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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

Batsi

Altenpfleger
The Talos Principle 2 (Deluxe Edition) (PS5)

Ich hab's endlich durch. Nach knapp 150 Stunden ohne Walkthrough komme ich mir gleichzeitig ziemlich dumm und intelligent vor.
Und wenn dieses Jahr nicht noch "Baldur's Gate 3" kommen würde, hätte ich wahrscheinlich schon mein Spiel des Jahres.

Der Titel selbst greift alles auf, was schon im ersten Teil Spaß gemacht hat und baut es konsequent aus.
Die Level sind mitunter noch etwas vertrackter, aber gleichzeitig auch besser durchdacht. Bei Teil 1 hatte ich oft das Problem, dass ein Level entweder keine Herausforderung war oder selbst mit Lösungsvideo nicht nachvollziehbar war.
Auch die neuen Werkzeuge fügen sich ohne Probleme in den "Werkzeugkasten" ein und machen das Knobeln noch motivierender.

Ein weiterer großer Pluspunkt sind die Begleiter im Spiel. War es im Vorgänger noch etwas eintönig, alleine durch die Welt zu stapfen, werten die Kommentare der Expedition die Stimmung enorm auf.
Und auch wenn es mir persönlich etwas zu sehr auf "Happy Family" getrimmt war, kann TTP2 mit echt gut geschriebenen Charakteren glänzen.

Der einzige wirklich negative Punkt ist die Grafik. Diese ist zwar hübsch anzuschauen und kann ab und an mit schönen Panoramen überzeugen, insgesamt ist sie aber wie beim Vorgänger sehr steril und eher pragmatisch.
Und wer vor hat, sich TTP2 ebenfalls zu geben, dem würde ich empfehlen, eine Pause zwischen dem Hauptspiel und den DLCs einzulegen, weil sich das Ganze mitunter sehr ziehen kann.

Gibt 9,5/10 Philosophen von mir :)
 

cM0

Moderator
Team
Muv-Luv Unlimited: The Day After - Episode 02

Wie gehabt, üblich spannende Muv-Luv Geschichte, über die man aus Spoilergründen nichts sagen kann. Nur so viel: Das Ende war... unerwartet. Eine Episode kommt noch und wenn die ähnlich spannend endet, werde ich mich wahrscheinlich sehr ärgern, dass diese Unterreihe nie ihre finale Episode erhalten hat, aber das sehe ich dann in den nächsten Wochen.
 

Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
Muv-Luv Unlimited: The Day After - Episode 02

Wie gehabt, üblich spannende Muv-Luv Geschichte, über die man aus Spoilergründen nichts sagen kann. Nur so viel: Das Ende war... unerwartet. Eine Episode kommt noch und wenn die ähnlich spannend endet, werde ich mich wahrscheinlich sehr ärgern, dass diese Unterreihe nie ihre finale Episode erhalten hat, aber das sehe ich dann in den nächsten Wochen.

Ich würde an der Stelle so weit gehen und dir raten Episode 03 gar nicht erst zu lesen, weil der Cliffhanger wirklich fies ist und du es danach vermutlich richtig hassen wirst, dass es hier nicht weitergeht.
 
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cM0

Moderator
Team
Danke für die Warnung, aber ich fürchte, dafür ist es zu spät. Ich habe direkt nach Episode 2 die 3. Episode angefangen und bin schon mittendrin :/
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
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Far Cry 4

50 Stunden sammeln, ballern, kiffen, Festungen erobern und Türme erklettern: Das ist im Grunde die Essenz von Far Cry 4. Am Ende gab es einen Schuß aus der Pistole zwischen die Augen von Pagan Min, dem wohl am wenigsten charismatischen Diktator der Reihe.
In meinem Far Cry-Marathon auf dem neuen PC steht dieser Teil im fiktiven Himalaya-Staat Kyrat zwar nicht an erster Steller in der Beliebtheitsskala, aber irgendwie kann ich in jedem Far Cry meinen Spaß haben.

Statt bequem mit dem Gyrokopter von A nach B zu fliegen, habe ich vorzugsweise lieber den Wingsuit benutzt oder habe auch mal ein Auto gekapert. Als es der Skilltree es dann erlaubte, bin ich auch schon mal zu Fuß durch das schöne Bergland getrabt. Der neue Kletterhaken war hier eine gute Hilfe.
Wenn in einem Spiel die Ubisoftformel zugeschlagen hat, dann hier! Unzähliger nutzloser Sammelkram will geborgen werden und hat man alles eingesammelt, bekommt man am Ende dafür lediglich Bonus-XP, die dann aber wenig hilfreich sind, weil man den Skilltree bereits voll aufgewertet hat.

Natürlich gibt's auch eine dünne Story um die Revoluzzer Amita und Sabal, wo einem auch noch eine vermeindliche Entscheidungsfreiheit vorgegaukelt wird, die man in Wahrheit aber gar nicht hat.
Etwas nervig sind auf Dauer zufällige Tode, die einem auf einem langen Anfahrtsweg ereilen können. Ist man noch nicht besonders gut bewaffnet, kann einem das Leben von einem Honigdachs oder einer Meute Wölfe schneller ausgehaucht werden als man Schneeleopard oder Königstiger buchstabieren kann. Dafür hört man die Worte "Achtung! Ein Adler greift an" öfter als einmal.

Es macht aber immer noch einen Höllenspaß, sich an einen Außenposten anzuschleichen, mit dem Bogen oder Snipergewehr zuerst die Alarme zu sabotieren und dann einen Feind nach dem anderen auszuschalten, um das Lager unbemerkt zu erobern.
Auch das Türme beklettern ist eine gelungene Abwechslung, denn jeder Turm ist eine etwas andere Herausforderung, wenn auch nur eine relativ kleine. Aber das hällt einen bei der Stange und unterstreicht das Sandbox-Gefühl der Reihe enorm.

Das Spiel von 2014 (The Witcher 3 und Fallout 4 erschienen ein Jahr darauf) sieht auf einem PC mit Ultra-Einstellungen auch heute noch sehr gut aus und es spielt sich auch fluffig bei 144hz. Bugs halten sich in Grenzen und Abwechslung ist mit den Ausflügen nach Shangri La, Aufgaben von Longinus und den Drogentrips von Yogi & Reggie garantiert.
Man muss die Spielreihe von Ubisoft schon sehr mögen um Far Cry 4 auch gut zu finden. Aber wer das tut, bekommt ein tolles Action-Adventure mit vielen Wummen aus der Ego-Perspektive und enormer spielerischer Freiheit.

8/10
 

Eirulan

Frührentner
Anno Mutationem

Eigentlich ein sehr schönes, nicht zu langes Spiel, bei dem mir aber zwei Dinge (dazu später mehr) den Spielspass zumindest temporär etwas verleidet haben...

Das Ganze ist ein Mix aus 2D Action-Platforming mit leichtem Metroidvania-Einschlag und 3D Erkundung in Hub-Bereichen, das nebenbei auch noch Pixelart und klassisches 3D recht gekonnt verbindet.

Dieses Cyberpunk-Action-Abenteuer erzählt die Geschichte von Ann Flores, von Beruf "Professional Ass-Kicker", die auf der Suche nach Antworten auf die Frage ist, was mit ihrem verschwundenen Bruder passiert ist.
Dabei ist neben Protagonistin Ann v.a. die Cyberpunk-Welt der große Star, also ich muss sagen, die Chinesen haben es echt drauf, für ein (iirc) Erstlingswerk wirklich beeindruckend. Es gibt in der Stadt mehrere größeren Hubs, die alle durch ihre Detailverliebtheit glänzen können. Hier kann man richtig schön tief in die Welt abtauchen und an allen möglichen Side-Aktivitäten teilnehmen. Man kann z.b. für die Polizei Verbrecher jagen oder auch in der Bar der großen Schwester als Barkeeperin aushelfen. Dabei nimmt sich das Spiel nie zu ernst und liefert auch einige parodische Einlagen.

Dem Gegenüber stehen dann die "Dungeons" bzw. das Kampfsystem, das sich für mich schön flott und wuchtig angefühlt hat. Es gibt Nah- und Fernkampfwaffen, allerlei Gadgets, leichte RPG-Elemente, usw. Das Ganze kam mir die ersten Stunden zu leicht vor, zieht aber nach hinten raus dann noch an.

Also alles super?

Leider nein, denn zwei Punkte muss ich kritisieren, der erste wäre den meisten hier egal gewesen, leider sind die Trophies buggy, ich stand dann vorm Endboss und musste feststellen, dass ich zwar lt. Inventar / Ingame-Datenbank alle Sammelobjekte hatte, es aber im Tracker nur 24/25 angezeigte. Nach ca. 2h Rumprobieren dann die Erkenntnis, dass das wohl nicht zu fixen ist -> Savegame gelöscht und nochmals von vorne angefangen. Das "Fixen" des Problems hat dann insgesamt ca. 10 Extra-Stunden verbraten...

Punkt 2 bezieht sich auf die Story und wäre für meine Begriffe das größte Manko am Spiel. Man wird die ersten Stunden total im Regen stehen gelassen, es werden einem kryptische Cutscenes eingespielt, von denen man keine Ahnung hat, was zum Geier sich da überhaupt abspielt und was das Ganze mit einem selber zu tun hat. Ebenso die ganzen Dokumente, die man überall findet. Man kann mit all dem Null anfangen. Letzten Endes, wenn man das gesamte Bild kennt, macht das zwar alles schon irgendwie Sinn, man hat sich bei der Story zu Teilen von Sachen wie Stranger Things und Evangelion inspirieren lassen, aber stellt das alles so wirr dar, dass ich echt Mühe hatte, storytechnisch am Ball zu bleiben.
Im Budget fehlte wohl das Geld für Jemanden, die die eigentlich ambitionierte Story in eine vernünftige Form bringt. So ist das für mich zuviel gewollt und nicht gewusst, wie man es im Spiel rüberbringen soll. Schade.
 
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Pepsi Plunge

Pförtner des Altenheims
The Council

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Das Spiel verkörpert ein fiktives politisches Drama im 17ten Jahrhunderts zu Zeiten der französischen Revolution und spielt im Anwesen einer enigmatischen Person namens Lord Mortimers, zu dem unser Hauptcharakter - seinerseits der Sohn einer Leiterin einer Geheimgesellschaf, welche die Geschicke der Menschheit bestimmt - eingeladen wurde. Zu Gast dieser Konferenz sind u.A. George Washington - seinerseits Präsident der Vereinigten Staaten, Napoleon - damals noch ein Liteunant der franz. Armee, Piaggi - ein Cardinal im Auftrag von Papst Pius VI, Jacques Peru - einer der Väter des Tribunals von Paris und der Guillotine, sowie Vertreter Spaniens, Englands und Deutschland/Preußen der damaligen Zeit. Ein bisschen Geschichtskenntnisse helfen hier natürlich und es macht auch einfach Spaß mit den zeitgenössischen Persönlichkeiten zu reden, diskutieren und ggf. auch zu konfrontieren. Natürlich ist nicht alles wie es scheint. Auch Okkultismus spielt dabei eine Rolle, aber mehr will ich hierbei nicht verraten.

The Council ist dabei ein Spiel in fünf Episoden im Stile der Telltales Games (Walking Dead, Batman, Game of Thrones etc.) oder auch Life is Strange: Ihr lauft quasi durch ein abgestecktes Gebiet (hier: das riesige mehrstöckige Anwesen von Lord Mortimer sowie dessen umliegendes Gebiet), entdeckt, sammelt oder erforscht Dinge, unterhaltet euch in verzweigten Dialogen mit anderen Charaktern und trefft Entscheidungen, die sich später ggf. auswirken. Bei Telltales war ich hier immer enttäuscht, bei The Council scheint es aber wirklich deutlichen Einfluss zu haben mit wem man spricht, was man herausfindet, wie man sich entscheidet und das kann jeweils Personen auch das Leben retten oder ihren Tod bedeuten. So habe ich bspw. bei einer Person die Chance sie vor dem Selbstmord zu bewahren und kann verhindern dass sich Leute gegenseitig erschießen - auf der anderen Seite kann ich aber auch Leute davon überzeugen jemand anderen zu töten. Auch wessen Agenda ich folge oder mit meinem eigenen Schicksal umgehe hat deutliche Auswirkungen auf den späteren Verlauf bzw. die verschiedenen Enden.

In dem Geheimraum wurde ich gefangen, weil ich zu doof war auf den Ausgangscode zu kommen - deshalb kam ich zu spät unten in die Crypta. Perus Selbstmord konnte ich verhindern, aber er starb durch Mortimer. Emily erschoss erst Emma (glaub ich) und später dann Sarah (weil ich da zu spät kam). Meinen eigenen Tod durch Wöllner konnte ich auch verhindern, haha..

Ich hieß meine dämonische Abstammung willkommen, hielt mich aber an Holm, weil er mir vernünftig wirkte während mir Mortimer völlig größenwahnsinnig vorkam. Am Ende konnte ich Holm auch rächen und Mortimer wurde lebendig vom Oberdämon begraben.

Grundsätzlich kann ich das Spiel empfehlen, manche Sachen sind allerdings auch etwas wirr. Die Story mag vielleicht in eine Richtung geht, die nicht jedem gefällt und manche Rätsel sind auch etwas komplexer, als sie unbedingt sein müssten. Positiv ist, dass man eben wirklich frei in seinem Handeln ist und ein Scheitern nicht unbedingt das Ende ist - es führt nur ggf. zu anderen Konsequenzen. Neben dem Tod von Charakteren, die ich entweder nicht verhindern konnte oder gar aktiv beeinflusste, blieb ich bspw. auch mal in einen Raum stecken, weil ich das Räsel nicht lösen konnte um zu entkommen. Ich wurde nach einiger Zeit dann halt gerettet, habe dadurch aber andere Ereignisse verpasst, weil ich eben zu lange aufgehalten wurde. Manche Rätsel muss man aber lösen damit es weitergeht und zu mindest bei einem bestimmten komplexen Rätsel in Kapitel 2 musste ich das dann auch googlen. Aber das schiebe ich mal auf mich und ggf. meine Ungeduld, nicht unbedingt aufs Spiel. Andere kommen da vielleicht auch ohne Hilfe drauf ;)
 
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schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Baphomets Fluch 5 - Der Sündenfall

Hochwertig produziertes Point-and-Click-Adventure, das vom ersten Moment an den - sorry für die Anglizismen - cozy Mystery-Crime-Charme oozt, dessentwegen ich Teil 1 damals lieben gelernt hab.

"Paris im Herbst, die letzten Monate des Jahres und das Ende des Jahrtausends."

Leider würde ich mich deswegen nicht gleich als Fan der Serie bezeichnen, obwohl ich alle Teile (mit mehr oder weniger viel Vergnügen) durchgespielt habe. Aber was mir schon als Knirps etwas sauer aufgestoßen war, ohne dass ich es zu der Zeit benennen konnte, ist das sehr spezielle Pacing der Spiele. Rätsel gibt's vergleichsweise wenig, und wenn, dann hauen sie ordentlich rein. In keinem anderen PnCA - und auf der Wurstsuppe dahergeschwommen bin ich eigentlich nicht - passiert es mir so oft, dass ich mit so wenig Items im Inventar und so überschaubarer Hotspotzahl so viel Zeit damit verbringe, planlos durch die Gegend zu irren - im Schritttempo, versteht sich, denn George (oder Nico, for that matter) gehört zur tiefenentspannten Sorte, woran sich auch in diesem Game nichts geändert hat.

Wenig Rätsel ... dafür allerdings umso mehr Gequatsche, was ebenfalls eine Art Aushängeschild der Serie ist. Dialoge sind WIRKLICH zahlreich, besonders in der ersten Hälfte des Spiels, und für meinen persönlichen Geschmack viel zu sehr in die Länge gezogen. Spaß an den Gesprächen zu haben, bedingt natürlich auf eine Art, dass man grundsätzliches Interesse an der Handlung hat, und vielleicht hat mich das Spiel an diesem Punkt etwas verloren.
Dabei gibt's an der Story eigentlich nicht viel auszusetzen, obwohl sie natürlich, wie es sich für so einen Abenteuertrip um die halbe Welt gehört, in der zweiten Hälfte des Spiels recht vorhersehbar ist und in einem sehr altbacken inszenierten Finale gipfelt.

Dabei verschiebt sich der Fokus vom - übrigens in kickstarter-finanziertem Episoden-Format veröffentlichten - ersten Teil, der sich um den klassischen Krimi in europäischen Großstädten dreht und wo wie gesagt viel gequatscht wird, hin zu einem deutlich knackigeren zweiten Part, wo mehr gerätselt wird und die Entwicklung der Handlung in den Hintergrund gerät.
Höhepunkt der Kopfnussigkeit des Spiels: Ein Rätsel, bei dem man praktisch das macht, was studierte Leute in ollen, staubigen Kammern tun: Hieroglyphen entziffern. Aber so richtig hardcore, und man kann sich nicht mal mit Trial-n-Error durchcheesen.

War dann auch die einzige Situation im Spiel, wo ich auf die (ausgesprochen gut implementierte) In-Game-Rätselhilfe zurückgreifen musste.

Jau, soweit meine Eindrücke. Gebraucht habe ich dann doch gut zwanzig Stunden (minus einiges an Idle-Zeit), was mit meiner recht puristischen Spielweise im Genre zu tun hat: Da wird jeder Dialogpunkt durchgeklickt und jeder Hotspot betrachtet - und ehrlicherweise ist wohl auch Zeit dafür drauf gegangen, keine Ahnung zu haben was zu tun ist. 😀

Ausgedrückt in Sternen ist das Spiel eine 3,5/5 für mich. Ohne den Serienbonus würde es stärker abfallen. So lass ich dem Spiel einiges durchgehen, weil es unterm Strich eine sehr typische BF-Erfahrung mit allen Vor- und Nachteilen war, und eigentlich fühlt es sich im Nachgang auch recht rund an.
 
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X30 Neo

Natural Born Gamer
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Saints Row IV

Mein Lieblingsteil. 30 Stunden Open Word, wie sie sein muss: Man spielt den amerikanischen Präsidenten, hat Superkräfte und kann damit ähnlich weit hüpfen wie in Crackdown. Man muss Datenpakete sammeln, um die Kräfte weiter auszubauen. Diese dienen dazu, den fiesen Außerirdischen und ihrem zynischen Anführer Zyniak paroli zu bieten, der die Erde alsbald in die Luft gesprengt hat. Wir müssen nun unsere Saints in einer Art Simulations-Matrix, die zufällig so aussieht wie Steelport, wiederfinden und retten, um gemeinsam zurückzuschlagen und die Aliens zu vernichten. Klingt ein bischen weird? Ist es auch!

Das Spiel ist vollgestopft mit Gags, Over-the-Top-Action und Anspielungen auf die Videospielkultur. Alles ist herrlich politisch unkorrekt und übersät mit nicht ganz jugendfreien Themen. Metal Gear, Streets of Rage und einige andere bekannte Titel sind sogar als eigenständige Level spielbar. Dennoch ist es keine Minispielesammlung, sondern ein richtig runder Titel, mit tollen Effekten und vielen Explosionen. Wer braucht schon GTA VI? Saints Row IV kann man immer wieder spielen!

Grafik ist selbst auf meinen High End PC nicht mehr ganz taufrisch, erfüllt aber seinen Zweck.

Ist mir heute noch eine ehrliche 8/10 wert.
 

cM0

Moderator
Team
Tales of Graces f Remastered

Puh, ich weiß nicht. Ich habe das Original vor vielen Jahren gespielt und in meiner Erinnerung war es ok, gehört jedoch nicht zu den besten Tales-Teilen. Warum das so war, konnte ich nach so vielen Jahren nicht mehr sagen und den Bonuscontent kannte ich auch noch nicht, der Preis war günstig, also zugeschlagen. Soviel zur Vorgeschichte.

Es fängt storytechnisch stark an, weil gleich mehrere Dinge unklar sind, lässt dann aber nach, weil vieles wirklich sehr vorhersehbar ist und weil mir der Held durchgehend zu naiv ist. Was mich wirklich stört, ist das Dungeondesign. Das ist nicht generell schlecht, aber es gibt welche, bei denen mich die Rätsel echt nerven und die sehr unübersichtlich sind. Außerdem wirken einige Dungeons optisch sehr langweilig, mit Gängen, die komplett gleich aussehen, ohne Orientierungspunkte. Karten gibt es keine, bis auf die Worldmap später im Spiel und dank Questmarker (den es meines Wissens nach im Original nicht gab) weiß man immerhin, wohin man muss. Ohne Guide verpasst man aber viele Skits und Nebenaufgaben, weil dafür Backtracking notwendig ist, aber wann und wo... Da kommt man von allein nicht drauf, dabei ist das durchaus wichtig für die Story.

Dann noch der Soundtrack. Den nehme ich meistens in Spielen kaum wahr, aber bei Tales gibt es (zum Glück nur wenige) Gegenden, in denen der sehr hochfrequent ist und fast schon in den Ohren wehtut. Keine Ahnung, was die Entwickler sich dabei gedacht haben. Das Kampfsystem ist ok, aber besser in vielen anderen Tales-Spielen und nach zig Kämpfen (ich hatte über 1000) war es schon sehr eintönig. Man muss nicht unbedingt so viel kämpfen, sondern kann Gegnern auch ausweichen, wenn man aber möglichst viele Fähigkeiten lernen möchte, kommt man nicht um Kämpfe und noch besser Nebenquests herum.

Alles in allem ist es ok. Es hat starke Phasen, aber auch immer wieder schlechte und ist insgesamt eher durchwachsen. Ich vergebe hier zwar keine Wertungen, aber die 82% bei Metakritik zeigen mir wieder, dass man da nicht zu viel drauf geben sollte, denn ich würde es eher im niedrigen 70er-Bereich ansiedeln. 61h habe ich insgesamt dran gesessen und trotz Blick in den Guide nicht alles an Nebenkram mitgenommen, weil ich irgendwann keine Lust mehr hatte. Trotz all der Kritik hat es mich zwischendurch auch immer wieder gut unterhalten.
 
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