Alles steht Kopf
Bin auch hier der Empfehlung von @TheCityZion gefolgt, und was ich zu sehen bekam, war wohl mit Abstand Pixars bester Film, der je gemacht wurde.
Nun kann man einen Film, der um fünf Kerngefühle geht, die mal "ans Ruder dürfen", natürlich als absoluten Slapstick aufziehen und es würde funktionieren. Man kann ihn aber auch als anspruchsvolles Metakino inszenieren (diesen Weg ging Pixar) und ihn mit einer großen Anzahl findiger Ideen, wohl dosiertem Humor, großartiger Optik und gefühlvollen Zwischentönen anwürzen. Und das funktioniert noch besser.
Aber ist das dann auch noch kindgerecht? Einerseits spart Pixar mal wieder nicht mit Schauwerten, schraubt den Knuffigkeitsfaktor extrem hoch und stellt die Gefühle in Interaktion miteinander sehr humorvoll dar. Da kommen die Kleinsten voll auf ihre Kosten.
Aber vor allem die Erwachsenen können sich voll auf diesen Film einlassen und ihn gründlich hinterfragen, da das ganze "Kopfchaos" auf eine sehr anschauliche, teils abstrakte und dann wiederum nur auf Anspielungen basierte Art und Weise dargestellt wird, den die Kleinsten vielleicht noch nicht ergründen können.
Zum Ende hin, wenn das Steuerpult erweitert wird, dürften einige Kinder komplett aussteigen. Aber das macht eigentlich nichts. "Alles steht Kopf" schafft es zu jeder Zeit, für seine Zuschauer auf sämtlichen Ebenen zu funktionieren. Dabei werden vor allem die anfangs wichtigsten Gefühle wie Freude und Trauer in den Vordergrund gestellt, und diese gilt es zu bewahren. Vor allem hier schafft es der Film auf einzigartige Art, dem Zuschauer eine Welt zu vermitteln, wie die Empfindungen bewahrt sind, wie Vergessen einsetzt, wie plötzlich aus schönen schlimme Erinnerungen werden können, und dass es oftmals Ambivalenzen braucht, um erwachsen zu werden.
"Alles steht Kopf" ist eine cineastische Erfahrung und ein absoluter Ausnahmefilm in diesem Zeichentrickgenre, weil er auf so vielen Ebenen funktioniert, seine Zuschauer völlig in den Bann zieht und sogar am Ende noch Platz für eine logische Fortsetzung lassen kann, welche nicht minder spektakulär ausfallen dürfte. Wenn man einmal anfängt darüber nachzudenken...
Ganz bezaubernd! Höchstwertung.
10/10
Bin auch hier der Empfehlung von @TheCityZion gefolgt, und was ich zu sehen bekam, war wohl mit Abstand Pixars bester Film, der je gemacht wurde.
Nun kann man einen Film, der um fünf Kerngefühle geht, die mal "ans Ruder dürfen", natürlich als absoluten Slapstick aufziehen und es würde funktionieren. Man kann ihn aber auch als anspruchsvolles Metakino inszenieren (diesen Weg ging Pixar) und ihn mit einer großen Anzahl findiger Ideen, wohl dosiertem Humor, großartiger Optik und gefühlvollen Zwischentönen anwürzen. Und das funktioniert noch besser.
Aber ist das dann auch noch kindgerecht? Einerseits spart Pixar mal wieder nicht mit Schauwerten, schraubt den Knuffigkeitsfaktor extrem hoch und stellt die Gefühle in Interaktion miteinander sehr humorvoll dar. Da kommen die Kleinsten voll auf ihre Kosten.
Aber vor allem die Erwachsenen können sich voll auf diesen Film einlassen und ihn gründlich hinterfragen, da das ganze "Kopfchaos" auf eine sehr anschauliche, teils abstrakte und dann wiederum nur auf Anspielungen basierte Art und Weise dargestellt wird, den die Kleinsten vielleicht noch nicht ergründen können.
Zum Ende hin, wenn das Steuerpult erweitert wird, dürften einige Kinder komplett aussteigen. Aber das macht eigentlich nichts. "Alles steht Kopf" schafft es zu jeder Zeit, für seine Zuschauer auf sämtlichen Ebenen zu funktionieren. Dabei werden vor allem die anfangs wichtigsten Gefühle wie Freude und Trauer in den Vordergrund gestellt, und diese gilt es zu bewahren. Vor allem hier schafft es der Film auf einzigartige Art, dem Zuschauer eine Welt zu vermitteln, wie die Empfindungen bewahrt sind, wie Vergessen einsetzt, wie plötzlich aus schönen schlimme Erinnerungen werden können, und dass es oftmals Ambivalenzen braucht, um erwachsen zu werden.
"Alles steht Kopf" ist eine cineastische Erfahrung und ein absoluter Ausnahmefilm in diesem Zeichentrickgenre, weil er auf so vielen Ebenen funktioniert, seine Zuschauer völlig in den Bann zieht und sogar am Ende noch Platz für eine logische Fortsetzung lassen kann, welche nicht minder spektakulär ausfallen dürfte. Wenn man einmal anfängt darüber nachzudenken...
Ganz bezaubernd! Höchstwertung.
10/10