Alter, was hab ich grad
riesige, schleimige Brocken gebrochen.
Der Kampf in der Hütte war schon - wie übrigens auch im ersten Anlauf auf PC - eine echte Riesengaudi, mit Viehzeug, das einen von allen Seiten umringt, und eigentlich muss man so halb mit Gehör arbeiten, um die Angriffe, die aus dem toten Winkel kommen, mit dem Messer zu parieren - was so leidlich gut funktioniert. Und dann gibt's kaum vernünftige Ressourcendrops, während mein Inventar, das über die vergangenen Stunden auf stolze Ausmaße angewachsen ist, immer kleiner wird, weil ich Heilkram essen muss wie doof, und Granaten werfen und Dinge mit der Shotgun umnatzen ...
Und übrigens wurde die Cutscene, die das Ende der Hüttengaudi einläutet, eine ganze Sekunde
nachdem ich die dritte Granate in den nächsten Viecherhaufen geworfen hatte, gespielt. Anschließend zurück, um wenigstens den nicht eingesammelten Loot zusammenzuraffen, kommt man auch nicht mehr.
Nun ja, jedenfalls ...
Im nächsten Kapitel geht's mit einem Besuch beim Händler weiter - der mir nichts bringt, weil ich keine Schätze zu verkaufen hab und ergo auch kein Geld auszugeben -, worauf ein Abschnitt anschließt, der wieder mal der reine, kristalline Frust ist. Eigentlich sollte geschlichen werden, aber oben auf den "Zinnen" lungern solche mistigen Fackelwerfer rum, die sofort die komplette Bude alarmieren, wenn sie einen sehen. Die könnte man mit Sniper-Rifle wegnehmen - aber isch '
abe gar kein Sneiperreifel.
Na ja, konsequenterweise dauert's dann nicht lang, und man hat die ganze Bagage an der Backe, inklusive so eines hammerschwingenden Stierheinis.
Worauf ich mit dem ganzen Gelaber hinauswill: Der adaptive Schwierigkeitsgrad in diesem Spiel macht mich fertig. Ich will wirklich nicht braggen, aber ich spiele vielleicht ganz ordentlich (auf "Normal", was der Eigenaussage zufolge einfacher als das Ur-"Normal" ist) und versuche wirklich clever mit Ressourcen zu haushalten. Nach dem Prinzip spiele ich so ziemlich alle Survival-Games, was in der Regel auch ganz gut funktioniert, so dass man ab der Hälfte oder so keine Not mehr hat, durchs Spiel zu kommen.
Hier allerdings ... wird einem ein Strick daraus gedreht, dass man gut spielt, indem das Game schwieriger wird, und zwar nach dem was ich
las um einiges schwieriger.
Ich könnte mich jetzt absichtlich wie eine Volltröte anstellen, ganz nach Vorbild diverser Let's-Player, aber das ist halt so gar nicht mein Stil, und wirkliche innere Zufriedenheit verschafft mir das auch nicht, zu wissen, dass es eigentlich am Ende wurst ist, ob ich gut spiele, oder wie der Terrier meiner Urgroßmutter.
Schade, weil das Spiel halt wirklich richtig gut kickt - aber jetzt bei näherer Betrachtung fällt mir wie Schuppen aus den Haaren, dass der adaptive SKG einer der Gründe war, warum der Durchgang auf PC zum Erliegen gekommen ist.
Wirklich schön hätte ich gefunden, wenn man im Vorfeld - quasi als Pendant zum Levelscaling in RPGs - gefragt würde, ob man adaptiv spielen möchte, oder fest, und meinetwegen hätte das auch gern eine permanente, unabänderliche Entscheidung sein können.
So wie's jetzt ist, macht's mir die Erfahrung ehrlich gesagt empfindlich madig aktuell.