Wenn die Angaben korrekt sind, habe ich nun nach 7T 1S 56M die Story beendet, inklusive Abspann.
Trotz der grauenhaften Steuerung, für die man Schmerzensgeld einklagen könnte, hat das Game sehr viel Spaß bereitet.
Besonders die letzten 10 Stunden, gestern, hatten es in sich gehabt. Das Ende hätte ich mir allerdings etwas anders gewünscht. Leider hat mich das Game nicht tun lassen, was ich schon am Liebsten einige Chapter zuvor getan hätte. Zudem nervte mich gegen Ende die Sarah Wagenknecht (Abigail) etwas zu arg.
Es ist das Erste und einzige Game bisher gewesen, wo ich die Zwischensequenzen nicht genervt, mittels B-Taste, abgebrochen habe, wel sie einfach einzigartig in Szene gestzt wurden.
Irgendwo habe ich da auch einen etwas verklärten Blick und sah immer mal Parallelen vom Cowboydasein zu den frühen OMCG, aus diversen Trashmovies der 70ger. Dabei kam für mich auch des Öfteren das Feeling auf, mittendrin zu sein, nur unter anderen Vorzeichen.
Man kann mich gerne für nen Spinner halten, aber wer jemals mit ner Gruppe Motorräderunterwegs war, kann es vielleicht nachvollziehen. Ob mit ü 200 Motorrädern, von Pforzheim aus, in der Pfalz (Pirmasens), auf weitere ü100 Bikes zu treffen um dann weiter, gemeinsam, über Land, in die Vogesen zum Lager zu ziehen, hat was bombastisches.
Oder auch nur zu dritt, drei Wochen lang, von einem Lager zum anderen zu "reiten". Aber auch ganz alleine wie der Arti, durch die Berge, Prärie etc. zu cruisen ist ein einzigartiges Erlebnis.
Schon mit 15 hatten wir, ohne Lappen, mit den Mopeds solche Trips veranstaltet, wenn auch nur zwei Tage, lagern am Fluss, hungrig, aber geil war es trotzdem.
Gut, zurück zum Game. Es ist ein bombastisches Game, was ich so nicht wirklich erwartet habe. Die Vielfalt, die kleinen Dinge, Nebenschauplätze, die Natur, einfach einzigartig und grandios. Auch wenn die Steuerung für die Petersilie ist, das Game, die Storyline, alles drumherum, ist alles andere als für die Petersilie. Was R* da geschaffen hat, hätte jeden erdenklichen Award verdient. Chapeau!
7T 1S 56m für 70 Euro. Wenn ich im Abspann sehe, wieviele Menschen an diesem Game mitgewirkt haben, über Jahre, ohne bis zu Release einen einzigen Cent Umsatz zu generieren... Wer sich da noch über den Preis für das Game beschwert, sollte sich echt mal selber reflektieren, ob er für seinen Job nicht überbezahlt ist.
Das Game kostet jeden Monat etliche Millionen, nur an Löhnen, Gehältern und dass die Investoren, die das Ganze finanzieren, im Anschluss auch etwas erwirtschaften wollen, ist mehr as legitim, zumal sie für das nächste Projekt, wieder jahrelang in Vorlage treten müssen.
Da erscheint es mir auch ein wenig deplatziert, sich über Microtransaktionen im Online Modus zu echauffieren, wozu man nicht mal gezwungen ist, diese zu nutzen.
Wenn es die Möglichkeit gäbe, würde ich noch nen Zehner für die Kaffekasse spendieren.