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Nintendo Switch 2 Game-Cards Thread

Khorny

Moderator
Team
Gut, die einen sind "nett" weil sie müssen, die anderen sind schon völlig verdorben und korrumpiert.

Alle auf die gleiche Stufe würde ich da nicht stellen, und traue es vielen kleinen Entwicklern zu, dass sie wirklich mit dem Interesse an ihre Arbeit herangehen, ihren Kunden das Bestmögliche zu bieten. Je größer das Unternehmen, umso unwahrscheinlicher wird ein guter Spirit.

Aber komplett absprechen wollte ich vielen Indies diese Passion nicht, gerade dann wenn die Unternehmen eben auch von eigentlichen Entwicklern geführt werden. Ich bezweifle dass irgendwelche CEOs der Großen überhaupt wissen worauf es bei guten Spielen ankommt. Das ist schon ein ganz enormer Unterschied würde ich meinen. Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung, gibt es eben auch größere Indies, denen man ihren Indie-Status schon beinahe absprechen kann. Dass Dave the Diver etwa als Indie durchging ist schon Hohn genug...

Genau so halte ich es aber für sehr absurd, dass jeder Indie 200€ verlangen würde, wenn er denn könnte. Das ist Marktlogik im Endstadium, aber definitiv nicht der Spirit den viele gerade kleine Künstler gerne mal an den Tag legen. (und das meine ich als jemand der gerne mit verschiedenen Künstlern Umgang pflegt nicht nur bezogen auf Videospielen)

Entsprechend gibt es auch im Indie Sektor sehr viele Entwickler, die einfach... gar nichts verlangen, und ihre Fanprojekte usw. einfach auch mal kostenlos auf icht.io und Co. droppen. Das machen viele Menschen einfach aus Spaß an der Freude.
 
Zuletzt bearbeitet:

Krule

Frührentner
Für mich widerspricht sich das halt nicht. Man kann durchaus leidenschaftlich seiner Passion nachgehen, das beste Produkt für den Kunden schaffen und dabei eigennützig für sich das Maximum herausholen wollen. Im Normalfall ist das ja ein Win-Win. Würde das auch gar nicht von der Größe des Unternehmens abhängig machen, weil auch einzelne Personen diese Wünsche und Interessen verfolgen. Gerade im Videospielbereich erleben wir ja großartige Werke von riesigen Unternehmen. Wenn sich eine einzelne Person bei einem Indi am Ende um alles kümmert, und quasi Entwickler und CEO in einem ist, dann können wir den unsympathischen Teil vielleicht besser ausblenden, als wenn sich aus einer größeren Organisation einzelne Personen auf genau diesen unsympathischen Teil spezialisieren.

Trotzdem hast du natürlich auch Recht, dass man nicht alles über einen Kamm scheren sollte - am Ende soll sich ein kundenfreundliches Agieren ja auch auszahlen - es kann dir als Kunde ja scheißegal sein, aus welch egoistischen Interessen dieses Agieren zustande gekommen ist...daher ja, kann man gerne unterschiedlich werten aber eine gesunde Portion Skepsis in der Herangehensweise ggü allen Akteuren und ein sensibles Gespür für die Interessen halte ich allen gegenüber für angebracht...

Edit zu deinem Edit bzgl kostenlosen Spielen von Entwicklern: Ja, es gibt immer wieder Einzelne, die ganz andere Antriebe und Motivationen mit sich bringen. Wenn es um Menschen geht ist die Welt nicht Schwarz oder Weiß. Es gibt immer Ausnahmen, die sich ganz anders und manchmal irrational verhalten. Das macht unsere Spezies am Ende ja auch so spannend, das es keine Weltformel geben wird, die all unser Verhalten für jeden einzelnen definieren kann :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Khorny

Moderator
Team
Ich weiß nicht, so eine Mentalität hab ich jetzt selten von kleinen Studios vernommen.

Vielleicht sind EntwicklerInnen bei "The Pod" o.ä. auch nicht repräsentativ, aber für mich klangen so Menschen eigentlich immer recht bodenständig im Sinne von "Hauptsache vom Traumberuf leben können".
Vom Maximum rausholen kann bei den meisten EntwicklerInnen ja eh kaum die Rede sein, wenn man sich selbst ansieht wie in nem Land wie Japan die meisten Devs irgendwo am Rande des Existenzminimums von ihrer Arbeit leben, oder wie schwer es Studios hierzulande haben.

Am Ende sind es natürlich auch nur Unternehmen, und da sollte man mit irgendeiner Fantreue genau so vorsichtig sein, außer man hört und sieht die Leute halt, und findet die auch wirklich sympathisch. Ich würd da trotzdem ne Grenze ziehen zu dem "Milliarden Dollar Unternehmen sind nicht unsere Freunde". Wenn da irgendeiner Nähe zu den Fans symbolisiert, kann sowas halt auch schnell zur Bruchlandung werden. Einem Phil Spencer nehme ich sein Getue z.B. nicht mehr ab.

Vorne rum Präservation und kleine Spiele im Sortiment loben, und hintenrum Top Studios beerdigen.

Aber um nochmal die Kurve zu kriegen: Auch Retail Fassungen sind ja nicht immer ne Sache die Entwickler automatisch spendieren, sondern ggf. müssen die auch erstmal finanziert werden. Ich wollte vorhin auch nur einwerfen, dass einige Studios da halt auch durchaus die Mittel für hätten, aber die physischen Releases hintenanstellen, um dann von der besonders treuen Kundschaft und den Sammlern zweimal zu kassieren. Irgendein ganz kleiner Laden der für solche Releases irgend ne Limited Bude benötigt wird da bestimmt nicht mit dem selben Kalkül hantieren. :)
 

sabienchen.banned

Frührentner
Aber um nochmal die Kurve zu kriegen: Auch Retail Fassungen sind ja nicht immer ne Sache die Entwickler automatisch spendieren, sondern ggf. müssen die auch erstmal finanziert werden. Ich wollte vorhin auch nur einwerfen, dass einige Studios da halt auch durchaus die Mittel für hätten, aber die physischen Releases hintenanstellen, um dann von der besonders treuen Kundschaft und den Sammlern zweimal zu kassieren. Irgendein ganz kleiner Laden der für solche Releases irgend ne Limited Bude benötigt wird da bestimmt nicht mit dem selben Kalkül hantieren. :)

Die Gründe können da sehr mannigfaltig sein denk ich..
Die Cuphead Entwickler wollten bspw. keine physische Fassung releasen bis der DLC auch fertig war.
Was ich ehrlich gesagt hervorragend fand.
Die haben das 2019 oder so bereits kommuniziert, und der physische Release erfolgte dann erst Ende 2022.

Anderen fehlen die finanziellen Mittel um groß in Vorkasse zu gehen.. wieder andere haben keinen eigenen Publishingflügel und nicht das Know-How um da international Sachen produzieren zu lassen.. und damit mein ich kann nicht zwingend, dass die dann zu SLG/LRG und wie sie heißen gehen, sondern auch Publisher wie "Numskull".

Andere wollen evtl. erst mal das Interesse am Spiel prüfen, um die bei den Plattformhaltern zu ordernde Menge abzuschätzen.

usw.usf.


Sicher wollen auch manche "double-dippen"... aber das geht viel besser, indem man direkt zum Release des Spiels was physisches anbietet, und 1-2 Jahre später dann die Fassung mit DLC released.


Indie ist ja sowieso sehr schwammig.
Darunter kann man das 1-Personen-Studio verstehen, ein Studio mit 30 Personen .. oder sowas wie Larian mit 700(?) ...
 
Zuletzt bearbeitet:

Mister Blue

Frührentner
Überlegt aber mal: war ja meinetwegen eines nettes "kann", wenn man sich die physische Variante eines kleinen 15-€- oder 20-Indies in's Regal stellen konnte. Ob n 10er für das Modul obendrauf ging da noch okay. Doch wenn das jetzt wirklich 16 € sein sollten, würden einige Games damit fast schon in den Preisbereich für Vollpreisspiele rutschen. Dem gegenüber stehen Preise für eine SD-Card von derzeit 55 bis 60 €, wo man sich ernsthaft fragen müsste, ob einem das den extremen Aufpreis wert wäre?

Ich bin eigentlich auch mehr der Fan davon alles hübsch kompakt auf einem einzigen Speichermedium zusammen zu haben, anstelle zwischen mehreren wechseln zu müssen. Aus nachvollziehbaren Gründen machen ich mir aber bei einem kleinen Indie mit seinen paar lumpigen GBs weitaus weniger Sorgen als bei den Datenmonstern der GameKey-Card-Publisher.
 

Khorny

Moderator
Team
Verstehe ich als Argument wirklich nicht. Die Cards waren auch bisher nicht umsonst, und zwischen Eshop und Card Variante lagen oftmals eh schon 50€. Wer da als Hersteller sagt, dass lohne sich nicht, dem kann ich nur herzlichst den Vogel zeigen. Die Leute haben Aufpreise jenseits von Gut und Böse für Physicals oft genug akzeptiert.

Fairerweise war ich gestern aber mal in nem größeren Laden, und fand es selbst dort schon bedenklich wie viele Switch-Boxen die beliebte "Code in a Box" waren.

Aber nachdem Rpgsite jetzt nochmal nen Artikel zu allen physischen RPG auf Switch hatte, und es immer noch ernsthaft genau 2 echte Switch2 Spiele sind, glaube ich das Ding ist eh durch.
 

DerChris

Altenpfleger
zwischen Eshop und Card Variante lagen oftmals eh schon 50€
What? 50€ Preisdifferenz? Wo? :oops:

Also ja, gerade in der Anfangszeit der Switch wurde ja diese "Switch tax" immer wieder besprochen. Man hat schon oft einen guten Aufschlag für die Physical gezahlt und das vor allem auch bei kleineren "Liebhaber-Titeln". Aber bei allem was von großen Publishern kam und was auf Masse produziert wurde, hattest du (wenn mich meine Wahrnehmung nicht täuscht) einen identischen Preis zwischen eShop und Retail. Ich glaub bei den kleineren Titeln dagegen würden sie auch besser mit dem Preisaufschlag durchkommen, wie bisher auch. Wer ein mega Hollow Knight Fan ist, der wird auch 40€ für die Retail Fassung von Silksong ausgeben wenn die eShop Fassung bei 30€ liegt.

Bei der breit gestreuten Kundschaft eines Ubisoft bspw. hab ich mal so meine Zweifel wie gut so eine Preiserhöhung aufgenommen werden würde. Da wartet man ja sogar eher nochmal auf nen Sale um die 80% Rabatt mitzunehmen. Davon abgesehen wollen die großen Thirds mit den Key-Cards einfach ihre Marge schützen. Nichts anderes als das steckt dahinter. Die arbeiten doch alle an der Preiserhöhung auf 100€ und das ganz sicher nicht, um diesen Zugewinn in die Produktion eines physischen Mediums zu stecken.
 

Khorny

Moderator
Team
What? 50€ Preisdifferenz? Wo? :oops:
Würde sogar behaupten das ist ziemlich Standard. Irgendwelche Indies die man für 3-5€ kaufen kann, und dann ne Physical für 50-60€ auf der anderen Seite. Bei Shootem Ups und Co. durchaus nicht unüblich. Bei Rigid Force Redux war es definitiv 2-3€ digital vs. 50€ physical. Auch die ganzen Schinken von den Psykio Sammlungen kann man einzelne Titel für wenige Euro abstauben, während der UVP der Boxen einzeln bei 60€ lag. Das Visual Novel Vall-Halla dürfte auch so ne extreme Spanne gehabt haben.

Würde ich jetzt eher als Ausnahmen und weniger als die Regel sehen, aber es gab durchaus ein teilweise steiles Gefälle. Bei Thirds war sowas eher selten. Allerdings erschienen die Persona Fassungen von LRG dann auch für 60$ plus Versand, wo die Digital Fassung schon für nen 10er im Eshop Sale angeboten wurde.
 

DerChris

Altenpfleger
Das ist ja ne spektakuläre Rechnung. Sorry, aber das ist ja kompletter Nonsense. Du vergleichst jetzt US-Importe von Sammel-Items mit eShop Sales. Das is ja ne völlig wilde Zahlenbasis willkürlich an beiden Enden des Spektrums zusammengesucht. Wenn du einen sinnvollen Vergleich anstellen willst, dann kann das nur zwischen der eShop UVP und der der Retail UVP hier im Land sein und da sind wir in aller Regel von Preisdifferenzen von 10€ +/- rausgekommen.

Find ich als Aufpreis auch schon ordentlich jetzt ohne es nochmal durch spektakuläre Preisdifferenzen überbetonen zu müssen. Dass sich so ein 100% Aufpreis für Retail nur an eine ganz spezielle Zielgruppe richtet und nur schwerlich den Massenmarkt repräsentiert, weißt du selbst auch.
 

Khorny

Moderator
Team
Die meisten der Beispiele waren keine US Importe. LRG, ja. Rigid Force, die Psykios, sind alles gibt es auch als USK Fassungen.

Hier mal unten die UVPs von Danmaku Unlimited 3 oder Tengai, bzw. dem erwähnten Vall Halla. Das sind Spiele die Du schon UVP deutlich unter 10€ einstecken kannst.

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Aber es geht ja auch nicht darum, wie häufig sowas ist, sondern eben darum, dass die Sammler so eine Differenz problemlos auf den Tisch legen. Ich hab ja auch extra drauf hingewiesen, dass das schon auch Genre spezifisch ist. Wenn jemand ein Spiel bei LRG für 60$ plus Importkosten kauft, obwohl das digitale Game im Sale schon für nen 10er verfügbar war, wird das ja schon Gründe haben.

Irgendjemand bezahlt ja offensichtlich auch die ganzen 10 Tage Early Access Geschichten, Collectors, Deluxe und Schießmichtot Editionen. Ich hab dazu zwar keine Stückzahlen, aber ausreichend Abnehmer findet sowas doch gefühlt immer - allein schon wenn die halbe Freundesliste wieder irgendwas Tage vor Release schon spielt. Die Leute bezahlen den Aufpreis.

Btw. Bravely Default 2 kostete auf Switch zu Release 60€. Jetzt kostet die Key-Card vom 1er Remaster 40€. 50€ für ne echte Karte hätten es da vermutlich genau so getan, und man hätte die Zielgruppe immer noch erreicht. Das kann mir keiner erzählen das 10€ Differenz da die Käufer abschrecken würden.
Der Beitrag wurde automatisch zusammengeführt.

PS: um noch was Ontopic zu posten.

Dragon Quest 1+2 auf Switch 2 ist ebenfalls als eine Key-Card angekündigt worden. Ich denke an dem Punkt kann ich die Aktualisierung dieses Threads auch so langsam einstellen. Da wird einfach nichts Großes mehr als richtige Spielkarte kommen, und die Switch 2 für mich persönlich vermutlich die erste Nintendo Konsole seit der Wii die ich nicht besitzen werde.
 
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