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Welches Spiel habt ihr zuletzt durchgezockt?

Kindra

Frührentner
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Textwände? Habe ich was von Textwänden gehört?

Es gibt ein Franchise, das Sony sträflich vernachlässigt, obwohl es echt einiges an Potential hat. Nein, nicht Bloodborne. Also ja, doch, auch Bloodborne, aber das meine ich ausnahmweise nicht.

Ich rede von MediEvil, die Spielereihe der ikonischen Spielefigur Sir Daniel Fortesque, der zu Lebzeiten in einer Schlacht gegen den bösen Zarok sofort gefallen war und nun, als Skelett - ohne Kinn und nur mit einem Auge -, zurück ist, um Gallowmere zu retten! Ich hatte die beiden PS1-Spiele als Kind gespielt, und war vor ein paar Jahren froh drum, dass es ein Remaster/Remake vom Erstling gab. Leider gefällt mir das optisch überhaupt nicht, denn es sieht wirklich sehr hässlich aus. Es wirkt wie eine dieser billigen Unreal Engine-Techdemos von Fans, die uns allen zeigen sollen, wie geil das nächste Zelda mit dieser unglaublichen Engine aussehen könnte! Blöd nur, dass diese Experimente in den meisten Fällen seelenlose Scheiße sind – genauso sieht das MediEvil Remake aus. Deswegen habe ich es auch nie gespielt. Aber man kann ja einfach das Original nochmal zocken!

MediEvil
MediEvil ist wie für mich gemacht: Kindgerechter Horror mit toller Atmosphäre, ein Fantasy-Setting, das dazu noch mit einer gewissen Historizität spielt, ein ikonischer, weil lustiger Hauptcharakter, die bekloppte, aber sympathische Synchronisation, ein relativ arcadiges Action-Adventure. Selbst die in großen Teilen bedeutungslose Rahmenerzählung gibt mir was! Leider alles mit Schwächen, hauptsächlich im Gameplay. Vor allem das Trefferfeedback ist schlecht (sowohl einstecken als auch austeilen), die Kamera ist gerne zickig und Platforming fummelig. Die Bosse sind im ersten Teil noch relativ unspektakulär. Generell ist das Kämpfen zu arcadig, sodass eigentlich nur das Schnetzeln von Zombies,die ersten Standardgegner, Spaß macht (man kann Gliedmaßen und Kopf abschlagen!). Auch die Fernkampfwaffen (man hekommt z.B. Armbrüste, Bögen etc.) sind etwas fummelig, weil sich automatische Zielerfassung und Kamera gerne mal gegenseitig im Weg stehen. Für jeden toten Gegner bekommt man ein paar Seelen für einen Kelch. Hat man 100%, kann man den einsammeln. Nach jedem Level landet man in einer Heldenhalle, wo viele Steinstatuen, alte Kampfgefährten, herumstehen und kurze Gespräche mit einem führen, wenn man ihnen einen Kelch bringt. Für diesen bekommt man eine neue Waffe. Motivierend! Leider hat der erste Teil hier den großen Fehler, dass nur jeder 2. Kelch eine neue Waffe bedeutet und die anderen Belohnungen vollkommen belanglos sind, man sich also durchaus verarscht vorkommt.

Das klingt jetzt alles eher nicht so gut, aber genau das ist es eben: MediEvil ist nicht schlecht, aber auch kein herausragendes Spiel. Atmosphärisch stark, musikalisch super (Orchester! Aber etwas wenig Abwechslung), spielerisch so lala, schwache Bossee. Aber dieser Tim Burton-Charme!

7/10

MediEvil 2
Auch den Nachfolger hatte ich als Kind bereits gespielt. Mein Ersteindruck beim erneuten Spielen jetzt war phänomenal: Man sieht sofort, dass sie ein höheres Budget hatten und grafisch deutlich mehr aus der ollen PS1 geholt haben, und es gibt mehr ingame Cutscenes, nicht nur vorgerenderte Videos wie im Vorgänger. Aber nicht nur das: Auch das Setting ist wieder genau meins, denn Sir Daniel Fortesque wird diesmal im viktorianischen London des späten 19. Jahrhundert aufgeweckt (Lord Palethorn hat verstreute Seiten des alten Magiebuchs von Zarok gefunden und mit einem Zaubertrick alles Tote wiedererweckt. Er sucht die restlichen Buchseiten für die Weltherrschaft!). Aus Dans Krypta ist ein Museum geworden! Spielerisch hat sich kaum was geändert, die Probleme bleiben. Die Kamera kann nun aber auch mit dem Stick gesteuert werden. Neu ist auch, dass man 2 Waffen tragen kann, zwischen denen man während des Spielverlaufs wechseln kann. Cool sind ein paar der neuen, im Vergleich zum ersten Teil moderneren Waffen, denn jetzt gibt es z.B. auch Knarren.

Die tolle Oberweltkarte wurde mit einem Labor als Hub ausgetauscht, von wo man via eines Projektors die Levels auswählt – das fällt leider deutlich linearer aus. Im ersten Teil gab es noch ein bisschen Backtracking (kein schlechtes), hier spielt man eins nach dem anderen. Dafür haben sie das mit den Belohnungen für die Kelche gefixt, denn man bekommt hier wirklich für jeden Kelch eine neue Waffe. Besonders die letzte hat es hier in sich.

Die Bosse sind mit Ausnahme eines grauenhaften Gimmick-Bosses deutlich besser geworden, doch nach diesem tollen Ersteindruck hat mir das Spiel einen ordentlichen Dampfer verpasst. Am Ende des 2. Levels tauchen die Antagonisten nämlich auf einem Raumschiff auf. Ja, ich weiß, das ist ein Fantasy-Spiel und auch der Erstling hat gegen Ende mehr mit eigentlichen Setting gebrochen. Trotzdem: In dem Spiel ist das Setting für mich insgesamt zu sehr ein Mischmasch, der nicht so ganz zusammenpassen will. Man bedient sich zwar immer wieder an typischen Horror-Tropes (ägyptische Gräber, „Freakshow“-Zirkus, Frankenstein, Vampire usw.), aber dieser Sci fi-Einschnitt durch die Antagonisten will bei mir nicht fruchten (mal abgesehen davon, dass die eh viel uncooler sind als Zarok). Diesmal bekommt Dan übrigens einen Love Interest, der völlig belanglos ist, aber immerhin führt sie zu einem kleinen Highlight:
Einer coolen Zeitreise-Mission mit befriedigendem Abschluss.

Insgesamt hat mich der 2. Teil zwiegespalten zurückgelassen. Er ist objektiv an vielen Stellen besser (Technik, Inszenierung, Belohnungen, Bosse etc.), kann die atmosphärische Stärke aber nicht mehr halten, enttäuscht zum Ende hin mit einem austauschbaren Endboss sowie blöden Antagonisten und ist strikter im Ablauf. Eigentlich besser, aber irgendwie auch nicht …

6/10

Wenn ich was zu sagen hätte, ich würde Sony folgendes pitchen:

Gebt MediEvil und Sir Daniel Fortesque nach dem wahrscheinlich gefloppten Remake nochmal eine Chance. Dieses an Tim Burton-Filme erinnernde, perfekt als kindgerechter Einstieg in das Horror-Genre geeignete Franchise könnte mit einer Generalüberholung im Bereich des Gameplays und Kampfsystems super gut funktionieren. Ein Schwenk Richtung Zelda oder Souls wäre da vielleicht angebracht, um das größte Problem (zu arcadiges Spielgefühl gepaart mit schlechtem Trefferfeedback) zu beseitigen.

So … wieder mal zu viel geschrieben über ein totes Franchise mit (unter?)durchschnittlichen Spielen xD
 
Zuletzt bearbeitet:

knusperzwieback

Rat der Weisen
Blade Runner Enhanced Edition (Xbox Series X):

Zwischenzeitlich ist ja alles eingedeutscht (auch Audio). Also spielt sich das Spiel wie damals. Bugs/Abstürze hatte ich auf der Xbox Series X keine. Da ich den Orientierungssinn eines Goldfisches hab, dauerte es bis zum Ende bei mir allerdings knapp 23 Stunden - nächstes mal zeichne ich eine Karte für den Endteil damit ich mich nicht immer wieder verlaufe. ;)

Ansonsten hat es mir viel Spaß gemacht. Grafik hab ich in der Original von damals gespielt und ohne "verbesserte" Darstellung. Wird nicht mein letztes mal gewesen sein, dass ich das Spiel durchspielte, da es ja verschiedene Enden gibt. :)
 

Eirulan

Frührentner
So, nach...
Tomb Raider Legend über den PS2-Emulator der PS5

... habe ich nun direkt im Anschluss Tomb Raider Anniversary auf der PS3 durchgespielt.
(Spoiler: Awesome!!)

Auch das war wie Legend vor ein paar Tagen für mich "Neuland" und je mehr ich habe dessen Eindrücke sacken und sich festigen lassen, desto mehr komme ich zum Schluss: Ich liebe Legend; es hat sich instant von den mir bekannten Teilen der Reihe ( alle außer 4, 5, 6 (AoD) und zu großen Teilen Anniversary ) in eine Top-Position geschossen. Und obwohl ich mich in der Vergangenheit ein wenig mit Anniversary beschäftigt hatte, habe ich es nie wirklich weit gespielt. Aber nach dem positiven Erlebnis mit Legend dachte ich mir: Jetzt ist es an der Zeit, diese Trilogie endlich komplett durchzuspielen, sie wirklich zu schätzen und alles zu sehen, was sie zu bieten hat.
Also auf ins Abenteuer...

Je mehr ich Anniversary gespielt habe, desto mehr habe ich zwei Dinge gemerkt:
  1. Es ist Legend in vielen Machaniken sehr ähnlich.
  2. Es ist ganz anders als Legend.
:LOL:

Das Design des Spiels unterscheidet sich stark von dem des Vorgängers, und ich denke, das macht auch Sinn, denn Anniversary ist ein Remake des allerersten Tomb Raider-Spiels. Soweit ich weiß, wurde in Anniversary nicht alles aus dem ersten Spiel neu aufgelegt, aber was hier zu sehen ist, gefiel mir sehr gut...

Beim Spielen des ersten Levels, oder ich schätze, der ersten "Gebiets" (man hat ein großes Level, das dann in Kapitel unterteilt ist, aber es ist alles Teil desselben Ortes; man könnte sie als Level innerhalb von Leveln betrachten) konnte ich jedenfalls Einiges wiedererkennen, allerdings ist meine Erinnerung an TR 1 Classic auch sehr getrübt weil ewig her. Nostalgie ist schön! :)

Der Wechsel zwischen Gebiet 1 und Gebiet 2 ist dann ein ziemlich Großer und ab diesem Zeitpunkt habe ich gemerkt: puh, das hier wird kein Spaziergang. Zumal mir ab dort dann auch der Vergleich zu TR 1 Classic fehlte. Die Level werden komplexer, die Kopfnüsse größer, das Kopfkratzen und intensive Nach-dem-richtigen-Weg-Suchen häufiger. Und ab dem Zeitpunkt war ich wieder vollkommen verliebt!! :love: Es ging nur um mich (Lara) und meine Umgebung und das Rätsel vor mir. Ich fühlte mich wie ein Entdecker!! :)

Erkundung, Springen und das Lösen von Rätseln stehen hier definitiv im Mittelpunkt, nicht der Kampf. Bei der Erkundung gibt es in der Regel nur einen Weg, um das Ziel zu erreichen, und ein Großteil des Spielspaßes besteht darin, herauszufinden, wie man da hin kommt. Und: auch Etwas, das das Spiel hervorragend beherrscht, ist das Gefühl der Isolation. Lara hat, im Unterschied zu Legend, weder ihr Team über Funk bei sich, noch spricht sie wirklich mit sich selbst oder kommentiert die Umgebung. Es gibt das Level und Lara, und manchmal auch ohne Musik. Die Kombination aus all dem hatte für mich etwas unheimlich Befriedigendes.

In manchen größeren Arealen fragt man sich "Wo soll ich anfangen?"... Wie gesagt, Lara sagt nie: "Hey, sieh dir das hier an" oder "Ich wette, wenn du diesen Hebel drückst..." oder "Du kannst auch diesen Block benutzen". Es geht nur darum, was ich als Spieler von selbst entdecke - die Lösung ist nicht immer die offensichtlichste. Aber das könnte auch an meinem mangelnden Können liegen - ich bin mir sicher, dass die Die-Hard-Classic-Lara-Spieler viele dieser Dinge schneller herausfinden als ich. Aber ich habe mir dann einfach Zeit gelassen, und ich hatte das Gefühl, dass das Spiel auch wollte, dass ich so spiele: geduldig sein, Dinge ausprobieren und sehen, was funktioniert. Vielleicht habe ich den Wasserstand erhöht, aber das war jetzt nicht wirklich nötig, aber es erhöht mein Verständnis für die Mechanik des Raumes. Vielleicht sollte ich hier drüben nach den Antworten suchen, oder vielleicht gehe ich nach rechts oder links. Manchmal war ich frustriert aber die Befriedigung, wenn man eines dieser Gebiete abschließt, besonders nachdem man sich abgemüht hat, war absolut großartig.

Was die Story angeht, gefällt mir, dass sich diese hier dezent zurückhält. Sie ist zwar in sich kohärent und "logisch", jedoch ohne wirkliche Höhepunkte. Diese setzen die Level und die Rätsel, die sind neben Lara der eigentliche Star des Spiels. Und obwohl ich den Blockbuster-Movie-Stil von Legend vielleicht sogar bevorzuge, gefällt mir auch der Stil von Anniversary sehr gut.

Jetzt noch zum großen negativen Punkt:

Was Classic Lara und die alte Tanksteuerung immer ausgezeichnet hat, war die absolute Präzision - am besten gespielt entweder mit Digipad oder Tastatur. Wenn man dort dieselbe Tastenabfolge / Sprungfolge 100x genau gleich eingibt, kam 100x exakt dasselbe Ergebnis bei heraus. Darauf sind auch die Level designed. Und in dieser Hinsicht wird Anniversary das teilweise Übernehmen der alten Leveldesigns zum Verhängnis. Diese erfordern eine Präzision und Verlässlichkeit, den die "neue" Steuerung leider nicht immer erfüllen kann. Ist die Steuerung für einen Titel wie Legend (oder auch Underworld) vollkommen okay, wird es hier bei Anniversary ab und zu zum absoluten Ärgernis. Insbesondere mit diesem Zufallselement, das einen ab und an nach Sprüngen dazu auffordert, schnell Dreieck zu drücken, damit man nicht den Halt / das Gleichgewicht verliert - steht man z.b. in dem Moment auf einem Pfosten balancierend zwischen zwei gleich zusammenstoßenden Felsblöcken, ist das der sichere Tod, ohne dass man was dafür kann... So sorgt die Steuerung dafür, dass man bei jeder Sprungfolge die Luft anhält...

Meine Wertung wäre auch hier dieselbe wie bei Legend:

9/10!! mit einer rosa Retro-Brille ;) Ohne die Brille einen bis anderthalb Punkte abziehen...

Ich werd jetzt wahrscheinlich nochmal Legend auch auf der PS3 durchspielen, während ich auf ne günstig geschossene Kopie von Underworld warte ;)
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
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@Eirulan: Ich habe mir aufgrund deiner begeisterten Tests auch mal wieder Anniversary und Legend auf Steam zugelegt (hatte sie auf der 360)... und bin ebenfalls begeistert! Sehen gut aus und machen auch heute noch eine Menge Spaß! (y)
 

Eirulan

Frührentner
@X30 Neo schön zu hören, viel Spaß und nicht zu viel Gefluche hoffentlich, wenn Lara wieder mal daneben hüpft ^^

Auf PC / Steam sicher deutlich angenehmer zu spielen als auf der PS3 ;)
Wobei ich dieses "originale" Retro Feeling halt auch sehr mag... Die teils sub-30fps, die treue alte (Fat-)PS3, die dabei ganz schön ins Schwitzen kommt (Lüfter dreht ganz schön hoch nach ner Weile)... Ich muss bei Anniversary noch die Time Trials machen und vor ein, zwei Leveln v.a. in Ägypten grausts mir da jetzt schon ^^
 
Zuletzt bearbeitet:

Khorny

Moderator
Team
Metal Slug 3

Den Titel habe ich jetzt mal spontan als Replay dazwischen geschoben, nachdem mir das Risiko eines längeren Final-Parts bei Eiyuden heute Abend zu hoch war, und ich nicht übermüdet in die Nacht reinzocken wollte. Eigentlich sollte es auch nur mal wieder eine kurze Partie in Metal Slug 3 werden, was schon häufiger mal vorkam, und dann meist irgendwo bei der dritten Stage endete.

Heuer wurde es ausnahmsweise wieder vollends durchgezogen, aber fragt nicht wie... 40 Continues, wobei ich gar nicht sagen kann wo mein persönlicher Rekord in der Vergangenheit lag. Gefühlt bin ich ganz schön eingerostet, dafür dass es Zeiten gab, wo ich mit dem ersten Continue noch bis knapp zum Ende der zweiten Stage ausharren konnte.

Obendrein hat es diesmal nicht mehr diesen Zauber entfacht wie früher. Hat dieses Spiel seinen Zenit für mich dann doch so langsam mal überschritten? Es scheint beinahe so, trotz des immer noch unfassbar guten Pixel-Feuerwerks und Ideenreichtums, welcher hier verschossen wird.
 

Khorny

Moderator
Team
Eiyuden Chronicle: Hundred Heroes

Bisschen Old School, sehr viel Suikoden, viele Charaktere, taktische Rundenkämpfe, Städtebau, viele Minispiele, gute Story und an sich hübsche Aufmachung. Gedauert hat diese Reise lediglich um die 80 Stunden, wobei ich letztlich jeden Charakter mitgenommen habe. Entsprechend ist viel Zeit in Nebenaktivitäten und Minispiele gewandert.

Das reine Pacing war sonst ganz gut, ohne die Extra-Runden hätte ich es vermutlich auch in knapp 60 Stunden oder schneller beendet. Hervorzuheben sind der Plot, das Kampfsystem, sowie auch die musikalische Unterlegung. Besonders der Basenbau hat mir sehr großen Spaß gemacht, obwohl dies im Grunde komplett optional ist. Ohne die Ausbau-Stufen müsste man eben mit deutlich schwächerer Ausrüstung leben, wobei ich den Titel bis auf zwei vorgescriptete Abschnitte nie als schwierig empfunden habe. Hintenraus war meine Gruppe dermaßen overpowert, dass es sogar ein relativ müheloses Durchspielen war. Pures Trial & Error sind hingegen Duelle oder die Strategie-Gefechte, die im Grunde weitestgehend vorgescriptet sind.

Die Vertonung hingegen wird häufig als Kritikpunkt angeführt, den ich nicht ganz teilen kann. Alternativ gäbe es japanische Sprachausgabe, zumal man deutsche Texte in einem Japano-Rollenspiel positiv erwähnen sollte. Weniger berauschend waren zeitweise auftretende Abstürze, die aber genau so schnell wieder verschwanden wie sie gekommen waren. Die gröbsten technischen Probleme der Release-Fassung sind inzwischen wohl behoben. Etwas mehr Kritik hätte ich am viel zu begrenzen Inventar zu üben, denn ohne die großen Ausbaustufen ist hier sehr schnell Frust vorprogrammiert, wenn man nach jedem Kampf am priorisieren und ausmisten ist. Etwas schade ist hingegen das fehlen einer Einstellungs-Möglichkeit für die Kämpfe.

Aber hey... ein hauseigenes Trading-Card-Game, das Kreiselspiel Beigoma, Eifüßler-Wettrennen und sogar Kochduelle. Dabei habe ich viele Nebentätigkeiten wie das Theaterhaus, oder die Wüsten-Rennen noch gar nicht gesehen. Doch besonders in Sachen Qualität können sich die Minispiele wirklich sehen lassen. Verglichen zu dem K(r)ampf eines Final Fantasy 7 Remake, beweisen die Enwickler/innen ein gutes Händchen. Damit allein ist auch über das reine Durchspielen hinaus noch genug Stoff vorhanden, diesem Spiel eine Menge Spielspaß zu entlocken. Der Spaßfaktor liegt also sehr hoch, und ich kann den Titel bedenkenlos weiterempfehlen, wenn man sich an manchmal fehlendem Polishing, oder dem Fokus auf Old-School-JRPG nicht stört. Für Suikoden-Fans gibt es ohnehin keine Alternative, wenngleich es nicht ganz an die Original Suikoden 1-2 heranreicht.

From the Heart: Rest in Peace, Lieber Yoshitaka Murayama. Ich hoffe diese Reihe wird auch ohne ihren quasi Schöpfer noch weiterleben. Seine Charakter-Designs waren mitunter einzigartig.
 

Krulemuk

Frührentner
Jusant
Das Kletterspiel von Don't Nod hat im starken Spielejahr 2023 mit guten Bewertungen Aufmerksamkeit erzeugen können. Ich jedenfalls, hatte es aufgrund seiner sehr speziellen Ausrichtung immer auf meinem Zettel und als es dann auch noch physisch erschienen ist, musste ich einfach zuschlagen.

Leider hat es mich aufgrund der Steuerung nicht vollständig überzeugt, aber kommen wir erstmal zu den positiven Aspekten: Die Atmosphäre ist großartig, die audiovisuelle Gestaltung weiß zu überzeugen und ich rechne es dem Spiel prinzipiell hoch an, dass es kein reines Atmo-Game ist, sondern dass das Klettern tatsächlich einen gewissen spielerischen Anspruch mit sich bringt. Man muss beim Klettern nämlich seine Umgebung gut im Blick haben um Routen zu planen, dazu Ausdauermanagement betreiben und die richtigen Pfade finden. In jedem der 6 Kapitel kommt darüber hinaus ein spielerischer Twist hinzu, dem man beim Klettern berücksichtigen muss - sei es ein starker (wechselnder) Wind oder nutzbare Rankenpflanzen. Don't Nod bezeichnet das Spiel als "Action-Puzzle Climbing Game".

Nur hatte ich mit der Steuerung immer wieder frustrierende Momente, weil die Spielfigur völlig andere Dinge getan hat, als ich durch meine Eingabe intendiert hatte. Das ist jetzt nicht ständig vorgekommen, aber häufig genug, um mein Spielerlebnis nachhaltig zu verschlechtern. Generell muss man in Jusant jeden Arm der Spielfigur separat steuern (L2 + R2) und zum greifen gedrückt halten, aber irgendwie hatte ich da halt immer wieder Fehleingaben dabei. Es kann gut sein, dass das Problem diesbezüglich nicht das Spiel war, sondern etwa 1 Meter vor dem Bildschirm saß, aber ich bin immer wieder versehentlich von der Wand abgesprungen oder konnte nicht von der einen Hand zur anderen greifen bzw. hat die Richtung nicht gepasst. Immer wieder hat es gehakt und frustriert, was eigentlich schade ist.

So kann ich am Ende meiner ~5h Spielzeit leider nur ein eher durchwachsenes Fazit ziehen. Ich würde das Spiel aufgrund seiner Einzigartigkeit gerne mehr mögen, aber durch meine Probleme mit der Steuerung, bin ich nicht vollends überzeugt worden.
 

Khorny

Moderator
Team
Die Steuerung fand ich soweit eigentlich gut. Für mich hätte es am Ende einfach mehr sein müssen. Irgendwie fand ich das alles etwas wenig. Naja, werde es irgendwann nochmal als Teil meiner Steam Bibliothek spielen, im Gamepass bin ich da einfach nur grob durchgerannt. An sich kein schlechtes Spiel, aber eben auch kein Überflieger.
 

Krulemuk

Frührentner
Resident Evil 8: Village (PS5)
An Resident Evil 8 scheiden sich die Geister. Narrativ ist es noch trashiger als RE ohnehin schon vorher manchmal war. Plötzlich werden High-Fantasy-Monster wie Werwölfe und Vampire in die Serie eingeführt, die vorher keine Rolle spielten. Es fehlen eigentlich nur Orks und Einhörner, und das Klassentreffen wäre perfekt :ugly:

Trotzdem war das für mich tatsächlich ein großartiges Spielerlebnis, dass mich streckenweise etwas an meine Erfahrung letztes Jahr mit dem System Shock Remake erinnert hat und diese Erfahrung vielleicht sogar toppt. Spielerisch ist RE8 ein eher actionorientierter First-Person-Shooter mit leichten Survival-Horror-Elementen. Es erinnerte mich daher etwas an RE4R, erreicht aber nicht ganz dessen Klasse - kommt aber nah dran. Die große Stärke des Spiels liegt mMn in der Erkundung der zusammenhängenden Spielwelt und dem sehr guten Leveldesign bzw. in der Abwechslung der unterschiedlichen Areale. Der Gameplay-Loop aus Ballern, Erkunden, Rätseln und Item- und Inventarmanagement wird hier grandios umgesetzt. Mich hat das Spiel sehr überrascht, weil ich dachte, hier ein eher schwarzes Schaf der Serie nachzuholen - der Ruf des Spiels ist nicht gerade gut. Ich bin trotzdem super zufrieden und jetzt schon gespannt, wie es dieses oder nächstes Jahr im neunten Teil weiter geht.
 
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