In letzer Zeit habe ich häufiger festgestellt, dass dir manchmal der Bezug zum Kontext fehlt. In diesem Fall wurden im Zeitraum vor der Veröffentlichung viele negative Schlagzeilen veröffentlicht, die mit meinem Spielerlebnis partout nicht übereinbstimmten. Da muss ich doch annehmen, dass vielleicht im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen bei Sony (Disk-Aus, "Playstation-Blackout") gezielt Lügen verbreitet wurden um dem Hersteller zu schaden. Ich unterstelle hiermit den Testern mit besonders niedrigen Wertungen, das Ergebnis gezielt herabgespielt zu haben. Dazu gehören auch Youtuber und "Influencer" (damit es die Senioren besser verstehen, die kein Hipster-Deutsch beherrschen).
Nebenbei stehe ich offen dazu, dass ich Insomniac für einen (fast) unfehlbaren Entwickler halte. Jedenfalls halte ich sie dafür, denn alle Spiele von ihnen haben mir bisher sehr viel Spaß gemacht und waren subjektiv, und auch objektiv gesehen sehr gut. Jedenfalls wollte ich das damit ausdrücken, denn für solche Meinungen ist unser Forum schließlich da. Das "Wie", ich es formuliere, kannst du mir ruhig selbst überlassen. Die Leser werden es verstanden haben. Danke.
Naja, wenn Du Leuten absichtliche Lügen unterstellst, indem Du negative Kritiken als ein absolutes Lügengebäude bezeichnest, anstatt einfach nur zu schreiben, dass DU das anders siehst, öffnest Du eben auch Tür und Tor für Kritik und Nachfragen an Deinem Post.
Ich wollte eigentlich schon vor ein paar Tagen mal was schreiben, aber eigentlich war mir das Spiel dafür egal.
Ich habe allerdings diverse Reviews dazu gesehen und gelesen bzw. zumindest überflogen. Nicht, weil mich das Spiel interessiert, sondern weil es Seiten oder Leute sind, die ich sowieso verfolge und deren Inhalte mich auch einigermaßen auf dem aktuellen Stand halten.
Die meisten davon waren eher negativ gegenüber dem Spiel eingestellt. Selbst, die die es einigermaßen gut bewertet haben, hatten deutliche Kritikpunkte, so dass am Ende eben kein überschwängliches Lob dabei rausgekommen ist. Und eine Anti-Sony-Stimmung konnte ich da ehrlich gesagt nicht wahrnehmen, weil die ganzen Kritikpunkte da sehr ausführlich und plausibel dargelegt wurden. Bei allem was in Video- oder Podcast-Form war, wurde in der Regel mindestens 20 Minuten über das Spiel gesprochen, so dass jede "erfundene Kritik" auseinandergefallen wäre, weil irgendwann die Argumente ausgegangen wären, wenn das alles nur erfunden worden wäre. Stattdessen war eher das Gegenteil der Fall.
Die Stimmung, mit der ich da rausgegangen bin, war eher ein "Okay, jetzt sehen sie es auch langsam mal", weil die meisten Kritikpunkte sich auf Dinge bezogen, die mich an "AAA-Blockbustern" schon seit einigen Jahren stören, weswegen ich auch immer weniger AAA spiele. Und damit meine ich jetzt auch nicht Sony-AAA, sondern AAA im allgemeinen. Der Punkt, an dem AAA für mich gekippt ist, war tatsächlich Cyberpunk und kein Sony-Blockbuster. Cyberpunk halte ich zwar grundsätzlich immer noch für ein gutes Spiel, weil es eben auch sehr gute Freeform-Elemente abseits der Story hat, die an Immersive Sims erinnern, aber die ganzen Story-Haupt- und Nebenmissionen, waren für mich tatsächlich ein Element, durch das ich mich durchgequält habe, um an die guten Sachen ranzukommen.
Und genau das habe ich jetzt auch in den Wolverine-Reviews widergespiegelt gesehen. Wenn man eben kein herausragendes Spielelement hat (und das ist es, was die meisten Reviewer nicht finden konnten, weil sie Story und/oder Gameplay eben nur für okay hielten), fallen die Schwächen und die Gleichförmigkeit des modernen AAA-Gamedesigns wie Leveldesign, Handholding oder Walk-And-Talk-Sektionen eben doppelt auf.
Wenn man, wie Du anscheinend, dieser Elemente noch nicht satt ist, hat man natürlich eine komplett andere Meinung über das Spiel, aber das heisst noch lange nicht, dass alle, die das nicht so wie Du sehen, lügen oder eine Agenda haben.
Mich hat das schon länger verwundert, dass AAA-Blockbuster-Spiele in Reviews weiterhin so gut wegkommen, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, den Leuten, die diese Spiele so hoch bewerten, Lügen oder absichtlich hohe Wertungen unterstellen, damit sie z.B. weiterhin Zugriff auf Testexemplare haben. Stattdessen habe ich mich einfach damit abgefunden, dass ich bei den Bewertungen Punkte abziehen muss, um die Elemente, die mich mittlerweile stören, entsprechend zu gewichten.
Und hier bei Wolverine sind wir meiner Meinung nach eher an einem Punkt angelangt, an dem sich das mal umgedreht hat und Fans von AAA-Blockbustern eben ein Punkte draufschlagen müssen, weil eben auch auf Reviewer-Seite so langsam eine Sättigung einzusetzen scheint.
Das ist eben ganz normal. Ich glaube, ich habe hier schon vor 5 Jahren schon mal geschrieben, dass man sich nicht an Metacritic-Score aufhängen und sich stattdessen lieber einen fest Satz an Reviewern suchen sollte, die man regelmäßig verfolgt. Dabei ist es auch letztlich irrelevant, ob die immer der gleichen Meinung sind wie man selbst oder komplett anderer Meinung. Entscheidend ist dabei vor allem, dass man für sich selber genau weiß, was man mag, und man vor allem seine Meinung gegenüber den entsprechenden Reviewern einschätzen kann, um daraus dann abzuleiten, ob ein Spiel was für einen ist oder nicht.