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Red Dead Redemption 2: Der Saloon - Spoilerzone

Sedor

Jungspund
Ich war erst auch etwas skeptisch bzgl. Kapitel 5 - aber letztendlich schließe ich mich Pepe an: es fügt sich vielleicht nicht auf dem ersten Blick direkt in die Story ein und wirkt irgendwie wie ein Bruch von dem ganzen, doch es markiert eine Wendung in Arthurs Verhalten gegenüber Dutch und es zeigt deutlich wie skrupellos Dutch am Ende doch ist.

Stimmt, Arthur erwähnt wo er sich TBC eingefangen haben kann - wenn man sich die Szene auch nochmal vor Augen führt war da auch indirekt was angedeutet (so ich mich richtig erinnere) von dem an fast hätte ahnen können das es für Arthur noch folgen hat.
 

crizzero

Rusty Loot Unit
Japp, das kam meiner Ansicht nach auch von Downes. Wenn man von jemandem, der TBC hat, blutig angehustet wird, hatte man es zu der Zeit definitiv auch. Da würde ja schon ne normale Tröpfcheninfektion ausreichen...

Guarma bleibt für mich absolut unnötig. Nicht erzählerisch, aber spielerisch. Das heißt, das wäre ne schöne lange Cutscene geworden und zwar ohne General Sowieso, der 1000 Soldaten hat, die man alle töten muss, sondern einfach die Strandung, die Entfremdung, die Rückkehr und fertig.

Aber wie gesagt, ich bin ziemlich sicher, dass Rockstar den Spieler damit bewusst herausreißen wollte aus dem normalen Umfeld, damit er es wieder zurücksehnt. Was ja auch durchaus für den ein oder anderen klappen kann.

Solche Kniffe sind ja legitim, nur funktionieren sie nicht für jeden. Ich finde den Epilog zum Beispiel grandios, genieße dieses Häuslebauen und Settlen gerade sehr. Für mich ist das alles andere als "unnötig hinten drangehangen". Es hat mir auch ein Stück weit geholfen Arthurs Tod zu verarbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 234

Guest
Das mit Downes ist bei mir nicht hängen geblieben. Die Mission schon wobei es nur eine von zig war. Habe aber mal im Inet nach Arthur und TBC geschaut und das ist auch die überwiegende Aussage, dass er es daher hat.

Wie gesagt, für mich stellt das Kapitel den Wengepunkt der ganzen Geschichte dar. Bis dahon konnte man noch auf ein Happy End hoffen. Danach gings steil bergab mit der Gang. Ich gebe aber zu, das hätte man auch anders gestalten können und auf der "USA-Map" bleiben können. Von der Atmosphäre und den Missionen her hat mir das Kapitel ebenfalls gefallen. Mit der kanone das Schlachtschiff anzugreifen oder die Landungsboote an der Landung zu hindern fand ich sehr gelungen.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Das mit Downes ist bei mir nicht hängen geblieben. Die Mission schon wobei es nur eine von zig war. Habe aber mal im Inet nach Arthur und TBC geschaut und das ist auch die überwiegende Aussage, dass er es daher hat.

Wie gesagt, für mich stellt das Kapitel den Wengepunkt der ganzen Geschichte dar. Bis dahon konnte man noch auf ein Happy End hoffen. Danach gings steil bergab mit der Gang. Ich gebe aber zu, das hätte man auch anders gestalten können und auf der "USA-Map" bleiben können. Von der Atmosphäre und den Missionen her hat mir das Kapitel ebenfalls gefallen. Mit der kanone das Schlachtschiff anzugreifen oder die Landungsboote an der Landung zu hindern fand ich sehr gelungen.

Es gibt in Kapitel 6 die Nebenmissionen "Suche nicht nach Vergebung I + II", die übrigens auch nur Kapitel 6 mit Arthur verfügbar sind, die deutlich machen, was die Ursache der Krankheit ist.

Und der Wendepunkt der Geschichte ist eigentlich schon viel früher. Spätestens in Kapitel 4 ist abzusehen, dass das ganze Gerede von Tahiti und "Ihr müsst nur Vertrauen haben" nur heisse Luft ist. Kapitel 4 ist der Zeitpunkt, an dem die Spannungen in der Gruppe immer größer werden und die Gruppe unabweichlich auf den Kollaps hin zusteuert.
 
G

Gelöschtes Mitglied 234

Guest
Es gibt in Kapitel 6 die Nebenmissionen "Suche nicht nach Vergebung I + II", die übrigens auch nur Kapitel 6 mit Arthur verfügbar sind, die deutlich machen, was die Ursache der Krankheit ist.

Und der Wendepunkt der Geschichte ist eigentlich schon viel früher. Spätestens in Kapitel 4 ist abzusehen, dass das ganze Gerede von Tahiti und "Ihr müsst nur Vertrauen haben" nur heisse Luft ist. Kapitel 4 ist der Zeitpunkt, an dem die Spannungen in der Gruppe immer größer werden und die Gruppe unabweichlich auf den Kollaps hin zusteuert.

Sorry, ich bin was sowas angeht "einfach" gestickt. Er hatte TBC und kratze ab - fertich. Wo er sich die nun geholt hat und welche Dialogpassage nun zu zitieren wäre ist für mich gesehen Perlen vor die "Pepesau". :cool: Interessant wäre es höchstens gewesen, wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte seine TBC zu heilen, Arthur überleben zu lassen und so ein alternatives Ende zu haben.

Naja mit dem Wendepunkt sehe ich es halt so, dass Dutch immer wieder mit seiner Auswanderung Werbung machte, das war tatsächlich schon im Kapitel 4 der Fall . Nun waren sie zwar nicht auf Tahiti aber zumindest in ner hübschen grünen Landschaft und dort wurde der Gruppe bewusst: "Egal wo wir leben es gibt immer Probleme vor Ort denen wir uns stellen müssen". Also wurde jedem klar, der Traum von Tahiti ist eine Seifenblase.
 

crizzero

Rusty Loot Unit
Ich glaube, der Gruppe an sich wurde gar nichts bewusst. Es ist hauptsächlich Arthur, an dem sich Dutch reiben muss. John ist auf der Insel nicht dabei, Hosea ebenfalls nicht. Miss Grimshaw und Sadie auch nicht. An wem sonst müsste sich Dutch dort reiben? Dutch hat sich spätestens auf dieser Insel einfach entlarvt, sonst nichts.

Die einzigen beiden Fragen, die man sich am Ende zu dieser Entwicklung stellen muss, sind:

1. War Dutch schon immer so ein gieriges Arschloch und hat er die ganze Zeit nur geschauspielert und Leute nur benutzt, um eben an das größtmögliche Geld zu kommen?

2. War er wirklich mal der charismatische Anführer, der die Bande als Familie sieht und Ehre hat, der sich aber durch "Schlangenzunge" Micah hat bequatschen lassen, zu gierig wurde und sich so veränderte?

Ich glaube ja Zweiteres, weil wenn Hosea und Arthur von damals erzählt haben, war alles in Butter. Viele Jahre war ja alles perfekt.
 

Thommysoft

Aktuell als Moderator inaktiv.
Team
Ich glaube ja Zweiteres, weil wenn Hosea und Arthur von damals erzählt haben, war alles in Butter. Viele Jahre war ja alles perfekt.

Ich glaube, die Antwort ist eher irgendwo in der Mitte zu finden. Dutch ist fraglos ein charismatischer Anführer, aber er scheitert akut daran, dass er sich nicht an die veränderterten Lebensumstände (immer mehr Gesetzte/Zivilisation, weniger Wildnis/Rückzugsräume etc.) anpassen kann und er sich deshalb gedanklich immer mehr Luftschlösser baut und sich in den Träumen einer Realität verfängt, die gar nicht mehr existiert. Als Arthur ihn einmal drauf anspricht, wird ja relativ klar, dass er absolut keine Ahnung von Tahiti hat. Und diese Suche nach dem traumhaften Ideal von Welt, das man ganz einfach erschaffen könnte, wenn man genug Geld hat, lässt ihn am Ende komplett abdriften. Das ist ein Mann, der von den Realitätten immer mehr in die Ecke getrieben wird und der aus seiner Verweiflung heraus immer weiter korrumpiert und vor allem auch seine moralischen Grundsätze, so verquer sie auch sein mögen, über Bord wirft.

Das sieht man ganz am Vergleich von Kapitel 1/2 und 6. Am Anfang wirkt er noch wie ein Robin Hood, der sich durchaus um den kleinen Mann sorgt und dem es vor allem darum geht, die reichen um ihr Vermögen zu erleichtern. In diesen Kapiteln ist er eher ein Idealist, der sich gegen die Industrialisierung und den Kapitalismus wehrt, während er am Ende des Spiels zum eiskalten Killer mutiert, der, auch durch Micahs Einfluß, alle um sich herum zu seinen Zwecken manipuliert. Zu diesem Zeitpunkt geht es nicht mehr um Ideale, sondern um den reinen Überlebenstrieb. Und zwar ein Überleben zu seinen Bedingungen. Im Prinzip wird er aus seiner Verzweiflung heraus genau zu dem, was er am Anfang verachtet. Er wird, wenn auch in etwas anderer Form, zu einem Leviticus Cornwall, der andere Menschen ausnutzt, um seine Ziele zu erreichen, um zumindest für sich selber das Leben zu erreichen, das er sich anfangs für die ganze Gruppe wünscht.

Im Grunde dreht sich vieles in RDR2 um die Furcht und die Angst vor der Veränderung und darum, was passiert, wenn man sich diesen Ängsten nicht stellt, sondern sie einfach verdrängt.
 
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