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Die Spiele-Industrie (Allgemeine Diskussionen)

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
Sponsor
Wenn du weit genug rauszoomst, ist Daddeln halt ein ziemlich günstiges Hobby, besonders verglichen mit Autos. Das wollte ich auch nicht im Detail betrachten, sondern nur sagen, dass der Bereich vielleicht etwas eigen ist, was soziale Dynamik angeht, dadurch, dass praktisch jeder und seine Omma Zugang dazu hat.

Aber vielleicht gibt's ja auch Foren, in denen sich Leute leidenschaftlich über die Auspuffaufhängung eines VW Touran unterhalten. Gut möglich, dass ich da zu sehr aus meiner Bubble heraus werte.
 

Pingu

Kaffeefahrtpendler
Gut, nun ist das Auto an sich aber auch immer noch vielseitiger nutzbar als ne Spielekonsole/PC.

Und im Vergleich zu Lesen oder Filmen ist Zocken schon ziemlich teuer.
 
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Reactions: Joe

Joe

Rentenbezieher
Lesen ist das günstigste Hobby überhaupt. Du kriegst AAAA-Qualität an Set design, Spezialeffekten und Produktionswert für ein paar Euros und malst dir das alles in deinem Kopf aus 🤔

Apropos, bin ich der einzige der beim lesen immer die Charaktere mit bekannten Schauspielern besetzt für bessere Visualisierung? 😅
 

Khorny

Moderator
Team
Ja okay, wenn man das entsprechende Geld und die Passion hat, sind Autos, Jachten und Privatflieger bestimmt auch ne interessante Beschäftigung. Davon mal abgesehen, konnten sie früher auch Geringverdiener noch Autos leisten. Also nicht nur zum Hobby, sondern zum täglichen Gebrauch. Ironischerweise ist ja nicht mal irgendeine alte Konsole zocken noch wirklich günstig, außer man hat die seit Abverkauf. Und wer nur auf Sales wartet, wird mit dem Hobby zumindest noch gut hinkommen, aber wollte man eine PS5 oder Series X zum Preis einer PS4 damals kaufen, müsste man vermutlich warten bis die Nachfolger erscheinen.

Ich glaube das Hobby hat mit den Corona Jahren ne sehr ungesunde Richtung eingeschlagen, als Videospiele endgültig im Kreise der Spekulationsobjekte angekommen sind. Da werden dann auch mal Spiele, Steelbooks und Konsolen gekauft, nur um sie OVP 10 Jahre im Regel stehen zu lassen. Bis zu einem gewissen Grat reagiert die Industrie natürlich auch nur auf das Kaufverhalten. Wenn man weiß das Preis X bezahlt wird, verlangt man Preis X. Der Verlust von paar Kunden ist da vermutlich schon eingepreist, zumal diese über den Gebrauchtmarkt noch kompensieren können.

Irgendwann ist halt der Punkt erreicht, wo auch Leute aussteigen - oder umsteigen. Die Diskussion ist für jemand der mal Warhammer gespielt (und gesammelt) hat aber uralt. Im Prinzip hat man dann immer mehr Leute, die wegen Preiserhöhungen erst meckern, aber 2-3 Preiserhöhungen später dann tatsächlich aussteigen, was der Hersteller durch den Rest der Kunden wieder problemlos mit Gewinnen kompensiert. Ob sowas ewig funktioniert? Vielleicht wenn man so einen Status wie ne Firma Apple hat, aber selbst dort kriegt der Ruf immer mehr Kratzer, und auch Kunden sind schon abgedampft.

Was den Spielemarkt angeht bin ich ganz bei @Thommysoft und wir sind leider weit entfernt von den Zeiten, als ne anfänglich teure PS2, dann im Laufe der Generation immer günstiger wurde, wodurch irgendwann die Kiste eben wirklich in jedem für Videospiele offenen Haushalt rumstand. Spiele waren meist sehr günstig, oder wurden zu der Zeit auf dem Pausenhof getauscht. Einen PC brauchte man damals ja eh, wollte man eine Bewerbung schreiben, oder den anderweitig für Schreibkram nutzen. Im Grunde wollten auch die Hersteller ihre Konsolen irgendwann möglichst günstig anbieten, da noch Geld an den Spielen verdient wurde. Damals ging es aber noch vornehmlich um Spiele, und neue Spiele. 10 von 10 Releases waren Neuerscheinungen, die es halt zuvor noch nie gab. Heute sind wir je nach Hersteller bei 5 von 10 sind Remasters, oder teils noch mehr.

Echte Spiele entwickeln ist halt teuer, und liefert im Verhältnis zum Aufwand zu viel Risiken, und selbst im Erfolgsfall zu wenig Ertrag.

Letztlich hat die Industrie sich selber in diesen ungesunden Kreislauf begeben, wo ohne jede Not alle paar Jahre neue Hardware unters Volk gebracht wird, weil man die Spiele halt auch nur noch über bessere Grafik verkaufen kann. Innovativ ist da doch abseits von Indies fast niemand mehr. Aktuell jagen die Großen aber lieber ner goldenen Kuh hinterher, in der Hoffnung da mal den Reibach von Fortnite einzufahren. Wenn es nicht klappt, werden die Kunden die nächste Preiserhöhung bekommen. Einfach wieder darauf konzentrieren, richtig gute Spiele ohne Millionenbudgets zu machen, scheint dagegen keine Option zu sein. Liefert nicht den Ertrag, den die Aktionäre sehen wollen.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Zocken kann auch günstig sein. Einfach nicht die neueste Konsole/PC, z.B. nen Steamdeck im Sale und dann nicht die neuesten Spiele ausm Sale, oder via (seriöser) Key-Shops.
Muss nicht immer AAA-aktuell sein, um Spaß zu haben.

Das ist richtig, aber früher konnte man auch günstig in die aktuelle Generation einsteigen.

Ich habe damals im Dezember 2007, also 2 Jahre nach VÖ, eine 360 20GB mit 4 Spielen, einem Ein-Ohr-Headset, das mich tatsächlich mehrere Jahre im Myp getragen hat, und mehreren Monaten Live Gold für 350€ bekommen.

Das ist so heutzutage einfach undenkbar. Selbst die günstige Series S kommt nicht mehr mit so viel Austattung.

Die Einstiegsürde ist mittlerweile schon deutlich höher.

Selbst eine PS4 konnte man 2 Jahre nach Release schon für 350€ mit zumindest 2 Spielen inklusive bekommen.
 
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