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Nintendo Switch 2 Game-Cards Thread

Levi

Pförtner des Altenheims
Kommt drauf an, das Argument wiederverkaufbar zieht durchaus.
Inwiefern?

Ich bin digital Käufer aus Gemütlichkeit.
Ich hab den Vorteil, dass ich Karten nicht wechseln muss, und hab mich eh damit abgefunden, dass ich Spiele nicht weiter verkaufe (das hat bei mir schon vor dem digitalen Zeitalter eingesetzt)

...
Die gamekeycards sind aus meiner Perspektive das Schlechteste aus beiden Welten.
Ich muss Karten switchen und habs nur digital.
...

Die Gamekeycards wären dann interessant gewesen, würden Publisher sie nutzen, um Spiele in den freien Handel zu bringen, die vorher nur digital erschienen wären.
Dann wären sie interessant für Leute, die sich mit den Gebrauchtmarkt auseinander setzen und/oder gerne etwas im Regal stehen haben.


Leider hat sich diese Ansicht als naiv heraus gestellt :/
Jetzt nutzt einfach nahezu jeder Publisher die gamekeycards und ihre potentiell interessanten Eigenschaften werden zurecht komplett überschattet.


Ich verfolge es nicht so wirklich... Gibt's spiele die vorher eher ein fall für digital only waren, die jetzt auf gamekeycards heraus kommen?
 

Khorny

Moderator
Team
Ich würde den Faktor mit den Keys nicht komplett unterschätzen. Wir sprechen immerhin von sehr vielen tendenziell kleinen Releases, JRPGs, Rollenspielen und Ports.

Klar, die ganzen "großen" Ports wurden einfach nicht gekauft, weil da viele Menschen die Spiele schon woanders haben, und da kauft man abseits von Cyberpunk eben nicht nochmal alle Spiele neu.

Im Fokus standen einfach Mario Kart und Cyberpunk. Die Gründe für MK sind klar (neben preisgünstigen Bundles), bei Cyberpunk könnte man aber die Gründe hinterfragen, schließlich ist Cyberpunk nun auch von der Zugkraft nichts anderes gewesen als Hogwarts oder Elden Ring.

Warum also Cyberpunk so zieht - und Street Fighter 6 z.B. war ebenso ein richtig starker Port. Wurde aber kaum gekauft. Also warum zieht nur Cyberpunk nochmal so enorm, warum nicht Elden Ring oder Hogwarts?

Zumal CDPR in den letzten Jahren ja doch auch paar Menschen verärgert hat - und hier deutlich mehr negatives Feedback gesammelt hat als eine Firma Capcom, From oder Hogwarts, deren Releases meist die komplette Kundschaft ohne jede Kritik zufrieden stellen. (die Kontroverse um Hogwarts klammern wir mal aus)

Ist zumindest interessant.

Was man auch nicht vergessen darf:
JRPG und Co. sind alles Liebhaber-Genres, wo viele Leute ihre Physical haben wollen. Bei solchen Liebhaber-Spielen steigt auch potentiell die Anzahl derer, die sich mit dem Release genauer beschäftigen.

Wenn irgendwelche Leute einem ihr Regal Switch oder Playstation Spiele zeigen, stehen dort meist keine Fifa oder Sports-Games. Das ist schon ein ganz bestimmter Schlag Kunden, und dieser hat eben doch Ansprüche. Die Leute kaufen sich da ihre Boxed Games und ihr Merch nicht einfach mit der Gießkanne, sondern mitunter sehr gezielt. Selbst wenn solche Leute, zu denen ich mich auch zähle, hier nicht die Mehrheit stellen, kann der Nichtkauf sehr vieler Menschen am Ende halt auch messbar werden. Und dies in Zeiten, in denen Hersteller eh schon klagen dass sie nicht genug verkaufen. Lasst es selbst 5-10% sein, aber die fehlen halt im Financial Report.

Dass vermutlich aber die falschen (oder halb-falschen) Schlüsse gezogen werden, würde mich gerade bei Firmen wie Square-Enix nicht wundern. Da denkt man sich eben, dass ne IP wie Bravely Default jetzt eingemottet werden kann - also mehr Final Fantasy, mehr Service Live. :ugly:

Capcom hat ja sogar insofern reagiert, dass sie Key-Verkäufe künftig direkt mit den digitalen Verkäufen zusammenzählen.

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Heißt im Umkehrschluss natürlich, dass sie gar nicht dran denken von dem Produkt-Typ "Key Card" wieder abzurücken. Fresst und sterbt.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 7305

Guest
Gibt's spiele die vorher eher ein fall für digital only waren, die jetzt auf gamekeycards heraus kommen?
Wohl kaum, die Zusatzkosten will man auch nicht haben, auch wenn sie vielleicht niedriger sind als bei echtem Retail. Es ist, wie du sagst eher ein Zwischenschritt hin zu mehr digital only. Vielleicht erhofft man sich dadurch, dass viele dann eben denken "ach, dann kann ich ja gleich digital kaufen".

Und ja, du hast Recht, wenn man von digital zu gamekey wechselt, kann man auch gleich Retail kaufen, weil der Ablauf der gleiche ist. Daraus ergibt sich dann aber auch, dass es für Käufer ja quasi gar keinen Vorteil von gamekey gibt. Sie sind weder billiger als Retail, noch bequemer als Digital.

Also warum zieht der Erfolg nur bei Cyberpunk?
Weils einfach ein richtig gutes Spiel ist und das offenbar viele auch untwegs oder zu Hause an bequemeren Orten spielen wollen und weil es technisch beeindruckend ist, wie das auf NSW2 läuft. Wenn man davon ausgeht, dass viele Releasekäufer die Performance wollten, ist CP halt n geiler Benchmark.
 

Bachstail

Pförtner des Altenheims
War wohl eher einfach weil die Spiele schon auf anderen Platformen günstiger und schöner zu haben sind und die auch viele bereits gespielt haben.

Aber das steht im direkten Widerspruch zum Erfolgsbeispiel Cyberpunk 2077.

Das gibt es auf allen anderen Plattformen a) deutlich schöner, b) deutlich flüssiger und c) deutlich günstiger und dennoch scheint sich die Switch 2-Version ziemlich gut zu verkaufen.

Es spielen hier ein paar Faktoren durchaus eine große Rolle.

Zum einen wollen die Leute sehen, wie die Switch 2 ein so grafisch aufwendiges Spiel wie Cyberpunk 2077 abspielt (bis heute wird das Spiel noch als Referenz in Sachen Grafik genommen, speziell das Phanton Liberty-Add On) und zum anderen wollen sie die Geschäftspraktik belohnen, dass das komplette Spiel auf die Cartridge passt, denn das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, den ich im Netz sehr häufig diskutiert sehe.

Ich möchte daran erinnern, dass das Spiel auf meiner PS5 einschließlich des Add Ons 100 GB groß ist (und ohne wären es dennoch 70 bis 80 GB).

Es ist schlicht schwer, dem Kunden zu erklären, warum ein Spiel wie Steet Fighter 6, welches kleiner und auf grafisch unansehnlicher ist, als Cyberpunk 2077, ein Game Key Card-Spiel ist und Cyberpunk eben nicht, das bleibt definitiv im Hinterkopf und ich kann das vollkommen verstehen, denn mir erschließt sich der Sinn ebenfalls nicht.

Ich weiß, dass es für den Hersteller günstiger ist, ein Game Key Card-Spiel zu produzieren, als das Spiel auf eine tatsächliche Cartridge zu packen, aber warum sollte mich das als Kunde interessieren, wenn manche Entwickler es offenbar schaffen und andere nicht?
 

qpadrat.

Pförtner des Altenheims
Nehmen wir mal an, dass alle Spiele als richtige Retail erschienenen wären.
Erstmal wird ein großer Anteil der Spieler sich Mario Kart zugelegt haben und damit erstmal zufrieden sein.
Wenn ich jetzt noch ein zweites Spiel haben wollen würde, würde ich mir doch kein zweites Multiplayer Spiel wie Street Fighter kaufen, sondern eher ein Singleplayer Spiel.
Und da ist Cyberpunk auch das Spiel mit der größten Käuferschaft, vllt käme da noch Hogwarts Legacy. Außerdem ist Cyberpunk Grafik Referenz und auch auf anderen Plattformen nicht super günstig zu haben. Yakuza z.b. hat man schon öfter für 5 Euro hinterhergeschmissen bekommen.
Nein, ich gehe mit dem Gamekeycard Argument nicht mit.
 

Krule

Frührentner
Wird halt eine Kombination von allem sein. Gamekeycards, Ports von Spielen die man vor Jahren schon woanders gespielt hat, Preis im Vergleich zu anderen Plattformen etc.
Ich bin da bei cts ;)

Key Cards werden einen Einfluss haben, wie groß der ist - keine Ahnung. Um da wirklich genauer zu differenzieren zwischen verschiedenen möglichen Ursachen bräuchten wir noch mehr Daten...
 

TheGandoable

Altenpfleger
Wir sind halt auch im Launch Enthusiasten Zeitfenster, da ist es den Kunden noch wichtiger was in der Box ist die gekauft wurd als später in der Gen. Interessant wird sein wie sich die Zahlen Entwickeln wenn Oma Inge und Fifa Klaus mit dabei sind.
 

Machine Head

Pförtner des Altenheims
In meiner Regenbogen-Gedankenwelt kommen die Publisher jetzt zu dem Schluss, dass die 10€ Ersparnis ihres Gamecardreleases im Vergleich zu einem Full Physical Release sich doch nicht lohnen. Ein frisch ausstudierter BWL Justus hat nämlich errechnet, dass man zwar mehr Geld pro verkauften Spiel behält, aber halt auch deutlich weniger verkauft.

Und ich bleibe dabei. Ich glaube der Anteil an Liebhabern auf der Switch ist größer oder zumindest ausgeprägter als auf den anderen Konsolen und spielt hier noch eine größere, gewichtigere Rolle. FIFA Klaus ist auf einer PS5 garantiert deutlich häufiger anzutreffen, als auf einer Switch.

Kleine Anekdote: ich war damals mit einem Kumpel am Sonycenter in Berlin, als sie die PS4 das erste Mal an Kunden verkauft haben. Die Warteschlange ging um 2 Häuserblöcke und man hat so einige Dialoge mitbekommen. Der Anteil derer die sich so'n Ding nur für FIFA ,COD oder beides kaufen und sonst wirklich überhaupt nichts spielen, ist wahnsinnig hoch...
 
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