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Turrican

Kaffeefahrtpendler
Gerade Limbo auf der One beendet hat noch mal spaß gemacht.
Bin 148 mal gestorben aber egal, hauptsache duch gekommen.

Jetzt versuche ich noch den geheim Level durch zuspielen mal schauen ob ich das schaffe.
 

Starsky

Damn good coffee...!
Komme ja leider nicht mehr soviel hier ins Forum, geschweige denn ausgiebig zum Zocken, aber Urlaub sei dank, habe ich jetzt mal ein paar liegengebliebene Spiele durchgespielt.

Uncharted 4 (PS4)

Wie lange haben wir jetzt darauf gewartet... 4 Jahre? 5 Jahre? Egal, es hat sich jedenfalls jeder Tag davon gelohnt, Uncharted 4 ist in jeder Hinsicht der beste Teil dieser ohnehin schon fantastischen Serie. Es ist auch das beste Spiel der aktuellen Konsolengeneration. Mir fehlen schlicht die Worte zu beschreiben, auf welchem Niveau hier die Präsentation, die Grafik, das (Voice-)Acting, der Sound, die Geschichte und die Charaktere ausgearbeitet sind. Ich habe weit mehr als 20 Stunden gebraucht bis zum Abspann. Und das nicht, weil das Spiel besonders schwer ist (das ist es nicht), sondern weil es einfach soviel Freude macht, die Schauplätze zu erkunden, die unendlich vielen Details zu entdecken oder schlicht die atemberaubende Aussicht der verschiedenen Landschaften zu genießen.

Das Gameplay ist weitaus besser ausgewogen als in den letzten Teilen, man läuft nicht nur von einer Ballersequenz in die nächste, sondern hat eine für meinen Geschmack perfekte Balance zwischen Erkunden, Puzzeln und Action geschaffen. Wobei sogar ein Großteil der Schießereien vermeidbar sind, da man die Möglichkeit hat, die Gegner auch schleichend, leise einen nach dem anderen auszuschalten. Das ist nicht immer einfach, macht aber viel mehr Spaß, als sie einfach über den Haufen zu schießen. Denn wenn man überhaupt irgendwas ansatzweise kritisieren kann, ist es das wie üblich nicht optimale Gunplay, das durch Autoaiming zwar vereinfacht wird, allerdings etwas zu stark, die Gegner fallen dann um wie die Pappkameraden, zumindest auf "normal" sind die Shootouts dabei keine wirkliche Herausforderung.

Im Zentrum der Erfahrung steht aber eh die fantastische Geschichte, in der einem die Protagonisten so gekonnt nahegebracht werden, dass sich sogar die meisten TV-Serien davon gerne eine Scheibe abschneiden dürfen. Von den Geschichten vergleichbarer Spiele fange ich gar nicht an, da spielt Naughty Dog seit vielen Jahren in einer anderen Liga. Das liegt nicht zuletzt daran, dass hier echte Schauspieler am Werk sind, die jede Szene tatsächlich einspielen, nicht einfach nur einsprechen. Dabei merkt man Nolan North einfach an, wie sehr ihm Nathan Drake im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen ist, jeder Satz strahlt Identifikation mit seinem Charakter aus, es ist wirklich unglaublich, wie er diese Figur zum Leben erweckt. An seiner Seite Troy Baker als Sam Drake, der ja schon in The Last of Us und Bioshock Infinite gezeigt hat, was er drauf hat. Die beiden sind das Herz dieses Spiels und besser, als es jeder teuer eingekaufte aber lustlose Hollywoodstar je sein könnte (Ja, ich meine Euch, lieber Cast von 'Quantum Break'...). Sie haben hör- und sichtbar Freude an den fantastischen Dialogen, die vor Wortwitz sprühen und ihnen wie auf den Leib geschrieben sind. Wie die Grafiker dabei kleinste mimische Veränderungen im Gesicht - die Augen, Falten usw. in die Spielgrafik umsetzen können, ist schon echt irre. Es ist überhaupt beeindruckend, was hier aus der PS4 rausgeholt wird. The Last of Us Remastered war schon schick, aber Uncharted 4 ist phasenweise absolut atemberaubend.

Am Ende hinterlässt mich das Spiel nicht nur aufgrund der wunderbaren Schlusssequenz der Geschichte emotional berührt (als Vater ist man da wohl anfällig), sondern auch, weil ich weiß, wie lange wir nun wieder warten müssen, bis uns wieder etwas Vergleichbares geboten wird. Sehr lange fürchte ich... Naughty Dog, ich zähle auf Euch!

10/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Starsky

Damn good coffee...!
Inside (Xbox One)

Ich mache es mal kurz, das Spiel ist es ja auch. Inside führt in seinen gerade mal 3-4 Stunden Spieldauer soviele kreative Spielmechaniken ein, wie andere in 5 Vollpreisspielen nicht. Und statt sich auf eine davon zu verlassen, wird jede davon, kaum eingeführt und vom Spieler verstanden schon wieder durch eine neue ersetzt. Das macht Inside zu einem extrem komprimierten Spielerlebnis. Die düstere Atmosphäre und die zu Interpretationen und Diskussionen einladende Story samt "WTF"-Moment kurz vor Schluss lassen einen Inside noch eine ganze Weile im Gedächtnis bleiben.
Ist das Kunst oder kann das weg? Es ist Kunst! Kaufen!

9/10
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Uncharted 4 (PS4)
[...]
Besser kann man eine Rezension kaum schreiben! So gut formuliert, dass ich das Spiel gleich mal wieder in meine PS4 einlegen wollte. Das muss erstmal jemand schaffen!
Obwohl mir TLoU noch einen Tick besser gefallen hatte, da ich mehr auf düstere Szenarien stehe, kann ich auch die 10/10 Testwertung nachvollziehen. Es gab einfach so viele emotionale Elemente bei Uncharted 4, die alle komplett unterschiedlich, aber dennoch gleichzeitig mitreißend waren. Sei es der Katta auf der Schulter von Drake, die Seilwinde vom Jeep oder die Zeit auf dem Sofa mit Elena. Ganz großes Kino und sicher heute schon ein Meilenstein in der Videospielgeschichte! Ich wünschte, Microsoft hätte auch mal wieder solche zurecht verdienten Blockbuster in seinem Programm, wie das erste Halo, das erste Fable oder Gears of Wars. Da kam lange nichts vergleichbares mehr. Gas geben, MS!
 

Starsky

Damn good coffee...!
Besser kann man eine Rezension kaum schreiben! So gut formuliert, dass ich das Spiel gleich mal wieder in meine PS4 einlegen wollte. Das muss erstmal jemand schaffen!
Obwohl mir TLoU noch einen Tick besser gefallen hatte, da ich mehr auf düstere Szenarien stehe, kann ich auch die 10/10 Testwertung nachvollziehen. Es gab einfach so viele emotionale Elemente bei Uncharted 4, die alle komplett unterschiedlich, aber dennoch gleichzeitig mitreißend waren. Sei es der Katta auf der Schulter von Drake, die Seilwinde vom Jeep oder die Zeit auf dem Sofa mit Elena. Ganz großes Kino und sicher heute schon ein Meilenstein in der Videospielgeschichte! Ich wünschte, Microsoft hätte auch mal wieder solche zurecht verdienten Blockbuster in seinem Programm, wie das erste Halo, das erste Fable oder Gears of Wars. Da kam lange nichts vergleichbares mehr. Gas geben, MS!
Es gibt so viele erinnerungswürdige Momente in Uncharted 4, und das sind nicht die Actionfeuerwerke, sondern eher ruhige und entspannte Szenen, Jeder kennt ja wahrscheinlich die Schießerei auf dem Marktplatz, die Teil des E3 2015 Gameplay-Trailers war. Für mich in Erinnerung bleiben wird jedoch eine Szene davor, wenn man das erste Mal auf diesem Marktplatz ankommt und dort noch keine ballernden Bösewichte rumlaufen. Ich habe mir erstmal minutenlang von dem leicht erhöhten Einstiegspunkt aus das Treiben angesehen. Ein Beispiel nur für die Liebe zum Detail: 3 Männer stehen vor einer Wand, einer hat eine Leiter und Farbeimer auf dem Boden liegen. Sie diskutieren erstmal eine ganze Weile und zeigen dabei auf die Wand, bevor einer letztlich die Leiter aufbaut, sich den Eimer schnappt und hochklettert. Dann beginnt er langsam, die Wand zu streichen, während die anderen unten bleiben und miteinander weiter reden. Und das sind nur drei von ca. 50-60 NPCs, die da herumschwirren. Es fühlt sich einfach so lebendig an! Und all dieser Aufwand für einen Marktplatz, den man als Spieler auch einfach achtlos innerhalb von einer Minute überqueren kann, ohne dass er weitere Bedeutung für das Spiel als solches hat. Fantastisch, man möchte in solchen Momenten dem Programmierer dieser 3 eigentlich total unwichtigen NPCs für all seine Arbeit danken, die er in diesen winzigen Moment gesteckt hat!
 

Starsky

Damn good coffee...!
Das dritte und letzte Kapitel meiner im Urlaub beendeten Games, war ein weiterer von mir lange gespannt erwarteter Titel...

Quantum Break (Xbox One)

Quantum Break ist ein gutes Beispiel dafür dass ein Spiel mehr ist, als die Summe seiner Einzelteile. Technisch gibt es nicht viel zu meckern. Das Spiel sieht super aus, die Musik ist klasse, das Sounddesign ist stimmungsvoll. Die Live-Action Episoden sind solide produziert, mit Lance Reddick und Aidan Gillen hat man immerhin zwei Leute aus dem festen Cast von "The Wire" am Start und auch die anderen beteiligten Schauspieler sind kein Laienensemble. Das Gameplay als solches fühlt sich durchaus frisch an, es gibt einige gute Ideen, um es von einem 08/15-Shooter zu unterscheiden, diese funktionieren erstaunlich gut.

Dennoch weiß ich nicht mehr genau, wann ich begann mir die Frage zu stellen, was hier eigentlich alles schief gelaufen ist, aber so etwa ab der zweiten Hälfte des Spiels setzte bei mir die Hoffnung ein, es möge doch bitte bald vorbei sein, da ich mich tödlich langweilte. Dabei habe ich lange überlegt, woran es liegt, dass nie der Funke übergesprungen ist. Ich vermute, Remedy-Chef Sam Lake dürfte selbst immer noch jeden Abend ins Kissen weinen, was aus seiner Vision einer neuartigen Vernetzung von TV-Serie und Action-Adventure mit variablen, entscheidungsabhängigen Handlungsverläufen und einer fesselnden Zeitreisegeschichte letztlich geworden ist.

Ein Grundproblem, ist dass die angepeilte Verbindung von Serie und Spiel überhaupt nicht funktioniert. Die in der Serie im Mittelpunkt stehenden Charaktere kommen im Spiel so gut wie gar nicht vor. Die Dialoge sind zudem dermaßen hölzern, dass man zu keinem einzigen Charakter auch nur ansatzweise eine Bindung aufbaut. Ok, eine Ausnahme bildet der zwar auch furchtbar klischeehaft dargestellte IT-Nerd, der aber zumindest mal etwas (müden) Humor hat, dann aber irgendwann beiläufig das zeitliche segnen muss. Ich weiß, das ist ein Spoiler, aber glaubt mir, es wird Euch egal sein. So wie es Euch auch ansonsten alles egal ist, was mit den Leuten im Spiel passiert. Eine naturgemäß unübersichtliche und mit Logiklöchern in Größe der Außenalster übersäte Zeitreisestory, in der jeder nachher irgendwie doppelt und dreifach existiert ist einfach wenig geeignet, echte Spannung aufzubauen. Und so schleppt man sich dann auch durch die 15-18 Stunden bis zum Abspann, um dann NACH dem Abspann eine der wenigen interessanten Wendungen der Geschichte angedeutet zu bekommen. To be Continued... oder auch nicht. Denn das hier Microsoft nochmal das Portemonnaie aufmacht und ein Riesenbudget verballert, kann ich mir dann doch beim besten Willen nicht vorstellen. Die vor allem am Anfang des Spiels reichlich verteilten Referenzen an Alan Wake sind dabei im Nachhinein traurige Erinnerungen an bessere Zeiten. Alan Wake war zwar auch kein großer kommerzieller Erfolg, konnte sich aber im Laufe der Zeit eine Art Kultstatus erarbeiten. Mit Quantum Break wird das nicht passieren, das steht fest.

Am Ende bleibt daher die Frage, was man mit dem vielen Geld für ein tolles Alan Wake 2 hätte produzieren können. Vermutlich fragt sich das auch Sam Lake, bevor er abends auf seinem nassen Kissen einschläft...

6/10
 

Turrican

Kaffeefahrtpendler
Gerade eben Resident Evil 5 auf Profi beendet.
Hat auch im vierten durchgang noch spaß gemacht auch wenn Kapitel 2.3 echt sehr hart war.
Mir fehlte ja nur noch Ndesu zu besiegen und der hatte es echt in sich, fast fünf Stunden hab ich jetzt gebraucht um den zu besiegen und jetzt fühle ich mich irgendwie befreit.

Bin jetzt an überlegen ob ich noch versuche das spiel auf 100% zubekommen, der schwerste erfolg ist ja weg. :D
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
Sponsor
Gerade eben Resident Evil 5 auf Profi beendet.
Hat auch im vierten durchgang noch spaß gemacht auch wenn Kapitel 2.3 echt sehr hart war.
Mir fehlte ja nur noch Ndesu zu besiegen und der hatte es echt in sich, fast fünf Stunden hab ich jetzt gebraucht um den zu besiegen und jetzt fühle ich mich irgendwie befreit.

Bin jetzt an überlegen ob ich noch versuche das spiel auf 100% zubekommen, der schwerste erfolg ist ja weg. :D

Der Wesker mit Jill auf Profi ist auch nochmal ein harter Brocken (und sehr nervig, weil KI-Sheva immer im Weg steht)! Aber wenn du Ndesu gepackt hast (mit Abstand die größte Herausforderung!), würde ich das auf jeden Fall nochmal versuchen. Du packst das! :top:
 

Daniel04

Frührentner
Mad Max (Xbox One)

Mad Max ist - wie die gleichnamige Filmreihe - in einer post-apokalyptischen Welt angesiedelt und vom Gameplay her klassisch Open-World mit vielen Haupt- und Nebenmissionen verschiedenster Art. Die meiste Zeit ist man im Fahrzeug unterwegs. Von der Story her wird man ähnlich herein geworfen wie im neuesten Kinofilm "Mad Max - Fury Road", d.h. man weiß relativ wenig über den Haupt- und auch über die Nebencharaktere. Doch das macht nichts, die Atmosphäre ist mit das Beste am Spiel, denn das "Ende der Welt" ist super eingefangen. Die Welt wirkt dadurch zwar recht leer, aber das passt eben ins Setting und gehört in dem Fall auch einfach so. Man hat dennoch genug Begegnungen unterwegs, sei es spontane Autokämpfe oder eben auch so einiges zu erledigen. Man kann z.B. gegnerische Lager aufmischen, Scharfschützen ausschalten etc. - das wiederholt sich mit der Zeit natürlich leider ein wenig. Die Missionen sind abwechslungsreich gestaltet und die Geschichte macht auch Spaß. Von der Schwierigkeit kann ich auch nicht meckern, das Spiel ist herausfordernd ohne unfair zu werden, wenngleich sich die Balance bei den späteren Lagern etwas daneben ist, denn die sind wirklich arg schwer. Außerdem sind die Bossfights insgesamt etwas einfach geraten. Nebenbei kann man durch das Sammeln von Schrott sowie die Nebenmissionen den guten Max und seinen Wagen auch aufrüsten.

Dicker Kritikpunkt für mich ist, dass das Spiel an manchen Stellen den Spieler zwingt Nebenmissionen zu erledigen, um die nächste Hauptmission antreten zu dürfen. Das wirkt so wie künstliches Strecken der Spielzeit, wenn man z.B. den Bedrohungsgrad in einem Gebiet erst senken muss, was doch einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Außerdem wirkt das Sammeln der Fahrzeuge überflüssig, letztlich stuft man ja eh nur das Hauptfahrzeug auf und fährt mit diesem herum, vom Buggy mit dem Hund für die Minensuchmissionen mal abgesehen. Auch das Aufstufen der Festungen durch Suchen von Bauteilen, die dann meist in den Gegnerlagern oder so liegen und somit zu einer Nebenmission führen, ist überflüssig, da es einfach nicht genug Nutzen bringt. Gegen Ende des Spiels nutzt man auch immer mehr die Schnellreisefunktion, da die Wege doch schon recht lang werden können.

Gravierende Bugs sind mir jetzt nicht aufgefallen. Hier und da mal Probleme mit der Kollisionsabfrage und eine teils doch sehr nervige Kameraführung in Kämpfen sind durchaus gegeben. Das gibt doch Abzüge in der B-Note. Beim Kampfsystem, welches man übrigens am ehesten mit dem der Arkham Spiele vergleichen kann, fiel mir persönlich zudem auf, dass die Reaktion auf die Kontertaste teilweise etwas widerspenstig ist. Entweder war ich da zu blöd zu drücken oder aber das Spiel reagierte dort tatsächlich ab und an deutlich verzögert. Außerdem ist die Fahrphysik der Fahrzeuge teils doch arg gewöhnungsbedürftig, was aber nicht unrealistisch ist bei dem Sandboden, auf dem sie des Öfteren fahren, den Spieler aber durchaus zur Weißglut treiben kann. Die Ladezeiten nach dem Bildschirmtod hätten ruhig auch kürzer ausfallen dürfen.

Grafisch ist das Spiel solide. Bei Sonnenauf- und -untergang wirkt die Welt durch die Lichteffekte richtig schick, am Tag jedoch etwas steril und von den Texturen etwas matschig. Dass dann noch teils Ruckler vorkommen, sollte auf der aktuellen Konsolengeneration eigentlich nicht so sein. Dafür ist der Sound brachial, es knallt an allen Ecken und Enden, die Motoren brummen bestialisch, die Sprecher sind klasse und die Musik ist passend. Definitiv DIE Stärke des Spiels.

Alles in allem ist Mad Max ein guter Lizenztitel. Es hat durchaus seine Schwächen, aber es überzeugt mehr als dass es enttäuscht. Die Spielzeit ist mit über 20 Stunden auch sehr lang, was ja heutzutage im Singleplayer nicht mehr selbstverständlich ist. Es ist kein AAA Titel, ich weiß nicht, ob es den Vollpreis wert ist, aber ich bereue den Budget-Kauf auf keinen Fall. Es hat eben trotz der langen Spielzeit und trotz Open-World einfach gar keinen Wiederspielwert, wenn man einmal durch ist...

Ich habe sicher wieder das eine oder andere vergessen, aber wer noch Inhaltsfragen hat, stellt sie halt...

7,5/10
 
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