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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

Ahti

Frührentner
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Sayonara Wild Hearts ist ein rauschhafter Trip, eine suchterzeugende Symphonie aus motivierendem Arcade-Gameplay und hypnotisierender Pop-Musik, bis in den letzen Pixel kreativ und stilsicher inszeniert. Jedes Level bietet etwas Neues, einen Twist, so dass keine Langeweile aufkommt, und besonders viel Spaß hatte ich bei der Jagd nach Goldmedaillen.
Ist schon etwas länger her, dass mich ein Spiel derart... verzaubert hat. Sayonara Wild Hearts ist ein kleines Meisterwerk!
(Unbedingt laut aufdrehen und/oder mit Kopfhörern spielen!)


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The Stanley Parable (Ultra Deluxe) ist ein cleveres und sehr humorvolles Erzähl-Abenteuer, eine spielbare Satire, herrlich einfallsreich in ihrer Erzählung, mit für ein Videospiel ungewohnt vielen Momenten die zum Nachdenken anregen. Eine geistreiche Spielerfahrung, wie man sie nur selten erlebt!
Ein Durchgang ist in der Regel sehr kurz, aber dank dutzender, unterschiedlicher Verläufe und Enden, ist der Wiederspielwert - wenn man es denn so nennen möchte - sehr hoch. Man sollte sich nicht mit nur zwei, drei Durchgängen begnügen; das ist definitiv kein Spiel, das man in einer Session "durchspielt" und danach wieder deinstalliert. Ich würde es aber nicht stundenlang am Stück spielen... ein Neustart kann nämlich auch für die eine oder andere Überraschung sorgen.;)
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Star Wars Outlaws (+ "Wildcard"-DLC) - 1.200 / 1.200 G
Da stehen nun 114 Stunden auf der Uhr und das letzte große Syndikatsschiff ist gefallen. Kurz zuvor hatte ich noch den "Wildcard"-DLC erledigt, der zwar kurz, aber auch ziemlich cool war.

Jo, Star Wars und Open World in einem Setting, das komplett anders ist, als man es zuletzt von den "Jedi"-Spielen kannte. Am Anfang musste man sich etwas eingrooven und die größten Probleme hatte ich dann noch mit der Protagonistin Kay Vess, die ein völlig unbeschriebenes Blatt war, und ähnlich durch die Story geschubst wurde wie Jyn Erso in "Rogue One: A Star Wars Story" - der fehlte es komplett an Tiefgang und Background, aber damit die Geschichte passieren kann, wird sie halt von Pontius zu Pilatus geschickt und muss dann am Ende über allem triumphieren.
Wir haben aber dann dankenswerterweise keinen Girlboss à la Rey aus der neuen Filmtrilogie, sondern eine total unbedeutende Person, die mit Hilfe einer Crew und einer Menge Vertrauen in ihre eigentlich nicht vorhandenen Fähigkeiten in die Welt losgelassen wird. Vor allem wegen der ganzen Syndikatsgeschichten ist das ja manchmal auch nicht ganz ungefährlich. Dann wird ihr aber der Kampfdroide ND-5 als Aufpasser an die Seite gestellt, aber schnell entwickelt sich zwischen den beiden ein Band, das im späteren Verlauf noch wichtig wird.
Vor allem im zweiten Teil der Geschichte, wenn die Crew dann zusammensteht und das "große Ding" geplant wird, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse und da wird es dann wie nach Shakespeare großstilig und eine krasse Familienfehde kommt ans Licht - das fand ich mal richtig stark gemacht. Vor allem auch, wie Kay dann da plötzlich mit reingezogen wird, stellt klar: Du hast hier nichts zu melden, aber wir brauchen dich trotzdem und aus dem einen Grund, den wir dir erst ganz spät eröffnen.
Zum Glück kann sich Kay die ganze Zeit auf ihren Meerqual Nix verlassen - den eigentlichen Star von "Outlaws". Wie sie dieses Knuffelviech ins Spiel integriert haben, verdient höchsten Respekt. Natürlich hat man jetzt nie Angst um ihn, aber man merkt doch mal an einigen Spielszenen, wie es ist, wenn man nicht auf ihn zurückgreifen kann.

"Star Wars Outlaws" hat einen beachtlichen Umfang.
Auch wenn man erstmal "nur" vier Planeten bereisen kann, von denen drei eine offene Welt haben und einer mehr oder weniger eine Instanz ist, hat man sich doch große Mühe gegeben, die vier Welten stark voneinander unterscheidbar zu machen. Mir gefiel auch, dass ein großer Teil der späteren Handlung auf Tatooine stattfindet, den man zwar aus den unzähligen Filmen und Serien schon zur Genüge kennt, ihn aber selbst zu bereisen (und das in so einer Edeloptik), ist dann schon etwas besonderes. Viele Easter Eggs findet man da, die cool gemacht sind, eins davon betrifft eine Feuchtfarm.
Die Aufgaben sind zwar weitestgehend gleich aufgebaut (infiltriere Basis A, finde Item B, und bringe es zu Person C), aber das Spiel lässt einem ziemlich freie Hand, wie man die Aufgaben angehen will. Die Stealthkomponente ist in "Outlaws" immens wichtig und stellte sich während meines Playthroughs auch als tadellos heraus. Vermeintliche Bugs oder komisches Gegnerverhalten wurde komplett gefixed. Trotzdem ist das noch die weitestgehend gefahrloseste Vorgehensweise, auch Dank des gnädigen Auto-Speichersystems.
Zudem kann man seine Ausrüstung immer weiter verbessern und gelangt so auch in den Besitz von Rüstungssets mit starken Boni auf leises Vorgehen. Da sollte man schon mal etwas Zeit hinein investieren, auch Nebenquests zu machen.

Eben, "Outlaws" ist, wie jedes Open World-Spiel, natürlich in Haupt- und Nebenaufgaben eingeteilt, wobei letztere natürlich auch wichtig sind, da sie durch verbesserte Ausrüstung und Fraktionenrufsteigerung das Endgame stark vereinfachen. Die vier im Spiel vorkommenden Verbrechersyndikate bieten auch Boni für guten Ruf und zeigen sich so im Kampf schon mal als Unterstützung. Deren Fraktionen-Hauptaufgaben sind fluffig inszeniert und fügen sich gut ins Spiel ein.
Ich habe schon gesehen, dass Spieler innerhalb von 50 Stunden komplett durch das Spiel durchgerauscht sind. Ich habe jetzt mehr als doppelt so viel Zeit auf der Uhr, bin aber relativ sicher, dass ich 98 bis 99% aller Haupt- UND Nebenaufgaben erledigt habe. Entsprechend gut stehe ich ausrüstungstechnisch und finanziell da. Wenn man erstmal den höchsten Fahndungslevel des Imperiums genießt und das Death Trooper-Event in einer Minute durchrauschen kann, dann ist die Ausrüstung schon ganz vernünftig.

"Outlaws" gefiel mir erstaunlich gut und fühlte sich auch nach 100 Stunden nie öde oder repetitiv an, weil es dann doch immer noch was neues zu entdecken gibt. Noch kurz was zu den Editionen:
Für die Komplettisten ist das Hauptspiel schon eine tolle Basis, denn darin verbringt man die meiste Zeit. Wer noch darüber hinaus ein bisschen zusätzlichen Fun haben will, legt sich die DLCs noch zu, die man allerdings auch ohne weiteres ins Hauptspiel hätte integrieren können. Der Aufpreis zur Gold Edition ist schon happig, da fährt man bei den neueren "Assassins's Creed"-Spielen deutlich besser, denn da gibt's deutlich mehr Inhalt (und Spielzeit) fürs Geld.
Der größte Quatsch ist aber die Ultimate Edition, bzw. das Ultimate-Upgrade. Da gibt's für teuer Geld nur optische Spirenzchen in Form von Ausrüstungsgegenständen, OHNE irgendwelche Boni, die für das Spiel relevant werden. Effektiv bringt einem der optische Zinnober nichts, denn man ist auch später auf die Setboni angewiesen. Der Ultimate-Content bietet einem hier keinerlei Mehrwert für's Geld. Finger weg davon.

Ansonsten gefiel mir "Star Wars Outlaws" richtig gut, weil es mich über die komplette Dauer von 110 Stunden prima unterhalten hat. Ich wollte auch gar nicht schneller damit fertig werden, weil es mir einfach Spaß gemacht hat, die vier Welten komplett zu erkunden. Story und Atmosphäre passten auch. Einzig bei der Protagonistin wäre mehr drin gewesen und die Weltraumkämpfe in der Trailblazer passen irgendwie gar nicht zum Spielprinzip. Ist zwar "okay" umgesetzt, aber absolut kein Gamechanger.
Darum gibt's von mir für das Gesamtkunstwerk 8/10, und ich freue mich auf weitere Abenteuer mit der Crew.
Empfehlenswert!
 

Batsi

Altenpfleger
Ratchet & Clank: Rift Apart (PS5)

Gleiches Fazit wie beim Vorgänger: Tolle Inszenierung, kurzweilige Action, hübsche Grafik, ab und an nervige Clipping-Fehler und ich werde immer noch nicht ganz mit den Figuren warm, auch wenn die Dynamik zwischen Ratchet, Clank, Rivet und Kit gelungen ist :)
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Tales of Graces f Remastered

Uff. Bin jetzt durch und ich weiß ja nicht.. Am Anfang war ich von dem Spiel noch richtig begeistert, vor allem weil das Gameplay halt auch richtig Laune machte. Diese Begeisterung hat sich aber von Kapitel zu Kapitel immer mehr gelegt. Ich denke mal "Mid" trifft es hier am Ende am Besten. Die Charakter, die Story.. alles ist hier gefühlt recht Durchschnitt. Und es gab doch einige Dinge die mich zunehmend störten. Das Backtracking z.B. - ich habe das Spiel schon scherzhaft Tales of Backtracking f genannt. Ab und an kann man später mal den Turtlez Transport benutzen und ganz zum Schluss, wenn es eigentlich schon zu spät ist, bekommt man auch das Shuttle, aber die meiste Zeit läuft man einfach die immer gleichen Wege etliche Male. Selbst in einem der Dungeons läuft man mehrmals zum Anfang zurück um dort immer wieder eine neue Batterie zu holen, weil man nur eine davon tragen kann.

Die Story: Eine gute Story kann dafür sorgen, dass man das Spiel gar nicht mehr aus der Hand legen will, kann einen auch in "Ruhepausen" - in denen man nicht spielt - beschäftigen und einen richtig Lust darauf machen endlich wieder weiterzuspielen. Die Story hier bietet das... nicht. Im Gegenteil. Ich habe das Spiel nicht vermisst, wenn ich mal einen Tag nicht spielte. Und auch nicht daran gedacht. Sie ist einfach nichts besonderes, plätschert die meiste Zeit vor sich her indem sie einen von Ort zu Ort rennen lässt (und ständig wieder zurück, oh so oft zurück..) und kommt erst wirklich in den letzten zwei Dungeons etwas in Fahrt. Der Bösewicht bekommt am Ende vor dem eigentlichen Kampf auch noch eine pseudo-deepe Backstory reingedrückt um ihn wenigstens ein bisschen zu vermenschlichen, aber letztlich zu wenig und auch deutlich zu spät. Macht ihn so oder so dann auch nicht mehr zu einem Top-Tier Villian.

Das die Story dann noch dadurch ruiniert wurde, dass mein Held mit einer Spielzeug-Giraffe als Waffe antrat, tut ihr übriges und an der Stelle muss ich mich einfach darüber auskotzen: Diese Animal-Waffen sind mir während dem normalen Spiel ja recht egal gewesen und mitunter auch ganz witzig. Alles gut. Aber wenn die Story dann wirklich mal soetwas wie Bedrohung und Drama vermitteln will, kommt es halt einfach total albern rüber und ruiniert diese Momente völlig. Man kann auch nicht den Skin verändern, oder so. Es ist nicht optional und daher völlig dumm. Sorry, aber ich werde diese Designentscheidung einfach nicht verstehen. Das Giraffenschwert war zu dem Zeitpunkt halt einfach schlicht die beste Waffe, die mir zur Verfügung stand und ich hatte daher auch im Grunde keine Wahl eine andere zu nehmen. Aber das Ding ruiniert halt völlig die immersion. Schaut es euch einfach an:

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Charakter: Zum Boss, der bis zum Ende eigentlich gar keine Relevanz aufzeigt, ist auch der restlichen Cast hier leider eher Durchschnitt. Asbel ist der generic Hero wie er im Buche steht. Pascal ist als Comic Relief ganz witzig, Malik ist der coole Mentor, der Prinz ist eigentlich nur Mittel zum Zweck und Hubert ist sogar einfach nur nervig. Das Spiel hätte nichts verloren, wenn letzterer einfach nicht existieren würde. Komplett unnötiger und absoluter Low-Tier Charakter. Cheria stellt sowas wie das Love Interest dar, ist aber auch eher uninteressant. Die Definition von 0815. Lediglich Sophie trägt den Cast, sie ist quasi Story, Cast und Spielgrund in einem.

Man liest es vielleicht heraus, aber am Ende musste ich mich wirklich schon dazu zwingen das Spiel zu beenden - nur um mir dann auch noch von einem Giraffen-Spielzeugschwert die wichtigsten Szenen ruinieren zu lassen.

Ich vergebe mal eine 6/10
 
Zuletzt bearbeitet:

Khorny

Moderator
Team
Ich staune wie viele solcher Einschätzungen ich aktuell zu Graces lese. Zum Glück habe ich der Versuchung widerstanden, und noch Berseria, Vesperia und Zestiria vor mir.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Ich staune wie viele solcher Einschätzungen ich aktuell zu Graces lese. Zum Glück habe ich der Versuchung widerstanden, und noch Berseria, Vesperia und Zestiria vor mir.
Berseria ist Weltklasse. Immer noch mein Lieblings-Tales. Vor allem was Story und Cast angeht, kann Graces F halt Berseria so gar nicht das Wasser reichen und da liegen mMn auch Welten zwischen. Velvet als MC und Magilou als Support-Charakter sind nicht grundlos mit meine All Time Favorites was JRPG-Charakter angeht, Serienübergreifend. Und der restliche Cast ist da halt auch deutlich über Durchschnitt.

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Vesperia muss ich noch spielen, habe ich auf meiner Wunschliste.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Dino Crisis

(Oder Resident Evil 3.5)

Tjo, leider hab ich verpasst, die hübsch repräsentativ aufgemachte Endabrechnung zu screenshoten. Zugemacht wurde der Sack schließlich nach gut sechseinhalb Stunden Nettospielzeit, 34-mal wurde gespeichert, und es wurde tatsächlich eins der 30 (!) Continues verbraten, und zwar beim zweiten Aufeinandertreffen gegen den Großen, Dicken, wo es ziemlich zur Sache geht. Ansonsten sind Speicherpunkte (meist) so großzügig verteilt, dass man im Falle eines Ablebens praktisch nie weit zurückgeworfen wird und folglich auf den Einsatz von Continues (die einen am Raumeingang "respawnen") verzichten kann.
Freigespielte Enden: 1/3. Bummer: Nun gab es nicht nur die Alternativoutfits für das Kaufen und Installieren des Spiels - was ich dem Game übrigens, wenn das damals in der PC-Version auch schon gewesen ist, ziemlich übel genommen hätte -, sondern das ultimative super duper hyper schneiper Über-Item der Granatenwerfer mit unbegrenzter Munition wird bereits nach Abschließen EINES einzigen Durchgangs freigeschaltet. Wie komplett demotivierend ist das? Sicherlich werde ich zukünftig noch ein, zwei Runs im Spiel machen, aber leider fehlt nun der große Topf Gold am Ende der Straße - oder so ähnlich. Aber hey, da das Spiel die letzten 25 Jahre weitgehend unbeschadet überstanden hat und Capcom halt einfach weiß, wie man's macht ...

Es war eine sehr schöne, sehr runde, sehr in sich schlüssige Erfahrung, die wie man das von Resident Evil kennt praktisch keine Längen aufweist. Ja, dadurch kommt unterm Strich eine eher kompakte Spielzeit zustande, aber der Wiederspielwert ergibt sich ja seit jeher - Ausnahmen (s.o.) bestätigen die Regel - durch den geilen freischaltbaren Bonuskram. Und hey, selbst wenn man gewollt hätte, man hätte den Kram gar nicht im In-Game-Shop erstehen können. 😀

Das Leveldesign bzw. die Ausgestaltung und Verzahnung der verschiedenen Bereiche der Einrichtung, die sich von der Besuchern zugängliche Eingangshalle über die Innereien der Forschungsanlage bis zum Reaktorkern bewegen, ist einfach über jeden Zweifel erhaben. Die Rätsel, die in aller Regel was mit Technikbums zu tun haben und an Computerterminals warten, machen echt Spaß, und obwohl ich das meiste davon noch aufm Zettel hatte, musste ich hin und wieder schon knobeln.
Jedenfalls ist das die wesentlich elegantere Einbindung von Puzzles als einem irgendwelche Schachfiguren oder Juwelen oder, *schauder*, Kurbeln ins Inventar zu klatschen.
Und apropos "Inventar vollklatschen": Das gibt's hier nicht, weil die Keyitems stets separat transportiert werden und somit immer an der Frau sind.

Jau, die Musik - so eine Art Psycho-Freejazz - ist großartig, die Figuren sind großartig, die Handlung wird gut erzählt, wobei ein angenehmer Wechsel aus aktiv Erlebtem in Form von Cutscenes und überall herumliegenden, serientypischen Dokumenten, die Einblick gewähren, geschaffen wird.
Die Inszenierung ist geil. Das ganze Spiel ist geil.

Aber was laber ich eigentlich rum ... wer auch nur entfernt Berührung mit Resident Evil hatte, kennt ja die DNA von Survival-Horror aus dem Hause Capcom.

Die Technik ist übrigens auch ordentlich: Gespielt wurde am PC, wobei sehr wahrscheinlich die 2000er-PC-Version mit einigen Anpassungen die Basis bildet. Aber der Look der PSX-Version wird gut eingefangen, Clipping, matschige Texturen, etwas Wobbeln hier und da inklusive.

Downsides gibt's natürlich auch hier, wobei ich eigentlich nur einen relativ gewichtigen Punkt ansprechen will: Ab der Mitte des Spiels geht das allgemeine Gefühl, einsam und allein inmitten Horden von Viechern zu sein, etwas flöten, weil man regelrecht bombardiert wird mit Dinos - und da tauchen auch die harten Kaliber auf - und es völlig ausgeschlossen ist, die alle so aus dem Weg zu räumen, dass sie eben auch beim nächsten Besuch der Location, und ja, es gibt meistens einen nächsten Besuch, nicht mehr da sind. Dafür reicht die Munition sehr wahrscheinlich nicht aus, zumal in regelmäßigen Abständen neue Viecher spawnen, die es sich in den lustigsten Ecken bequem machen.
Na ja, jedenfalls: Mir war es im Mittelteil deutlich zu oft passiert, dass ich mich in einem engen Gang wiederfinde und nicht einer, sondern zwei von von den fetten, was weiß ich, Fettosauriern den Weg blockieren, und da hilft es tatsächlich, bevor man sich in ein Gefecht begibt, das man sehr wahrscheinlich kriechend verlassen wird - falls überhaupt -, plump an den Viechern vorbeizulaufen bzw. sich zwischen ihnen durchzuquetschen. Auf die Art kassiert man vielleicht einen Treffer, aber die rettende Tür zum nächsten Raum ist meist nicht weit. Zwar verfolgen einen die Dinos zwar hin und wieder auch durch Türen, aber auch dort kann man sie relativ einfach abhängen.
Soll heißen: Richtiger, spannungsgeladener Survival-Horror kam dann nicht mehr auf, sondern man hat halt seine Laufwege gemacht - bei denen übrigens so einige Ehrenrunden gedreht wurden - und die Saurier großteils ignoriert.

Aber gut, es besteht auch die Möglichkeit, dass ich - alter Hamster der ich bin - das Spiel nicht "richtig" oder vielmehr ZU richtig gespielt hab, weil ich am Ende Unmengen an Ressourcen in den über die ganze Einrichtung verteilten Lagerboxen hatte. 😀

Fazit: Extrem geiler Shit, der wie woanders geschrieben weitgehend unbeeindruckt vom Zahn der Zeit geblieben ist.
 

Khorny

Moderator
Team
Tomb Raider Remastered

Hatten in 2024 Klassiker wie Mother 3, Tales of the Abyss und Breath of Fire den Neuerscheinungen die Show gestohlen, so geht die Pole Position der Oldies in 2025 bis dato ganz klar an den Klassiker von Core Design. Herausragendes Leveldesign, spielerische Tiefe und Herausforderungen noch und nöcher. Eine einfache Nuss war dieses Spiel definitiv nicht, zumal ich damals praktisch nur die Demos, oder den vierten Teil gespielt habe - letzteren aber nicht erfolgreich beendet.

Tomb Raider Remastered ist also mein erstes, beendetes Classic Tomb Raider, und gefiel mir auch weitaus besser, verglichen mit den Reboots von Square Enix. Wie schon anderswo angemerkt, finde ich dennoch schade, dass niemand heutzutage mehr solche Spiele macht. Die Remaster Qualität kann durchaus überzeugen (moderne Steuerung Jippie!), nur stellenweise ist die Umgebung viel zu dunkel ausgefallen. Bequemes switchen in den Original-Grafikmodus ist stellenweise sehr zu empfehlen.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Da die erste Remaster-Trilogie auch noch in der Steam-Bibo rumfliegt, könnte ich mir das eigentlich mal zur Brust nehmen, zumal ich ja nun Übung mit Panzersteuerung hab. 😀
Aber Bock auf Stress und Ressourcenmanagement hab ich grad nicht mehr so.
 
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