Schnappkehle
Frührentner
Kam ja auch im Film vor, dass sich der damalige US Verteidigungsminister Dick Cheney für das Abschießen der Flugzeuge ausgesprochen hätte, wäre es im Bereich des Möglichen gewesen.
Klar ist - die Gesetze sind gemacht worden, als Deutschland end****fiziert wurde, somit sind heutige Terrorereignisse nicht mitberücksichtigt. Aber das Luftsicherheitsgesetzt wurde 2005 erneut aufgerollt. Und darum ging es ja. Es ist nicht ewig her.
Quälender ist die Frage, wieso das Stadion nicht evakuiert wurde. Hier hatte man langen Vorlauf und hatte das Stadion als das Hauptziel ausgemacht. Ein guter Katastrophenplan hätte vorgesehen, dass das Stadion geräumt wurde, wäre das Flugzeug dorthin hinein geflogen worden, hätte es neben der Besatzung von 164 Menschen keine weiteren Toten gegeben. Wieso hatte der Vorgesetzte von Major Koch keine Veranlassung gegeben, das Stadion zu räumen? Gingen sie wirklich davon aus, dass sich der Kampfpilot freiwillig diesen viel zu großen Schuh anziehen würde? Das wurde nicht weiter erläutert, hätte aber den Ausgang der Geschichte dramatisch geändert, denn somit hätte Koch zwar zusehen müssen, wie das Flugzeug abstürzt, aber er hätte sich nicht des 164fachen Mordes schuldig gemacht.
Hier spielt die Vorwarnzeit eine große Rolle, die aber nicht weiter betrachtet wurde.
Das fand ich auch bedenklich kurz gehalten! Also das Thema Stadionräumung! Außerdem wurde so getan, als wäre das ein ziemlich spontaner Einfall der Staatsanwältin gewesen und vorher offensichtlich nicht einmal in einer Vorverhandlung angesprochen worden! Das fand ich auch sehr konstruiert!
Der Einwand, das Flugzeug hätte daneben fliegen können, ist auch nur eine Hypothetische Annahme! Der Major im Studio hat schon recht, das sich Gesetze an neue Lagen anpassen sollten, die Frage ist eben nur, inwieweit sich Gesetze in diesen Fragen anpassen lassen! Mit dem §1 GG hat der Herr Bahr ja auch recht, nur, und das hat schon einer geschrieben, wird damit nicht nur die Würde der Passagiere geschützt, sondern eben auch die des Attentäters. Dieser wiederum hält sich nicht an das Grundgesetz, da das seinen Plan ja auch vereiteln würde.
Insofern stellt sich die Frage immer mehr nach der Verhältnismäßigkeit!
Interessant fand ich, das der Herr Bahr, den Piloten auf keinen Fall als Held stigmatisieren wollte, sondern eben als "Massenmörder" der Passagiere und der Airbuscrew. Als aber die Bischöfin (war das seine Frau?) den Piloten, entfernt, mit Staufenberg in Verbindung brachte, welcher sein eigenes Leben und das einiger in der Wolfsschanze befindlicher Personen inkl. AH opfern wollte, konnte er nicht umhin und diese Aktion von Staufenberg als "Heldenhaft" und nicht vergleichbar mit der des Angeklagten Piloten darzustellen! Nur wo ist da der Unterschied?
Ich denke diese Diskussion sollte, sofern sie nicht gegen den Disclaimer verstößt, am besten in einem separaten Fred fortgesetzt werden?