Stranglehold

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Dark

Jungspund
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21. Juni 2007
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#1
Was haltet ihr von Stranglehold. Habe gerade gelesen das es wohl das in der Entwicklung teuerste Spiel bisher ist. Es soll ja am 27.08.2007 kommen.

Die Amazon-Beschreibung spart ja nicht an Superlativen. Ein Mehrspielermodi gibt es ebenfalls.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Kweldulf

Frührentner
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#2
Hi,

die Fachpresse ist ja auch voll des Lobes. John Woo soll ja selbst eine Art Regie bei der Entwicklung geführt haben und ich denke mal, der gibt seinen Namen nicht für irgendeinen Mist her.
Die ersten Bilder und Filme sehen ja echt gut aus.
 

vvingo

Neuankömmling
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#5
Ich denke mal für John Woo Fans (wie mich) wird das Spiel bestimmt super! Wer den Film Hard Boiled kennt und mag, dem wird ziemlich sicher auch das Spiel gefallen. Die Story soll ja wohl an diesen Film anknüpfen.

Freue mich schon riesig, mit etwas Glück liegt es heute Abend im Briefkasten :D
 
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#6
Seit gestern Abend bin ich am Stranglehold zocken und mit jeder Minute mehr bin ich unzufriedener. Das Setting ist - aus meiner Sicht - zwiegespalten: Auf der einen Seite sehr statisch und beinahe schon altbacken, auf der anderen Seite finden sich tolle kleine Details und die Tatsache, dass sie vieles (nicht alles) zerstören lässt. Das Spielprinzip ist absolut eintönig, da ändern auch Tequila-Time & co. (Dead to Rights lässt u.a. grüßen) nicht wirklich was dran. Das Ganze wird nervig, wenn man immer wieder über die z.T. sehr schlechte Kollisionsabfrage stolpert. Auch die Gegner halten verdammt viel aus - im Gegenzug ist die eigene Figur fix von den Heerscharen ausgelöscht.

Ich liebe Shooter, ebenso wie meine Frau, aber Stranglehold ist leider nur ein - aus unserer Sicht - durchschnittlicher Shooter geworden mit sehr linearem Verlauf, langweiliger Story und gesamt wird das Spiel den z.T. sehr hohen Bewertungen nicht gerecht. Vor allem wenn ich mir überlege, dass optisch besehen im vergangenen Jahr nichts mehr passiert ist (wir hatten die Gelegenheit letztes Jahr auf der GC anzutesten). Für zwischendurch sicherlich mal eine witzige Ballerorgie - aber der Überflieger, wie angekündigt, leider nicht.


Und wer von euch hat es denn auch schon gespielt und wie seht ihr die gebotene Kost?
 
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#7
moin leudz,

ich habe schon seit einiger zeit den eindruck, das so manches überbewertet wird. bei dem hyp der next gen konsolen sind meiner meinung nach max. eins von zehn spielen ein kleiner überflieger, der rest lebt von aufgeblasenen werbekampanien.

ich habe seit oktober 2006 eine 360er und mal gerade 10 games, davon spiele ich mit hängen und würgen mal gerade 3 und die fast täglich.
gut 40 games habe ich getestet und schnell vergessen, weil nicht mal ansatzweise die werbeslogan im game auch erkennbar waren.

ich sage mal, mehr wie ein game pro jahr finden bei meinen ansprüchen keine zustimmung. .....2007 war es forza2.

gruß, das böse O
 
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#8
Überwerten liegt wohl an der Tagesordnung, im Bezug auf Spiele und ihre Wertungen bei Online-Magazinen und Printern. Davon sollte man sich vorzugsweise auch nicht beeinflussen lassen .. wenn wir das z.B. täten, würde meine Frau Spiele wie Enchatend Arms oder auch Open Season im Regal links liegen lassen - genau das Gegenteil ist der Fall. Optisch nicht die Granaten, spielerisch dafür Spaß von der ersten bis zur letzten Minute und das ohne große Frustmomente. Und Spiele sollten ja in erster Linie einfach Spaß machen, oder?!

Was eigentlich aus meiner Sicht eher störend ist, dass man bei vielen Games einfach nur noch auf Optik setzt (so auch z.B. bei Stranglehold), an der Spieltiefe bzw. am Rest dafür spart. Und am Ende kommt dann doch nichts gescheites raus, weil man sich gesamt verzettelt hat und dann stimmt auch beides nicht, weder Optik noch Inhalt.

Optisch besehen habe ich keine großen Ansprüche, Next-Gen und HD-Gefasel hin oder her; In erster Linie muss es "Augenkrebs frei" sein, ergo nicht flimmern, kein Tearing, keine Pop Ups und dergleichen. Wenn eine Textur sauber ausgearbeitet ist, ist das schon viel wert. Wichtiger allerdings ist der eigentliche Inhalt sowie die Möglichkeiten, welche mir geboten werden. Gut, das Shooter Genre ist nicht zwingend ein Beispiel dafür, dass man viele Möglichkeiten integriert; Wenn man aber eine eine gesunde Balance schafft mit herausfordernden, welchselnden Aufgaben, bin ich schon zufrieden. Wenn es allerdings immer der gleiche Kram ist - eben wie bei Stranglehold - dann nervt es am Ende einfach nur. Aber wie gesagt, für zwischendurch macht der Titel schon Laune, man sollte den Titel am besten mit null Erwartungen betrachten - dann ist alles o.k.. ;)
 

Mr Silverfinger

Aushilfe der Essenausgabe
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13. September 2007
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106
#9
Neuerungen erbeten...

Hallo Devilcats,

gebe Dir vollkommen recht. Die Entwickler lassen sich leider nicht sonderlich viel neues mehr einfallen. War ja alles schon mal da ! Der 250`ste Ego Shooter, das 250`ste Autorennen.... langsam wirds langweilig. Innovationen sind gefragt, würde ich sagen. PGR4.....2007 -> PGR5....2008 -> PGR6......2009 sieht so die Zukunft aus ?

Schade........ eine Fortsetzung nach der anderen !

Grüße
Mr Silverfinger
 
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21. September 2007
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77
#10
Ich habe meine Meinung zwar schon an anderer Stelle kund getan, aber in Anbetracht der vielen positiven Bewertungen wiederhole ich mich gern...

Im Westen gehört John Woo zu den bekanntesten Regisseuren aus Hongkong. Zu seinen besten Hongkongfilmen gehören „A Better Tommorrow“, „Bullet In The Head“ und „The Killer“. Sein berühmt, berüchtigtster Film „Hardboiled“ diente nun als Vorlage für das Actionspiel STRANGLEHOLD.
Die Hauptrolle des schießwütigen Inspektor Tequila übernimmt wie im Film der Schauspieler Chow Yun-Fat. Würde sein Name nicht auf dem Backcover der Spielverpackung stehen, hätte ich ihn vermutlich nicht wieder erkannt. Es ist sowieso ziemlich schwierig, in diesem Spiel irgendwas zu erkennen: Froschäugige Asiaten ballern mit seltsam aufgedunsenen Gesichtern vor verschwommenen Postkartenansichten herum, die entfernt an die Schauplätze großartige Hongkongfilme erinnern. Im Kugelhagel geht alles zu Bruch. Bretter, Kisten, Säulen, Statuen, etc. Tequila muss seine voll kaputtbare Umgebung nur scharf ansehen, und schon geht irgendwo irgendwas zu Bruch. Doch statt Kugelballett serviert STRANGLEHOLD nur Ballerorgie. Die Coolness mit der Chow Yun-Fat seine Figuren in den Filmen ausstattete verkommt im Spiel zu einer albernen Clownerei. Ständig rutscht er über irgendwelche Tische, läuft Treppengeländer hinauf und schwingt sich von Lampion zu Lampion. Macht das Sinn? Nein! Sieht es cool aus? Nein!!
Die eigentlichen Stars des Hongkongfilms sind und waren nicht die Schauspieler, Regisseure oder Drehbuchschreiber, sondern die Stuntkoordinatoren, Martial-Arts-Choreografen und Actionregisseure. Während der Regisseur irgendwo eine Nudelsuppe aß, drehten sie die Szenen, die später bei den Fans für ungläubiges Erstaunen sorgten. STRANGLEHOLD krankt nicht an einer schlechten Story, denn eine gute Story hat sowieso keiner erwartetet, es ist auch nicht das Fehlen von Action, dass man diesem Spiel ankreiden kann, denn davon gibt es im Überfluss. Aber sie ist unkoordiniert, schlecht choreografiert und Dank schwerfälliger Kamera, völlig undynamisch in Szene gesetzt. STRANGLEHOLD verhält sich zu einem guten Hongkongfilm ungefähr so wie KILL BILL zu einem guten Film der Shaw Brothers. In dem verzweifelten Bemühen an große Zeiten anzuknüpfen, zerstört man nicht nur die ganze Umgebung und unzählige Feinde, sondern einige Klassiker des asiatischen Kinos.

STRANGLEHOLD hat wenig mit einem echten Hongkongfilm gemein. Das Spiel erinnert an die deutschen Videofassungen asiatischer Filmklassiker: schlecht synchronisiert, stümperhaft zusammengeschnitten und von der Zensur verstümmelt fristeten sie ein Schattendasein in den Baddie-Ecken deutscher Videotheken. Vermutlich erklärt das auch, die überraschend guten Kritiken, die STRANGEHOLD trotz seiner spielerischen und technischen Mängel in der Fachpresse und den Internetforen ernten konnte: Die berufsjugendlichen Verfasser dieser Rezensionen kennen Filme wie A BETTER TOMMORROW nur aus der Videothek und unter dem Titel CITY WOLF. Dass sich John Woo mit STRANGLEHOLD zum x-ten Mal selbst zitiert, macht die Sache nicht besser und wer das Finale von THE Killer kennt, weiß warum Face-off ein schlechter Film ist. Ich kann jedenfalls keine weißen Tauben mehr sehen…
- Frank
 
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