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Die Spiele-Industrie (Allgemeine Diskussionen)

X30 Neo

Natural Born Gamer
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@Ahti: Auch gerade gelesen. Wirklich schade um das kreative Studio. Sein Todesurteil hatte es aber wohl bereits 2020 beschlossen, als es zu Meta (Facebook) wechselte.
Obwohl Meta beteuerte, dass die Schließung kein Zeichen "für umfassendere Kürzungen bei der Anzahl der First-Party-Spiele, die man für Quest veröffentlichen möchte" sei, glaube ich nicht an dieses PR-Geschwätz. VR ist seit Jahren rückgängig und das ist wohl eine Konsequenz daraus.
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
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Weiter geht es. Visions of Mana ist noch gar nicht richtig gestartet (Release war gestern), da wird das Studio wohl schon geschlossen. Vermutlich von langer Hand geplant.

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Vermute ich auch, das dies bereits vorher geplant war. Anders läßt sich das eigentlich nicht erklären, Visions of Mana ist ja fast zeitgleich mit der Meldung released worden.

Es ist schon heftig was da seit Jahren in der Spielebranche passiert. Phil Spencer hat selbst ja vor kurzem mich in einem Interview auf die Situation bezogen gesagt, dass sich die Branche es gar nicht mehr leisten kann, eine Plattform bei Release auszuklammern.

Das ist sicher auf die eigene Situation bezogen, Sony veröffentlicht seine Spiele ja weiterhin konsolenexklusiv,allerdings auch vermehrt direkt oder kurz danach auf PC. Einzig Nintendo scheint da eine Ausnahme zu sein, aber da dürften die Produktionskosten zumindest bezüglich der Limitation der Hardware nicht ganz so hoch sein.

Zumindest bei Drittanbietern wie Square scheint aber da auch ein Umdenken zu erfolgen. Was ich nicht verkehrt finde.

Es erklärt aber noch nicht so ganz wie es dazu kam. Sicher, die Covid Zeit mag einige Studios geblendet zu haben, die Goldgräberzeit ist aktuell vorbei. Aber da muss sich doch die ganze Branche, die ja weiterhin wächst, ordentlich verkalkuliert haben.

Das ist natürlich schlecht für alle Seiten. Zunächst wegen der ganzen Entlassungen der Mitarbeiter. Aber auch für uns Spieler. Unfertige Spiele, welche zudem meist immer mehr in Richtung seelenlose CashCow, auch Service Games, tendieren. Bestes Beispiel ist da aktuell wohl Ubisoft: Ältere Spiele wie the Crew, was gut im Einzelspieler gespielt werden kann, werden direkt bei Serverabschaltung unspielbar gemacht, man bringt so genannte Quadle A Spiele wie Skull and Bones heraus und möchte inzwischen gerne 140 Eur für eine digitale Deluxe Editon von Star Wars haben.

Sorry, da bin ich raus. So sehr ich gerade Singleplayer Spiele auch mit Day One Käufen unterstütze, aber irgendwo hört es auf. Zumal ich bei Star Wars ja nicht mal sicher bin ob es nicht den gleichen Weg wie ein The Crew geht.

Bei mir geht daher der Weg immer mehr zu AA Spielen kleinerer Entwickler.
 

Khorny

Moderator
Team
Es ist schon heftig was da seit Jahren in der Spielebranche passiert. Phil Spencer hat selbst ja vor kurzem mich in einem Interview auf die Situation bezogen gesagt, dass sich die Branche es gar nicht mehr leisten kann, eine Plattform bei Release auszuklammern.
Würde ich mit ganz vielen "aber"-Einwürfen verbinden. Leisten kann man sich auch die kleinen Releases problemlos, wenn man nicht Aktionäre im Rücken und eine treue Fanbase hat, welche die eigenen Produkte kauft. Um die immer absurderen Wachstumsziele zu erfüllen, genügt ein sehr gutes Nischenprodukt für eine Plattform (oder selbst für alle!) einfach nicht. Firmen wie Microsoft, Sony etc. haben ein Problem, da der natürliche Zuwachs an Wachstum seinen Höhepunkt überschritten hat. Abseits von China wächst der Markt nicht mehr, und selbst wenn alle Releases Multi gehen, werden sie in mehreren Jahren wieder das gleiche Problem haben. Dann kann man aber nur noch an der Preisschraube drehen, da es nichts mehr zu verteilen gibt.

Der Move den Microsoft aktuell z.B. fährt, wird ihnen kurzfristig mehr Profite liefern, sie langfristig aber obsolet machen, und dann im kompletten Crash der Plattform enden. Microsoft hätte nach der Activision-Übernahme den langen Weg nehmen müssen, dann wären sie in spätestens 10 Jahren der dominierende Player gewesen, an dem die Branche nicht vorbeikommt. Ihre Multiplattform-Releases werden sie hingegen jetzt erst so richtig unattraktiv machen.

Es erklärt aber noch nicht so ganz wie es dazu kam. Sicher, die Covid Zeit mag einige Studios geblendet zu haben, die Goldgräberzeit ist aktuell vorbei. Aber da muss sich doch die ganze Branche, die ja weiterhin wächst, ordentlich verkalkuliert haben.
Das war natürlich die Ursache für die kurzfristigen Probleme. Die jetzt mit der Dampfwalze platt zu machen, indem man zehntausende Entwickler (und deren Studios) niederknüppelt, wird die Probleme hintenraus aber wieder verstärken - zumal man vermutlich darauf spekuliert, die Entwickler dann mit KI zu kompensieren.
Gleichzeitig versucht man ja wie gehabt, Wettbewerb zu unterbinden, indem man Studios erst abhängig macht (Gamepass Modelle) oder aufkauft, um sie dann irgendwann einzustampfen. (Tango, Arkane) Weniger Konkurrenz gibt den Top Playern eben mehr Potential, die verfügbare Kaufkraft auf ihre Plattformen und Produkte zu konzentrieren. Ich glaube schon 2005 hatte EA das Xbox Spiel Lamborghini vom Markt gekauft, nur um es dann sofort einzustellen, aus Angst vor Konkurrenz für Need for Speed. Was da in den Vorstandsebenen der Branche passiert ist absolut krank.

Bei dem Studio von Visions war die Schließung vermutlich schon lange beschlossen, und die haben genau so wie viele Studios von z.B. Embracer, nur noch das Produkt fertigentwickeln sollen, ehe dann die Lichter ausgehen. Da werden sicher noch ganz viele Studios folgen. Ich hoffe einfach die guten Entwickler finden dann einen Weg in die Unabhängigkeit, und im Zweifel müssen sich die weniger budgetierten Titel nicht hinter Sachen mit mehr Budget verstecken. Gute Entwickler bleiben einfach gute Entwickler.

Sorry, da bin ich raus. So sehr ich gerade Singleplayer Spiele auch mit Day One Käufen unterstütze, aber irgendwo hört es auf. Zumal ich bei Star Wars ja nicht mal sicher bin ob es nicht den gleichen Weg wie ein The Crew geht.
Dito. :)

Wenn ich überhaupt noch was zu (oder kurz nach) Release kaufe, dann nach den ersten Eindrücken dazu, und nur von AA-Studios oder Indies, bzw. Firmen die wirklich hochwertige Produkte ohne fragwürdige Methoden veröffentlichen. Die Aktivierung von Outlaws genügt mir auch schon, um jedes Interesse daran im Keim zu ersticken. Ich mache einfach nicht mehr mit, und unterstütze mit meinem Geld gute Entwickler, guten Journalismus und gute Produkt-Philosophien. Aus dem Alter, wo ich mich von Pornografik und Style over Substance noch blenden lasse, bin ich zum Glück raus.
 

Mister Blue

Pförtner des Altenheims
Nintendo macht es eben anders. Die haben auch nur sehr wenige wirklich hochbudgetierte Spiele und die meisten bewegen sich vom Niveau knapp oberhalb des Indie-Bereiches. Keine Ahnung aber, ob man das in etwa wie mit den jeweiligen Filmindustrien vergleichen kann, wo das gerade in den USA mittlerweile echt extreme Züge angenommen hat, wo selbst eine stinknormale Komödie weitaus teurer geraten kann, als das Gros der Videospiele. In der Hinsicht ist man in Fernost noch deutlich genügsamer.
 

Khorny

Moderator
Team
Spiele mit weniger Budget entwickeln ist schon kein Fehler. In Japan sind so richtig dick budgetierte Spiele schon noch vorhanden, aber wir haben ja an Final Fantasy 16 oder Forspoken gesehen, dass sowas keineswegs garantierte Erfolge sind. Gefühlt hinken aber fast alle Japanischen Hersteller von der grafischen Opulenz knapp eine, oder sogar zwei Generationen hinterher. Macht die Spiele nicht wirklich schlechter.

Gehälter sind in Japan übrigens nicht nur innerhalb der Videospielbranche ungenügend. Arbeiten wollte ich persönlich generell nicht in Japan. Na gut... Vermögen verwalten, wenn man im Lotto gewonnen hat... dann lässt es sich in Japan vermutlich sogar ganz gut leben. Ansonsten eher kein Land, wo man als Arbeitnehmer zu Welt kommen möchte - Kultur und Flair hin oder her.
 

Mister Blue

Pförtner des Altenheims
Bei 120 Millionen Einwohner nicht weiter verwunderlich. Die haben wohl auch einen etwas anderen Ehrenkodex, bei dem ich mir vorstellen könnte, dass man lieber arbeiten geht, egal ob gut oder nicht so gut bezahlt, als das Gesicht zu verlieren. Das entschuldigt es nicht aber ist natürlich schwer, da die Anzahl potentieller Arbeitnehmer enorm sein dürfte und wahrscheinlich schnell jemand neues gefunden wäre.

Außerdem ist die Spielebranche da hinten ein wenig anders organisiert, wo die Publisher lieber klein bleiben und dafür irgendwo extern entwickeln lassen.
 

StephanKo

Kaffeefahrtpendler
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Der japanische Arbeitsmarkt ist wirklich heftig, zumindest das was wie hierzulande so mitbekommen. Und natürlich spielt da auch der Ehrenkodex aber auch die gesamte japanische Kultur eine Rolle.

Die Arbeitsbedingungen mal außen vorgenommen muss man aber auch sagen, gerade hinsichtlich Bugdichte sind Spiele aus Japan dem Westen inzwischen weit voraus. Ich kann mich an keinen oder kaum ein Titel der letzten Jahre erinnern, der wirklich heftige Bugs hatte. Wenn ich da allein an Ubisoft denke, bei denen Spiele teils unspielbar waren (Speicherbug Assassins Creed), so scheint dort die Qualitätssicherung dort ein Stück weiter zu sein.
 

Mister Blue

Pförtner des Altenheims
Schwer zu verallgemeinern. Bleiben wir aber mal bei AC. Ich habe das Gefühl, als würde man sich in Japan oft sagen, dass weniger manchmal mehr ist. Die Spiele sind minimalistischer und konzentrieren sich lieber auf 1 bis 2 gut funktionierende Spielideen als 10, die es nicht tun. Trifft auf AC zwar nicht zu, das passt meistens schon. Das ist aber so eine Spielereihe, die möglichst vieles auf einmal sein möchte. Bei wie ich vermuten würde alles andere als geradliniger Entwicklung, um über die Jahre des Herumexperimentieren irgendwann zum finalen Produkt zu kommen. Das ist dann schon anderes, als wenn man von Anfang an weiß, was man möchte, um in deutlich kürzerer Entwicklungszeit zum Ziel zu kommen. Entsprechend dürfte die Anzahl potentieller Fehlerquellen geringer sein.
 
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