The Revenant
Ich mag es nicht, wenn Filme im Vorfeld viel Hype erfahren. Dem nehme ich mich dann immer an und bin am Ende enttäuscht.
Nein, Spaß beiseite - der Hype war definitiv vorhanden und deshalb hatte ich schon eine gewisse Erwartungshaltung, die ich aber bewusst nicht ganz so hoch angesetzt habe.
The Revenant war absolut kein schlechter Film. Die Landschaftsaufnahmen sind beeindruckend, neben Leonardo di Caprio spielt auch Tom Hardy ganz groß auf, aber so komplett wollte der Funke nicht überspringen und mir fehlte auch so ein wenig die Spannung, da mir letztlich einfach die ganze Zeit klar war wie der Film ausgehen wird.
Die Laufzeit von rund 2,5 Stunden hat mich gar nicht mal SO sehr gestört. Es gab zwar Szenen, die man durchaus hätte kürzen können, aber durch die starken Landschaftsaufnahmen und die Atmosphäre, die der Film transportiert hat, passten sie auch irgendwie hinein. Trotzdem hätte es dem Spannungsbogen vielleicht besser getan eine etwas straffere Erzählweise vorzugeben.
Alles in allem halt so ein Film, der in Sachen Filmkunst ganz oben anzusiedeln ist, keine Frage, dabei aber dem "Otto-Normal-Kinobesucher" wohl etwas schwerfällig daher kommt. Für mich persönlich kein Film, den ich unbedingt ein zweites Mal sehen muss, aber auch kein Film, von dem ich abraten würde ihn überhaupt zu sehen. Muss man mit dem persönlichen Geschmack ausmachen.
7/10
The Hateful Eight
Ich war ja schon nicht begeistert von Reservoir Dogs und auch The Hateful Eight konnte mich nicht überzeugen, von der Machart her wohl die ähnlichsten Filme der Tarantino-Filme.
Dialoge sind eben doch nicht alles, was einen guten Film ausmacht. Mir wollte er wirklich gefallen, er zündete jedoch zu keiner Zeit so wirklich. Eigentlich waren es nur die letzten 2 Kapitel, die mir persönlich so wirklich Spaß gemacht haben. Leider nehmen sie halt nur einen Bruchteil der ellenlangen Laufzeit voller endloser Rederei ein.
Ich bin nicht gänzlich gegen solche Kammerspiel-artigen Filme, Der Gott des Gemetzels z.B. war großartig, The Hateful Eight ließ mich jedoch nahezu durchweg kalt und war mir zudem auch noch viel zu lang und ereignisarm. Da helfen auch die Tarantino-typischen Gewaltspitzen zwischendurch nicht. Schade.
Positiv zu erwähnen die an und für sich gut besetzten Charaktere, der Soundtrack und wie bereits gesagt die 2 Kapitel am Ende. Außerdem wäre es wohl nicht fair so einem an und für sich gut, nur mir halt nicht gefallenden Machwerk eine ganz schlechte Wertung zu geben. Das stünde in keinem Verhältnis zu wirklich schlechten Filmen.
5/10