Generation Zero
Das Spiel ist nun zwar schon etwas älter, aber erst vor wenigen Wochen habe ich es dank meiner bezaubernden und äußerst schießwütigen Koop-Partnerin
@Ixxi durchspielen können, inklusive der beiden Story-DLC's, in denen dann auch erstmals tatsächlich echte lebendige Menschen (!) auftauchten!
Da ich das Spiel solo begonnen habe und es viel zu schwer war und auch erst durch das Forum erfuhr, dass man zu sich zu Viert viel zu oft im Menü verirrt, statt der satten Action beizuwohnen, war der Entschluss es zu Zweit im Koop durchzuspielen, genau der richtige!
Natürlich verbringt man auch nach dem letzten Update noch viel Zeit im Menü, um seine Waffen zuzuordnen, Loot zu verwerten oder überschüssige Materialien zu recyceln. Das ist wohl bisher auch immernoch das größte Manko am Spiel.
Hat man sich aber erstmal auf eine brauchbare Ausüstung festgelegt, kann man durchaus schlagkräftig auch die größeren Maschinen plätten. Unsere Koop-Taktik beschränkte sich meistens darauf, dass einer das Feuer auf sich zog und der andere die Maschinen, darunter auch militärische Tanks und später sogar apokalyptische Tanks oder andere Gegner wie die massenweise spwanenden Hunter von hinten problemlos besiegen konnten! Denn die Schwachstelle ist immer die Rückseite der größeren Maschinen.
Dabei hat uns meistens die panzerbrechende Munition geholfen, die man auch zu wertvollem Kupfer für die Granatwerfer recyceln konnte. Hohlspitz- oder konventionelle Munition kam zumindest bei mir eher selten zum Einsatz.
Zu bemerken ist auch noch, wie geil es aussieht, wenn eine große Maschine durch massiven Beschuss nach und nach seine Panzerung verliert und dann beim Ableben wie ein toter Mech mit Getöse zu Boden geht! Das ist ein Erlebnis, wie es einem nur wenige andere Spiele vermitteln können!
Nicht zuletzt verursacht durch die neu eingeführten 6-Sterne Waffen, die seit dem letzten Update enormen Schaden austeilen können. So wird z.B. aus der relativ schwachen MP "Kpist" ein 6-Stene Modell zu einer tödlichen Waffe mit der Funktion "Overkill", die sogar mit zwei vollen Magazinen einen apokalyptischen Tank niederstrecken kann.
Leider, leider sind die 6-Sterne Waffen immer noch sehr sehr selten und man bekommt auch im späteren Spielverlauf, bzw. im Endgame immer noch viel nutztloses Zeug, wie z.B. 2-Sterne Schalldämpfer für die 2-Sterne Shotgun usw., die man dann mit höhreren Levels nicht mal mehr als Schrott verwerten möchte. So bleibt dann öfters mal ein Paket mit eigentlich sinnvollen Dingen auf dem Schlachtfeld zurück, weil man es schlichtweg nicht mehr baucht.
Das eigentliche Spiel hat eine tolle Story, wenn man sehr lesefreudig ist, denn Cutscenes gibt es auch in den DLC nicht. Aber auch so ist es unterhaltsam und erfischend anders. Avalanche hat hier ein tolles Szenario geschaffen, das Koop-Spieler belohnt und einige Überraschungen und Easter Eggs bietet!
Die schwedische Natur ist stimmig und glaubhaft, leider sind die meisten Gebäude, also Häuser, Garagen und Supermärkte nur Copy & Paste Produkte und von daher für den Spieler sehr generisch. Allerdings kann man im späteren Spielverlauf auf die Durchsuchung einfach verzichten, da man die meisten Ressourcen sowieso zur Genüge bekommt.
Fazit:
Dieses Spiel hat mich im zweiten Anlauf wirklich total gefesselt. Aber auch nur, weil ich es mit dem richtigen Koop-Partner zusammen gespielt habe! Alleine hat man bei dem Spiel fast keine Chance, weil man die großen Gegener nicht richtig flankieren kann und zu Viert wird es schnell unübesichtlich und wohl oft sehr chaotisch. Es sei denn, jeder übernimmt eine sehr spezielle Rolle und verinnerlicht sie erbittert, z.B. als Sanitäter.
Für mich persönlich war es eine sehr schöne Erfahrung, was aber auch größtenteils an
@Ixxi lag, mit der ich hervorragend harmonieren, Maschinen plätten und Bunker erforschen, und letztlich den Abspann sämtlicher Enden des Spiels sehen konnte.
Das Spiel hat viele Macken, Ecken und Kanten, aber mit der richigen Person im Koop ist es eine Spielspaßgranate!
8,5/10