X30 C64 Forever
Altmeister
I was a Teenage Exocolonist
Ich bin vor Kurzem bei Steam auf eine richtige Indie-Perle gestoßen, die sich auf dem Steam Deck ganz fantastisch spielt: I was a Teenage Exocolonist - ein sehr emotionales und bewegendes Coming of Age-Drama, das sich wie eine wilde Mischung aus RPG, Visual Novel und Deckbuilding Game spielt und vor allem an die Persona-Teile erinnert.
Die Erde ist durch nukleare Auseinandersetzungen, Klimawandel und Überbevölkerung nahezu unbewohnbar und so wird kurz vor dem Ende das erste Sternenschiff der Menschheit durch ein Wurmloch zu einem anderen Planeten in der habitablen Zone geschickt. Kaum gelandet, beginnt der Aufbau der Kolonie, in der man - je nach Wunsch - eine mehr oder weniger tragende Rolle spielt.
Das Spiel läuft rundenweise ab und erstreckt sich vom 10. bis zum 20. Lebensjahr der/des Protagonistin/Protagonisten. Eine Runde dauert einen Monat, das Jahr mit 13 Monaten etwas länger als auf der Erde. Man hat also 130 Monate Zeit, um Einfluss auf die Kolonie zu nehmen. Die Geschichte wird durch exzellente (englischsprachige) Texte vorangetrieben, bei denen Entscheidungsfreiheit groß geschrieben wird. Im Gegensatz zu Telltale-Spielen können schon kleine Entscheidungen gravierende Konsequenzen haben, bis hin zum Ableben lieb gewordener Charaktere.
In jeder Runde entscheidet man sich für eine Disziplin, in der man sich verbessern möchte und drückt dann die lokale Schulbank. Dabei stehen zig verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, von einer eher soldatischen Laufbahn, über eine Karriere als Wissenschaftler bis hin zu den Intrigen eines Politikers. Ob dabei ein Event erfolgreich absolviert wird, entscheidet der Deckbuilding-Part, der allerdings nicht übermäßig komplex ist (und z. B. nicht an die Tiefe eines Gwent-Spiels in Witcher 3 reicht).
Über 1000 verschiedene Einzel-Events stehen knapp 30 verschiedene Enden gegenüber. Man kann seinen Charakter eher rebellisch ausrichten, später vielleicht sogar zum Verräter werden, oder eher zum oyalen Muttersöhnchen tendieren. Man kann Romanzen eingehen (auch gleichgeschlechtliche!), und führt viele Gespräche mit den Mitkolonisten, die alle über eine eigene Persönlichkeit mit individuellen Stärken und Schwächen verfügen.
Im Laufe des Spiels werden immer mehr Optionen freigeschaltet (wie z. B. die Erkundung des Planeten), die dem 10jährigen Protagonisten (natürlich) noch nicht zur Verfügung stehen. Man zittert mit, wenn Freunde oder Familienmitgliedern krank werden, und leidet beinahe körperlich, wenn die Kolonie in Gefahr gerät oder harte Zeiten überstehen muss.
Der Wiederspielwert ist extrem hoch und hat mich - ganz ohne Achievements- motiviert, das Spiel gleich viermal durchzuspielen. Ich weise deshalb extra auf die Erfolge hin, weil es einen Erfolg dafür gibt, alle 30 Enden gesehen zu haben...
Die Graphik ist eher zweckmäßig, das Art Design aber sehr stimmig. Ein richtiges Highlight ist dagegen die musikalische Begleitung, die mit eher exotischen Klängen den unerforschten Planeten fantastisch in Stimmung setzt.
Ich vergebe eine so hohe Note wirklich selten, aber in diesem Fall
9.5/10
Ich bin vor Kurzem bei Steam auf eine richtige Indie-Perle gestoßen, die sich auf dem Steam Deck ganz fantastisch spielt: I was a Teenage Exocolonist - ein sehr emotionales und bewegendes Coming of Age-Drama, das sich wie eine wilde Mischung aus RPG, Visual Novel und Deckbuilding Game spielt und vor allem an die Persona-Teile erinnert.
Die Erde ist durch nukleare Auseinandersetzungen, Klimawandel und Überbevölkerung nahezu unbewohnbar und so wird kurz vor dem Ende das erste Sternenschiff der Menschheit durch ein Wurmloch zu einem anderen Planeten in der habitablen Zone geschickt. Kaum gelandet, beginnt der Aufbau der Kolonie, in der man - je nach Wunsch - eine mehr oder weniger tragende Rolle spielt.
Das Spiel läuft rundenweise ab und erstreckt sich vom 10. bis zum 20. Lebensjahr der/des Protagonistin/Protagonisten. Eine Runde dauert einen Monat, das Jahr mit 13 Monaten etwas länger als auf der Erde. Man hat also 130 Monate Zeit, um Einfluss auf die Kolonie zu nehmen. Die Geschichte wird durch exzellente (englischsprachige) Texte vorangetrieben, bei denen Entscheidungsfreiheit groß geschrieben wird. Im Gegensatz zu Telltale-Spielen können schon kleine Entscheidungen gravierende Konsequenzen haben, bis hin zum Ableben lieb gewordener Charaktere.
In jeder Runde entscheidet man sich für eine Disziplin, in der man sich verbessern möchte und drückt dann die lokale Schulbank. Dabei stehen zig verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, von einer eher soldatischen Laufbahn, über eine Karriere als Wissenschaftler bis hin zu den Intrigen eines Politikers. Ob dabei ein Event erfolgreich absolviert wird, entscheidet der Deckbuilding-Part, der allerdings nicht übermäßig komplex ist (und z. B. nicht an die Tiefe eines Gwent-Spiels in Witcher 3 reicht).
Über 1000 verschiedene Einzel-Events stehen knapp 30 verschiedene Enden gegenüber. Man kann seinen Charakter eher rebellisch ausrichten, später vielleicht sogar zum Verräter werden, oder eher zum oyalen Muttersöhnchen tendieren. Man kann Romanzen eingehen (auch gleichgeschlechtliche!), und führt viele Gespräche mit den Mitkolonisten, die alle über eine eigene Persönlichkeit mit individuellen Stärken und Schwächen verfügen.
Im Laufe des Spiels werden immer mehr Optionen freigeschaltet (wie z. B. die Erkundung des Planeten), die dem 10jährigen Protagonisten (natürlich) noch nicht zur Verfügung stehen. Man zittert mit, wenn Freunde oder Familienmitgliedern krank werden, und leidet beinahe körperlich, wenn die Kolonie in Gefahr gerät oder harte Zeiten überstehen muss.
Der Wiederspielwert ist extrem hoch und hat mich - ganz ohne Achievements- motiviert, das Spiel gleich viermal durchzuspielen. Ich weise deshalb extra auf die Erfolge hin, weil es einen Erfolg dafür gibt, alle 30 Enden gesehen zu haben...
Die Graphik ist eher zweckmäßig, das Art Design aber sehr stimmig. Ein richtiges Highlight ist dagegen die musikalische Begleitung, die mit eher exotischen Klängen den unerforschten Planeten fantastisch in Stimmung setzt.
Ich vergebe eine so hohe Note wirklich selten, aber in diesem Fall
9.5/10