Ahti
Frührentner
Bei Sinking City zuckt jedes Mal mein Finger wenn es im Sale ist (gerade wieder für 9,99).
Falls du düstere Krimis bzw. Detektivgeschichten magst oder gar Lovecraft-Fan bist, solltest du es mitnehmen, gerade für den guten Preis. Sinking City hat eine tolle Atmosphäre, unterhaltsame Figuren, gut geschriebene Dialoge und das Detektiv-Gameplay macht Laune.
Ich kann es aber nicht vorbehaltlos empfehlen. Das liegt zum einen an der unausgegorenen Action, die mit ihrem schlechten Gunplay und kaputten Stealth wie angeklebt wirkt und immer wieder nervt, und zum anderen an Mängeln in der Open World (z.B. ziellos umherirrende NPCs, kaum Interaktionsmöglichkeiten etc.), die die Immersion stören. Es ist offensichtlich, dass die Macher sich mit so einer Umsetzung übernommen haben und das Spiel als Story-Adventure a la Walking Dead oder Heavy Rain runder ausgefallen wäre.
Aber: Ich habe das Spiel damals trotz der vielen Unzulänglichkeiten (hinzu kamen noch technische Probleme auf PS4/Xbox One, die aber in der neuen Version wohl verbessert oder gefixt wurden) durchgespielt, weil die Stimmung, die Story und die Figuren meiner Meinung nach richtig gut umgesetzt wurden. Dass mich Sinking City trotz der ganzen Mankos gut unterhalten konnte und stellenweise sogar gepackt hat, spricht für das Spiel.
Man sollte sich nur darauf einstellen, dass es in einigen Bereichen wirklich schwach ausfällt. Die Probleme mit der Action kann man immerhin etwas abfedern, indem man den Kampf-Schwierigkeitsgrad auf leicht stellt. (Den Schwierigkeitsgrad für das Detektiv-Gameplay kann man separat einstellen.)
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