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CRedfield

Aushilfe der Essenausgabe
Borderlands PS3

Genau genommen der 1. Durchlauf.

Ich habe die GOTY Edition und werde die DLCs genauso noch weiter spielen und sicher noch einen 2ten Durchgang starten.

Ich habe das Spiel schon lange rumliegen und da die letzten 10 Tage "nur" die PS3 zur Verfügung stand (siehe Post auf der vorhergehenden Seite zu TWAU), es einfach mal spontan eingelegt.

Ich fand das Setting und den Stil schon immer sehr cool, bin aber beim ersten Versuch nicht so richtig reingekommen in den flow, den ich brauche, um einem Spiel viel von meiner Zeit zu schenken.

Aber diesmal habe ich Feuer gefangen, die Disc rotierte bis ich es in einer Woche durch hatte.

Insgesamt ein wirklich cooles Spiel, das sehr sehr viel Spaß macht! Für mich eine 8,5 von 10.

Kritikpunkte sind für mich höchstens, der an manchen Stellen etwas unausgewogene Schwierigkeitsgrad, wenn man zum Beispiel die Gegner in einem Missionsabschnitt wie geschnitten Brot umpflügt, dann kommt der Boss und es reichen 2 Attacken und ich finde mich beim letzten Respawn Punkt wieder..., die seltenen unerklärlichen Hänger an unsichtbaren Kanten und das die neuen Knarren so random sind, daß man ab und zu Stundenlang kein besseres Equipment findet.

Bin jetzt schon heiß auf die Handsome Jack Edition für die One, die werde ich mir auf jeden Fall holen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Keazero

Altenpfleger
Dragon Age Inquisition
Hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Ein paar NQ hab ich aber noch offen.
Aber es war für mich ein sehr schönes RPG, was man auch ein 2. Mal spielen kann.
 

Starsky

Damn good coffee...!
(Ja, ich weiß, ist Konkurrenzbaustelle, aber ich dachte den einen oder anderen interessiert es auch hier... :zwinker:)
The Order: 1886 (PS4)

Ich hatte lange mit mir gehadert, ob ich für mutmaßlich 7-9 Stunden 70 Euro zahlen soll... dann dachte ich mir aber, hey, die Kiste staubt seit 4 Monaten bei Dir ein und nun kommt endlich mal ein AAA-Exklusivtitel, der interessant aussieht, also kauf das gefälligst! :fettes Grinsen: Und was soll ich sagen... alles richtig gemacht! :top:

The Order ist das grafisch beste Spiel dieser Konsolengeneration, und ich bin froh, dass es nicht schon zum Konsolenrelease kam, dann hätte das sicher nicht so gut ausgesehen. Ich habe während des Spielens oft einfach lange die Gegend angesehen, die Panoramaszenerie Londons oder auch die vielen Details die in den Straßen und Räumen zu entdecken waren. Eine wirklich beeindruckende Liebe zum Detail wurde hier an den Tag gelegt. Leider leider hat man aber dann z.B. bei den Sammelitems diese Liebe völlig über Bord geworfen. Man findet 2-3x pro Level irgendwelche nichtssagenden Dokumente oder Fotos, Gegenstände wie Flachmänner oder Teedosen, die man dann in der Hand ansehen und ein wenig drehen kann, ohne das diese in irgendeinen Kontext zur Handlung gesetzt werden, geschweige denn einen Nutzen haben. Lediglich die ebenfalls sporadisch zu findenden Zeitungen liefern hier und da kleine Hintergrundinformationen. Aber leider gibt es keine Datenbank im Menü, in dem man sich die Dinge nachträglich noch einmal in Ruhe ansehen oder lesen kann. Man muss die Zeitung dann lesen, wenn man sie findet oder man lässt es bleiben. Unverständliche Designentscheidung. Immerhin die Sound-"Tagebücher" kann man später nochmal anhören. Genau genommen, MUSS man das sogar, denn man kann sie nicht parallel zum Gameplay anhören wie z.B. in Bioshock. Ein paar der Soundfiles liefern sogar sowas wie Hintergrundinfos, bleiben aber leider sehr vage und haben insgesamt viel zu wenig Umfang. Auf irgendwelche gesungenen Lieder oder ellenlange Gedichte hätte ich da gerne verzichtet, wenn man stattdessen mehr Infos über diese ja eigenltich hochinteressante und komplexe Hintergrundstory bekommen hätte. Doch dieser Wunsch wird von The Order leider nicht erfüllt, was aus meiner Sicht absolut unverständlich ist. Ebenso unverständlich, dass bei so einem Titel keine einzige (!) Konzeptzeichnung, geschweige denn ein Making-Of Video auf der Disc zu finden ist.

Sei es drum, der hohe Grafikstandard wird durch einen ebenfalls exzellentes Sounddesign begleitet. Musik, atmosphärisch eingesetzte Hintergrundgeräusche und 1A-Voiceacting (auf englisch spielen!) machen die Präsentation wirklich erstklassig, da kann man sogar mal leise von Naughty-Dog-Standard sprechen.

Das Setting und die Hauptstoryline werden so insgesamt wirklich toll in Szene gesetzt. Die Geschichte ist spannend, bietet einige interessante (wenn auch meist vorhersehbare) Twists und kommt auch zu einem befriedigenden Abschluss, wobei die Tür für ein Sequel natürlich ganz weit aufgestoßen wird. Der Hauptcharakter bleibt aber leider über weite Strecken recht eindimensional und kann erst zum Ende hin ein wenig Bindung zum Spieler aufbauen. Die holzschnittartigen Nebencharaktere bleiben dagegen leider völlig flach und waren mir mit der Ausnahme von Nikola Tesla auch völlig gleichgültig, so dass eine der "dramatischsten" Szenen des Spiels bei mir keinerlei emotionale Wirkung hatte. Der weibliche Sidekick ist - anfangs noch vielversprechend - ebenfalls verschenkt worden, da wäre mehr drin gewesen. Was hier den Dialogen in erster Linie fehlt ist Humor. Klar, die Geschichte ist ernst und keine Action-Komödie wie ein Uncharted, aber gut dosierter Humor hilft m.E. immer den Spieler an die Charaktere zu binden und Sympathien zu wecken. Das kommt hier bis auf ganz wenige One-Liner wirklich deutlich zu kurz.

Das Gameplay selbst ist der Punkt, der überall am meisten Kritik einstecken muss. Nun habe ich von den gemütlich gespielten ca. 8 Stunden, die ich bis zum Abspann gebraucht habe tatsächlich mindestens ein Drittel der Zeit mehr oder weniger passiv nur zugesehen bzw. mit ein paar sporadischen "Drücke Dreieck" Interaktionen oder QTE-Kämpfen verbracht. Die "aktive" Gameplay-Zeit unterteilt sich dann noch in reine Erkundungspassagen (wo man keine Waffe ziehen kann, sondern nur rumschleicht), Stealth-Passagen (wo man nicht entdeckt werden darf und ggf. lautlos Gegner ausschalten kann) und klassische Deckungsshooter-Arenen. Auch wenn keiner der drei Aspekte jeweils an die besten Games ihrer Zunft heranreicht, ist das dennoch jeweils absolut solide und lässt sich frustfrei spielen. Ich fand das dadurch sogar recht abwechslungsreich, wenn auch manchmal einzelne Passagen etwas kurz waren. Kaum hatte man sich an das Handling einer neu eingeführten Waffe (und da sind echt gute Waffen dabei!) gewöhnt bzw. seinen Spaß daran gefunden, war es schon wieder vorbei.

Damit wären wir dann auch beim Fazit. Ja, das Spiel ist kurz und könnte ggf. an der einen oder anderen Stelle etwas längere wirkliche GamePLAY-Passagen gebrauchen. Aber es ist in sich stimmig, es erzeugt eine tolle Atmosphäre, holt einen in die Geschichte hinein und - so banal das klingt - macht durchgehend Spaß! Wieviele Spiele habe ich schon gespielt, wo immer noch ein generischer Level kam, immer noch eine 08/15 Baller-Arena, bis ich irgendwann dachte... "Meine Güte, nun könnte es aber auch mal langsam vorbei sein!". Das ist hier nicht so, hier denkt man am Ende, "Schade, ich habe jetzt eigentlich richtig Bock, die Geschichte weiter zu spielen, mit dieser Spielmechanik weiter zu machen! Hier noch ein bisschen rumzuschleichen, da noch ein bisschen Gegner mit der Elektro-Shotgun oder der Thermite-Rifle frittieren!" Das Spiel hinterlässt einen also nicht übersättigt und ermattet, sondern mit einem guten Gefühl und der Lust auf mehr! Also ich sehe das als etwas Positives an!

Ich bereue den Kauf daher auf keinen Fall und kann The Order wärmstens emfpehlen, wenn man man sich einfach gerne mal auf höchstem technischen Niveau 7-8 Stunden lang eine gute Geschichte erzählen lassen will! Ich freue mich, dass Sony hier ein vielversprechendes neues Franchise gestartet hat und hoffe auf einen Nachfolger, der dann einiges besser machen kann, aber auf keinen Fall alles anders machen muss!

8/10
 

X30 C64 Forever

Altmeister
Ich hatte lange mit mir gehadert, ob ich für mutmaßlich 7-9 Stunden 70 Euro zahlen soll... dann dachte ich mir aber, hey, die Kiste staubt seit 4 Monaten bei Dir ein und nun kommt endlich mal ein AAA-Exklusivtitel, der interessant aussieht, also kauf das gefälligst! :fettes Grinsen: Und was soll ich sagen... alles richtig gemacht! :top:

Tolle Rezension! Danke!

Ich werde definitiv zuschlagen, wenn es das Spiel mal günstig im Angebot gibt! Size doesn't matter! Gilt zumindest für mich! Hauptsache ich werde gut unterhalten! Und wenn es "nur" 7-9 Stunden sind!
 

qione

Frührentner
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Als "Kenner" der guten alten Survival Zeit, kommt mir The Evil Within als ein großes DejaVu' Game vor. Situationen und Orte stammen allesamt aus den früheren Games (Herrenhaus, Dorf, dicke Gegner mit Kettensäge in der Hand, nervige Zertreten von Kisten und Vasen etc.). Die Health Funktion ist vom System genauso wie R4 und der Charakter kann zwar laufen & schießen, aber spielt sich wie eine Schwangere Frau, die einen Besen gebährt.

Der größte Kritikpunkt sind die Stellen im Spiel, wo Entwickler schon darauf bedacht sind, dass der Spieler zunächst stirbt und dadurch lernt. Das Trial/Error Prinzip. Diese Stellen kommen im Spiel zu häufig vor und die zwar fairen Checkpoints sind dann doch manchmal zu weit vom "Todesort" entfernt.

Gegen Mitte des Spiels wird es mir zu Actionlastig, fast wie in einem Gears of War. Das hat zwar auch Spaß gemacht, aber irgendwie war es von der Aufbauenden Thematik der ersten Kapiteln doch fehl am Platz.

Grafisch wird es von der iD TECH 5 Engine voran getrieben, die zum Beispiel bei RAGE zum Einsatz kam. Von daher wirkt das Ganze schon etwas "Last Gen".

[positiv]
+ Anfänglich sehr gute Atmosphäre
+ Eklige Schauplätze
+ Gore/Splatter Effekte
+ Sound und Filter
+ Aufwertungssystem mit Gehirnmasse

[negativ]
- Kamera macht des öfteren Probleme
- Frame Einbrüche und lange slowdowns
- Alte Grafik sowie Spieldesign
- Rätsel eher anspruchslos


Fazit: Ausreichend
Zum Glück ist es kein Resident Evil 6 ähnliches Spiel geworden, sondern beruht sich auf "Altes". Leider ist der "Held" aber wieder einmal ein Mitte 30 Jähriger, Attraktiver, rauchender und trinkender Typ, der selbst Privat nur scheiße erlebt und dadurch einfach uninteressant wirkt.
 

Frosch

Achievement Panda
Team
Es ist geschafft! Sunset Overdrive ist nach ca. 25 Stunden durchgespielt. Die Story wäre deutlich schneller fertig, aber ich hab immer wieder dabei erwischt, einfach so die Stadt und den Mobb aufzumischen. :victory: Eigentlich wollte ich Sunset Overdrive gar nicht erst spielen, denn das Gameplay-Material hat mich ein wenig abgeschreckt. An der gamescom dann entsprechend links liegen lassen und zum Glück, gab es einige sehr positive Stimmen im Spiel, die mich dann doch dazu bewogen haben, dem Spiel eine Chance zu geben und ich hab keine Minute bereut. Sunset überzeugt mit seinem abgefahrenen, crazy Charme und ich hoffe doch, dass die Entwickler neben dem ersten DLC noch einige andere geilen Sachen aus dem Hut zaubern. Ein paar Titel Updates gab es bereits, die zusätzliche Sammelobjekte oder neue zu schlagende Highscores ins Spiel integriert haben.

Vielen DANK für dieses tolle Spielerlebnis. Der Soundtrack gefällt mir auch durchwegs gut. Muss mal schauen, welche Tracks da so zu hören waren.

Jetzt heisst es noch ein paar Sammelobjekte einzusammeln sowie ein paar Nebenmissionen erledigen und dann den DLC unsicher machen hrhr.

Meine Highlights im Spiel waren:

[SPOILER2=Nur Lesen wenn durchgespielt]
- Der Rollenspiel-Typ Ignatius
- Die zu hackende KI (war wohl eine Anlehnung an Portal) "Hey du Arschloch"
- Diverse andere geile Dialoge[/SPOILER2]

:Banane::Banane::Banane:
 

vsMIC

Altenpfleger
Halo 4 coop (hmcc) auf der xb1. hatte es schon mal auf der xb360 durchgerotzt war da aber irgendwie nich angetan. konnte mich beim erneuten durchspielen auch an kaum was erinnern, war irgendwie als waers ein neues game.

war aber damals wohl noch nicht bereit oder offen fuer ein neues halo, weil diesmal fand ich es richtig gut. absoluter blast, wenns als xb1 launch titel gekommen waer haets wohl keiner gemerkt dass urspruenglich fuer xb360 programmiert.


naja, auf einmal bin ich hyped fuer halo 5 im herbst...
 

Frosch

Achievement Panda
Team
Babel Rising 3D - Kurzweiliges "Tower-Defense" Spiel, wo man die Arbeiter davon abhalten muss, dass sie die Pyramide erbauen. Relativ simples Spielprinzip und gibt es für diverse Plattformen (Windows Phone, Windows 8 sowie Xbox 360 und andere Plattformen). Die Kampagne umfasst 15 Missionen mit unterschiedlichen Zielen. Gegen Ende muss man echt aufgelevelt sein und wissen, welche Fähigkeiten und Passive Kräfte miteinander verbunden werden müssen, damit man eine Chance hat. Ansonsten, ganz okay für zwischendurch :D
 

Starsky

Damn good coffee...!
Nach mehr als 3 Monaten regelmäßigen Spielens rollte am Sonntag der Abspann zu Dragon Age: Inquisition über meinen Fernseher. Endlich! Wie lange ich gebraucht habe? Keine Ahnung, der ingame Zeitmesser ist ja unbrauchbar, da er Standbyzeiten der Konsole mitzählt. Da waren es dann ca. 500 Stunden, tatsächlich schätze ich aber so 80 Stunden netto.
Ich habe dabei bis auf eine Zone alle komplett erkundet und alles was mir an Nebenquests über den Weg gelaufen ist mitgenommen. Nur die fauchende Ödnis habe ich am Ende nicht mehr komplett aufgedeckt, da hatte ich nur die Scherben eingesammelt, dann langte es mir. Auch habe ich 2 Drachen stehen gelassen, da der Counter für den Erfolg ja verbuggt ist und ich nach 8 Drachen dort nur 7 angezeigt bekam. Dann sollen die eben weiterleben...

Meine vielen Stunden mit Dragon Age fallen in der Retrospektive doch recht gemischt aus. Ja, es gab sie, die wirklich großen Momente, cineastisch inszeniert und von der insgesamt gut erzählten Hauptstory getragen. Mit Charakteren, die man im Laufe des Spiels sukzessive näher kennenlernt, deren Sorgen man erfährt, mit deren bewegter Vergangenheit man konfrontiert wird und denen man hilft, an einer besseren Zukunft zu arbeiten. Ein Dorian, eine Cassandra, ein Varric, ein Blackwall - die wachsen einem wirklich ans Herz. Ein paar andere sind dagegen ein bisschen arg eindmiensional geraten (Vivienne, Solas Der eiserne Bulle), aber immerhin hat man ja die Auswahl, wen man mitnehmen möchte. Da hat das Spiel seine Stärken und man wünscht sich, dass sich andere Entwickler auch mehr Mühe geben würden, ihre Protagonisten auszuarbeiten. Leider fand ich ausgerechnet meinen eigenen Charakter ziemlich öde, ich hatte beim Erstellen des Aussehens und der Auswahl der Stimme (Hilfe!) offenbar nicht gerade meinen hellsten Moment. Das hat sich 80 Stunden lang bitter gerächt. Die Option, nachträglich Aussehen und Stimme zu verändern ist erst letzte Woche nachgepacht worden. Viel zu spät! Auch hätte ich mir gewünscht, im Rahmen von Questreihen mehr über die eigene Vergangenheit zu erfahren. Die bleibt aber leider weitgehend im Dunkeln, schade und irgendwie auch unverständlich.

Leider jedoch finden ca. 80% abseits der Hauptstory statt, beim Erkunden der verschiedenen Zonen oder beim herumirren auf der Himmelsfeste, wo ausgerechnet der Ort, an dem man am häufigsten gehen muss (Waffenschmiede) hinter einer Tür mit nervigem Ladescreen platziert ist. Und in diesen 80% der Zeit fing das Spiel mit zunehmender Spieldauer an, sich in Arbeit zu verwandeln. Die einzelnen Zonen sind zwar wirklich jede für sich sehr individuell gestaltet und haben allesamt eine unterschiedliche Atmosphäre, aber was hilft das, wenn ich letztlich überall die gleichen Quests erledigen muss (Gehe in dies Camp, gehe in jenes Camp, sammele Scherben hier und Knochen da...) und vor allem bis auf wenige Ausnahmen überall die gleichen Gegner herumrennen? Und selbst, wenn die Gegner anders aussehen, sie kämpfen letztlich alle gleich.

Bei diesem dann doch recht eintönigen Gameplay ohne große Adrenalinschübe nervten dann die technischen Mängel des Spiels doch zunehmend. Allen voran das absolut katastrophale Inventory-System. In Verbindung mit dem Gewichtslimit musste man quasi nach jedem Kampf, nach jeder Kiste ins Inventar und aufräumen bzw. die Sachen zum Verkaufen markieren, damit man nicht später völlig den Überblick verliert. Waum werden zudem Ausrüstungsteile im Inventar nicht immer angezeigt, sondern abhängig davon, welchen Charakter ich ausgewählt habe? Und warum dauert es dabei etwa 3 Sekunden, bis ich den Charakter gewechselt habe? Warum kann man die hunderten Baupläne für Waffen etc. nicht vernünftig sortieren? ... das ist alles so unkomfortabel, dass ich nur in absoluten Notfällen mal etwas gecraftet habe. Zudem gab es bis zum Patch letzte Woche keine Möglichkeit Dinge auf der Himmelsfeste einzulagern. In Verbindung mit dem Gewichtslimit total ärgerlich.
Dann diese Ladezeiten wenn man die Zone gewechselt hat oder auf der Himmelsfeste... furchtbar. Warum bietet man an, dass ich z.B. zwischen 30 verschiedenen Betten in der Himmelsfeste wechseln kann, wenn ich nirgendwo eine Previewfunktion habe? Zwischen dem Ort, wo man das Bett nach Namen (!) auswählt und dem Schlafzimmer sind ganze ZWEI Ladebildschirme! Wer hat sich das denn ausgedacht? Zudem - was soll ich überhaupt in dem Schlafzimmer? Es gibt keinen Grund, es zu betreten, denn es gibt dort nichts zu tun, weder etwas zu lesen, noch etwas anzusehen.

Insgesamt ist DA so vollgestopft mit Features, dass man das Gefühl hat, alles was Bioware mal irgendwo in einem anderen Spiel gesehen hat, musste eingebaut werden, ob es nun sinnvoll ist oder nicht. Bestes Beispiel für den Übereifer: Reittiere (weitgehend nutzlos) und die "Individualisierung" der Himmelsfeste. Den ominösen Turm, den man für mehrere Steinbrüche und Holzschlagpositionen kaufen konnte, habe ich zumindestt visuell nicht gesehen. Auch die Möglichkeit, Wandteppiche zu wechseln, war dann doch ziemlich sinnfrei, weil kaum wahrnehmbar.

Aber geschenkt, das Herzstück des Spiels ist das Kampfsystem und da nervte eigentlich nur die schleche Kamera, die mich schon mal mitten in einem Drachenkampf von der Karte teleportierte. Tot, Kampf nochmal anfangen. Auch die Beschränkung auf 10 Schnellzugriffstasten ist zum Ende des Spiels hin, wenn man ziemlich viele Skills hat, etwas ärgerlich. Gut, auf "Mittel" ist das Spiel onehin so leicht gewesen, dass man als Magier mit dem Spammen von Elektroschocks, Einfrieren, Feuerball, Geistschlag und Barriere durch jeden Kampf unbeschadet durchkommt. Aber für Spieler in den höheren Schwierigkeitsgraden kann das schon ein Hindernis sein. Ebenso wie der Verzicht auf Heilungs-Skills, den ich gar nicht nachvollziehen kann. Das regelmäßige Wiederauffüllen der Tränke war einfach nur ein sinnloser Zeitfresser (Teleport ins Camp, auffüllen, wieder dahinrennen, wo man herkam und die ganzen respawnten Gegner ein zweites Mal bekämpfen...) in einem Spiel, was sowas aufgrund der Masse an Content gar nicht nötig hat. Wobei auch hier - auf Schwierigkeitsgrad Mittel wurden die Tränke wirklich sehr sehr selten knapp.

Fazit: Dragon Age Inquisition ist ein gutes RPG, deutlich besser als Dragon Age 2, aber mit einem Focus auf Masse statt Klasse. Es ist kein Open World Spiel, tut aber so, als wäre es eins und überfrachtet den Spieler mit überflüssigen Features und 08/15-Quests. Gelungenes Charakterdesign, eine solide Hauptstory und eine Präsentation mit ansehnlicher Grafik und ordentlichem Voiceacting (D/E) hinterlassen dennoch einen insgesamt guten Gesamteindruck.

7,5/10
 
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