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Zuletzt gesehener Film

Phoenix0815

Stütze der Senioren-WG
War in der letzten Zeit 2 mal im Kino:

1. Ready Player One

schöner Film, gute Effekte, geht aber leider meilenweit am Buch vorbei - schade :(

2. Infinity War

Fand ich ehrlich gesagt etwas enttäuschend von der Story her - vor allem der Schluß :shame:
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Avengers: Infinity War - für alle Tapatalk-Leser AKUTE SPOILERGEFAHR

Die Russos verstehen ihr Handwerk nicht erst seit "Captain America: Winter Solder" und "Captain America: Civil War". Allerdings hatten sie hier die fast unlösbare Aufgabe zu meistern, mit über 20 Marvel-Hauptcharakteren und neu eingeführten Bösewichtrollen umzugehen und sie in einen schlüssigen Flow zu bringen, ohne dass der Zuschauer nicht vollends erschlagen wird.
Der Film wurde also als Roadmovie konzipiert und vermischt dabei immer wieder unterschiedliche Teams miteinander, was zwar auch zu lustigen Passagen führt, mitunter aber doch den Überblick vermissen lässt.
Nicht selten hat man so das Gefühl, dass, um die Story voran zu bringen, ein "Deus Ex Machina"-Effekt an Land gezogen wird, damit es weitergeht.

Klar, wegen der Origin-Stories der ganzen Helden kennt man diese (immerhin hatte man quasi 18 Filme Zeit, diese vorzubereiten und einzuführen), aber bei den Bösewichtrollen, namentlich die "Black Order", geht es einem dann schon mal ab. Ohne Kenntnis der Vorlage dürfte hier allerhöchstens im Vorbeigehen mal ein Name aufgeschnappt werden.

Ja, optisch ist der Film ein Augenschmaus, hier ist man auf dem neuesten Stand der Technik. Trotzdem vermisst man wegen des Gigantismus trotzdem das, was viele Vorgängerfilme hatten: Herz. Auch bei den Guardians of the Galaxy gibt es nur zwei, drei Szenen, aber die sind insgesamt zu kurz, um sie im Gedächtnis zu behalten.

Daran krankt leider der komplette "Infinity War". Thanos sammelt unterwegs irgendwelche Steine ein, die Leute reden kurz miteinander, Schnitt zum nächsten Schauplatzwechsel. Das Motiv der Euthanasie, das Thanos mit der Säuberung der halben Bevölkerung des Universums vorhat, kann man zwar nachvollziehen, so ganz stimmig ist es aber nicht. Thanos hat eine zu geringe Fallhöhe, er ist einfach jedem der Avengers oder Guardians in allen Belangen überlegen.

So gesehen ist das Ende auch sehr konsequent und wäre ein wirklich markerschütterndes Ereignis, WÜSSTE man nicht, dass es mit dem MCU weitergeht und die Tode der Helden nichts bedeuten, weil sie irgendwann, spätestens zu "Avengers 4", alle wieder da sind. Hier sind vermutlich nur vier Figuren wirklich tot, die auch tot bleiben: Loki, Heimdall, der Collector und Gamora. Das Ende deutet so vielfach darauf hin, dass der Rest vom Cast (pun intended) auf wundersame Weise wiederkommt. Auch das Fehlen von Ant-Man, Wasp und Hawkeye hat was damit zu tun.

Vermutlich wird der Film bei mir auch erst noch wachsen, weil ich "Civil War" wegen seiner Heldenomnipräsenz auch erst nicht mochte, mittlerweile aber wirklich sehr gut finde. "Infinity War" lastet nur einfach das Stigma an, dass er nicht für sich stehen kann, weil er mit einem so unwahrscheinlichen Cliffhanger endet, dass es das einfach nicht gewesen ist.

Fun Fact (vielleicht liege ich auch falsch): Am Ende haben nur alle Avengers überlebt, die in Phase 1 eingeführt wurden. Alle danach, aus Phase 2 und 3 (außer Rocket Raccoon) hat's dahingerafft. Das muss was bedeuten...

Er ist wuchtig, er ist groß, aber er hinterlässt viel Leere, die erst der Nachfolger auffüllen kann.
Darum nur:
7/10
 
Zuletzt bearbeitet:

horner1980

Frührentner
BIG GAME

Unterhaltsamer Film, den man sofort anmerkt, dass er sich selbst auch nicht ernst nimmt. Schauspieler wie Samuel L. Jackson, Jim Broadbent, etc spielen solide. Die beste Leistung hat hier Onni Tommila, der den finnischen 13jährigen spielt, der plötzlich auf seinem eigenen Abenteuer ein guter Jäger zu werden auf den US-Präsidenten trifft und ihn vor bösen Männern beschützen muss. Dabei fährt er ihn auch an einer Stelle mit seinem Quad von A nach B und Jackson, der den Präsidenten spielt, wirkt da so eingemurmelt in der Decke fast wie E.T. ;)
Die besten Szenen waren aber das Zusammenspiel von Jackson und Tommila zeigen. Etwas Gefühl, etwas Humor.. alles genau im richtigen Maß. Ach ja, ein paar (Fsk 12-) Actionszenen gab es natürlich auch. Manche sogar herrlich over the top mit guten Effekten.
Bei der Musik muss ich sagen, dass.die Komponisten Juri und Miska Seppä einen guten Job machten und eine Musik so zwischen orchestraler Abenteuermusik und etwas modernere Actionmusik geschrieben haben, jedoch immer melodisch mit einer guten Portion Pathos. War nicht schlecht.
Nach gut 80 Minuten in Finnland (auch wenn das in Wirklichkeit Bayern inkl den Bavaria Studios war) war der Film vorbei. Perfekte Lauflänge für den Film.
Fazit: Ein Film, der schon viel Spaß machte.
 

Brennus

Schatzmeister
Mir war genau das Gleiche "passiert", ist hier auch irgendwo in diesem Thread versteckt.
Grandioser Film, besser man weiß im Vorfeld worum es geht. Einer der "schönsten" Filme die ich je gesehen habe. Geht mir aber hart an die Substanz.

Horner1980, Sieben Minuten nach Mitternacht.

Ich hatte den Film schon öfter im Blick, die Kurzbeschreibung hat mich aber anscheinend nicht bewogen ihn zu schauen. Wen dort genauer gestanden hätte um was es geht, wohl sowieso nicht.

Aufgrund diesem und HORNER1980 Beitrag habe ich ihn mir nun doch angeschaut. (auf Prime)
Was soll ich sagen, ich gebe Euch zu allem Recht, ein schrecklich beeindruckender Film, danke für den Tipp.

Obwohl ich schnell verstanden hatte um was es geht, also wer "er" ist und was hier passiert, haben mich einige Szenen extrem beeindruckt, bzw überrascht. Zum Beispiel als seine Mutter mit ihm über die Zeit danach spricht, wirklich gewaltig und bewegend, was die Autoren hier und für den ganzen Film geschrieben haben.
 

Turrican

Kaffeefahrtpendler
The Rain - Achtteilige dänische Serie.
Virus tötet Menschen und eine Gruppe kämpft ums überleben.
Hat man zwar alles schon mal gesehn aber trotzdem macht die Serie spaß, was vielleicht auch an ein paar unvorhersehbaren stellen liegt.
Ich war auf jeden Fall positiv überrascht.
 

Daniel04

Frührentner
Rudi Assauer - Macher. Mensch. Legende.

Ganz vergessen hier zu bewerten. Freitag bei der Weltpremiere dieser Dokumentation über Rudi Assauer in der Arena gewesen. Sehr emotionale 90 Minuten über die Karriere und den Privatmenschen Rudi Assauer. Auch wenn der Hauptfokus natürlich auf seiner langen Zeit auf Schalke liegt, werden auch seine anderen Stationen nicht vergessen und es kommen Weggefährten, Freunde und Spieler zu Wort. Mit 90 Minuten fast noch zu kurz. Ich denke, dass hier jeder, der sich auch nur ein wenig für Fußball interessiert, auf seine Kosten kommt.

Schwierig, hier eine Wertung in x/10 zu geben - einfach nur die Empfehlung, sich die Dokumentation anzuschauen. Erscheint im Juli auch auf DVD / Blu-ray, kommt sicherlich irgendwo als Stream und läuft ggf. auch im TV, da Arte an der Produktion beteiligt war.
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Auch auf BluRay hat

Star Wars Episode VIII - Die letzten Jedi

so seine Probleme, wenngleich der Film überwiegend doch ganz in Ordnung ist. Rein vom Ranking her würde ich ihn mindestens den Episoden I und II vorziehen, die wirklich gar nicht funktioniert haben. Aber es stimmt schon, es gibt da diverse Widersprüche, die man trotz riesigem Budgets und namhaftem Cast so nicht machen darf.
Hier ist natürlich wieder viel persönliches Empfinden dabei, darum bei weitem keine repräsentative Liste: (Spoiler allenthalben, wenngleich jeder, der den Film sehen wollte, das mittlerweile erledigt haben sollte)

1. Warum einen Plan vorgeben, wenn man keinen Plan hat? - Vize-Admiral Holdo rückt nach dem Angriff auf die Brücke des Widerstandsflaggschiffs als Captain eines der anderen Schiffe in der Hierarchie soweit nach, dass sie die restliche Flotte auf der Flucht vor der neuen Ordnung wegführen soll. Mit ein bisschen Glück soll der Planet Crait erreicht werden, dessen alte Salzmine so lange als Unterschlupf dienen soll, bis Verstärkung eintrifft. Jetzt fragt sich der Zuschauer zurecht, wieso Holdo niemanden, vor allem nicht Poe Dameron, in den Plan einweiht? Ein kurzer Satz mit dem vermeintlichen Ziel Crait hätte doch gereicht und Poe hätte nicht eine Meuterei angezettelt und den Nebenstrang mit Finn und Rose auf Canto Bight in Gang gebracht.
Ich vermute einerseits Holdos Eitelkeit, vor allem gegenüber Poe die dauernde Ablehnung seines Draufgängertums (sie will sogar so hoffnungslose Fälle wie Poe vor der Ersten Ordnung retten), aber auch, dass sie zu keiner Zeit glaubt, dass der Plan aufgeht und der Treibstoff bis dahin reicht. Auch kann es sein, dass sie einen Verräter in den eigenen Reihen vermutet, denn die Erste Ordnung konnte der Flotte in den Hyperraum folgen. Es stellt sich ja erst im Verlauf der Handlung heraus, dass das Flaggschiff der Ersten Ordnung dies durch neue Technologie, und nicht durch einen geheimen Verräter erreicht. Erst als Crait erreicht wird, lässt sie den letzten Treibstoff in die Transporter füllen und opfert sich, um dem Widerstand so zumindest für einen Moment aufhalten zu können.
Das Schlimme: Erst durch Poes Misstrauen wird ja der Plan zur geheimen Flucht des Widerstands nach Crait vereitelt, weil der angeheuerte Hacker aus Profitgier in der Lage ist, die Tarnmuster der Transporter zu hacken und so dem Widerstand schlimme Verluste durch die Erste Ordnung hinzuzufügen. Somit ist Poe indirekt Schuld an dem Tod vieler Widerständler.

2. Die Suche nach dem Hacker, oder Wilde Ritte auf Canto Bight - Dieser Nebenstrang um Rose und Finn entspinnt sich ja erst, als der 1. Punkt in Kraft tritt. Eigentlich ist diese Szenenabfolge völliger Unsinn, weil sie den Film eigentlich gar nicht voranbringt. Oder vielleicht doch?
Größtenteils sehen wir hier, wie Finn und Rose verzweifelt versuchen einen notorischen Hacker ausfindig zu machen, dann aber wegen Eingriffs der örtlichen Behörden erst entkommen und später mit einer zwielichtigen zweiten Wahl Vorlieb nehmen müssen. Sicherlich hätte man das Drehbuch ein bisschen ändern können und einige der Elemente anders aufbauen können. Vor allem hätte man so den Film gut und gern um 20 bis 30 Minuten kürzen können. Aber andererseits wollte man auch die Beziehung zwischen Finn und Rose weiter ausbauen, und dies wäre wohl kaum anders, als durch ein gemeinsames Abenteuer gegangen. (schade wäre es nur, wenn Episode IX diese aufkeimende Beziehung durch einen Handstreich wieder auflöst, indem z. B. Rose gleich zu Beginn des neuen Films stirbt oder so)
Auch vielfach wurde zu Ende des Films die mögliche Intervention bei Finns Heldenopferung bei der Rammbockkanone bemängelt. Ja, hätte man nicht Finn für das große Ziel opfern können und sich Rose nicht dazwischenschmeißen können? Sicher, aber wie Rose schon sagt - sie hätte damit nicht leben können, sie tat es aus Liebe. (auch weil sie zu Beginn des Films erst ihre Schwester verlor) Noch wissen wir nicht, wohin die Reise mit den beiden geht, aber trotzdem hat man hier etwas an der Vertiefung der Beziehung zwischen den beiden Figuren gearbeitet. Was das bringt, wird hoffentlich der nächste Film zeigen.
Trotzdem: Die Szene mit den komischen Reittieren und dem Kind am Ende war selbst in meinen Augen total unnötig. So nach der Devise: Seht her, ich habe hier vielleicht noch ein Ass im Ärmel, liebe Zuschauer.

3. Eine Brücke explodiert, aber die Jedi sind stärker als die Laser, die auf sie abgeschossen werden - Ja, wer erinnert sich nicht an Prinzessin Leias Flug zurück ins Schiff, nachdem die Brücke von Kylo Ren ins Nirwana gepustet wurde. Wäre es nicht viel effektiver gewesen, die alten Figuren langsam aussterben zu lassen, um den neuen Figuren mehr Raum einzuräumen? Schon möglich.
Ich hätte den Kniff vielleicht auch besser gefunden, wenn Leia bei dem Angriff umgekommen wäre, aber man kennt überhaupt nicht ihr Machtpotenzial. Weder wird es in einem der Vorgängerteile erklärt (hier gibt es nur eine Telepathieszene am Ende von "Das Imperium schlägt zurück", sonst gar nichts), noch sieht man sie in irgendeiner Weise machtfertig agieren. Aber warum versteckt die Tochter von Darth Vader, der seinerzeit als einer der mächtigsten Jedis galt, bevor er ein Sith wurde, ihre Kräfte derart, dass man nur denken könnte, dass Luke der wichtigste aller Jedi wäre? Das Traurige: Man wird es nie erfahren, denn Leia wird kaum (auch nicht durch Motion Capturing) in Episode IX vorkommen, da Carrie Fisher leider während der Dreharbeiten verstarb. Hier holt leider die Realität das Drehbuch ein und erst der nächste Film findet hoffentlich eine Antwort auf diese Frage. War die Szene seltsam? Ja. War sie unmöglich? Nein, keinesfalls.

4. Lukes plötzliches Liebäugeln mit der Dunklen Seite der Macht - Warum greift ein Jedi-Meister plötzlich seinen Schüler an? Für viele wurde hier die Figur des Luke Skywalker unmöglich gemacht, selbst Mark Hamill fand sich in dieser Rolle falsch und missverständlich dargestellt und ist seitdem auf den Regisseur nicht mehr gut zu sprechen. Immerhin sieht er sein Erbe bedroht. Wirklich?
Ich glaube, der entscheidende Hinweis liegt in der Begegnung mit seinem alten Meister Yoda begründet. Dieser erklärt ihm, dass man erst zu einem Jedimeister heranreifen kann, wenn man auch Niederlagen einsteckt und diese erkennt. Aus einem Fehlschlag kann so in Zukunft und für nachfolgende Generationen ein Erfolg gemacht werden, wenn die Erkenntnis kommt. Auch Obi-Wan Kenobi war so sehr von seinem einstigen Zögling Anakin Skywalker enttäuscht, vielmehr von sich selbst, weil er es nicht erkannt hat, dass er aus Luke unbedingt einen besseren, selbstreflektiven Jedi machen wollte. So erlangte Obi-Wan Kenobi in der direkten Konfrontation mit Vader seine Absolution, und erst ab dann war er auch wirklich Meister Obi-Wan.
Bei Luke ist es in der finalen Konfrontation mit Kylo Ren doch genauso. Auch wenn er nicht persönlich zugegen ist, so stellt er sich doch seinem Schüler ein letztes Mal, sei es auch nur, um seinen Nachfolgern die Flucht zu ermöglichen. Letztlich schließt aber auch hier Luke den Kreis zwischen Verrat an seinem Schüler und Rettung der nachfolgenen Jedi-Generation, namentlich Rey, und wird im Tode zum Jedi-Meister. Auch wenn das filmisch mit dem Holzhammer erzählt wurde und dramaturgisch eher "meh" erklärt wurde, macht es trotzdem Sinn. Auch hier muss sich zeigen, was sein Vermächtnis im letzten Film für Rey bringt.

5. Warum Rey so schrecklich uninteressant ist - Was zeichnet einen guten Helden aus? Ein guter Drehbuchschreiber muss seinen Helden immer als Identifikationsfigur nahe am Zuschauer platzieren, so dass eine glaubwürdige Geschichte auch überraschende Wendungen und eine Katharsis beinhaltet. Bei Rey gelingt dies schon seit "Das Erwachen der Macht" nicht, und das hat einen einfachen Grund: Sie ist zu perfekt! In "Das Erwachen der Macht" konnte sie ohne Übung den Millenniumfalken fliegen. Sie konnte Kylo Ren in einem Laserschwertduell ohne viel Mühe besiegen. Sogar auf der Starkillerbase konnte sie fast im Alleingang das Abwehrsystem deaktivieren, um dem Widerstand den Angriff und die Zerstörung zu ermöglichen.
Warum gestaltet man eine zentrale Figur wie Rey als so fehlerlos und perfekt? Welche Fallhöhe besitzt sie noch dem Zuschauer gegenüber? Es heißt, dass Filme erst dann gut sind, wenn der Gegner dem Helden so viel entgegenstellt, dass der Held nach etlichen Fehlschlägen daran wachsen kann und so am Ende über den Feind triumphieren kann. Weder in "Das Erwachen der Macht", noch in "Die letzten Jedi" kann jemand Rey auch nur entfernt das Wasser reichen. Sogar in der Konfrontation mit den Zenturios von Snoke kann Rey mit Kylo Rens Hilfe triumphieren. Als Zuschauer fehlt dort einfach die Identifikation und vor allem die Furcht, dass dem Helden erst etwas schlimmes passieren kann. Das macht Rey so uninteressant. Selbst in der Höhle unter Ahch-To, als sie in dieser seltsamen Sequenz nur sich selbst begegnet, wird sie nicht mit ihrer eigenen Angst konfrontiert. Möglich, dass diese Szene bedeutet, dass um sie herum auch nur sie existiert, sie also als alleingestellte Entität in der Geschichte angesehen werden muss, die keinen Zweck erfüllt.

Sicher ist "Die letzten Jedi" wirklich nicht der beste Star Wars-Film, und er hat tatsächlich ein paar richtig blöde Szenen. Trotzdem denke ich, dass diese erst im finalen Film Sinn ergeben werden. Man darf auch nicht vergessen, dass hier bewusst eine Abkehr von bekannten Mustern angetreten wird, um der nächsten Generation den Raum einzuräumen, der ihr zusteht. So ist es nur konsequent, dass die Figur Rey aus dem Schatten dieser Entwicklung durch Eigenerkenntnis heraustreten und für den Zuschauer interessanter werden muss. Sie soll die Zukunft darstellen, aber die Frage muss lauten, ob sie das auch sein wird.
Die anderen Helden bilden die Grundlage, auch der Hauptantagonist muss eine Kreisbewegung vollführen und insgesamt für die Balance in der Macht sorgen. Da seine Figur die interessantere ist, wird interessant zu sehen sein, in welche Richtung der letzte Film geht. Vielleicht triumphiert er gar als neuer Sith? Oder aber vollführt er seine Katharsis hin zum Guten. Grundsätzlich ist alles möglich.

"Die letzten Jedi" war insgesamt ein eher sperriger Film, dem der Fluss in einigen Nebensträngen zu weit abhanden gekommen ist. Aber er hatte auch viele starke Szenen und Handlungen, so dass er insgesamt auch nicht ein Totalreinfall gewesen ist. Trotzdem liegen alle Hoffnungen jetzt auf dem Finale der Trilogie. Dass er an sich so nicht für sich stehen kann, macht den Film aber leider im Vergleich mit "Das Imperium schlägt zurück" zu einer schlechteren Star Wars-Fortsetzung.
Insgesamt gibt es 6/10.
 
Zuletzt bearbeitet:

scorpionmj

Stütze der Senioren-WG
Nachdem ihr den Film hier so schmackhaft gemacht habt, habe ich gestern 7 Minuten nach Mitternacht geguckt. Puh, was soll ich sagen, ganz grosses Kino. Ich fand ihn klasse. :top:
 

Metal Master

Acta est fabula, plaudite!
[MENTION=1826]X30 Trucase[/MENTION]: Top Rezension!:top:
Ich hatte ja nach Episode VII schon den verdacht das Kylo und Rey die Seiten tauschen werden, diesen jedoch nach Episode VIII wieder verworfen. Nach dem lesen deines Beitrags spricht für mich allerdings wieder vieles dafür. Aber so ist das mit Gedanken die man mal hatte, jedes Quäntchen gilt einem als Beweis für seine Theorie.:keine Panik:
 
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