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X30 Neo

Natural Born Gamer
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Spider-Man 2

Nach 31 Stunden habe ich nun 100% Spielfortschritt ereicht, d.h. alle Stadtteile befreit, die Nebenmissionen gemacht und den Sammelkram besorgt, sowie den Abspann der größtenteils unterhaltsamen Story gesehen.

Größtenteils, weil die Story im letzten Spieldrittel immer kyrptischer und belangloser wurde und die Spannungsspitze bereits längst überschritten war. Jedenfalls nachdem der Oberschurke bereits besiegt wurde, da sich die Entwickler für das Spiel noch einen neuen Gegner für den Schluss ausgedacht hatten. Sicher nicht, um die Spielzeit zu strecken, sondern wahrscheinlich vielmehr um die herrlich inszenierte Stadt mit noch mehr Inhalten zu füllen. Was anhand der schieren Größe New Yorks sicher nicht die schlechteste Idee war.

Denn New York war diesmal doppelt so groß wie in Teil 1 und Spider-Man: Miles Morales. Auch Spider-Man selbst wurde von seinem Kollegen Morales nun tatkräftig unterstützt indem man sich abwechslend in die Rolle der beiden Spinnenhelden begeben konnte.
Jeder von beiden hatte seine eigenen Angriffe, aber letztlich unterschieden sie sich nicht sonderlich groß voneinander.
Allerdings war das Kampfsystem diemal noch besser, augereifter und durchdachter als in den sowieso schon sehr guten Vorgängern und kam auch in einem Großteil des Spiels zum Einsatz. Zum Glück machten die Kämpfe wahnsinnig viel Spaß, so gut waren sie inszeniert!
Besonders gut gefiel mir dabei, dass man nicht stumpf irgendwelche Kombos auswendig lernen musste, sondern stets im Blick hatte, welcher Spezialangriff gerade seine Abklingzeit beendet hatte, um ihn erneut einsetzen zu können. So entstand ein sehr guter Flow, der an Spielspaß kaum zu übertreffen war.

Es gab auch wieder viele längere Zwischensequenzen, des öfteren mit dämlichen Quick-Time-Events. Diese ließen sich aber in den Einstellungen glücklicherweise überspringen, so dass man die Szenen dann locker als Filmsequenz genießen konnte.
Neben der relativ spannenden Story gab es auch wieder viele kleine Nebenmissionen, manchmal mit traurigen oder nachdenklichen Ereignissen und manchmal mit spannenden der lustigen Momenten. Nur leider gab es davon für meinen Geschmack etwas zu wenige, denn hatte man erstmal alle Punkte auf der Map abgegrast, ereignete sich nur noch selten etwas, was nach einer neuen erledigten Hauptmission freigeschaltet wurde. Übrig blieben dann oftmals nur die Hauptmissionen oder Sammelkram oder Einsätze zur Vebrechensbekämpfung, die zufällig generiert wurden und nur Technikteile einbrachten, von denen man aber schnell genug besaß.

Sehr gut fand ich die Implementierung der neuen Wingsuit-Fähigkeit von Spider-Man und Spider-Man! Neben dem bekannten Schwingen und den Luftsprüngen, konnte man jetzt noch größere Entfernungen überbrücken, nicht zuletzt durch einige gut platzierte Jetstreams, durch die man noch schneller quer durch die riesige Stadt reisen konnte.
Die lokale Schnellreise, die vollkommen ohne Ladevorgang daherkam und durch erledigte Missionen freigeschaltet werden konnte, wurde somit überflüssig. Denn mit dem Wingsuit zu fliegen machte einfach einen Riesenspaß!

Die sehr langen Bossfights, Cutscenes und Quick-Time-Events, gerade im letzten Spieldrittel, stellten für mich den einzigen Schwachpunkt des Spiels dar. Irgendwann war man einfach übersättigt von der Over-the-Top-Action und den Ereignissen in der Stadt und was mit den Protagonisten alles geschah. Vielleicht hätte man gegen Ende einfach einen Gang herunterschalten sollen.

Am Ende bleibt aber das bisher beste Spider-Man Spiel von Insomniac übrig, das sich mit Queens und Brooklyn und dem neuen Wingsuit jetzt wirklich wie ein richtiges und vollständiges New York anfühlt.
Kämpfe und Action sind absolute Marvel-Oberklasse, die Grafik ist auch im Qualitätsmodus mit Raytracing grandios, der Sound ist brachial wie eh und je und die dazugehörige Orchestermusik schon fast episch.
Spider-Man 2 ist einer der Gründe dafür, weshalb ich unbedingt eine PS5 für die Exklusivtitel von Sony besitzen muss!

9/10
 

TomMV

Kaffeefahrtpendler
Bin jetzt mit den Erweiterungen von Zombie Army 4: Dead War vom Season Pass 2 und 3 durch.

Insgesamt haben mir die Level gut gefallen, 3 Level pro Pass und mit einer Spieldauer von 45 Minuten bis zu einer Stunde pro Level auch recht akzeptabel für den momentanen Preis von 10,50€ pro Pass (30€ wären mir dann doch zu teuer gewesen für das gebotene). Ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß damit und der Humor kam auch nicht zu kurz, besonders das Denglish hat mich oft zum Lachen gebracht (rein in the Kopf 😂).
 
G

Gelöschtes Mitglied 2509

Guest
Spiderman 2 - Ich bin nicht überzeugt, spielt sich nicht wirklich anders als jedes AC. Open World ist nicht alles, deutlich zu viele eintönige "Nebenaufträge" wie z.B. Auto wurde gestohlen, hole es zurück. Die erzählte Story ist wirklich gut, allerdings finde ich einige der Nebenquests deutlich spannender als die Hauptquest. Ich persönlich finde die Steuerung zu überladen, die Mechaniken im Kampf sind zwar in Ordnung aber im Grunde gibt es zu viel Skills. 4 Stück können aktiv im Kampf verwendet werden, dazu kommen dann noch 4 Gadgets. Die Kämpfe fand ich zu Beginn noch recht übersichtlich, später änderte sich dies durch zu viel BlingBling. Alle greifen an, du musst 10 Angriffen ausweichen oder parieren und natürlich fliegen noch ein paar Raketen auf einen zu. Das macht einen Kampf leider nicht spannend, man sagt zwar: Viel Feind, Viel Ehr aber zu viel ist zu viel. Vermutlich bin ich allerdings auch nicht die Zielgruppe.

Wenn man auf viel Action steht, dann zugreifen. Wenn man eine gute Story erleben will, dann würde ich auf einen Sale warten.

Leider hatte ich auch einige technische Probleme, es kam häufiger mal zu freezes oder die Anwendung wurde geschlossen. Dazu kamen dann noch einige glitches (hängen bleiben in Figuren oder Wänden etc).
 

X30 Trucase

Moderator
Team
Assassin's Creed Mirage
Nach gut 50 Stunden war ich dann auch mit der Hauptstory und den Erfolgen fertig, auch wenn noch einige Nebenmissionen und Rätsel gelöst werden können. Mal sehen, ob ich mich nochmal ransetze.

Anfänglich machte es auch richtig Spaß durch das Bagdad des zehnten Jahrhunderts zu reisen. Aber die frühe Euphorie wich dann irgendwann der Repetition und des immerwährenden Hell-Dunkel-Schemas der Story, indem mal wieder die rechtschaffenden Assassinen einem fiesen Geheimbund auf die Pelle rücken müssen. Hatten wir irgendwie schon mal, glaube ich.
Ist es denn zu viel verlangt, mal die Story etwas abzuändern?

Auch als etwaige neue Spielmechaniken verkaufte Features, wie etwa die "Kriminalfälle" (bzw. im Original Investigations), stellten sich nur als Variation von normalen Fetchquests oder "Rede mit Person A und gehe dann zu Ort B" heraus. Die Nebenquests von den Missionstafeln in den Assassinenhauptquartieren hatten auch keine spielerische Klasse. Zumal man mit den Belohnungen auch nicht wirklich viel anfangen konnte, da man sich das meiste Equipment auch durch Taschendiebstähle zusammensammeln konnte. Nur, dass es ab und zu mal Blaupausen für Waffen- oder Rüstungsupgrades, oder Fertigkeitenpunkte gab, machte es sinnvoll, ein paar dieser Missionen zu spielen.
Die Taschendiebstähle kehrten nach längerer Abwesenheit zurück und waren mit einem nervigen Mini-Geschicklichkeitsspiel verbunden, das man zumindest mit einem Upgrade etwas vereinfachen konnte. Für ganz leichte Beute entfiel das sogar.

Was gibt's zur Open World zu sagen:
Löblich, dass sie nicht mehr so riesig wie in den drei direkten Vorgängern war. Leider war sie außerhalb von Bagdad auch sehr leer und steril. Sehenswerte Orte gab es da nicht, wenn man mal von einer großen Karawanserei absah. Die Assassinenfestung Alamut erreichte man nur durch ein paar Storymissionen, bei denen es aber nicht viel zu tun gab. Schade, denn der Schauplatz an sich war ganz gut gelungen.
Das innerstädtische Bagdad war komplett auf Parkour ausgelegt, weswegen es nicht selten möglich war, ganze Stadtbezirke zu überqueren, ohne auch nur einen Fuß auf den Boden zu setzen, weil immer wieder Seile gespannt oder Holzleisten abstehend konstruiert waren, um das Überwinden von Gebäuden zu vereinfachen.
Wenngleich es mal spannend war, in gesicherte Festungen oder Gefängnisse einzubrechen, um darin ein Ziel zu eliminieren, das man mittels sich bietender Gelegenheiten auf verschiedene Weise angehen konnte, war es doch enttäuschend, dass sich einige dieser Orte bis fast zum Ende verschlossen hielten, und es so unmöglich war, vorher schon irgendwelche Sammelitems zu holen, bevor nicht eine Storymission kurz vor Schluß beendet war. Architektonisch war also viel möglich, wurde allerdings von Story- und Designentscheidungen teilweise versperrt. Das hätte man eleganter lösen können.

Positiv war jedoch, dass man insgesamt selten zweimal an den gleichen Ort zurückkehren musste, da die Missionen auch immer wieder erforderte, sich auf neue Umgebungen einzustellen.
Auch musste man sich hier deutlich mehr dem "stillen" Gameplay ergeben und seine Schritte mit Hilfe seines Spürsinns oder des Adlers vorausplanen, weil man im offenen Kampf mit Feinden schnell den kürzeren gezogen hat. Kombos wie aus den frühen Assassin's Creeds gab es also nicht, aber auch keine abwartenden Gegner. Hier wurde man öfter mal simultan von mehreren Feinden attackiert, was eben nicht nur blocken bedeutete, sondern auch mal taktischen Rückzug, oder komplette Flucht, wenn die Gegnermenge kritisch wurde. "Live to fight another day".

Das Waffenarsenal war überschaubar. Die grundsätliche Ausrüstung aus Dolch, Schwert und Rüstung wurde eigentlich nur um diverse Aufwertungen von passiven Perks variiert. Zudem gab es einige (mehr oder weniger) nützliche Gadgets, die man auch aufrüsten oder mit diversen Variationen ausrüsten konnte. Einige von denen (wie den Blaspfeil oder den Noisemaker) habe ich aber nie eingesetzt. Am ehesten kamen noch die Wurfmesser und die Rauchbomben zum Einsatz. Das hat in den meisten Fällen ausgereicht.

Zur Story.
Würde ich tatsächlich als eine der schwächsten der gesamten Serie ansehen. Die Hauptfigur ist nicht besonders spannend, denn auch wenn das anfangs mit einer kleinen Originstory aufgebaut wird, flacht das zusehends ab. Basim bekommt leider auch nur wenig mehr zu tun als irgendwelche Botengänge zu machen. Die Mordaufträge bleiben insgesamt zu folgenlos für den Ausgang der Geschichte und der obligatorische Verrat am Ende fehlt natürlich auch nicht. Dass natürlich (es ist eben Assassin's Creed) am Ende auch wieder eine Spur Übernatürliches mit rein muss, zu dem unser Held natürlich wieder der Schlüssel ist, war irgendwie auch zu erwarten. So richtig verständlich ist das Ende zudem auch wieder nicht, weil meiner Meinung nach, auch zu wenig erklärt wird, was es jetzt mit seinen Alpträumen auf sich hat, und inwiefern diese relevant sind für die Vererbung und seine genetischen Erinnerungen.

Die Technik ist insgesamt ordentlich. Die Areale sind wunderschön, die Farben sind satt und die Licht- und Schattenspiele sind state-of-the-art. Mankos gibt es aber bei den Gesichtsanimationen und der teilweise damit einhergehenden Vertonung. Die Gesichter sind hässlich und die teils längeren Redepausen nerven, weil erst wieder ein Kamerablickwinkel geändert werden muss. Frame-in-Frame-Storytelling gibt es so gut wie gar nicht, was vor allem die älteren Teile immer ausgezeichnet hat. Damit hätte man auch diese teils "peinlichen Pausen" in Gesprächen verhindern können.

War für mich dann unterm Strich leider nur noch ein mittelgutes Spiel, das nach anfänglicher Frische und Spielspaß schnell an Relevanz und Abwechslung verlor. Der Sammelkram hielt sich zwar insgesamt im Rahmen, aber in Punkto Missionsdesign für Haupt- und Nebenstories hätte viel mehr drin sein können.
So ist Assassin's Creed Mirage leider von den vier letzten, großen Teilen der schwächste, was aber nicht der Länge geschuldet war, sondern dem Wiederspielwert und der allgemeinen Tiefe. Und leider wurde mit Basim eine Figur gewählt, die schon in "Valhalla" nicht sehr sympatisch war und hier auch keinen Redemption Arc durchlaufen konnte, sondern eher im Gegenteil erst zu dem Unsympathen geworden ist, den man dort kannte.
Daher von mir eine 7/10.
 

cts

Rentenbezieher
Nach Lies of P noch ein paar Indies reingeworfen bevor es zu Alan Wake geht.

Cocoon

Puzzler in Indie-Reinkultur. Es gibt zum Glück kein großes Blabla sondern direkt Gameplay. Die Puzzles fangen leicht an, sind abwechslungsreich und später kann einem schon mal das Hirn etwas verknoten wenn man Kugel in Kugel in Kugel hantiert, aber alles machbar und nie übertrieben kompliziert. Eines der Topspiele 2023.

Signalis

Was für ein Brett! Optisch an klassische Survival-Horror angelehnt, hat es dagegen eine extrem gute und wirre Geschichte, die man wahrscheinlich nicht direkt verstehen wird. Die NGE Visuals triggern in mir seit den 90er immer etwas und hier sind sie perfekt umgesetzt.
Wie ein deutscher Horrorspiel-Podcast treffend titelte: Neon Germany Evangelion

Wer wissen will was ich meine, die Intro-Sequenz die nach ein paar Minuten Gameplay erscheint, kleiner Spoiler also:
The video is played embedded by Youtube. Google's privacy policy applies.

Justant

Kletterspiel wie es das so wahrscheinlich noch nicht gab. Steuerung und Kamera selten mal etwas hakelig, aber ging sonst ganz gut. Die ganzen Briefe die auf dem Weg gefunden werden können, habe ich irgendwann nicht mehr gelesen, das war mir dann doch zu sehr Blabla, deswegen kA ob ich große Storyelemente dadurch verpasst habe. War jedenfalls nett, für mich aber nicht der Indie-Heiland 2023.
 

delphinchen

Pförtner des Altenheims
Alan Wake 2 mit Platin beendet nach fast 50 Stunden.
Was Platin betrifft habe ich hier für interessierte einen gratis Tipp: schaut lieber in einen Guide wegen dem "Writers Journey" Videos von Alan. Da sind welche verpassbar !
Ich musste 3 Kapitel erneut spielen weil ich eines verpasst hatte, und das auch nur weil ich das Glück hatte ein Save-file von Ende Kapitel 4 vom Alan zu besitzen. Ging aber sehr schnell, wenn man weiß was man machen muss. Und diese Videos sind auch das einzige Collectible wo das so ist. Alles andere habe ich ganz natürlich beim langsamen und genauen durchspielen gemacht und gesammelt. 🙂

Die Story war gegen Ende hin doch etwas vorhersehbar und einige Fragen blieben leider auch offen, und ob ich alles wirklich richtig verstanden hab weiß ich auch nicht 😅 dennoch ein Meisterwerk von Spiel, mit dem ich so nie gerechnet hätte!
Für mich eine 9/10.

Der Punkteabzug kommt daher, dass es bei Saga irgendwie die Balance verliert, die davor die ganze Zeit so wunderbar war. Damit meine ich die Mischung aus Erkunden, Kampf, Story. Im letzten "großen" Kapitel mit Saga, "Old Gods" hat man nach dem Bosskampf auch wieder die Möglichkeit ein vorher nicht zugängliches Areal zu erkunden. Und da beginnt das Spiel plötzlich dich mit Gegnern zuzuschmeißen.... in einer Frequenz, die es unmöglich macht ein Rätsel zu lösen. Das hat mich richtig frustriert und geärgert. Ihr könnt doch nicht 3 Rätselkisten hinstellen, aber gleichzeitig im Abstand von 2-3 Minuten 3 Gegner immer wieder respawnen lassen?! Meistens auch mit 2 von diesen schnellen dabei, die so nervig sind. 🤬
Gleichzeitig hat man aber auch diese geniale Armbrust, ich mag die wirklich sehr. Aber sie ist halt einfach so Op, dass sie den Survival Aspekt fast rausnimmt. Man killt damit jeden normalen Gegner mit maximal 2 Pfeilen und bekommt diese meistens auch zurück. Am Ende hatte ich so viel Zeugs mit Saga, dass auch die Schuhbox voll war !
Auch die Bosskämpfe sind nichts besonderes, aber ok und mit ein paar Versuchen machbar gewesen für mich auf normalem Schwierigkeitsgrad.

Generell bleibt es aber dabei was ich hier schon geschrieben habe. Ich liebe den Aufbau des Spiels. Die Abwechslung die die 2 Protagonisten bieten mit den jeweils eigenen Mechaniken und Welten, und der dennoch ineinander verwobene Geschichte. Besser kann man das gar nicht umsetzen denke ich ! (Ja ich schiele zu dir, Resi 2)
Ich liebe die Inszenierung, Atmosphäre und Grafik.... Und den Humor.

Ein sehr spezielles Kapitel mit Alan ließ mich lachend und kopfschüttelnd vor dem Tv sitzen 😁 ich will das hier niemandem spoilern, es ist eine große, geniale Überraschung.

Die Inszenierung ist hier ganz großes Kino, und "Kino" kann man wörtlich nehmen. Nicht nur dieses spezielle Kapitel sondern das ganze Spiel über wird mit Realaufnahmen gearbeitet. Sie sind Kunstvoll eingewebt, manchmal in die Spielgrafik überblendet, so dass man kaum unterschieden kann was was ist.
Zwei Elemente, die gleichzeitig miteinander harmonieren aber auch diese prämisse unterstreichen, dass sich die Geschichte um eine Welt dreht, in der eben zwei verschiedene Welten existieren.
Unsere "normale" Welt, und die Welt in der "Dunkelheit", in der Alan Wake gefangen ist. In dieser Welt herrscht "Traumlogik". Das heißt eigentlich: keine Logik. Das wird nicht nur beschrieben und gezeigt sondern auch spielerisch eingebaut. So komme ich zum Beispiel nur in das zweite Stockwerk eines Gebäudes, indem ich durchs Badezimmer eines bestimmten Zimmers gehe, ohne jemals Treppen benutzt zu haben. Oder wenn ein Gebäude nicht will, dass du es betrittst, spuckt es doch einfach wieder aus - in einem endlos - loop. Ich mag sowas sehr sehr gerne. 🙂
Wenn es nicht übertrieben wird, das musste ich in Spielen auch schon erleben, insbesondere in denen von Bloober Team. Aber das ist nicht der Fall, Remedy findet hier die genau richtige Balance ohne den Spieler zu sehr zu frustrieren mit diesen Loops.

Extrem schade finde ich ich noch, dass Barry nur in Texten vorkam.... Ein Wiedersehen hatte mich extrem gefreut, da hoffe ich wirklich noch auf die DLCs

Was ich auch noch äußerst positiv hervorheben will sind die Rätsel und collectibles. Von letzterem gibt es nicht zu viel, und sie sind nicht nervig oder schwer zu finden. Die Rätsel sind absolut intuitiv und machen Spaß. Weder zu schwer noch zu leicht - dennoch habe ich bei 2 Kisten die Lösung gegoogelt da es sich um Mathematik Aufgaben handelte, das geht einfach gar nicht bei mir 😅
Die Nursery Rhymes fans ich auch ziemlich nett, auch wenn man am Ende so viel mehr Charms hat als man nutzen kann. Der letzte Rhyme gibt einen meiner Meinung nach einen wichtigen Story Hinweis über eine Figur, zu der ich schon eine Vermutung hatte und habe. Klar aufgelöst wird das aber leider nicht. Auch hier muss ich auf Dlc hoffen, etwas schade.

Alles in allem für mich ein krasser, gelungener Abschluss, dieses krank - geilen Gamingjahres 2023.
Müsste ich mein persönliches Goty wählen, ich könnte es nicht. Aber wenn ich unbedingt müsste, wäre es Aw2. Ansonsten muss es sich den Platz noch mit Dead Space Remake und Resi 4 Remake teilen. (Wer jetzt auf die Idee kommt dass Survival Horror mein Lieblingsgenre ist kriegt ein Sternchen 🤣)
 
Zuletzt bearbeitet:

Ahti

Frührentner
Alan Wake klein.jpg

Alan Wake II
(keine Spoiler)

Was für ein Ritt! Alan Wake II ist in Sachen Erzählung und Inszenierung eigentlich einmalig im Videospiel-Bereich, und in Verbindung mit dem Adventure-Gameplay und den Survival-Horror Elementen, haben Remedy ein Spielerlebnis geschaffen, das eine Sogwirkung entfaltet wie nur wenige andere Titel. Es ist packend, charmant, aufregend, verstörend, witzig, unheimlich atmosphärisch und trotz offensichtlicher Einflüsse aus Filmen, Serien und Büchern, ganz eigen.
Ich habe es eine Woche lang nahezu täglich gezockt - ich wollte und konnte nichts anderes spielen. Ich habe es regelrecht verschlungen...oder hat es mich verschlungen?:unsure::coffee:

Alan Wake II geizt nicht mit Content, denn im Grunde bekommt man hier zwei ineinander verwobene Kampagnen, die sich hinsichtlich der Präsentation und des Leveldesigns relativ deutlich voneinander unterscheiden und auch noch mit eigenen Elementen aufwarten.
Dadurch ist das Sequel im Vergleich zum ersten Teil, dem spätestens nach dem dritten Kapitel bereits die Luft ausgeht, schlicht und einfach abwechslungsreicher und unterhaltsamer. Mich hat auch der Wechsel ins Adventure-Genre sehr angesprochen, welches zu Alan Wake deutlich besser passt als die Baller-Action des Vorgängers. Ich habe es genossen die toll designten Levels zu erkunden, die herrlich detailreichen Locations nach Hinweisen abzusuchen.
Alan Wake II ist im Kern eine Detektivgeschichte, also darf die Detektivarbeit nicht fehlen. Auch wenn diese stark von der Story geleitet wird und sich spielmechanisch auf das Zusammenfügen von gefundenen Hinweisen beschränkt, hatte ich viel Spaß beim Entwirren der spannenden, mysteriösen und wendungsreichen Geschichte. Was mir ebenfalls gefallen hat: die kleinen Rätsel auf die man immer wieder stößt, haben ihre eigenen kleinen Geschichten, die zum Teil mit der Hauptstory zusammenfliessen.
A propos Story, ich will hier nichts spoilern, deswegen halte ich mich kurz: Solche ambitionierten, verrückten und einfallsreichen Geschichten bekommt man in Triple-A Produktionen nicht häufig geboten.

In Sachen Technik und Präsentation gibt es sehr viel Licht...aber auch ein wenig Schatten.
Alan Wake II gehört zu den bestaussehendsten Videospielen überhaupt. Die Umgebungen werden ungemein detailliert dargestellt und tragen mit der in der Regel herausragenden Beleuchtung zu einer extrem dichten Atmosphäre bei. Leider wirken einige Charaktermodelle und Animationen recht altbacken und man bekommt es wieder mit den Remedy-typischen, grieseligen Reflektionen zu tun, die bei Kamerabewegungen manchmal zu einem unschönen Schneefall-Effekt führen.
Das Sounddesign ist grundsätzlich richtig stark - bei den Umgebungsgeräuschen kriegt man Gänsehaut und die Laute, die Gegner von sich geben, sind herrlich verstörend. Die Musik ist fantastisch und der Soundtrack hat mir richtig gut gefallen, auch weil er trotz vieler Pop- und klassischer Rock-Nummern überraschend düster und kohärent ausfällt. Die Aufnahmen der Dialoge ließen aber häufig zu wünschen übrig. Besonders die "vorgelesenen" Passagen klingen dumpf und nach niedriger Qualität.
Die Originalsynchro ist toll, die deutsche eher nicht.
Die Kämpfe haben Spaß gemacht, waren mitunter durchaus fordernd und intensiv (ich habe auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt), und das Gunplay ist gut, aber die Spielbarkeit hat unter den 30FPS im Quality-Modus spürbar gelitten, weil die Figur sich lahm angefühlt hat und die Bewegungsabläufe abgehackt wirkten. Das ist im Performance-Modus deutlich besser, aber dort gibt's dann wiederum stellenweise deutlich zurückgefahrene Details.

Fazit: Meiner Meinung nach haben Remedy mit Alan Wake II ein Meisterwerk geschaffen, einen modernen Klassiker vom Kaliber eines Silent
Hill 2 oder Metal Gear Solid 2. Es ist sicherlich kein Spiel, das jeden abholen wird - dafür ist das Storytelling wahrscheinlich zu unkonventionell, die Geschichte zu kompliziert und das Gameplay zu Adventure-lastig, besonders im Vergleich zum Vorgänger. Aber bei mir haben sie damit voll ins Schwarze getroffen. Alan Wake II ist mein GOTY und eines meiner Lieblingsspiele.
 
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Pascal

Ich mag Trophys
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Reines Rätsel Spiel das ich zu ps5 Release angefangen und gestern beendet + Platin. Ist garnicht so meins alles unter Zeitdruck zu machen
 

FrancisYorkMorgan

Altenpfleger
Dead Space Remake (Xbox Series S)

Hatte sehr, sehr hohe Erwartungen, da dass Original von 2008 eines meiner 10/10 Spiele ist. Und ja, diese Erwartungen wurden erfüllt, dass war aber eigentlich nach den hohen Testwertungen klar.

Das Schöne war, dass Dead Space für mich in vielen Punkten fast ein neues Spiel dargestellt hat, weil bis auf einige Schlüsselszenen, die sich ins Gedächtnis eingebrannt hatten, war die Erinnerung doch sehr verblasst. Ist halt auch 15 Jahre her. 2023 sieht es natürlich schicker aus, es gibt Nebenmissionen und der Hauptcharakter Isacc spricht. Das war irgendwie gewöhnungsbedürftig, da das Stummsein im Original irgendwie zur Atmosphäre beigetragen hat. Aber so sind die Interaktionen mit den NPCs besser, emotionaler.

Apropos Atmosphäre: Die ist auch nach 15 Jahren noch ungeschlagen. Die Ishimura, die Schwerelosigkeit, die Spaziergänge im Weltraum (die hat nur Prey besser gemacht), die großartige, fantastische Soundkulisse: all das war schon damals gut und ist es heute auch noch. Das Ballern funktioniert, die "Rätsel", das Backtracking stört null, da logisch...so muss für mich persönlich ein Sci-Fi-Horror Game sein.

Das Remake bekommt trotzdem keine 10/10, sondern 0.25 Punkte weniger. Warum? Weil mich die Schlüsselszenen erwartungsgemäß nicht ganz so geflasht haben wie damals. Da saß ich teilweise mit offenem Mund vor der Konsole, dass war jetzt nicht der Fall. Ein doofer, sentimentaler Kritikpunkt, aber ist halt so. Daher "nur" eine

9.75/10

anstatt die Höchstwertung. Ich würde mir wieder viel mehr neue Spiele in diesem Genre wünschen wie Dead Space, Prey oder auch The Callisto Protocol, dass ich viel besser finde als sein Ruf. Mich kann man mit solchen Spielen nämlich immer kriegen. 😊
 

X30 Neo

Natural Born Gamer
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Terminator Resistance

Das Spiel lag ganze vier Jahre (fast) ungespielt bei mir als Diskversion herum. Nun gab es Ende Oktober das Enhanced Update auch für die Series S/X und das war ein Grund es endlich mal durchzuspielen.
Nach rund 10 Stunden habe ich dann auch schon wieder den Abspann gesehen. Wobei das eigentlich eine lange Spielzeit war, da ich jeden Stein umgedreht habe und alles gemacht habe, was im Spiel möglich war. Wäre man nur dem Verlauf der Story gefolgt, hätte man es auch locker in unter fünf Stunden beenden können.

Die interessante Story spielt zwischen den Filmen Terminator und Terminator 2. Man bewegt sich sich als Soldat Jacob Rivers durch das von Maschinen zerstörte Pasadena, Los Angeles und Umgebung des Jahres 2028, schließt sich dem Widerstand an und ballert mit allen möglichen Waffen Drohnen, Roboter und Terminatoren weg.
Dabei folgt man einer Art "Open Schlauch", mehrerer kleinerer Areale die offen erkundet werden können und sich mit linearen Passagen abwechseln. Ähnlich wie bei Halo, kommen einem dabei manchmal menschliche KI-Unterstützer des Widerstands zu Hilfe.

Es gibt ein kleines Crafting- und Lootsystem, sowie einen Skillbaum, den man bis zum Ende des Spiels fast voll aufleveln kann. Das ist alles nicht sonderlich originell, erfüllt aber seinen Zweck. Inklusive Skyrim-Schlösserknacken.
Gelegentlich gibt es ruhigere Abschnitte in einer Basis, wo man auch mit NPC's reden kann und vermeindliche "Entscheidungen" treffen kann. Diese beeinflussen zwar nicht den Spielverlauf, finden aber am Ende in einer Zusammenfassung der Geschichte Erwähnung.

Als reiner Shooter funktioniert Terminator Resistance erstaunlich gut, wenngleich mit einer etwas schwammigen Steuerung. Die Waffen, darunter ab dem zweiten Spieldrittel auch Plasmawaffen und Raketenwerfer, fühlen sich wuchtig an. Am Sounddesign hätte man aber noch feilen können.
Es gibt auch Stealth-Elemente, die eigentlich gut zur Anwendung kommen könnten, aber im späteren Spielverlauf ist es viel einfacher einen Terminator auf herkömmliche Weise zu besiegen. Da reichen dann ein paar Kopfschüsse aus dem Plasma-Scharfschützengewehr.

Fazit: Wäre der Terminator-Hintergrund aus den Filmen nicht so gut ins düstere Spieldesign integriert, das Spiel würde bei mir keinen Preis gewinnen. Aber hier fühlt man sich tatsächlich wie ein Widerstandskämpfer im Dienste von John Connor, um Skynet ein Schnippchen zu schlagen.
Die Grafik (mit 60fps) ist ausreichend für diese Art von Ego-Shooter, der dynamische Soundtrack sehr gut gelungen und das Gameplay eigentlich auch ganz gut, obwohl sich vieles wiederholt. Doch einiges fühlt sich unglaublich cringe an, wie z.B. die comichaften Gesichter der Protagonisten oder die beiden Liebesaffären unseres Helden. Die fühlen sich so unplatziert an wie ein Clown auf einer Beerdigung.
Dazu kommen noch langweilige Mini-Spiele wie das Hacking, was nichts anderes ist als eine hektische Version von "Frogger".
Obwohl mich das Spiel größtenteils gut unterhalten hatte, war ich dann froh als der Abspann endlich über den Bildschirm flimmerte.

6/10
 
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