Bei Assassins Creed werde ich auch nie schlau aus den Bewertungen - muss man wohl jeden Teil selbst gespielt haben. Da heißt es z.B. bei Valhalla von einer Seite, gähn, langweilige Story und von der anderen Seite tolle Story. Beim jeweiligen Teil loben auch gefühlt die Hälfte das Kampfgefühl und die andere Hälfte findet es scheiße. Bei jedem Teil gibts x Sachen die im neuen Teil bemängelt und gleichzeitig geliebt werden - Also so ähnlich wie wenn ein neues FIFA/Windows rauskommt.
Das liegt daran, dass sich jedes zweite bis jedes AC anders spielt und die Story vor allem mit den Charakteren und Themen steht und fällt. Teilweise auch mit den Szenarien.
Da gibt es Spiele mit totalen Pappaufstellern als Protagonisten (AC3 und Unity), aber eben auch welche mit Charakteren voller Charme (AC2. Brotherhood, Revelations, IV).
Und Odyssey kann bei der Erzählung entweder toll sein, wenn man Kassandra spielt, oder eher mittelmäßig, wenn man Alexios nimmt.
Und dann kommen noch diverse Gameplay-Systeme, Nebenaufgaben, Sammelgegenstände etc. dazu, die mal Spaß machen und mal absolut furchtbar sind.
Unity z.B. hat eine so miese, langgezogene Progression, wenn man nicht die 294 Truhen im Spiel öffnen will und zudem Koop spielen kann.
3, 4, Rogue und Odyssey haben Schiffskämpfe, die aber nur in allen Spielen außer 3 wirklich Spaß machen.
3 hat echt anstrengende Minispiele/Nebenmissionen wie den unübersichtlichen Untergrund, zeitaufwändige Brettspiele oder den noch zeitaufwändigeren Almanach des einfachen Mannes.
Revelations wiederum hat ein sehr unbeliebtes Tower-Defense-Minispiel.
Odyssey wiederum gilt für viele wegen Levelscalings als nicht so gut, weil sie keine Sidequests spielen wollen, da die fürs Leveln zumindest teilweise Pflicht sind (und teils echt schöne Geschichten bieten). Aber klassische ACs hatten nunmal keine Sidequests wie RPGs, was einige stört, die nur die Hauptstory wollen.
Und Valhalla wiederum ist viel zu groß und hat sowohl zu wenige als auch zu viele Inhalte. Das klingt erstmal absurd, wird beim Spielen aber recht schnell verständlich, weil zwischen den Aktivitäten zu viel Leerlauf ist und die Aktivitäten entweder zu kurz und flach sind ("Story-Sidequests"), keinen Spaß machen (z.B. Steinfiguren in mieser Physikengine stapeln) oder überkompliziert (Eingänge und Schlüssel zu Dungeons finden) sind. Außerdem wiederholt sich das alles viel zu oft.
Die Liste könnte man jetzt ewig weiterführen, aber wenn man die ACs erstmal alle gespielt hat, wird schon schnell klar, warum die Bewertungen so schwanken, weil die Qualität eben auch so schwankt.