Ja okay, wenn man das entsprechende Geld und die Passion hat, sind Autos, Jachten und Privatflieger bestimmt auch ne interessante Beschäftigung. Davon mal abgesehen, konnten sie früher auch Geringverdiener noch Autos leisten. Also nicht nur zum Hobby, sondern zum täglichen Gebrauch. Ironischerweise ist ja nicht mal irgendeine alte Konsole zocken noch wirklich günstig, außer man hat die seit Abverkauf. Und wer nur auf Sales wartet, wird mit dem Hobby zumindest noch gut hinkommen, aber wollte man eine PS5 oder Series X zum Preis einer PS4 damals kaufen, müsste man vermutlich warten bis die Nachfolger erscheinen.
Ich glaube das Hobby hat mit den Corona Jahren ne sehr ungesunde Richtung eingeschlagen, als Videospiele endgültig im Kreise der Spekulationsobjekte angekommen sind. Da werden dann auch mal Spiele, Steelbooks und Konsolen gekauft, nur um sie OVP 10 Jahre im Regel stehen zu lassen. Bis zu einem gewissen Grat reagiert die Industrie natürlich auch nur auf das Kaufverhalten. Wenn man weiß das Preis X bezahlt wird, verlangt man Preis X. Der Verlust von paar Kunden ist da vermutlich schon eingepreist, zumal diese über den Gebrauchtmarkt noch kompensieren können.
Irgendwann ist halt der Punkt erreicht, wo auch Leute aussteigen - oder umsteigen. Die Diskussion ist für jemand der mal Warhammer gespielt (und gesammelt) hat aber uralt. Im Prinzip hat man dann immer mehr Leute, die wegen Preiserhöhungen erst meckern, aber 2-3 Preiserhöhungen später dann tatsächlich aussteigen, was der Hersteller durch den Rest der Kunden wieder problemlos mit Gewinnen kompensiert. Ob sowas ewig funktioniert? Vielleicht wenn man so einen Status wie ne Firma Apple hat, aber selbst dort kriegt der Ruf immer mehr Kratzer, und auch Kunden sind schon abgedampft.
Was den Spielemarkt angeht bin ich ganz bei
@Thommysoft und wir sind leider weit entfernt von den Zeiten, als ne anfänglich teure PS2, dann im Laufe der Generation immer günstiger wurde, wodurch irgendwann die Kiste eben wirklich in jedem für Videospiele offenen Haushalt rumstand. Spiele waren meist sehr günstig, oder wurden zu der Zeit auf dem Pausenhof getauscht. Einen PC brauchte man damals ja eh, wollte man eine Bewerbung schreiben, oder den anderweitig für Schreibkram nutzen. Im Grunde wollten auch die Hersteller ihre Konsolen irgendwann möglichst günstig anbieten, da noch Geld an den Spielen verdient wurde. Damals ging es aber noch vornehmlich um Spiele, und neue Spiele. 10 von 10 Releases waren Neuerscheinungen, die es halt zuvor noch nie gab. Heute sind wir je nach Hersteller bei 5 von 10 sind Remasters, oder teils noch mehr.
Echte Spiele entwickeln ist halt teuer, und liefert im Verhältnis zum Aufwand zu viel Risiken, und selbst im Erfolgsfall zu wenig Ertrag.
Letztlich hat die Industrie sich selber in diesen ungesunden Kreislauf begeben, wo ohne jede Not alle paar Jahre neue Hardware unters Volk gebracht wird, weil man die Spiele halt auch nur noch über bessere Grafik verkaufen kann. Innovativ ist da doch abseits von Indies fast niemand mehr. Aktuell jagen die Großen aber lieber ner goldenen Kuh hinterher, in der Hoffnung da mal den Reibach von Fortnite einzufahren. Wenn es nicht klappt, werden die Kunden die nächste Preiserhöhung bekommen. Einfach wieder darauf konzentrieren, richtig gute Spiele ohne Millionenbudgets zu machen, scheint dagegen keine Option zu sein. Liefert nicht den Ertrag, den die Aktionäre sehen wollen.