30 bis 40 Stunden für eine Karte ist aber eine beachtliche Zielsetzung.
War wohl auch etwas verfrüht und unheimlich motiviert. Jedenfalls hat sich das in Luft aufgelöst und es werden wohl eher doppelt so viele werden, obwohl nur eine Karte. Die hat es allerdings in sich, auch wenn man das so gar nicht wahrnimmt.
Wie immer sind einige Spoiler angedeutet und auch enthalten. Ich versuch so gut es geht, es halbwegs neutral zu halten, was nicht immer gelingt. Also, wer befürchtet, zu viel verraten zu bekommen, sollte hier nicht mehr weiterlesen und erst mal die ersten 50% spielen
Die Wege sind an sich gut befahrbar und wie gesagt, ist auch der Feststraßenanteil strategisch gut gewählt. Sie sind aber stellenweise blockiert und sind anfangs nicht zu reparieren. Erst im Verlauf der Abarbeitung bestimmter Aufgaben, werden dann auch diese Blockadeaufträge freigeschalten. Das ist insofern fies, weil man ja anfangs die Karte aufdeckt und schon alles mal abgefahren ist, aber die Blockadeaufträge eben noch nicht da sind. Man muss diese Vermurungen oder Brücken umständlich und nicht ganz gefahrlos entweder weiträumig umfahren oder sich eben durch ein Waldstück quälen bzw. sich mal kurz irgendwo runterstürzen

Das kostet irre Zeit. Dass die Aufträge dazu dann lokal freizuschalten sind, also noch mal erst angefahren werden müssen, bevor man weiß, was man braucht, versteht sich von selbst, oder?
Ich hab auch den neuen Truck mittlerweile freigeschalten, den PLAD 450. Das ist vielleicht ein geiles Gerät. Der ist mittlerweile fix im Einsatz und leistet hervorragende Dienste. Leider nur ein hoher Sattel. Aber sonst kann er so gut wie alles montieren. Es gibt auch, wie in Expeditions, so eine Multifunktionspritsche, wo man einen "Kung" (wer immer dieses dämliche Wort erfunden hat) und einen Ladeslot zur Verfügung hat. Sieht gut aus, aber den Mehrwert habe ich noch nicht herausgefunden. Kleiner Wehrmutstropfen: Riesentruck - kleiner Tank. 300 Liter ist für den viel zu wenig. Der Verbrauch ist unter Last und bergauf nicht unter 20 Liter zu bewerkstelligen. Reichweite daher je nach Einsatz sehr begrenzt. Hat auch keine Reserve und ist daher auf Betankung angewiesen bzw. nur auf relativ kurze Distanzen einsetzbar. Man baut sich dann entweder ein Tanknetz auf und muss dann eben die ganzen Hänger wieder einsammeln. Oder man stellt seinen halben Fuhrpark mit Tankaufsätzen auf. Ich hab mit dem PLAD mittlerweile alle offenen Holzlieferungen gemacht, die es da in allen Größen gibt. Der macht sich richtig gut. Ich hab allerdings die typeneigenen Reifen gegen bewährte 63" Listenschlammreifen getauscht. In dem Fall die letzten in der Liste. So grobstollige. Die sind ok (ich hab mir nicht die Mühe gemacht, hier die Reifenwerte zu vergleichen, sondern wähle die eben nach common sense, Bauchgefühl und Optik und liege da meist auch ziemlich richtig).
Der zweite Truck, so ein optisches WW2 Scout-Überbleibsel, ging vole in den Verkauf. Der sieht nach nichts aus und wird auch keinen Scout vorteilig ersetzen. Es gibt ihn einfach (in Form von Credits).
Nun zu den Steinbrüchen: Also hier haben sich die Entwickler irre Mühe gegeben, den Spielern das Leben zu Hölle zu machen, und das sprichwörtlich. Mir ist bisher in allen Seasons eigentlich nichts vergleichbares untergekommen. Für mich grundsätzlich im Positiven gemeint, andere werden dort möglicherweise zu weinen beginnen. Was allerdings fast garantiert ist, dass man sogar am Controller schwitzen kann. Und das sage ich nicht leichtfertig nach 2500 Stunden SR. Durch die schiere Größe der Löcher sind die meist nur einzigen Zufahrten endlose Kringel. Ohne Schäden kommt man da nicht runter, schlimmstenfalls reißt man sich den Tank auf. Endstation, wenn man keinen Reparaturkit dabei hat. Abkürzungen sind auf der Übersichtskarte so gut wie nicht erkennbar, man stolpert im Einzelfall zufällig drüber und sie können auch nicht mit allen Trucks so einfach benutzt werden. Da sind Schäden an den Trucks, bis hin zu Ladungsverlust und Totalschaden alles möglich. Die Großzügigkeit bei den Schäden, wie in Expeditions, gibt es hier nicht. Hier ist man mit der Schadenssumme bald am Limit (vor allem Räder und Federung). Das ist dann eher so ein Eiertanz, wenn man Schäden in Grenzen halten will, was wiederum auf die Spielzeit enormen Einfluss hat.
In den Klippen ist eine verlorene Ladung schlicht unerreichbar. Ist ärgerlich, wenn man die kilometerweit herangekarrt hat. Experimente mit Abschneidern sollten also wohlüberlegt sein. Noch so ne miese Tour: Oft geht der Weg haarscharf an den Klippenrändern entlang, die dann unter Last abbrechen, echt geile Realität. Es gibt da ein paar Videos online, da sieht das ganz cool aus. Im Eigenfall ist da meist zu spät. Einer dieser Fälle betrifft den Bausattel, der da runter muss und eine solche Stelle passieren muss. Ohne Frage ist der natürlich abgestürzt. Aus meiner Sicht unvermeidlich, den die Stelle ist eine enge Ecke, wo der lange Hänger ohnehin schon halb in der Luft hängt. Ich denke, dass der Schlüssel hier
(Achtung Spoiler!) vermutlich in der Größe des Zugfahrzeuges sitzt, je kleiner desto besser). Hat fast 2 Stunden mit viel Glück gedauert, den wieder flott zu kriegen, weil er sich in den Klippen verkeilt hat und von allen Seiten fast kein einziger Windenpunkt zugänglich war. Das grenzt dann schon an Akrobatik, sich mit einem anderen Laster hier soweit rauszuwagen, bis die Winde greift ohne abzustürzen. Vielleicht wäre ein Neustart schneller gewesen, aber wahrscheinlich hätte es an der gleichen Stelle wieder nicht geklappt. Ist brutal tückisch hier.
Der Truckverschleiß ist hier so enorm wie nirgendwo. Betankungsdienste sind auf der ganzen Karte zwar vorhanden aber rar. Und wenn, dann auch nur in Form von Scout-Tankhängern. Es gibt zwar 2 Tankstellen, aber nur eine davon aktiv. Die 2. ist wohl irgendwann später freizuschalten oder bleibt tot.
Besonders cool finde ich diese neue Ladungsart Schieferblöcke, von denen es in 2 Hauptaufgaben je 4 zu transportieren gilt. Die Blöcke sind je 2 auf einer 2-Slot Plattform fixiert und gelten als 1 Block. Da sie nicht gleich hoch sind, kann man nichts mehr draufstellen. Überladung also unmöglich, auch weils der Truck dann nicht mehr packt. Die sind irre schwer und macht brustschwachen Lastern doch ne Menge Sorgen. Man kann also max. 2 auf der 5-er Pritsche oder eben nur einen auf einer Aufbaupritsche transportieren. Man kann natürlich auch den bei manchen Gamern beliebten Twinsteer für 2 Blöcke versuchen. Das wird vermutlich 2 Tankfüllungen brauchen, um überhaupt aus dem Steinbruch zu bekommen. Auf den verwundenen Wegen wird sich der starre Truck zudem schwer tun. Wäre nicht meine Wahl, aber man kann es sicher versuchen.
Sonst gibts noch 4 extrem mies bezahlte Vibroaufgaben - nur 2250 Bucks für echt qualvolle Stunden. Die hätten sich jedenfalls mehr verdient, zumal wesentlich leichtere Aufgaben (ja, auch die gibt es) oft mit ganz cooler Entlohnung anstehen. Die Zielpunkte (mal davon ausgegangen, man erfährt diese ehrlich und ohne Maprunner) sind teils echt extrem schwer zu erreichen und man steht oft sprichwörtlich vor dem Auslöser, aber es fehlen eben nur 2 Fahrzeuglängen, die unerreichbar scheinen. Da sind viele Leer-km einzuplanen.
Letztlich gibt es zu den neuen Trucks insgesamt 7 Upgrades auf der Karte, die manche sehr mühsam zu erreichen sind. Davon sind, so meine ich, nur 3 für den PLAD, die anderen 4 somit wertlos, da der Scout (für mich) wertlos ist - von den Credits mal abgesehen
Also dann, viel Spaß beim Leiden!