Willkommen beim Spiele "Journalismus" des 21. Jahrhunderts.
Ich nehme inzwischen nix mehr für voll was die insbesondere großen Portale drucken, dafür hat diese ganze Branche mir zu viel Glaubwürdigkeit verspielt. Schade dass die Seite "Medienbiene" nichts aktuelles mehr macht, die hatten sehr aufschlussreiche Recherchen, wo man oftmals über mehrere Magazine hinweg die exakt gleichen Satzbausteine in Previews und auch leider Testberichten finden konnte.
Die Portale sind scheinbar genug im Eimer um auch 1:1 Kopie der PR-Texte nötig zu haben. Der jüngste 4players Hardware-Test gibt ja scheinbar auch exakt die Inhaltsbeschreibung des Herstellers wieder. Mit reinen Klicks ist eben kein Geld mehr zu verdienen, dafür hat diese Landschaft einfach zu viele Leser in den letzten 10 Jahren verloren. Die Portale sind meiner Meinung nach nichts anderes mehr als ein verlängerter (und nicht gekennzeichneter) Arm des Marketings.
(sorry falls das jetzt sehr negativ rüberkommt)
Gibt natürlich auch noch Ausnahmen. Am besten ist es wohl, wenn wirklich Privatleute hinter Kanälen oder Plattformen stehen, wo die Betreiber einfach frei Schnauze reden können.
Brandaktuell hierzu ein tolles Video von Jim Stephanie Sterling. Passend zu PR aka Ghostwriting.
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Das war jetzt weniger als Kritik an Eurogamer gedacht. Denen gebe ich da keine Schuld.
Bei dem Wortsalat, den kein Mensch interpretiren kann, haben die halt nicht wirklich andere Optionen, als das mehr oder weniger in Zitaten abzudrucken. Wenn man das zu interpretieren versucht, explodiert einem wahrscheinlich der Kopf.
Ich sehe das eher als Beispiel dafür, dass die Industrie ihren ganzen unausgereiften Irrsinn an Ideen mittlerweile in noch verrücktere Worthülsen verpackt, vor deren Entschlüsselung jeder rational und logisch denkende Mensch kapitulieren muss.
Und deshalb empfinde ich solche Artikel auch durchaus als wertvoll, weil sie halt ziemlich ungefiltert wiedergeben, wie sehr die wahren Ziele hinter diesen Projekten durch möglichst unverständliche Sprache verborgen werden sollen.