Ja, vom Prinzip hätte Microsoft schon zur Xbox360 Gen mehr versuchen müssen gewisse Partner zu übernehmen. Remedy, Bioware oder auch da schon Bethesda. Das hatte man wohl nicht gemacht. Das hättest du jetzt eigentlich für gut befinden müssen
Letztlich muss man jede einzelne Übernahme isoliert betrachten.
Plattformbetreiber können ihr Portfolio auch stärken, indem sie ubhängige Unternehmen für sich arbeiten lassen und deren Projekte voll durchfinanzieren, aber die Recht an den Marken behalten. Das war z.B. bei Microsoft und Remedy der Fall oder bei Insomniac und Sony.
Manchmal können Übernahmen aber auch sinnvoll sein, wenn dadurch z.B. Unternehmen gerettet werden, die ansonsten mittel- oder langfristig alleine nicht überleben könnten. Die Übernahme von Obsidian habe ich daher weniger kritisch gesehen, weil klar erkennbar war, dass dieses Studio massive Probleme mit gecancelten Projekten hatte und sogar auf Crowdfunding ausweichen müsste. Mir wäre lieber gewesen, wenn Obsdian als unabhängigies Unternehmen hätte weitermachen können, damit ihre Spiele mehr Leuten zugänglich bleiben, aber eine Übernahme durch Microsoft ist das immer noch besser als ein Konkurs.
Insofern sträube ich micht dagegen, Übernahmen grundsätzlich als gut oder schlecht zu bewerten.
Allerdings hat sich im Laufe der Jahre ja gezeigt, dass Übernahmen nicht immer gut ausgehen müssen, weil diese oft mit Entlassungen einher gehen und viele der Studios, die in den letzten 20-30 Jahren von anderen übernommen wurden, und auch deren Marken heutzutage nicht mehr existieren bzw. genutzt werden. Von daher kann man zuviel Marktkonsolidierung gegenüber schon mal skeptisch sein.
Mal ganz allgemein. Ich sage nicht das Exklusive Spiele nur Vorteile für Kunden bringen. Wenn ich wählen müsste würde ich auch dafür stimmen keine Exklusiven Spiele mehr zu haben. Also wenn es alle Ausnahmslos so machen. Dann würde ich das sehr begrüßen.
Nur das funktioniert der Markt halt nicht und so hat er auch noch nie funktioniert.
Sony wird weiterhin Exklusive Spiele veröffentlichen. Und Sony wird weiterhin Exklusive Deals abschließen.
Wenn Microsoft konkurrenzfähig bleiben möchte, müssen die es auch so machen.
Das ist mein Punkt
Ich habe doch mehrfach betont, dass mir sehr wohl bewusst ist, dass der Markt so funktioniert und wir das in gewissen Maße akzeptieren müssen, weil das außerhalb unsere Einflussbereichs ist.
Aber darum ging es ja nie. Du hast mich ja aus dem Indiana Jones-Thread heraus zitiert.
Und dort ging es hauptäschlich darum, wie unsinnig es ist, wenn wir als Kunden uns in diese Konsolenkriegerein verstricken lassen, uns auf die Seite einer der Firmen stellen und deren Marktstrategien als wie Exklusivspiele als Argumente nutzen, um der anderen Firma oder deren Kunden verbal einen auszuwischen, obwohl jegliche Form der Exklusivität unsere Kaufoptionen und -entscheidungen auf dem Markt eigentlich einschränkt. Wenn nicht in dem konkreten Fall, weil wir die Plattform besitzen, für die ein Spiel erscheint, dann in einem folgenden Fall, in der der andere Plattformbetreiber reagiert, indem er auch Exklusivität oder Studios oder Publisher kauft, weil dann diese Spiele möglicherweise nicht mehr für die Plattform erscheinen, die wir besitzen.
Mir ist vollkommen klar, dass Microsoft geschäftliche Züge tun muss, um konkurrenzfähig zu bleiben. Deswegen werde ich Microsoft oder anderen Spieleunternehmen auch nicht das Recht absprechen zu tun, was für sie als Unternehmen entscheidend ist, auch wenn man das nicht immer gut finden muss.
Aber es ist halt nochmal etwas anderes, sich auch noch in diese Marketingkämpfe, die die Unternehmen mit anderen führen, hineinziehen zu lassen, sie für diese Unternehmen zu führen und so die Toxizität und Spaltung der sogenannten Konsolenkriege in Gaming-Communities zu hineintragen.
Die Argumentation, dass und warum Exklusivspiele uns als Kunden eigentlich mehr schaden als helfen, diente nur dazu, diese Sinnlosigkeit zu unterstreichen, weil wir Kunden in diesen Konsolenkriegen oftmals entgegen unserer eigenen Interessen argumentieren, nur um wie im Sandkasten zu zeigen, dass wir ja die tolleren Spielzeuge haben und wir die nicht mit anderen teilen wollen, weil wir dadurch irgendeine Form der Überlegenheit empfinden.
So läuft das in Gaming-Communities ja leider immer wieder ab. Und es schadet den Communities langfristig, weil es einfach nur unnötigen Streit und Zwist hineinbringt. Und in die Richtung drohte es in dem Indiana Jones-Thread schon wieder abzugleiten, da schon wieder gewisse Schlagworte wie Framing ins Spiel gebracht wurden.