Season 11 News
Folgendes gilt jetzt nur mal für Map 1
Also - ich hab heute um Punkt 12 Uhr die Season installiert und bin auch gleich eingestiegen. Vorweg - Manche werden etwas enttäuscht sein, so wie ich, andre wirds freuen. Um nicht missverstanden zu werden - die Map ist wie immer toll. Schöne Landschaft, sehr bergig, weitläufig, da gibts nix zu meckern. Ich hab jetzt erst mal die erste Map aufgedeckt, dauerte gute 3 Stunden. Da sind allerdings schon ein paar Aufträge am Weg inkludiert. Auch den neuen Unimog hab ich gefunden und freigeschalten. Naja, ein Gamechanger wirds nicht werden. Einziger Vorteil, soweit aus meiner Warte: er kann leichte und schwere Anhänger mit der jeweils installierten Kupplung ziehen. Also Scout- und Truckkupplung montieren. Natürlich nicht beides zugleich

Außerdem passt auch der kleine Truckkran drauf. Upgrades a'la Reifen, Motor, Getriebe - Fehlanzeige - Wohl gibt es ein Schnellgetriebe zu finden, das aber keinen echten Mehrwert bringen wird, denke ich. Sonst kommt das Gerät mit einer Standard-Konfiguration. Wie ich schon sagte - Gamechanger wirds keiner.
Meine Enttäuschung richtet sich gegen die Herausforderung an sich. Wer hier echte und schwierige Challenges sucht, wird vergeblich suchen. Die Wege, Straßen und Pfade sind selbst für die Startertrucks (Fleetstar, GMC, ...) aus Michigan gut befahrbar (Upgrades vorausgesetzt), Einzelausnahmen sind möglich. Wer es bis in die Season 11 ausgehalten hat, der hat aber ohnehin seine Favoriten, die sich auch hier bewähren werden. Das Gelände wird niemanden überfordern. Vielleicht besteht ja noch Hoffnung, dass die 2. Map hier auch für die Hardcore-Trucker etwas bietet. Sonst ja, Schnee gibts, aber kein Eis, zumindest nicht in der 1. Map - Die Ketten können getrost daheim bleiben. Wer die beiden Trials mit dem Khan Loaf Kleinbus gemacht hat, der kann damit das Scouten in Skandinavien auch als Familienausflug mit Hund und Kids in Betracht ziehen.
Der hohe Anteil an Asphaltstraßen sorgt für guten Vortrieb an den weiten Lieferstrecken. Gibt zwar immer wieder unreparierbare Fahrbahneinbrüche, da muss man eben mit ein paar Schadenspunkten rechnen. Dann muss man schauen, ob man nicht vielleicht strategische Zugfahrzeugwechsel einplant und damit vorteilhaftere Setups für Offroad und Straße zur Verfügung hat. Das wird jeder für sich entscheiden müssen. Für meinen Geschmack ist das aber definitiv zu viel Asphalt. Der Rest der Map spielt sich dann entweder im Nahbereich der Straße oder in den Bergen ab. Abkürzungen sind nicht immer gleich ersichtlich, aber sie sind da, braucht aber dann etwas Mut zur Entscheidung. Die, die echte Abkürzungen sind, sind allerdings dann definitiv eine enorme Ersparnis an Zeit und Sprit. Wird jeder selber rausfinden, denke ich.
Sprit ist Mangelware. Es gibt zwar, aus meiner Sicht, unverhofft in der Einöde dann nen Scout-Tanker, die sind aber auch bitter nötig, dort wo sie stehen. Ich hab die sprichwörtlich mit den letzten Tropfen zufällig dann erreicht. Ich möchte euch diesen Adrenalinkick nicht vorenthalten (ich muss dazu auch sagen, dass ich mich "nicht" vorher auf Maprunner vorab schlau gemacht habe, um der neuen Season auch das Erlebnis des Entdeckens nicht vorzuenthalten). Ist also alles ehrlich erarbeitet.
Es gibt nur 2 Wachtürme, die grad mal die Hälfte der Map abdecken, somit ist der Radartrailer gefragt. Gezogen vom Loadstar 1700 geht das ganz gut. Scouten an sich ist mit dem Tatarin wie immer ne Bank, da kann man unterwegs auch gleich ein paar passende Tasks erledigen. Aufträge gibts recht viele. Ressourcenplätze eher wenige. Lagerhäuser muss man entweder freischalten oder es gibt Generatorproduktionen, die teilweise auch wieder Zuliefermaterial benötigen. Kleines Beispiel gefällig: Holzplanken werden doch viele benötigt. Dazu gibts entweder die Holzrahmen in überschaubarer Anzahl und weit weg, die man schon aus anderen Seasons kennt oder man kann sie mittels Generator produzieren. Dazu werden allerdings Stämme benötigt. Und wie es der Teufel will, gibts nur Kurzhölzer an nur 1 Holzstation abzuholen. Die Ausbeute an Planken ist damit nicht sehr groß, wie ihr euch denken könnt. Gut, dass es keinen Kurzholzanhänger gibt

Die Profis werden sich zu helfen wissen.
Ein paar Roadblocks und Brückenreparaturen sind fällig. Die Roadblocks kann man aber auch überfahren. Nicht ganz ohne Blessuren allerdings. Was die Aufträge betrifft, da werden Erinnerungen an den Yukon wach. Massig Ressourcen auf weiten Wegen. Zwar nicht in dem Ausmaß wie die Goldmine dort, aber da gibts doch einiges zu bewegen.
Ach ja - es gibt auch 2 weitere Wachtürme, die aber erst aufgebaut werden müssen, bevor die den Sichtkreis freigeben, den man aber vermutlich schon bei Scouten aufgedeckt hat. Bleibt also lediglich der Aufbau der Türme als Aufgabe.
Bin dann schon mal gespannt auf die 2. Map
Fazit: Ich werde das Gefühl nicht los, dass bei Focus/Saber der Saft raus ist. Zwar werden nach wie vor schöne Maps generiert, aber mir fehlt der Biss und die Liebe zum Detail, insbesondere die Fahrwege zumindest etwas mehr herausfordernd zu gestalten. Auch dass nur mehr 2 Maps/Season verfügbar sind, die nicht allzu schwierig und damit relativ schnell abgearbeitet sind, begeistert nicht gerade.
Wohlgemerkt: das Spiel ist nach wie vor cool und ich liebe es. Aber im Gegensatz zu manchen Seasons stellt sich hier kein Suchtverhalten ein, dass mich an den Bildschirm fesselt. Es ist mehr so: Mach es schnell fertig, dann kannst du dich wieder den Random-Coop-Spielen widmen, denn die machen wirklich Riesenspass.
Bis denne
Croco