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Konsole oder PC

X30 Neo

Natural Born Gamer
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Mal alten Thread ausgebuddelt. 😁

Ich wollte an dieser Stelle ein Fazit über die Eindrücke und meiner Spielzeit am PC zusammenfassen, da ich zuvor 15 Jahre fast ausschließlich auf Konsolen gespielt habe.

Mein letzter PC konnte das Spiel Crysis ("Can it run Crysis?") ganz ordentlich abspielen. Dazu hatte ich ein letzes Mal auf eine neue Grafikkarte gesetzt, die mich finanziell extrem belastete. Danach war endgültig Schluss und ich setzte nur noch auf die Konsolen, die ich seit Beginn der 2000er Jahre parallel zum PC bespielte.

Wie man das so kannte, wurde der PC zur Last; die Suche nach Treibersoftware, nicht funktionierende Updates, BIOS-Chinesisch und exorbitante Preise für Hardware ließen mich den Rechner einmotten. Xbox 360 und PS3 sprangen für den teuren Rechenknecht ein.
Xbox One, PS4, Switch, Xbox Series und PS5 folgten. Fast zwei Konsolengenerationen später dann die Rückkehr zum PC.

Es begann gegen Ende 2024 mit dem Steam Deck. Die Switch hatte ihre Grenzen erreicht. Skyrim und Diablo 3 unterwegs auf ihr zu zocken war großartig. Aber ging da inzwischen nicht noch mehr? Von der Leistung her war das Steam Deck nur wenig besser als die Switch, aber die Möglichkeiten waren schier grenzenlos. Mein alter Steam-Account war längst stillgelegt, aber warum nicht nochmal neu anfangen?

Ich begann dann wieder Steam-Spiele zu kaufen, angefangen mit Klassikern wie eben Crysis, Half Life 2, Left 4 Dead, Doom 3 und ähnliche Sachen, die ich aus nostalgischen Gründen wieder auf einem PC-ähnlichen Gerät erneut aufleben lassen wollte. Das funktionierte auch erstaunlich gut, die Spiele kosteten in einem der häufigen Sales kaum mehr als eine Currywurst in Berlin.

Was mich aber am meisten begeisterte: Es lief so gut wie alles von selbst auf dem Steam Deck! Vorbei die Zeiten lästiger Spielekonfigurationen, das Herumgefrickel mit Grafikeinstellungen oder spezieller Treibersoftware. Einfach Spiel installieren und loszocken.
Das gefiel mir so gut, dass das Deck immer öfter in der Docking Station landete und ich mich dabei erwischte, dass ich nun auch solche Umfangmonster wie Fallout 4, Assassin's Creed Odyssey oder The Witcher 3 auf dem Steam Deck spielte, die sich, rein teschnisch gesehen, nicht hinter den Konsolenversionen verstecken mussten.

Das führte dann schnell dazu, dass ich von einem erneuten Einstieg in die Desktop-PC-Welt überzeugt war. Die Gründe lagen auf der Hand: Auf dem PC zu zocken war inzwischen so komfortabel wie auf den Konsolen. Zocken auf dem großen TV im Wohnzimmer via HDMI war kein Problem. Fast alle Spiele unterstützten inzwischen einen Controller nach Wahl und alles lief wie auf den Konsolen mit Plug & Play.
Aber auch die Konsolen brauchten mittlerweile Updates, die Spiele Day-One-Patches und eine vollständige Installation auf Festplatten, verbunden mit hohem Speicheraufwand. Die Grenzen verschwammen immer mehr.

Schließlich hielt dann ein schicker Gaming-PC Anfang Neujahr 2025 bei mir Einzug. Nicht das allerneuste und teuerste Modell auf dem Markt, aber gut genug, um aktuelle Titel mit den höchsten Anforderungen spielen zu können. "Yes, it can run Crysis, why certainly!" sozusagen.
Meine Steam-Bibiliothek wuchs fast täglich an und umfasst nun über 300 Spiele, die fast alle sehr günstig in Angeboten gekauft wurden. Darunter befindet sich natürlich einiges für den Stapel der Schande, wurde aber teilweise auch nur angeklickt um es einfach besitzen, und es jederzeit zocken zu können, wenn mir mal danach ist.

Meine Erfahrungen mit dem nun ein Jahr alten PC sind fast ausschließlich positiv. Es gibt nur sehr wenige Titel, die nicht zufriedenstellend liefen. Das meiste was dann doch mal herumzickt wird mit der Hardwarepower erschlagen oder durch fortschrittliche Systeme wie DLSS kaschiert.
Die Nvidia App konfiguriert meine RTX 4080 Super automatisch auf die jeweiligen Spiele. Ich muss selbst fast nichts tun, außer meine liebste Framerate, meist etwas zwischen 60 und 240 fps, einzustellen, das Bild auf die 4K Auflösung einzustellen und dann kann losgelegt werden. Assassin's Creed Shadows auf Extrem-Einstellungen? Kein Problem!
Ich muss also kaum mehr tun als auf einer Konsole und bezahle wesentlich weniger für ein neues Spiel. Das sieht dann sogar noch besser aus als auf einer Playstation 5 Pro, welche auch (noch) nicht gerade günstig zu bekommen ist.

Dennoch bleibe ich auch den Konsolen treu. Forza Horizon 5 läuft beim online-zocken mit Freunden dann doch irgendwie smoother als auf dem PC. Das Xbox Wireless Headset ist bequemer oder PSVR2 unkomplizierter bei der Konfiguration. Es gibt einige Dinge, die laufen auf den Konsolen besser und es gibt andere Dinge, für die ist der PC geeigneter, z.B. bei der Einstellung einer gewünschen Bildrate (fps). Letzteres ist mir inzwischen sehr wichtig geworden. Ich möchte 2026 keine Spiele mehr mit 30fps spielen, wünsche mit aber eine 4K Auflösung. Mehr muss es dann auch nicht mehr sein. Der Mensch hat auch gewisse Grenzen wo man sagt, jetzt ist es aber genug mit guter Grafik, jetzt brauchen wir mehr gute Games.
Wie es also aussieht, läuft diese Konsolengeneration nun doch länger als geplant und mit meiner 4080 Super bin ich die nächsten Jahre auch auf dem PC gut versorgt.

Ich bin heute der Meinung, wer es sich leisten kann, sollte sich einen Gaming-PC holen. Er macht vieles besser, vor allem kennt er keine Grenzen, was Grafikpracht und Performance angeht. Exklusivtitel gibt es zunehmend weniger, so dass man heute fast alles auf einem PC spielen kann was es gibt. Vielleicht wäre die kommende Steam Machine eine Alternative.
Vielleicht wird mit der nächsten Xbox nun wirklich das Ende der Konsolen eingeleitet. Jedenfalls wird es die nächste Playstation ohne einen direkten Konkurrenten nicht leichter haben und Sony wird sich um jeden einzelnen Fan kümmern müssen und vor allem die Preise niedrig halten, damit sie die Stellung auf dem Markt halten und ausbauen können.
Wer allerdings Mario oder Zelda und vielleicht mal eine Runde Pokemon zocken will, tja, da führt wohl an einer Konsole von Nintendo kein Weg vorbei!

Meine Rückkehr zum PC war glücklicherweise nur eine Bereicherung und keine Wachablösung. Gottseidank, denn ohne meine Konsolen hätte mir irgendetwas in meinem Leben gefehlt. So long, keep on Gaming, Leute! Anywhere. (y)
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
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Bei mir wirds dieses Jahr denke ich zumindest eine Steam Box werdnlen, auch wenn ich von deren technischen Daten (soweit bekannt) noch nicht überzeugt bin. An meiner Xbox Series X werde ich inswoeit noch aufgrund der Abwärtskompatibilität festhalten, ansonsten für mich Dank Microsofts Strategie inzwischen einer der größten Konsolenentäuschungen überhaupt, wie auch die Aussagen auf der diesjährigen GDC seitens bevorzugter Enwicklerhardware bestätigen.

Im Konsolensektor sehe ich es allgemein eher kritisch. Microsoft ist quasi raus, Nintendo macht sein eigenes Ding. Sony wird auch mehr und mehr auf PC gehen und preislich bieten die Konsolen inzwischen auch nicht mehr die Attraktivität. Objektiv kann man leider nur sagen, es wird immer mehr auf PC gehen.
 

AlterZockherr

liebt 4k/60fps Gaming
Bei mir sieht es aktuell weiterhin so aus, dass ich fast auschließlich per PC und Steam zocke, während meine PS5 mehr oder weniger ungenutzt rumsteht. Zum Kauf einer Switch 2 kann ich mich wegen meiner Antipathie bezüglich der Fa. Nintendo weiterhin nicht durchringen. Die Steam Machine bräuchte ich zwar auch nicht, aber ein Kaufreiz ist definitiv vorhanden. Gerade für die Sommermonate scheint mir so ein kleines und sparsames System sehr attraktiv und für große Titel, so ich denn irgendwann mal wieder Lust darauf verspüren sollte, könnte ich auf meinen Gaming PC ausweichen. Aber derzeit wäre ich wohl wirklich mit einer Steam Machine am besten bedient, zocke ich doch seit geraumer Zeit nur noch kleine Titel und Casual Zeug wie Pinball.
 

Pingu

Kaffeefahrtpendler
Vorbei die Zeiten lästiger Spielekonfigurationen, das Herumgefrickel mit Grafikeinstellungen oder spezieller Treibersoftware.
Jaein. Wenn man regelmäßig upgradet und einfach immer alle Regler auf Anschlag schiebt stimmt das schon, aber wenn die GPU 3 Jahre und älter ist gehts schon los mit Settings optimieren und viel rumtesten, bis man die 60 FPS wieder erreicht. Probleme mit Treibern (oder Windows Updates) gibt es weiterhin, kommt auch drauf an was man für Peripherie nutzt. Zudem bleibt das ganze "basteln" das man mögen muss. Erst beim Kauf oder später bei Problemen bzw. Hardwareupgrades.

Mir gehts genau andersrum, den Komfort der Konsolen weiß ich immer mehr zu schätzen. Ich kauf das Ding, stell es hin und fertig. Mindestens 3 Jahre Ruhe, bei der Switch sogar 5.

Freut mich, dass du die Entscheidung nicht bereust und Freude am PC hast, die Unterschiede sind aber nach wie vor vorhanden.
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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gehts schon los mit Settings optimieren und viel rumtesten, bis man die 60 FPS wieder erreicht.

Das bekommen moderne Games zum Glück zunehmend hin, die Settings anhand der rohen Hardware-Daten voreinzustellen, so dass man bestenfalls gar nicht viel testen muss. Wobei sich mir da öfter die Frage stellt, mit welchem FPS-Ziel die arbeiten. Und dann gibt's noch die Nvidia App, wo du Games theoretisch "optimieren" kannst - aber das klappt in der Tat praktisch gar nicht bzw. wird wohl vonseiten Nvidia davon ausgegangen, dass wenn "User-Hardware ≥ empfohlene Hardware", dann "alle Regler auf 100 Prozent".
 

Pingu

Kaffeefahrtpendler
Diese Optimierung von nvidia hat früher besser funktioniert, als man da noch was wählen konnte. Ist das jetzt nicht so ein KI Gedöns mit der neuen nvidia App?
 

schockbock

Vizelaberkoppmeister 2025
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Hm ja, früher konnte man tatsächlich noch einzelne Parameter festlegen; mittlerweile wird das alles über diesen "Optimierungsgrad" geregelt, was ziemlich Unfug ist - jedenfalls für diejenigen, die sich ein bisschen auskennen.

Also ja, wie gesagt, die Nvidia App ist, abgesehen von der stressfreien Treiberinstallation (und mit Abstrichen der Integration der Systemsteuerung), ziemlicher Käse, aber was ich im Subtext damit mitteilen wollte: Vielleicht wird das Teil ja besser, as time goes by.
 
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