Atelier Sophie: The Alchemist of the Mysterious Book ist jetzt abgeschlossen und meine grundsätzlich positive Stimmung hat sich auch bis zum Schluss gehalten, weswegen ich das, was mir gefallen hat, hier nicht noch mal wiederhole.
Es sind mir insbesondere zum Schluss hin dann aber doch ein, zwei Sachen dabei gewesen, die mich gestört haben und die will ich noch kurz erwähnen. Davon ab aber ein grundsympathisches, entspanntes Spiel mit einem bockstarken und mächtigen Craftingsystem.
Zum Einen: das Rumor System ist zwar vllt gut gedacht, in der Praxis aber einfach nervig. Hier geht es darum, dass man post-game bestimmte Superbosse (oder auch Fundorte für dringend benötigte Alchemie Komponenten) nur über den Kauf besagter Rumors erhält, die man beim Dorfwirt erwerben kann. So weit so gut, allerdings hat der immer nur eine Handvoll im Angebot und die rotieren zufällig. Davon gibt es aber sicher um die Hundert!! Da also hinzugehen, sehen, dass das Benötigte nicht da ist, zum Atelier zurück, zwei Tage schlafen und das Ganze von vorne ist super nervig. Das System kann weg.
Zum Anderen haben sie es mit den optionalen Bossen deutlich übertrieben.
Also wenn ich das ganze Spiel über alles auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad inkl. des Endbosses einfach wegbombe (auf dem höchsten zu spielen lohnt sich denn darunter wird man mit weniger Loot und XP "bestraft"), dann aber bei den (für die Platin notwendigen) letzten optionalen Bossen sogar auf einfach ratz fatz weggewischt wird, fragt man sich schon, was das soll. Um ehrlich zu sein, kann ich mich an kein JRPG mit einem derartigen Difficulty Spike erinnern. Ich habe ja nix dagegen, wenn einem das Spiel zum Schluss da nochmal alles abverlangt, aber die Kollegen drehen völlig am Rad und scheissen einen mit Zügen regelrecht zu. Hier musste ich meine Taktik nochmal komplett umstellen, was bei einem Spiel mit einem solch starken Focus auf Items aber hiess, dass ich große Teile meiner Ausrüstung nochmals neu machen musste, um die richtigen Traits drauf zu haben (Fluchresistent z.b.) , was natürlich dann wieder Grind für die benötigten Mats bedeutete usw.
Naja, vllt gehört das so und ich gebe zu im Grunde hats mich mehr aus eigener Faulheit angekotzt aber der plötzliche Anstieg war schon sehr überraschend. Immerhin gehen die Fights nie lange, paar Minuten max, entweder man ist stark genug oder nicht, also kein so ein Gewürge wie bspw bei Final Fantasy über ne Dreiviertelstunde.
Spielzeit war 45h und Atelier Firis gestern schon gestartet, damit geht's weiter.
