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Die Spiele-Industrie (Allgemeine Diskussionen)

Khorny

Moderator
Team
Schwer zu verallgemeinern. Bleiben wir aber mal bei AC. Ich habe das Gefühl, als würde man sich in Japan oft sagen, dass weniger manchmal mehr ist. Die Spiele sind minimalistischer und konzentrieren sich lieber auf 1 bis 2 gut funktionierende Spielideen als 10, die es nicht tun.
Die Japaner haben sich einfach zum Teil vor 20 Jahren verbrannt, und sind irgendwann dazu übergegangen, Spiele zu machen die funktionieren. Da sehe ich allerdings grundsätzlich keinen Unterschied zu westlichen Firmen. So ist bei vielen japanischen Traditions-Reihen die Zeit entweder stehen geblieben, oder man klopft Spiele mit dem Hammer auf halbwegs westliche Linie. Nischentitel gibt es in Japan aber durchaus noch, doch meist vieles basierend auf bekannten Erfolgsrezepten, wo man eine eigentlich kleine Fanbase beliefert, und ganz besonders Fanservice ist zur Krankheit in vielen Spielen geworden.

Im Westen setzt man auch oft auf die gleichen, funktionierenden Formeln, aber versucht hier noch mehr Budget in die Grafik zu ballern. Fanservice gibt es dort weniger, dafür versucht man gerne Erfolge zu wiederholen, indem man bekannte Marken nochmals ausschlachtet, siehe Remakes oder eben direkt Reboots mit markigen Namen wie "Modern Warfare", die an die größten Erfolge von früher anknüpfen sollen.
 

Feuerleitsystem

Jack of all trades
Schwer zu verallgemeinern. Bleiben wir aber mal bei AC. Ich habe das Gefühl, als würde man sich in Japan oft sagen, dass weniger manchmal mehr ist. Die Spiele sind minimalistischer und konzentrieren sich lieber auf 1 bis 2 gut funktionierende Spielideen als 10, die es nicht tun.
Alle Teile von Nobunagas Ambition. Tecmo Koei will immer viel und schafft wenig (koherentes). Die These halte ich damit für nicht haltbar.
 

Ahti

Frührentner
Das Spiel wurde hier kaum besprochen, aber die ganze Situation ist schon ziemlich krass, deswegen erwähne ich es hier mal:
Concord, Sonys nächster Versuch, ein Online-Spiel in Form eines Arena Shooters mit Guardians of the Galaxy-artigen Helden zu etablieren, ist offenbar spektakulär gescheitert.
Die Entwicklung des Spiels hat vor acht Jahren begonnen, als Overwatch rauskam und hohe Wellen geschlagen hat, und Sony haben das Studio dahinter (Firewalk Studios) später sogar gekauft, weil sie sich so viel von dem Titel versprochen haben.

Die Teilnehmerzahlen der Betas, die vor einigen Wochen stattgefunden haben, waren schwach. Die Spielerzahlen der finalen Version, die vor zehn Tagen veröffentlicht wurde, waren auf dem PC extrem schwach. Auf der PS5 waren sie besser, man konnte jedenfalls problemlos und schnell Matches finden.

Das Spiel sollte eigentlich jede Woche eine neue Story-Cutscene bekommen, in einigen Wochen sollte die erste Season beginnen. Nun haben Sony aber - nicht einmal zwei Wochen nach der Veröffentlichung - den Stecker gezogen, heißt: Käufer:innen des Spiels bekommen ihr Geld zurück und der weitere Verkauf wird eingestellt. Man habe decided to take the game offline beginning September 6, 2024, and explore options, including those that will better reach our players.

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Das ist bitter, denn das Spiel ist gut, liefert grundsolides Gameplay und den Polish, den man von Sonys Spielen gewohnt ist. Man spürt, dass viel Arbeit und Herzblut in die Entwicklung dieses neuen Universums geflossen ist.
Man kann nur hoffen, dass sie mit einem anderen Ansatz mehr Spieler:innen ins Boot holen können.
 

Joe

Rentenbezieher
Das ist bitter, denn das Spiel ist gut, liefert grundsolides Gameplay und den Polish, den man von Sonys Spielen gewohnt ist. Man spürt, dass viel Arbeit und Herzblut in die Entwicklung dieses neuen Universums geflossen ist.
Man kann nur hoffen, dass sie mit einem anderen Ansatz mehr Spieler:innen ins Boot holen können.
Ist es das? Das Game kostet 40€ während ähnliche Spiele wie Overwatch 2, Paladins oder auch Apex Legends Arenas kostenlos sind. Dazu dieses unsägliche, grottenhässliche Charakterdesign und ein Gameplay, das wirklich gar nichts von Wert auf einen völlig übersättigten Hero-Shooter Markt wirft, sondern nur im Fahrwasser erfolgreicher Games mit schwimmen willen.

Der Punkt ist erreicht, wo Mehrspielershooter im besonderen einfach nicht mehr nur gut sein können um erfolgreich zu sein. Selbst das kostenlose XDefiant hat von Ubisoft ein Ultimatum bekommen, um die Spielerzahlen zu erhöhen.

Kurz: Das Spiel braucht keine Sau, und das zeigt sich ja auch an Sonys Entscheidung. Wen will man damit abholen, der nicht eh schon eines der oben genannten Games zockt und da investiert hat?
 

Mister Blue

Pförtner des Altenheims
Ich glaub, das hatten wir hier schon mehrfach. Der Kuchen ist theoretisch da, bei dem ein jeder Publisher versucht, sich sein Stück zu sichern. Das Problem ist aber, dass es ein paar Subgenres gibt, die nur von einem einzigen oder nur sehr wenigen Spielen beherrscht werden, neben denen alles andere so ziemlich chancenlos ist. Womit wir wir wieder bei der Geschichte mit den ausufernden Budgets wären, wo die Publisher bei einigen Spielen alles auf eine Karte setzen, um wenigstens einen einigermaßen ordentlichen Ausgleich für derartige Fehlschläge zu haben.
 

Khorny

Moderator
Team
Ich bin was dieses Spiel angeht echt irritiert, wenn nicht sogar verwundert, was die Leute sich da alles zurechtlegen, um irgendwie diesen Misserfolg schönzureden. (nicht hier im Forum wohlgemerkt) Jemand hatte mir die Info gestern noch gesendet, ausgerechnet mit dem Link zu Play3, und bei den Kommentaren dort haut es einen förmlich rückwärts wieder raus. Während die einen User feiern, dass es diesem "woke" Produkt so richtig gezeigt wurde, verweigert der Rest gefühlt Sony's Mitschuld an diesem Debakel, und man habe dem Studio ja freie Hand gelassen. Ich möchte dazu festhalten, dass Sony dieses Spiel samt Entwickler nach vier Jahren Entwicklungszeit eingekauft hat. Die wussten somit sehr genau, was für ein Produkt sie da in ihr Portfolio holen. Über die Qualität des Spiels kann ich da nicht viel sagen, aber allein die Designs finde ich schon ziemlich dürftig.

Des weiteren stimme ich @Mister Blue und @Joe vollkommen zu.

Sony jagt hier genau wie Microsoft und andere Big Player (Square Enix mit Foamstars) dem Luftschloss eines Service Live Megasellers hinterher, denn man möchte sich ein Stück vom Kuchen sichern. Es bleibt halt auch festzuhalten, dass die Entwickler sieben Jahre an dem Ding rumgemacht haben. Aber niemand kann eben vorhersagen, welches das nächste "große Ding" ist, und genau deswegen wurde dieses Geld auch in die Hand genommen. Da wird auch fröhlich weiter Geld verbrannt, denn bis zuletzt waren Stellenanzeigen für Entwickler mit Live Servie Erfahrung unter anderem bei Insomniac, Bend und auch Guerilla offen. Es gibt da offensichtlich kein Zurück mehr.

Das ist alles sehr bitter, wenn man bedenkt dass etwa ein Remaster zu Bloodborne schon 2022 quasi fertig gewesen ist, und am Ende eingestampft wurde. So erging es wohl vielen Spielereihen, unter anderem hat auch ein neues Ape Escape keine Freigabe bekommen , und die Japan Studios wurden direkt dicht gemacht. So bleiben am Ende die "sicheren" Milliarden-IPs (wo die Spiele immer länger dauern), und eine Hand voll Live Service Hoffnungen, wo man hofft den großen Durchbruch zu schaffen, um über Jahre mit wenig Aufwand Milliarden zu scheffeln. Nicht anders erging es auch Tango und Arkane Austin unter Microsoft.

Persönlich finde ich übrigens dass jeder Service Live Flop gut für die Spiele-Landschaft ist (ausgenommen die Entwickler, aber die müssen ja zwingend machen was die Chefetage vorgibt), und wünsche umgekehrt jedem mutigen Single-Player Spiel (siehe Baldurs Gate 3) den größtmöglichen Erfolg. Aber ich glaube egal wie viele Misserfolge, es wird die Marschrichtung der Großen nicht mehr ändern. Die Aussicht auf grenzenlosen Erfolg ist einfach zu anziehend, und vernebelt den Anzugträgern die Sinne.
 
Zuletzt bearbeitet:

DeluxeCapacitor

Frührentner
Concord sah aber auch generisch und austauschbar aus und das Spielprinzip gibt es da draussen schon in erfolgreicher und F2P. Dazu ist der Markt einfach übersättigt was diese Art von Spielen angeht.

Ich habe das Gameplay gesehen und dachte mir: "Was für ein langweiliger Mist. Aber evtl. wird es seine Fans bekommen". Tja, dann eben nicht. Traurig ist dass die anscheinend 7-8 Jahre! an dem Spiel entwickelt haben. :poop:
 

Joe

Rentenbezieher
Man muss auch dazu sagen, wenn ein Einzelspieler Titel eine Kopie eines anderes Titels ist, fällt das nicht so ins Gewicht, da dort mehr als nur das reine Gameplay und der Art Style ins Gewicht fällt. Beispiele?

Lords of the Fallen ist im Grunde nix anderes als Dark Souls, hat aber eine eigene Lore, eine eigene Geschichte und viel neues obwohl es sich auch nur in die Reihe an Souls Klonen einreiht. Bei Einzelspieler Titeln ist halt irgendwann Schluss, man spielt es durch und sucht sich was neues. Das hast du bei Mehrspieler Games nicht, da spielt man jahrelang, und vielen reicht da eine handvoll an Spielen in Rotation. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.
 
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