Daniel04
Frührentner
Gears of War 4
Zu Beginn des Spiels war ich noch ernüchtert. Das Gameplay war wie gehabt, aber auf einmal kämpft man in einer fast schon quietschbunten, fröhlich wirkenden Welt gegen Armeen von Robotern. Als Gamer aus Deutschland fühlte man sich an Zeiten erinnert, als dies in Spielen noch als Zensur verwendet wurde, bloß nicht auf menschliche Feinde ballern. Doch es dauerte nicht allzu lange und die Szenerie änderte sich, man bekam wieder das gewohnt blutrünstige und düstere Setting präsentiert, was die Serie in den ersten Teilen ausmachte. Den Anfang kann man somit als Kennenlernen der Charaktere akzeptieren. Da man ja nicht mehr mit Marcus und Co. spielt, gar nicht mal so verkehrt, denn die Fußstapfen waren für seinen Sohn schon groß und man ist ja immer skeptisch, wenn aus einer Serie solche Ikonen nicht mehr spielbar dabei sind.
Zum Gameplay muss man nicht viel sagen, bis auf ein paar neue Abschnitte ist Gears of War 4 ein gewohntes Gears of War, heißt nahezu Nonstop-Action in Form eines 3rd-Person Deckungsshooters. Nicht so sehr gefallen haben mir die - wenn auch wenigen - Horde-Modus ähnlichen Verteidigungspassagen. Sowas ist für mich halt eher was für Multiplayer und wirkt im Singleplayer so ein wenig wie Streckung der Spielzeit.
In Szene gesetzt ist das ganze Spiel durch eine herausragende Grafik, die durchweg flüssig bleibt und wirklich einige tolle Momente auf den Bildschirm zaubert. Hier zeigt sich, dass die Entwickler mit dem nötigen Knowhow auch wissen, was man aus der angeblich so kraftlosen Xbox One alles herausholen kann. Dass die Windows 10 Version wohl noch prachtvoller daher kommt, bleibt nicht aus, PCs sind ja generell die stärkeren Systeme.
Die Story setzt einige Jahre nach dem letzten Gears an und fügt sich gut in die Welt ein. Sie reißt nun keine Bäume aus, was Storytelling oder Überraschungen angeht, aber sie unterhält, ist ein Stück weit spannend und es macht Spaß ihr zu folgen. Einen Kritikpunkt hätte ich jedoch schon:
Alles in allem bin ich sehr zufrieden damit, wie The Coalition das Franchise wiederbelebt hat, nachdem Judgment auf der 360 ja nicht in Gänze überzeugen konnte. Gears of War 4 reiht sich nahtlos an die 3 Vorgänger an, macht durchweg Spaß zu spielen, ist herausfordernd und bietet einfach ein tolles Spielerlebnis. Den seltenen Erfolg fürs Durchspielen auf Hardcore oder höher nimmt man natürlich gerne mit.
9/10
Zu Beginn des Spiels war ich noch ernüchtert. Das Gameplay war wie gehabt, aber auf einmal kämpft man in einer fast schon quietschbunten, fröhlich wirkenden Welt gegen Armeen von Robotern. Als Gamer aus Deutschland fühlte man sich an Zeiten erinnert, als dies in Spielen noch als Zensur verwendet wurde, bloß nicht auf menschliche Feinde ballern. Doch es dauerte nicht allzu lange und die Szenerie änderte sich, man bekam wieder das gewohnt blutrünstige und düstere Setting präsentiert, was die Serie in den ersten Teilen ausmachte. Den Anfang kann man somit als Kennenlernen der Charaktere akzeptieren. Da man ja nicht mehr mit Marcus und Co. spielt, gar nicht mal so verkehrt, denn die Fußstapfen waren für seinen Sohn schon groß und man ist ja immer skeptisch, wenn aus einer Serie solche Ikonen nicht mehr spielbar dabei sind.
Zum Gameplay muss man nicht viel sagen, bis auf ein paar neue Abschnitte ist Gears of War 4 ein gewohntes Gears of War, heißt nahezu Nonstop-Action in Form eines 3rd-Person Deckungsshooters. Nicht so sehr gefallen haben mir die - wenn auch wenigen - Horde-Modus ähnlichen Verteidigungspassagen. Sowas ist für mich halt eher was für Multiplayer und wirkt im Singleplayer so ein wenig wie Streckung der Spielzeit.
In Szene gesetzt ist das ganze Spiel durch eine herausragende Grafik, die durchweg flüssig bleibt und wirklich einige tolle Momente auf den Bildschirm zaubert. Hier zeigt sich, dass die Entwickler mit dem nötigen Knowhow auch wissen, was man aus der angeblich so kraftlosen Xbox One alles herausholen kann. Dass die Windows 10 Version wohl noch prachtvoller daher kommt, bleibt nicht aus, PCs sind ja generell die stärkeren Systeme.
Die Story setzt einige Jahre nach dem letzten Gears an und fügt sich gut in die Welt ein. Sie reißt nun keine Bäume aus, was Storytelling oder Überraschungen angeht, aber sie unterhält, ist ein Stück weit spannend und es macht Spaß ihr zu folgen. Einen Kritikpunkt hätte ich jedoch schon:
das extrem offene Ende kotzt einen so ein wenig an. Dafür war der letzte Bossfight bzw. allgemein das letzte Kapitel fast schon zu einfach und ich habe schon auf Hardcore gespielt. Da hatte ich mit dem ersten Swarmak weit mehr Probleme als mit dem Endboss. Und dann lässt man es so offen enden? Pfui. 
Alles in allem bin ich sehr zufrieden damit, wie The Coalition das Franchise wiederbelebt hat, nachdem Judgment auf der 360 ja nicht in Gänze überzeugen konnte. Gears of War 4 reiht sich nahtlos an die 3 Vorgänger an, macht durchweg Spaß zu spielen, ist herausfordernd und bietet einfach ein tolles Spielerlebnis. Den seltenen Erfolg fürs Durchspielen auf Hardcore oder höher nimmt man natürlich gerne mit.
9/10