halo 4
für das, was es ist - ein 1rst-person-shooter - wahnsinnig gut.
ich weine da bungie keine träne nach, finde vielmehr, dass halo hinsichtlich spieltempo, waffensound, waffengefühl, coolness (endlich nicht mehr quietschbunt - wollte bungie das nicht schon bei reach umsetzen?)... einen riesenschritt nach vorne gemacht hat. unter bungie war da zum ende doch eher stillstand angesagt und man hat mehr und mehr den anschluss an die shooter-elite verloren.
nicht zuletzt hat man es geschafft nach gow 3 nun auch die zweite 360-shooter-reihe mit einer referenz-grafik zu versehen - endlich!!! das muss bei shootern einfach sein; erst recht bei exklusititeln! reach sah schon eher mager aus, was mich wirklich massiv ärgerte. das hier sieht so gut aus, dass ich manchmal nur stehen geblieben bin zum umgucken und staunen. es ist, meiner erinnerung nach, auch das erste videospiel, bei dem mich die lichteffekte blenden. nur der fehlende 3d-modus schmerzt, besonders, weil die partikeleffekte so geil sind. ich würde gerne mal diese fünkchen in 3d um mich rumfliegen sehen.
der mp hat mit rennen, hochleveln, waffensounds mit bumms, tollem waffengefühl, allgemein mehr tempo (und das genau im richtigen maße, ich hatte schon sorgen, dass das ganze zu hektisch wird, aber so passt es genau) endlich elemente, die ein moderner shooter einfach haben sollte (ein modus mit gleicher ausrüstung als zusatz wäre dennoch schön gewesen).
ich finde auch das mapdesign immer noch ungeschlagen. bei vielen mps erkennt man gleich: aha, das hier ist für die sniper gedacht, da gibts ne ecke für camper... bei halo ist einfach alles so verwinkelt, dass man sich nie sicher sein kann, ob man gerade einen platz der für sniper konzipiert wurde gefunden hat oder ob man selber einen entdeckt hat - super!
gestern habe ich dann endlich mal eine episode spartan ops gespielt und bin hellauf begeistert (wer da lust hat noch mal ganz von vorne ranzugehen, kann gerne mal ne mail schicken; bin spät dran! kann nur abends!). so wird zum ende der konsolengeneration doch noch einmal das thema mp, wo es ja ein wenig stillstand - team deathmatch und die "taktischen (haha!) modi, fertig! - gab, neu aufgerollt. endlich wird auch mal das umgesetzt, worauf ich mich schon gefreut habe, nämlich dass ich mir meine eigene spielfigur zusammenstellen kann und diese dann modi-übergreifend verwende. endlich mal einen mp für leute, die eigentlich eher lieber story spielen. daruf aubauend hätte ich im nächsten halo auch gerne meinen eigenen warthog, den ich pimpen kann, wie jetzt meinen anzug.
allerdings bleibt hier der wermutstropfen, dass das bei der kampagne nicht geht. schade, ich hätte hier sehr gene einen modus mit punkten und eben eigener ausrüstung.
zu den punkten: endlich merkt man hier mal einen fortschritt, wenn man den mp spielt, statt wie bei reach pro spiel einen milimeter auf einem 60cm langen fortschrittsbalken voranzuschreiten. das ganze ist dann auch noch mit einer einfachen ziffer versehen, statt mit ominösen medaillen - super! auch die erfolge sind diesmal machbar.
die kampagne, die story finde ich erstklassig, weil wirklich dieses alte halo-gefühl aufkommt, dass man alleine im universum gestrandet ist. es ist alles noch ein bißchen surrealer geworden, was scifi eben auch sein sollte (teils hat das setting schon etwas artifizielles und das bei einem blockbuster-titel!!!) - unglaublich gut wurde hier das klassische halo-spielgefühl auf die nächste ebene gehoben - daumen hoch! da verstehe ich auch nicht das gemeckere über die faden innenlevel. genauso karg, glatt, künstlich, unbelebt... muss eine scifi-welt doch sein. von einer zumindest zeitlich fortschrittlichen und damit überlegenen kultur geschaffen und das lebendige nur ein fremdkörper - erstklassig. ich brauche keine bunten, von niedlichen oder neuartigen kreaturen belebten welten. das ist ja schließlich klein fantasy-rpg. metroid macht das gut vor.
das gameplay in der kampagne bleibt so rund, dass es eigentlich nichts gibt, was man als störend empfindet. sehr geil finde ich es, dass ich jedes kleine schlachtfeld immer noch taktisch angehen kann: aus der deckung raus, schauen, wo die gegner sind, einen nach dem anderen abarbeiten - tolles spielgefühl! das finde ich auch wesentlich besser, als bei gow, wo man letztendlich doch immer einfach raufrotzt.
nur zwischengener und einen echten bosskampf hätte ich gerne gehabt. hier ist lost planet 2 bei shootern die referenz.
allerdings habe ich zum ende die gleichen kritikpunkte wie bei gow3: das konzept für sich genommen wurde noch weiter verbessert und nähert sich der perfektion an.
trotzdem finde ich, dass bioware mit mass effect eigentlich vorgeführt hat, dass actionspiele nicht mehr nur aus dauerballern bestehen sollten. ich bin hier, eben genauso wie bei gow3, total heiß drauf, die welt etwas zu erkunden, mehr zu erfahren, andere spielmechaniken zur abwechslung auszuprobieren...
das kann ich aber leider nicht, sondern baller mich (und fahre mich ab und an) durch ein szenario, was für sich betrachtet eigentlich wesentlich mehr hergibt, aber sehr statisch bleibt.
ich hätt gerne mal ein halo (Gow) im me-style, um mich mal richtig ins universum reinzustürzen. auch bei me habe ich ja trotzdem bestimmt zu 60% schusswechsel. es ist also möglich, beides zu kombinieren.
so bleibt das spielgefühl in der hinsicht ein wenig unbefriedigend.
Ich hätte gerne die ganzen level so wie sie sind, weil sie so echt geil sind, am ende immer einen schönen bossfight und zwischen den schlachten,me-ähnlich, eine raumstation o.ä, die ein wenig belebt ist, wo ich handeln kann, gespräche führen, ausrüstungen erwerben, sidequests lösen...
bei gow3 hätte ich das gerne genauso und da hat es sich wirklich aufgedrängt, weil ja nach jedem action-"schlauch" eine pause in eben solch einer basis eingelegt wurde.
dann noch, cod bo2 macht das wohl gerade, vor jeder schlacht ein wenig strategie-elemente, um die schlacht etwas epischer zu machen. vor den missionen, mp-ähnlich, den charakter auszurüsten ist übrigens eine sehr geile idee von blops 2! das würde hier auch echt gut passen:
vorher seine truppen und sich neu aufstellen, dann rein in die schlacht, zum ende den endgegner gekickt und dann ein wenig entspannen in eben solch einer raumstation (das thema geld, handeln, was ich auch als wichtiges spielelement empfinde hat man ja im ansatz zumindest über das optische verändern der rüstung... drin. aber auch hier wäre eine schippe mehr nicht schlecht) - perfekt - wäre das.
technisch ist man da auf dem höchsten level angekommen. vom grundaufbau ist mir das aber zu überholt. ich finde die neue generation von actionspielen - und das sind shooter ja primär - wie batman, me, ac, gta geben da spielerisch wesentlich mehr her.
nachdem ich gelesen habe, dass das neue unreal elemente von skyrim aufnehmen soll, bin ich gespannt, ob sich vielleicht epic traut, den etwas ausgetretenen pfad zu verlassen, nicht auf nummer sicher zu gehen und mal das grundkonzept actionspiel überarbeitet, statt immer nur an diesem grundgerüst zu feilen. ich fände es schon schade, wenn halo 5 und gow4 auf der 720 einfach nur noch geiler aussehen würden. ich finde da ist mal eine grunderneuerung angesagt (natürlich + besserer optik, das ist schon wichtig!)
ich hätte mir gewünscht, dass halo reach das ist, was jetzt 4 ist und halo 4 dann die nächste - spielerische, nicht technische - ebene erreicht. gerade das vielgescholtene cod zeigt, folgt man diesem test:
das es auch anders geht.
beim thema cod fällt mir noch ein, dass das waffengefühl wesentlich besser geworden ist. ich hätte das aber auch bei halo gerne etwas mehr military-style mit wählbaren aufsätzen, magazinen... hier hat mir bisher von den scifi-shootern crysis 2 am besten gefallen. mal gucken, was hier teil 3 abliefert.
als das genommen, was es ist, bleibt es aber famos!
man merkt noch dazu an allen ecken und ende - mir gefallen z. b. die quicktimes - das man sich an das thema "wie muss das konzept aktualisiert werden" ranpirscht.