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Scaramanga

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The Man with the Golden Gun
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Die Gamer werden in Zukunft nur noch Spiele leasen, leihen oder mit einer Lizenz gegen monatliche Gebühren nutzen können.
Die Rechte der Nutzer werden dahingehend soweit reduziert das Sie alles zwar bekommen, aber nie mehr besitzen werden können.
Streamingdienste werden den Markt bestimmen und der Konsument wird überflutet mit Spielen.
Algorhytmen sorgen dafür, das man immer mit passenden, für sich interessante Titel versorgt wird.
Ich geh sogar so weit und behaupte, das das eine moderne Version des Drogenkonsums sein wird.
Durch die unglaublich große Menge und leichte zugänglichkeit werden die Gamer quasi darauf trainiert, immer und immer wieder zu konsumieren.
"Das Spiel ist langweilig?" kein Problem, das nächste ist schnell runtergeladen.
"Das Spiel war zu schwer?" kein Problem, das nächste ist noch schneller runtergeladen.
"Das Spiel war ... irgendwas?" kein Problem...
Musik und Film haben es doch vorgemacht. Warum sollte es bei den Gamern anders laufen?
Nur (m)eine Dystopie?
 
Zäpp

Zäpp

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Was wäre denn so verwerflich daran, dass wenn einem ein Spiel nicht zusagt, man zum nächsten wechseln kann?
 
mumpel27

mumpel27

Pförtner des Altenheims
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Was wäre denn so verwerflich daran, dass wenn einem ein Spiel nicht zusagt, man zum nächsten wechseln kann?
Das Verlieren des Durchsetzungsvermögen, Beharrlichkeit, Gleichgültigkeit (egal, dann spiel ich das nächste), das Gefühl des Gehetztsein (gibt es teilweise jetzt schon)... usw.
 
knusperzwieback

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Rat der Weisen
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Musik und Film haben es doch vorgemacht. Warum sollte es bei den Gamern anders laufen?
Nur (m)eine Dystopie?
Jo, denke ich auch. 4k (UHD) Video Player sind heute das, was ein MD-Player früher für Musik war und vom MP3 Zug überrollt wurde. UHD-Filme hatten es eh nicht leicht und fristen auch heute noch ein Schattendasein - und jetzt mit Streaminganbietern wie Prime und Netflix ist das Spiel vorbei.

Das Spiele nun - dank(?) Gamepass den gleichen Weg gehen ist wohl unvermeidlich. Ob das gut oder schlecht ist, wird die Zukunft zeigen. ICH muss auf jeden Fall lernen mich vom Überangebot nicht unter Druck setzen zu lassen, sondern entspannt das zu spielen/schauen/hören auf was ich gerade Lust habe und den Stapel der Schande auszublenden. Von einem Titel zum Nächsten hetzen hat dann nämlich (IMHO) nichts mehr mit Genuss zu tun.
 
durwel

durwel

Krieger des Sonnenlichts
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Was wäre denn so verwerflich daran, dass wenn einem ein Spiel nicht zusagt, man zum nächsten wechseln kann?
Eine sehr einfache aber sehr gute Frage. Spontan sage ich ja klar, so wie es die Wegwerfgesellschaft gewohnt ist!
Ich persönlich möchte aber so nicht konsumieren, ich will genießen, will versuchen mich auch mal drauf einzulassen und die „Kunst“ dahinter zu verstehen. Etwas genießen, das geht doch nicht schnell oder?
Besteht nicht auch die Gefahr, dass die Hersteller oder Spieleproduzenten dann genauso produzieren, sehr schnell, ohne sich Gedanken zu machen, ohne Energie, ohne Innovation... Einfach schnell produziert, weil der Kunde schnell konsumiert und schnell Nachschub benötigt?
Eigentlich leiden dann doch wieder wir darunter, oder?

Die Gamer werden in Zukunft nur noch Spiele leasen, leihen oder mit einer Lizenz gegen monatliche Gebühren nutzen können.
Die Rechte der Nutzer werden dahingehend soweit reduziert das Sie alles zwar bekommen, aber nie mehr besitzen werden können.
Streamingdienste werden den Markt bestimmen und der Konsument wird überflutet mit Spielen.
Algorhytmen sorgen dafür, das man immer mit passenden, für sich interessante Titel versorgt wird.
Ich geh sogar so weit und behaupte, das das eine moderne Version des Drogenkonsums sein wird.
Durch die unglaublich große Menge und leichte zugänglichkeit werden die Gamer quasi darauf trainiert, immer und immer wieder zu konsumieren.
"Das Spiel ist langweilig?" kein Problem, das nächste ist schnell runtergeladen.
"Das Spiel war zu schwer?" kein Problem, das nächste ist noch schneller runtergeladen.
"Das Spiel war ... irgendwas?" kein Problem...
Musik und Film haben es doch vorgemacht. Warum sollte es bei den Gamern anders laufen?
Nur (m)eine Dystopie?
Ich bin und bleibe Fan von physischen Datenträgern. Hier erkennt man doch zusätzlich die Energie, welche ein Hersteller aufgewendet hat in sein Produkt. Verpackung, Booklett oder auch die tollen Steelbooks oder Special Editions mit Figuren o.ä. Ich bin kein Sammler! ...und kann auch ein tolles Indiespiel, welches nur digital erscheint, würdigen. Aber genau da sind wir ja wieder bei investierter Energie z.B. bei den Indiespielen. Da wird doch zum Teil jahrelang nachgedacht, überlegt, entwickelt, oder? Ok, das kann sich ja heute keiner mehr leisten... man sieht es ja an Cyberpunk, was die Fanbase druck ausübt um das Spiel endlich zocken zu dürfen und wie zum Teil der Hersteller reagiert!
Ein schwieriges Thema und ein richtig oder falsch gibt es da vielleicht auch nicht, sondern eher eine goldene Mitte? Ich persönlich werde nach wie vor physisch kaufen und weitestgehend auf digital verzichten, damit kann ich das unausweichliche, wenigstens in meiner kleinen Welt, etwas verzögern.
 
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Zäpp

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Das Verlieren des Durchsetzungsvermögen, Beharrlichkeit, Gleichgültigkeit (egal, dann spiel ich das nächste), das Gefühl des Gehetztsein (gibt es teilweise jetzt schon)... usw.
Eine sehr einfache aber sehr gute Frage. Spontan sage ich ja klar, so wie es die Wegwerfgesellschaft gewohnt ist!
Ich persönlich möchte aber so nicht konsumieren, ich will genießen, will versuchen mich auch mal drauf einzulassen und die „Kunst“ dahinter zu verstehen. Etwas genießen, das geht doch nicht schnell oder?
Besteht nicht auch die Gefahr, dass die Hersteller oder Spieleproduzenten dann genauso produzieren, sehr schnell, ohne sich Gedanken zu machen, ohne Energie, ohne Innovation... Einfach schnell produziert, weil der Kunde schnell konsumiert und schnell Nachschub benötigt?
Eigentlich leiden dann doch wieder wir darunter, oder?
Ok, machen wir es noch einfacher: Warum soll irgendwer ein Spiel spielen, dass ihm*ihr nicht gefällt?

Damit Durchsetzungsvermögen erhalten wird? Oder Beharrlichkeit gezeigt wird? Darf einem ein Spiel, dass einem nicht gefällt nicht gleichgültig sein? Und warum lässt sich irgendwer hetzen? Ernsthaft?
Sollen Spiele nicht unterhalten? (Mag da natürlich Ausnahmen geben)

Wenn jemand anders konsumieren möchte, dann ist er*sie doch nicht gezwungen. Wenn das Spiel gefällt, dann kann man doch dabei bleiben.
Die Gefahr, dass Spiele schnell produziert werden ist doch schon seit Jahren Fakt. Die Leute feiern aber das nächste Assasin's Creed oder Call of Duty oder FIFA oder was weiß ich, was es sonst noch an dauernd erscheinenden AAA Titeln gibt trotzdem. Wirkliche Innovation findet man kaum noch (zugegeben, das wird auch irgendwann schwer). Das hat nichts damit zu tun, dass mehr Spiele, einfacher verfügbar sind.
Allein die Verfügbarkeit ist doch toll für jeden der Spiele vor Allem des Spielens wegen mag toll. Du kannst Dinge ausprobieren, die du nicht gekauft hättest. Wenn es dir doch nicht liegt, schaust du dich weiter um. Gefällt es dir, spielst du weiter.
Wird irgendwas schlecht produziert, ärgert man sich nicht mehr darüber, dass man dafür Geld ausgegeben hat. Man fühlt sich nicht mehr gezwungen es deswegen weiter zu spielen.
Das funktioniert bei Filmen und Musik genauso. Man entdeckt viel mehr. Wenn ihr es dann nicht mehr wertschätzen könnt, dann liegt das eher an euch. Dann ist es eure Dystopie.

Hier erkennt man doch zusätzlich die Energie, welche ein Hersteller aufgewendet hat in sein Produkt. Verpackung, Booklett oder auch die tollen Steelbooks oder Special Editions mit Figuren o.ä. Ich bin kein Sammler! ...und kann auch ein tolles Indiespiel, welches nur digital erscheint, würdigen. Aber genau da sind wir ja wieder bei investierter Energie z.B. bei den Indiespielen. Da wird doch zum Teil jahrelang nachgedacht, überlegt, entwickelt, oder? Ok, das kann sich ja heute keiner mehr leisten
Energie? In diese hässlichen blauen oder grünen Plastikhüllen? Schau mal wie Spieleverpackungen einst aussahen. Und da musste man nichts extra zahlen, damit es die Super Deluxe Version ist und noch ein dickes Booklet drin lag. Da ist es doch bei Indiespielen deutlich besser. Da nutzen die Entwickler die Ressourcen für das was zählt: Das Spiel. Dann gibt es das vielleicht nur digital, dafür findet man da sehr viel wahrscheinlicher Innovationen. Und Dank so etwas wie dem Gamepass werden solche Titel dann auch einer breiten Masse verfügbar gemacht.
 
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X30 Trucase

X30 Trucase

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Puh, also wenn ich alle Spiele zuende spielen müsste, die mir keinen Spaß bereiten, hätte ich meine Konsolen wahrscheinlich längst eingemottet.
Bei vielen springt einfach kein Funke über, und dann soll ich da auch noch meine knappe Zeit und meinen Elan investieren? Das sehe ich aber nicht so.

Und gerade weil eben der Markt in meinen Augen fast nur noch mit Massenware überschwemmt wird, die mir keinen Reiz und spielerischen Mehrwert bieten, jongliere ich mit einer Handvoll toller Titel, die ich kenne und die mir Spaß machen. In der Hoffnung, dass irgendwann mal wieder ein schönes Spiel erscheint, das mich abholt.

Was @Zäpp da über die Verbreitung von Spielen auf dem Datenträgermarkt schreibt, stimmt leider auch. Wenn ich mal ein Spiel kaufe, finde ich darin kein Booklet mehr, sondern maximal ein bedrucktes Papierchen mit Epillepsiewarnungen oder Haftungsauschlüssen. Oder eben ein paar Codes für irgendwelche Season Passes.
Rockstar Games waren fast die einzige Spielschmiede (jedenfalls von denen, die mir spontan einfallen), die in ihre Verpackungen noch irgendwelche Weltkarten oder eine Referenzkarte mit der Gamepadsteuerung reinlegt. Spielehüllen sind mittlerweile nur noch Leerhüllen, in der sich gerade mal ein Datenträger befindet. Ja, mag sein, dass mir das Spiel physisch gehört, aber so richtig schön und schmuck aufgemacht ist das alles nicht mehr. Wenn man damals ein Spiel gekauft hat, bekam man eine große Pappschachtel, die zwar einerseits voll mit Disketten war, aber eben auch mit gedruckten Anleitungen, Tastaturlayouts oder Schablonen zum Auflegen, dicken Handbüchern oder sogar Sekundärliteratur.
Mein damaliges Spiel "Eurofighter 2000" hatte eine 200-Seiten starke Anleitung mit grundlegenden und Expertenflugmanövern drin. Das Spiel blendete einem beim Fliegen nicht irgendwelche Hints ins HUD, sondern man musste beim Spielen mal kurz Pause drücken, dann im Buch nachsehen und dann weiterfliegen.

Ist alles zwar auch Schnee von gestern und würde das Budget so manches Publishers sprengen, aber wenn man bedenkt, dass die Spiele damals auch so teuer waren (oder noch teurer), dann haben wir es heute schon ziemlich gut mit irgendwelchen Sales, die das Spiel nach drei Wochen für 50% des Originalpreises anbieten.
Das hätt's früher nie gegeben.

Weiß ehrlich gesagt nicht, ob das alles "on topic" war, aber das musste mal raus.
 
Scaramanga

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Ok, machen wir es noch einfacher: Warum soll irgendwer ein Spiel spielen, dass ihm*ihr nicht gefällt?

Damit Durchsetzungsvermögen erhalten wird? Oder Beharrlichkeit gezeigt wird? Darf einem ein Spiel, dass einem nicht gefällt nicht gleichgültig sein? Und warum lässt sich irgendwer hetzen? Ernsthaft?
Sollen Spiele nicht unterhalten? (Mag da natürlich Ausnahmen geben)
Niemand hier schreibt etwas davon, das Spiele, die nicht gefallen, gespielt werden sollen.
Allerdings, und genau das ist die verbreitete These, wird die Hemmung ein Spiel aufzugeben weil es aus welchen Gründen auch immer nicht passt, fallen wenn ein solches Überangebot herrscht.
Und ja, Beharrlichkeit kann auch eine Form der Wertschätzung sein die aber auch nie erzwungen oder gefordert wird.

Wenn jemand anders konsumieren möchte, dann ist er*sie doch nicht gezwungen. Wenn das Spiel gefällt, dann kann man doch dabei bleiben.
Die Gefahr, dass Spiele schnell produziert werden ist doch schon seit Jahren Fakt. Die Leute feiern aber das nächste Assasin's Creed oder Call of Duty oder FIFA oder was weiß ich, was es sonst noch an dauernd erscheinenden AAA Titeln gibt trotzdem. Wirkliche Innovation findet man kaum noch (zugegeben, das wird auch irgendwann schwer). Das hat nichts damit zu tun, dass mehr Spiele, einfacher verfügbar sind.
Allein die Verfügbarkeit ist doch toll für jeden der Spiele vor Allem des Spielens wegen mag toll. Du kannst Dinge ausprobieren, die du nicht gekauft hättest. Wenn es dir doch nicht liegt, schaust du dich weiter um. Gefällt es dir, spielst du weiter.
Wird irgendwas schlecht produziert, ärgert man sich nicht mehr darüber, dass man dafür Geld ausgegeben hat. Man fühlt sich nicht mehr gezwungen es deswegen weiter zu spielen.
Das funktioniert bei Filmen und Musik genauso. Man entdeckt viel mehr. Wenn ihr es dann nicht mehr wertschätzen könnt, dann liegt das eher an euch. Dann ist es eure Dystopie.
Und genau da schreibst Du es sogar selbst. Man ärgert sich nicht mehr darüber. Es wird quasi selbstverständlich für den Nutzer, das er dann einfach was anderes konsumiert.

Nehmen wir mal als Beispiel Capcom´s Gost´n´Goblins. Ein Bockschwerer Arcade Automat damals in den 80ern. Da kostete JEDES Spiel noch eine Mark! Knüppelhart, nur sehr wenige Spieler schafften überhaupt den ersten Level. Es war zwar interressant da zuzuschauen aber wenn man selbst spielte, dann scheiterte ein "lernen" meist an den hohen kosten für einen Jugendlichen.
Was macht der normale Spieler in der Arcade? Genau... man geht zu Donkey Kong :D

Oder Kino. Wenn ich 15 bis 20 Euro für EIN Ticket ausgebe und der Film dann schlecht ist, dann rege ich mich darüber natürlich auf. Dann gibt es in der Kneipe danach heftige Diskussionen.
Genau das gehört aber dazu.
Bei Netflix such ich mir einfach was anderes aus und lass nen (n) da.

Du darfst es jetzt nicht auf das Geld beziehen oder in den Vordergrund stellen. Es geht einfach darum, warum soll ich heutzutage laufend 60-80 Euro für ein Spiel ausgeben, wenn ich das ganze vll Zeitverzögert für eine Monatliche Gebühr bekommen kann?
Der Mensch ist so. Und gerade unsere Generation. Wenn das Überangebot erstmal da ist, wird der Großteil der Nutzer eben auch dem Medium gegenüber abstumpfen.
Und genau diese Menge wird darüber entscheiden was die Industrie machen wird. Warum soll ich als Entwickler auf 2-10 Millionen Nutzer hoffen die einen einmaligen Betrag berappen und mich von morgens bis abends mit belangloser und vll unangebrachter Kritik volltexten und drohen wenn ich doch stattdessen 50-100 Millionen Weltweit erreichen kann und von JEDEM Geld bekomme???
Übrigens stimmt es natürlich was Du sagst: Es gibt natürlich Ausnahmen. Doch die bestimmen nicht wo´s langgehn wird.

Energie? In diese hässlichen blauen oder grünen Plastikhüllen? Schau mal wie Spieleverpackungen einst aussahen. Und da musste man nichts extra zahlen, damit es die Super Deluxe Version ist und noch ein dickes Booklet drin lag. Da ist es doch bei Indiespielen deutlich besser. Da nutzen die Entwickler die Ressourcen für das was zählt: Das Spiel. Dann gibt es das vielleicht nur digital, dafür findet man da sehr viel wahrscheinlicher Innovationen. Und Dank so etwas wie dem Gamepass werden solche Titel dann auch einer breiten Masse verfügbar gemacht.
Er schreibt nicht von den normalen Spieleverpackungen sondern von den Special, Limited oder Collectors Editionen. Und da steckt zumindest in einigen wirklich viel Liebe im Detail drin.
WENN, ja wenn man sich denn dafür interessieren kann und bereit ist sich mit dem Spiel auch ausführlich auseinander zu setzen. Niemand hat die Absicht für ein Spiel 100-250 Euro auszugeben nur um nach kurzer Zeit zu sagen: Das ist mir zu schwer, Das versteh ich nicht, Das ist langweilig, etc.
Es gibt ja mittlerweile auch ganz findige Hersteller wie z.B. Limited Run Games die bereits erschienen Spielen (meist Digitale Indies) nochmal durch eine besondere Edition würdigen.
Ich wage zu bezweifeln, das Indies je in einem Gamepass oder Playstation NOW jemals so zur Geltung kommen werden und entsprechende Aufmerksamkeit erlangen werden. Ausser durch Werbung.
Und wer hat das größte Budget?
Unter anderem solche Editionen, oder die ganzen Collectors Editionen dieser Konsolengeneration... selbst die einfachen Plastikhüllen mit den Discs... Da Besitzt man was.
Bei den Digitalen Versionen hast du nur Nutzungsrechte. Irgendwann wird das abgeschaltet. Definitiv.
 
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Zäpp

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Niemand hier schreibt etwas davon, das Spiele, die nicht gefallen, gespielt werden sollen.
Allerdings, und genau das ist die verbreitete These, wird die Hemmung ein Spiel aufzugeben weil es aus welchen Gründen auch immer nicht passt, fallen wenn ein solches Überangebot herrscht.
Und ja, Beharrlichkeit kann auch eine Form der Wertschätzung sein die aber auch nie erzwungen oder gefordert wird.
Und genau da schreibst Du es sogar selbst. Man ärgert sich nicht mehr darüber. Es wird quasi selbstverständlich für den Nutzer, das er dann einfach was anderes konsumiert.
Und was ist daran schlimm? Wenn ein Spiel schlecht ist oder ich feststelle, dass es mir nicht liegt, warum weiterspielen? Warum nicht was suchen, was besser passt?
Wenn ich ein Spiel wertschätze, dann bleibe ich auch dran oder kaufe vielleicht sogar noch etwas dazu. Da ist es aber egal, ob das aus einem Service, oder irgendwo anders her kommt.
Nehmen wir mal als Beispiel Capcom´s Gost´n´Goblins. Ein Bockschwerer Arcade Automat damals in den 80ern. Da kostete JEDES Spiel noch eine Mark! Knüppelhart, nur sehr wenige Spieler schafften überhaupt den ersten Level. Es war zwar interressant da zuzuschauen aber wenn man selbst spielte, dann scheiterte ein "lernen" meist an den hohen kosten für einen Jugendlichen.
Was macht der normale Spieler in der Arcade? Genau... man geht zu Donkey Kong :D
Das zeigt doch, dass man auch in diesem sehr alten Beispiel, dass Spiel gewechselt hat, weil es zu schwer war oder nicht gepasst hat. Hier kommt noch dazu, dass jeder weitere Versuch noch mehr Geld gekostet hätte.
Oder Kino. Wenn ich 15 bis 20 Euro für EIN Ticket ausgebe und der Film dann schlecht ist, dann rege ich mich darüber natürlich auf. Dann gibt es in der Kneipe danach heftige Diskussionen.
Genau das gehört aber dazu.
Bei Netflix such ich mir einfach was anderes aus und lass nen (n) da.
Ok, da konsumiere ich Filme einfach anders. Mir ist egal, ob ein Film im Kino oder auf Netflix schlecht ist. Wenn dem so ist, dann rede ich darüber (auch wenn der Podcast gerade auf Eis liegt :( ). Auf Netflix ärgert es mich aber vielleicht nicht so sehr weil ich dafür nicht raus musste.
Du darfst es jetzt nicht auf das Geld beziehen oder in den Vordergrund stellen. Es geht einfach darum, warum soll ich heutzutage laufend 60-80 Euro für ein Spiel ausgeben, wenn ich das ganze vll Zeitverzögert für eine Monatliche Gebühr bekommen kann?
Wägst du da nicht gerade die Kosten ab?
Und genau diese Menge wird darüber entscheiden was die Industrie machen wird. Warum soll ich als Entwickler auf 2-10 Millionen Nutzer hoffen die einen einmaligen Betrag berappen und mich von morgens bis abends mit belangloser und vll unangebrachter Kritik volltexten und drohen wenn ich doch stattdessen 50-100 Millionen Weltweit erreichen kann und von JEDEM Geld bekomme???
Das heißt also, dass die Entwickler nicht mehr 'einmalig' Geld für ein Produkt bekommen, sondern konstant von 'jedem'? Was wäre da für einen Entwickler also besser? In meinen Augen der konstante Geldbetrag. Und wenn es nicht mehr nötig ist, dass der 'eine Verkauf' gut läuft, dann hat man auch die Möglichkeit zu experimentieren.
(Wobei ich glaube, dass die Monetisierung bei Spielen in Diensten doch ein wenig komplexer ist)
Er schreibt nicht von den normalen Spieleverpackungen sondern von den Special, Limited oder Collectors Editionen. Und da steckt zumindest in einigen wirklich viel Liebe im Detail drin.
Ja eben, da muss man dann nochmal extra Geld hinlegen. Und wenn man dann sieht was drin ist, kann man sich oft auch nur ärgern. Dazu kommt, dass man gezwungen wird vorzubestellen, also dem Publisher schon Geld zu geben bevor irgendwas fertig ist. (aber Pre-Order ist nochmal ein ganz anderes Thema)
Ja, Limited Run ist nett, aber oft bekommt man da auch nur eine ganz normale Hülle. Das besondere ist einfach, dass es den Titel vorher meist nur digital gab. Finde ich auch eher enttäuschend.
Ich wage zu bezweifeln, das Indies je in einem Gamepass oder Playstation NOW jemals so zur Geltung kommen werden und entsprechende Aufmerksamkeit erlangen werden. Ausser durch Werbung.
Also wenn du vorher kein Interesse an Indies hattest, wird es durch diese Dienste nicht zwingend größer. Aber dadurch, dass jeder Neuzugang öffentlich erwähnt wird, hast du automatisch eine gewisse Werbung. Auch für die kleinen Titel. Und Werbekampagnen für die großen Titel im Gampass habe ich bisher auch nicht gesehen.
Unter anderem solche Editionen, oder die ganzen Collectors Editionen dieser Konsolengeneration... selbst die einfachen Plastikhüllen mit den Discs... Da Besitzt man was.
Bei den Digitalen Versionen hast du nur Nutzungsrechte. Irgendwann wird das abgeschaltet. Definitiv.
Das ist in meinen Augen ein ziemlicher Selbsbetrug. Ja, du hast eine Plastikscheibe, aber das wars auch schon. Mittlerweile ist da so gut wie nichts mehr drauf und alles braucht einen Day One Patch. Am Ende ist die Disk nur eine andere Art von Lizensschlüssel.
 
X30 Trucase

X30 Trucase

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Ein Problem, das über die Jahre auch noch hinzugekommen ist, ist das Thema Spieledemos.
Damals, als es noch kein Internet gab, hat man sich über Spielemagazine über sein gewünschtes Spiel informiert. Wenn da ne Heft-CD drin war, hatte man manchmal Glück, dass zu dem Spiel auch ne Demo drauf war - ein, zwei Levels, oder das Game mit Zeitbegrenzung, no strings attached. Man konnte selbst testen, ob einem das Spiel prinzipiell zusagen würde, sowas wie Let's Plays oder sonstwas gab es einfach nicht. (es gibt nur wenige Entwickler, die sich die Zeit nehmen, eine Alpha oder Beta zu releasen, dies von der Community testen lassen, dann wieder ins Labor gehen und das Design vollenden)

Heute, finde ich, machen es sich viele Entwickler zu leicht: Hier, mein Spiel erscheint dann und dann, macht nen Preorder, dafür bekommt ihr eine kostenlose Skin, aber finanziert mir doch mein Spiel schon mal vor.
Dieses Geld wird aber nicht etwa in eine Demo gesteckt, sondern das (fertige) Spiel wird irgendwann einfach auf den Markt geworfen. Falls der Klammerbegriff nicht zutrifft, gibt es eben einen 10 GB-großen Day One Patch, der es schon regeln wird.

Schlimm finde ich eigentlich, dass dieser Generationenwechsel so langsam durchgezogen ist, dass wir das heute schon für den Standard halten. Letztlich bezahlen oder kaufen wir aber auch eben Alpha- oder Betatests, die dann ein paar Monate brauchen, bis sie irgendwie das Niveau erreichen, das uns der Entwickler eingangs versprochen hat. Oder aber er ändert mittendrin sein Konzept, spielt einen Patch auf, sagt, dass ältere Versionen des Spiels nicht mehr unterstützt werden (zwingt uns also seine geänderten Bedingungen auf) und entweder fressen wir das, oder wir lassen es bleiben, indem wir einzeln oder gesamtheitlich boykottieren.
 
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