X30 C64 Forever
Altmeister
Gone Home (PC)
Ich hatte schon vor längerer Zeit in einem Steam-Deal zugeschlagen und mir das Spiel damals günstig auf die Platte gelegt. Aber man kennt das ja... irgendwie kommt man zu nix...
Naja, letztes Wochenende konnte ich es dann doch endlich mal durchspielen. "Durchspielen" müsste man hier eigentlich in Anführungszeichen setzen, denn das Spiel ist nur etwa 2-3 Stunden lang. Man sollte also mit dem Kauf definitiv warten, bis der Preis unter die 10 Euro-Grenze rutscht (bei den 20 Euro, die es sonst kostet, könnte man sich sonst vielleicht ärgern).
Gone Home könnte man am ehesten noch als Adventure bezeichnen... andererseits gibt es kaum Rätsel, so dass es eigentlich auch kein klassisches Adventure ist. Gone Home ist vielmehr ein Spiel, dem es gelingt, den Spieler zurück in die 90er Jahre zu versetzen. Und das macht es wirklich gut!
Im Spiel selber verkörpert man eine junge Studentin, die gerade von einem Auslandsjahr zurückkehrt und zuhause feststellt, dass weder die Eltern noch die Schwester da sind, um sie in Empfang zu nehmen. Dazu gibt es dann noch eine obskure Anrufbeantworter-Nachricht der jüngeren Schwester, aus der hervorgeht, dass sie scheinbar ausgezogen ist. Was ist also passiert? Wo steckt die Schwester? Wo stecken die Eltern? Wieso sieht das Haus aus, als wäre es soeben verlassen worden (die Fernseher laufen noch etc.)?
In den nächsten 2-3 Stunden ist man also damit beschäftigt, genau das herauszubekommen. Dabei bewegt man sich in der Egoperspektive durch das sehr geräumige Haus und kann mit so gut wie jedem Gegenstand interagieren. Da steckt schon ne Menge Liebe zum Detail drin. So erfährt man z. B. aus liegen gelassenen Notizen, aus Zeitungsartikeln oder durch Fotos nicht nur etwas zu den Geschehnissen der letzten Tage, sondern auch vermeintlich irrelevante Informationen z. B. zum Vorbesitzer des Hauses, zur beruflichen Situation der Eltern etc.
Immer wieder stößt man dabei auf Gegenstände, die einen mitten in die 90er-Jahre versetzen (Gone Home spielt im Jahre 1994). An den Wänden hängen Poster von Nirvana, statt einem DVD-Spieler steht ein alter VHS-Rekorder im Regal, Kassetten mit 90s-Musik fliegen überall rum (und können auch angehört werden), SNES-Cartridges im Jungendzimmer etc. Dem Spiel gelingt es dabei, eine extrem dichte Atmosphäre aufzubauen. Man will unbedingt herausfinden, was nun zuhause vorgefallen ist! Zudem gibt es auch Anzeichen für Spuk - in Verbindung mit dem Gewitter, das draußen tobt, fühlt man sich dabei zeitweise wie in einem Silent Hill-Spiel und wartet nur darauf, dass das nächste Monster aus dem Schrank gesprungen kommt...
Mir hat es sehr gut gefallen! Und wer mal ein sehr kurzes, dabei aber sehr stimmungsvolles "Adventure" spielen möchte, dem kann ich ich Gone Home nur empfehlen!
8/10
Ich hatte schon vor längerer Zeit in einem Steam-Deal zugeschlagen und mir das Spiel damals günstig auf die Platte gelegt. Aber man kennt das ja... irgendwie kommt man zu nix...
Naja, letztes Wochenende konnte ich es dann doch endlich mal durchspielen. "Durchspielen" müsste man hier eigentlich in Anführungszeichen setzen, denn das Spiel ist nur etwa 2-3 Stunden lang. Man sollte also mit dem Kauf definitiv warten, bis der Preis unter die 10 Euro-Grenze rutscht (bei den 20 Euro, die es sonst kostet, könnte man sich sonst vielleicht ärgern). Gone Home könnte man am ehesten noch als Adventure bezeichnen... andererseits gibt es kaum Rätsel, so dass es eigentlich auch kein klassisches Adventure ist. Gone Home ist vielmehr ein Spiel, dem es gelingt, den Spieler zurück in die 90er Jahre zu versetzen. Und das macht es wirklich gut!
Im Spiel selber verkörpert man eine junge Studentin, die gerade von einem Auslandsjahr zurückkehrt und zuhause feststellt, dass weder die Eltern noch die Schwester da sind, um sie in Empfang zu nehmen. Dazu gibt es dann noch eine obskure Anrufbeantworter-Nachricht der jüngeren Schwester, aus der hervorgeht, dass sie scheinbar ausgezogen ist. Was ist also passiert? Wo steckt die Schwester? Wo stecken die Eltern? Wieso sieht das Haus aus, als wäre es soeben verlassen worden (die Fernseher laufen noch etc.)?
In den nächsten 2-3 Stunden ist man also damit beschäftigt, genau das herauszubekommen. Dabei bewegt man sich in der Egoperspektive durch das sehr geräumige Haus und kann mit so gut wie jedem Gegenstand interagieren. Da steckt schon ne Menge Liebe zum Detail drin. So erfährt man z. B. aus liegen gelassenen Notizen, aus Zeitungsartikeln oder durch Fotos nicht nur etwas zu den Geschehnissen der letzten Tage, sondern auch vermeintlich irrelevante Informationen z. B. zum Vorbesitzer des Hauses, zur beruflichen Situation der Eltern etc.
Immer wieder stößt man dabei auf Gegenstände, die einen mitten in die 90er-Jahre versetzen (Gone Home spielt im Jahre 1994). An den Wänden hängen Poster von Nirvana, statt einem DVD-Spieler steht ein alter VHS-Rekorder im Regal, Kassetten mit 90s-Musik fliegen überall rum (und können auch angehört werden), SNES-Cartridges im Jungendzimmer etc. Dem Spiel gelingt es dabei, eine extrem dichte Atmosphäre aufzubauen. Man will unbedingt herausfinden, was nun zuhause vorgefallen ist! Zudem gibt es auch Anzeichen für Spuk - in Verbindung mit dem Gewitter, das draußen tobt, fühlt man sich dabei zeitweise wie in einem Silent Hill-Spiel und wartet nur darauf, dass das nächste Monster aus dem Schrank gesprungen kommt...
Mir hat es sehr gut gefallen! Und wer mal ein sehr kurzes, dabei aber sehr stimmungsvolles "Adventure" spielen möchte, dem kann ich ich Gone Home nur empfehlen!
8/10
Das Video wird von Youtube eingebettet abgespielt. Es gilt die Datenschutzerklärung von Google.