Ich hab ja jetzt erst die höllisch gute Polizeiserie "The Wire" für mich entdeckt, nachdem sie fast drei Jahre ungesehen in meinem DVD-Regal stand.
Zuerst mal dazu, was mir nicht gefällt: Das native Bild der DVD ist im 4:3-Format aufgenommen. Auf den meisten Fernsehern wird das auf ein nicht ganz echtes 16:9-Format "aufgedickt", sofern man denn die schwarzen Balken am Rand nicht haben möchte. (ich glaube, die BluRay kommt da tatsächlich mit einem komplett neugemachten, nativen 16:9-Format um die Ecke, aber die besitze ich leider nicht.)
Dann zu dem, was mir gefällt: "The Wire" gehört mit zum Komplexesten, was ich im TV jemals zu sehen bekommen habe. Wow! Die Fülle von Charakteren und der Handlungsbogen, der sich wohl über die gesamte Spieldauer von 5 Staffeln hinziehen wird, wobei jedes Mal ein anderer Schwerpunkt gelegt wird, aber die Akteure (jedenfalls bis jetzt in der Mitte der 2. Staffel) noch immer die gleichen bleiben, sind unglaublich packend und aufwendig. Und man bekommt mit Baltimore/Maryland mal einen komplett neuen Handlungsort zu sehen, als immer New York, oder immer Chicago, oder immer L.A.
Während es allumspannend immer wieder um Abhörung von Telefonen geht (deswegen: das "Kabel", so der Titel der Serie), haben wir es hier mit einer sehr bunt zusammengewürfelten Truppe von Polizisten und Gangstern zu tun. Und entgegen aller Konventionen spielt sich "The Wire" immer nur im Graubereich ab.
Das heißt, Polizisten sind natürlich auch heldenhaft oder haben Dreck am Stecken, aber vor allem auch die "böse" Gangsterseite bekommt immens viel Screentime ab und dem Zuschauer wird auch verdeutlicht, dass hier nicht alles so böse oder einfach ist, sondern dass sich auch vor Konkurrenz und Gefahr behauptet werden muss. Zumal werden hier keine einfachen Stereotype per Abziehbild gezeigt, sondern wirklich komplexe, ambivalente Figuren, mit denen man genauso sympatisieren, wie Hass empfinden kann. Oder die man einfach nur doof findet. Hier ist echt für jeden was dabei.
Jede Folge geht zwischen 55 und 65 Minuten, was eine unglaubliche Spieldauer bedeutet (jedoch immer nur im Schnitt 12 bis 13 Folgen pro Staffel), und vor allem am Anfang, als man noch nicht so weiß, worum es geht, oder wer wohin gehört, muss man sich schon zwingen dranzubleiben. Auch besonders spannend ist es am Anfang noch nicht. Diese wird erst im weiteren Verlauf aufgebaut und erreicht zum Finale der ersten Staffel dann ihren ersten Höhepunkt. Ab dann wird das Niveau komplett hochgehalten und die zweite Staffel, in der ich jetzt gerade bin, ist -trotz anderem Handlungsort- nicht minder spannend und einfach nur spektakulär zu gucken.
Ich kann "The Wire" wirklich jedem anspruchsvollen Seriengucker empfehlen, der über gängige Klischees hinausblicken möchte und auch gern eigene Meinungen zu den Figuren entwickeln will. Man darf sich zwar von der etwas trockenen Inszenierung zu Beginn nicht abschrecken lassen, aber wenn man dran bleibt, wird man mehr als fürstlich belohnt. Für mich derzeit die beste TV-Serie seit "Battlestar Galactica" (und das, obwohl sie ja schon älter ist) und "Sons of Anarchy".
Zuerst mal dazu, was mir nicht gefällt: Das native Bild der DVD ist im 4:3-Format aufgenommen. Auf den meisten Fernsehern wird das auf ein nicht ganz echtes 16:9-Format "aufgedickt", sofern man denn die schwarzen Balken am Rand nicht haben möchte. (ich glaube, die BluRay kommt da tatsächlich mit einem komplett neugemachten, nativen 16:9-Format um die Ecke, aber die besitze ich leider nicht.)
Dann zu dem, was mir gefällt: "The Wire" gehört mit zum Komplexesten, was ich im TV jemals zu sehen bekommen habe. Wow! Die Fülle von Charakteren und der Handlungsbogen, der sich wohl über die gesamte Spieldauer von 5 Staffeln hinziehen wird, wobei jedes Mal ein anderer Schwerpunkt gelegt wird, aber die Akteure (jedenfalls bis jetzt in der Mitte der 2. Staffel) noch immer die gleichen bleiben, sind unglaublich packend und aufwendig. Und man bekommt mit Baltimore/Maryland mal einen komplett neuen Handlungsort zu sehen, als immer New York, oder immer Chicago, oder immer L.A.
Während es allumspannend immer wieder um Abhörung von Telefonen geht (deswegen: das "Kabel", so der Titel der Serie), haben wir es hier mit einer sehr bunt zusammengewürfelten Truppe von Polizisten und Gangstern zu tun. Und entgegen aller Konventionen spielt sich "The Wire" immer nur im Graubereich ab.
Das heißt, Polizisten sind natürlich auch heldenhaft oder haben Dreck am Stecken, aber vor allem auch die "böse" Gangsterseite bekommt immens viel Screentime ab und dem Zuschauer wird auch verdeutlicht, dass hier nicht alles so böse oder einfach ist, sondern dass sich auch vor Konkurrenz und Gefahr behauptet werden muss. Zumal werden hier keine einfachen Stereotype per Abziehbild gezeigt, sondern wirklich komplexe, ambivalente Figuren, mit denen man genauso sympatisieren, wie Hass empfinden kann. Oder die man einfach nur doof findet. Hier ist echt für jeden was dabei.
Jede Folge geht zwischen 55 und 65 Minuten, was eine unglaubliche Spieldauer bedeutet (jedoch immer nur im Schnitt 12 bis 13 Folgen pro Staffel), und vor allem am Anfang, als man noch nicht so weiß, worum es geht, oder wer wohin gehört, muss man sich schon zwingen dranzubleiben. Auch besonders spannend ist es am Anfang noch nicht. Diese wird erst im weiteren Verlauf aufgebaut und erreicht zum Finale der ersten Staffel dann ihren ersten Höhepunkt. Ab dann wird das Niveau komplett hochgehalten und die zweite Staffel, in der ich jetzt gerade bin, ist -trotz anderem Handlungsort- nicht minder spannend und einfach nur spektakulär zu gucken.
Ich kann "The Wire" wirklich jedem anspruchsvollen Seriengucker empfehlen, der über gängige Klischees hinausblicken möchte und auch gern eigene Meinungen zu den Figuren entwickeln will. Man darf sich zwar von der etwas trockenen Inszenierung zu Beginn nicht abschrecken lassen, aber wenn man dran bleibt, wird man mehr als fürstlich belohnt. Für mich derzeit die beste TV-Serie seit "Battlestar Galactica" (und das, obwohl sie ja schon älter ist) und "Sons of Anarchy".