und Odyssey antreten. Aber hier wurde der Bogen einfach überspannt. Warum? Weil die Wikinger einfach keine unterhaltsamen Geschichten zu erzählen hatten, abgesehen von ihrem nordischen Götter-Gedöns. Wahrscheinlich finde ich deshalb auch die moderne Interpretation von Kratos in God of War so grauenhaft.

Wie dem auch sei, mein zweiter Versuch dem Spiel mehr positive Seiten abzugewinnen kann als gescheitert angesehen werden. Es gibt zu viele Dinge, die mich immens gestört haben. In der Kompaktheit eines AC Mirage hätte es vielleicht besser funktioniert, aber die weiten und sehr langweiligen Wege sind in Valhalla einfach zu viel des Guten. Wie man es besser macht, hat schließlich Shadows gezeigt. Aber da gibt es grundsätzlich einige Faktoren mehr, die es zu einem besseren Spiel gemacht haben. Valhalla, mit seinem spannenden Thema, aus dem es nichts gemacht hat, ist jedenfalls für mich für immer beendet.
Mir ist bis heute unklar, wie gerade dieser Teil der finanziell erfolgreichste der Seriengeschichte werden konnte. Man kann es sicher mögen, aber meinen Geschmack hat es auch im zweiten Anlauf nicht getroffen. Im Vergleich dazu war Odyssey eine wahre Offenbarung.

6/10
 
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Gonzo

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Yakuza 0 auf Switch2

Mein erster Yakuza Teil. Nach anfänglichem Zögern hat mir der Titel immer besser gefallen. Die Story ist toll inszeniert und auch die Kämpfe machen dank der unterschiedlichen Kampfstile sehr viel Spaß.

Es gibt unzählige Nebenmissionen und Minispiele.

Nach 35 Stunden war ich mit der Hauptstory und ca. 30 Nebenmissionen durch. Auf die Minispiele hatte ich keine Lust.

10/10

Nach dem unglaublich langen Abspann kommt noch eine Cutscene. Und nach einem weiteren lan Abspann eine weitere Cutscene. LSO durchhalten 😁
 
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baum2k

Kaffeefahrtpendler
Spiderman Miles Morales

Also die Story wurde nicht besser zum Ende hin. War alles sehr vorhersehbar. Aber egal tat dem Spiel kein Abbruch. Miles cooler Typ, Kampfsystem macht einfach mega Bock und durch New York schwingen geht halt immer.

Einzig die Bosskämpfe waren etwas „zäh“. Teilweise 20min da rumgemacht. Ich wusste grundlegend die Technik, aber wenn Rhino nicht in den Panzer rennt, rennt er halt nicht in den Panzer, was soll ich machen? Egal am Ende hats ja dann geklappt. Und in Spiderman Remastered waren die Bosskämpfe ähnlich nervig, von daher isses nur nen kleines Pünktchen das ich abziehe, nebst der lahmen Story. Achja und einen Punkt Abzug gibts für diese „Möchtegern spanischen Wörter“ die da immer reingeworfen wurden von Miles oder seiner Mom. Nur um zu zeigen dass sie aus Puerto Rico kommen. Ich meine ja macht das, aber….dann holt euch Synchronsprecher, die native Speaker sind oder welche, die spanische Wörter sehr gut aussprechen können und nicht wie….Deutsche die auf Malle „una cervessa pofavo“ sagen. Gott das hat so die Immersion geraubt. Dafür zieh ich auch einen Punkt ab. Meine Freundin, ihres Zeichens Bolivianerin, hat sich jedes mal dumm und duselig gelacht, wenn da auf einmal so „deutsch ausgesprochene“ spanische Wörter gefallen sind. Hilfe wie unangenhem :D

Also angesägte 7/10 Nordmanntannen. (Verstehen Sie? Wegen Weihnachten und so 🤭 )

Ich spare mir NG+ für Platin. Ich bin niemand der auf Zwang platiniert, das muss nebenbei passieren. Zudem lädt grad Spiderman 2 runter. Keine Zeit also 🤗
 

Kant ist tot!

Aushilfe der Essenausgabe
Slay the Spire 2

Ist genau das, was man von einem Nachfolger erwartet. Bin gespannt, was da alles noch kommt. Aber bislang ist es schon echt toll. Mittlerweile dicke über 60h versenkt und ich sehe mich das Teil noch ewig spielen. Die neuen Charaktere sind auch richtig nice, wobei ich mit der Totenbeschwörerin aktuell mehr anfangen kann als mit dem Regenten. Ich habe nur den Eindruck, dass es schwieriger ist, Karten zu entfernen, als im Vorgänger. Ich gehe meist noch mit ziemlich dicken Decks ins Ziel. Aber zumindest bislang bis Ascension 7 klappt es auch noch so.

10

Sektori


Richtig schön durchgesignter Twin-Stick-Shooter im Stile von Geometry Wars. Habe die Kampagne mittlerweile mit 2 von 3 Schiffen durchgespielt und dafür etwa 10h benötigt. Wer mit Spieler dieser Art generell was anfangen kann, kann hiermit nichts falsch machen. Mal schauen, ob ich auch mit Schiff Nummer 3 noch einen Durchgang mache. Das letzte Schiff hat halt Overheat, sprich die Waffe wird nach zu langem Dauerfeuer ein paar Sekunden blockiert. Das ist halt richtig mies in einem Spiel, in dem du die ganze Zeit am Feuern bist.

Ach ja, der Kampagnenaufbau ist im Stile eines Roguelikes gehalten. Du kannst dein Schiff upgraden und behältst diese Upgrades nur für den einen Run, es gibt keine Perma-Upgrades. Ein erfolgreicher Run dauert ca. eine halbe Stunde. Es gibt auch noch einen Haufen anderer Modi, aber die interessieren mich alle nicht so stark. Das ist dann eher etwas für Highscore Enthusiasten.

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