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USA: Supreme Court stellt Spiele unter Schutz der Redefreiheit

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X30 PolarFront

Guest
28.06.11 - Der Oberste Gerichtshof der USA hat entschieden:

Der Verkauf von Videospielen mit brutalen Inhalten darf in Kalifornieen an Jugendliche nicht per Gesetz verboten werden - die Spiele fallen unter den Schutz der Meinungsfreiheit. Diese Entscheidung ist eine Niederlage für Anhänger strikter Jugendschutzgesetze.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat den Verleih und Verkauf von Gewalt-Computerspielen an Minderjährige erlaubt. Die Richter erklärten ein Gesetz des Bundesstaats Kalifornien, das die Abgabe solcher Videospiele an Unter-18-Jährige unter Strafe stellte, wegen Verstößen gegen die Meinungsfreiheit für verfassungswidrig.

Wie Theaterstücke, Bücher oder Filme kommunizierten Videospiele "Ideen und sogar gesellschaftliche Botschaften", heißt es in der Entscheidung (PDF). Damit sei ein Schutz durch den ersten Zusatzartikel der US-Verfassung gegeben.

Dieser erste Zusatzartikel verankert grundlegende Freiheitsrechte wie die Religionsfreiheit, die Rede- und Pressefreiheit sowie die Versammlungsfreiheit in der Verfassung der USA. Seit Ende des 18. Jahrhunderts ließ der Supreme Court nur in ganz wenigen Fällen Ausnahmen zu, z.B. bei der Anstiftung zu einer Straftat oder obszöner Sprache und Bildern.

Die Richter fällten ihre Entscheidung mit einer Mehrheit von sieben zu zwei Stimmen. Sie erinnerten daran, dass Gewaltverherrlichung bereits in den Märchen der Gebrüder Grimm zu finden sei: "Den bösen Stiefschwestern von Aschenputtel werden die Augen von Tauben ausgepickt. Und Hänsel und Gretel (Kinder!) töten ihre Peinigerin, indem sie sie in einem Ofen backen." Ferner gebe es keine "überzeugenden" Beweise für einen Zusammenhang zwischen Gewalt-Spielen und aggressivem Verhalten von Kindern und Jugendlichen.

Verhandelt wurde über ein Gesetz, mit dem die Regierung von Arnold Schwarzenegger in Kalifornien den Verkauf von bestimmten Spielen an Kinder und Jugendliche verbieten wollte. Verabschiedet wurde es unter Schwarzeneggers Ägide bereits 2005 , seitdem dauerte der Rechtsstreit an. Verkauf und Verleih von Spielen, in denen man "das Abbild eines menschlichen Wesens töten, verstümmeln oder sexuell attackieren kann" sollten mit dem Gesetz für illegal erklärt werden. Händler, die gegen das Verbot verstießen, hätten mit Strafen bis zu 1000 US Dollar pro Fall belangt werden können.

Kaliforniens Regierung scheiterte mit ihrem Gesetz vor einem Bundesgericht: Die Richter sahen durch den Gesetzestext den ersten und den vierzehnten Verfassungszusatz der USA verletzt. Der Staat Kalifornien habe zudem nicht hinreichend belegt, dass Videospiele Minderjährigen tatsächlich psychischen oder gar physischen Schaden zufügen könnten. In sechs anderen Staaten, darunter Michigan und Illinois, scheiterten ähnliche Gesetzesvorhaben ebenfalls vor Gericht.

Schwarzeneggers Gegner in dem Prozess war vor allem der Branchenverband Entertainment Software Association (ESA), der die größten Videospielhersteller vertritt. Die Phalanx derer, die freien Verkauf für alle Arten von Spielen fordern, umfasst Microsoft, Activision Blizzard, LucasArts und viele andere. Die ESA wird außerdem vom Film-Branchenverband Motion Picture Association of America (MPAA) und anderen Branchenverbänden unterstützt.

In Deutschland dürfen Spiele mit der Markierung "Keine Jugendfreigabe - ab 18" generell nicht an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Zudem sind die Alterseinstufungen in der Regel deutlich strikter als in anderen Ländern. Einige Spiele, die in den USA zu Bestsellern wurden, kommen in Deutschland erst gar nicht auf den Markt - weil die Hersteller überzeugt sind, dass die Titel die Anforderungen deutscher Jugendschützer auch mit deutlichen Änderungen nicht werden erfüllen können.
CLICK (Spiegel: "USA - Supreme Court stellt Spiele unter Schutz der Redefreiheit")

Bravo kann man da nur sagen!
 
Starsky

Starsky

Rentenbezieher
Mitglied seit
18. März 2011
Beiträge
2.278
Ich sehe das etwas differenzierter. Die Amis haben halt ein etwas merkwürdiges Verhältnis zur Gewalt.
Mit exakt der gleichen Urteilsbegründung könnte man sexuelle Inhalte ohne Einschränkungen freigeben. Der wurde es nämlich auch schon in der Bibel und in Höhlenmalereien thematisiert... Da jedoch halten empörte amerikanische Eltern ihren Kindern sofort Augen und Ohren zu.
Schon merkwürdig - Gewalt und das Töten von Menschen ist völlig natürlich und gab es schon immer. Sex dagegen... etwas abgrundtief böses, was die Kinder für immer schädigt.
 
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X30 PolarFront

Guest
Die meisten Pornos etc. kommen aus den USA, also so prüde sind sie dann doch nicht und das man nicht mit den nackten A... durch die Gegend rennen muss pflichte ich denen bei. Aber darum geht es hier nicht, es geht um !Spiele! und nichts anderes und das nicht nachgewiesen werden konnte das Gewaltdarstellungen in Spielen auf die Kiddis abfärbt.

Ich weiß natürlich, dass jetzt jeder "Gutmensch" die Gegenpartei einnimmt, weil man es ihn so eingeprägt hat, Fakt ist aber, dass hier mal ein Gericht klar gestellt hat wovor jedes andere angst hätte.
 
X30 ROGZ

X30 ROGZ

Pförtner des Altenheims
Mitglied seit
22. Februar 2011
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784
endlich wurde mal ein (man muss ja leider schon sagen mutiges) zeichen gesetzt.
die kids spielen solche sachen doch seit ich denken kann.
ich damals auch...auch wenn die grafik nich so realistisch wie heute war...das prinzip war das gleiche.
wenn etwas nicht schadet muss man es nicht kriminalisieren.
klar wird früher oder später ma wieder einer austicken.
aber daran sind weder spiele filme oder die böse rockmusik schuld !
mal schauen auf was sie es demnächst schieben.

jetzt werden sich wieder die politiker melden die garnix zu melden haben aber sich gern mal in den nachrichten sehen :D
 
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Jorini

Guest
Die meisten Pornos etc. kommen aus den USA, also so prüde sind sie dann doch nicht und das man nicht mit den nackten A... durch die Gegend rennen muss pflichte ich denen bei. Aber darum geht es hier nicht, es geht um !Spiele! und nichts anderes und das nicht nachgewiesen werden konnte das Gewaltdarstellungen in Spielen auf die Kiddis abfärbt.

Ich weiß natürlich, dass jetzt jeder "Gutmensch" die Gegenpartei einnimmt, weil man es ihn so eingeprägt hat, Fakt ist aber, dass hier mal ein Gericht klar gestellt hat wovor jedes andere angst hätte.
Ich sehe das anders. Solange viele Eltern von modernen Medien (Konsolen, Computern, Software, Spiele) keine Ahnung haben, sollte der Staat eine gewisse Regulierungsfunktion übernehmen. Es kann ja wohl wirklich nicht sein, dass ein Zehnjähriger CoD spielt, nur weil seine Eltern keine Ahnung haben und/oder es Ihnen schlicht und einfach furzegal ist, was der Sprössling zockt, Hauptsache sie haben ihre Ruhe. Mal abgesehen davon, dass der Vergleich von Spielen wie CoD mit einem Märchen der Gebrüder Grimm mich ernsthaft am Geisteszustand dieser Richter zweifeln lässt.

Und dass gerade Du den Begriff des "Gutmenschen" in den Mund nimmst, ringt mir dann doch ein Schmunzeln ab, wenn ich mich da an unsere Diskussion bezüglich Resozialisierung von Mördern und Vergewaltigern erinnere. Aber lassen wir das...
 
X30 ROGZ

X30 ROGZ

Pförtner des Altenheims
Mitglied seit
22. Februar 2011
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784
@jorini

du verlangst dass der staat die aufgaben unfähiger eltern übernimmt ?
wie soll das denn funktionieren ???
und wenn das kind schlecht in der schule ist sind dann die lehrer schuld ???

sollte man sich als elternteil nicht dafür interessieren was das kind macht und womit und wielange es sich mit was auch immer beschäftigt ?
 
X30 Rockstar

X30 Rockstar

Frührentner
Mitglied seit
26. November 2009
Beiträge
1.732
Ein Gericht in den USA verkündete heute ihr Urteil in einem langwierigen Fall über die Zulässigkeit von Gewalt-Videospielen. Dabei entschied der verantwortliche Richter, dass Spiele unter die gesetzlich festgelegte Redefreiheit fallen und somit für alle, auch Kinder, freigegeben sein sollten.

Quelle.

Das ist ja wohl der größte Schwachsinn aller Zeiten. Ein klares FAIL! Wie bekloppt muss man denn sein, um ein gewaltverherrlichendes Spiel als literarische Meisterleistung zu honorieren, die der ganzen Welt zugänglich gemacht werden muss. Ein Beitrag der USA zum Weltkulturerber?! Auf einer Stufe mit bedeutenden Werken der Literatur.. Ich lach mich schlapp. Wenn es nicht so traurig wäre!!!
 
X30 Andy

X30 Andy

Altenpfleger
Mitglied seit
17. April 2009
Beiträge
462
Wenn ich das richtig verstehe, haben die Amis auf ihren Spielepackungen zwar eine Alterseinstufung aber man kann das (jetzt) beim Kauf getrost ignorieren, oder wie?
Theoretisch könnten dann 8 jährige Kinder ganz legal extremste Gewaltspiele erstehen.

Die haben doch 'n Rad ab.
 
J

Jorini

Guest
@jorini

du verlangst dass der staat die aufgaben unfähiger eltern übernimmt ?
wie soll das denn funktionieren ???
und wenn das kind schlecht in der schule ist sind dann die lehrer schuld ???

sollte man sich als elternteil nicht dafür interessieren was das kind macht und womit und wielange es sich mit was auch immer beschäftigt ?
Klar sollte man sich als Elternteil dafür interessieren, was das Kind macht. Man sollte sich dafür interessieren, was es spielt, wie lange es spielt, ob ein vernünftiges Verhältnis zwischen Computer/Zocken und Freiluftaktivität besteht, ob es sozial integriert ist, Freunde hat, Sport treibt, usw.... Nur ist das - und da kenne ich genügend Beispiele aus dem schulischen Umfeld meines Sohnes - häufig Wunschdenken. Ich kenne da viele Familien, da müssen beide Arbeiten um ihr Leben überhaupt finanzieren zu können. Da ist der Sohnemann oder die Tochter öfters mal alleine zu Hause. Oder dann gibt es Eltern, die sind schlicht und einfach unfähig oder völlig desinteressiert. Da muss man halt auch die Kinder vor den Eltern schützen.

Und ja, der Staat soll eine gewisse Regulierungsfunktion wahrnehmen. Oder wärst Du etwa damit einverstanden, wenn eine 10-jähriger schon in den Laden laufen kann und sich eine Flasche Bier und Zigaretten kauft? Oder dass sich der Zehnjährige am Kiosk mit Pornos eindeckt?

Dein Beispiel mit der Schule hinkt gewaltigt. Es werden nie alle Kinder gleich intelligent sein und es wird immer gewisse Leistungsunterschiede geben. Es geht ja nicht darum, dass der Staat alle gleich intelligent macht, sondern den Kindern den Zugang zu gewissen Dingen zu verwehren versucht. Und CoD, Battlefield, Dead Space, etc. gehören nun mal nicht in die Hände von Kindern.

Ich kann ja verstehen, wenn man sich darüber aufregt, dass bei jedem Amoklauf den "Killerspielen" die Schuld in die Schuhe geschoben wird, dass man sogar Erwachsene bevormundet und ihnen vorschreiben will, was sie zu zocken und was nicht. Aber dass man gleich ins andere Extrem abgleitet, kann ich dann auch nicht nachvollziehen. Es müsste wirklich jedem klar sein, dass solche Spiele in den Händen von Kindern nichts zu suchen haben.
 
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X30 PolarFront

Guest
Ich sehe das anders. Solange viele Eltern von modernen Medien (Konsolen, Computern, Software, Spiele) keine Ahnung haben, sollte der Staat eine gewisse Regulierungsfunktion übernehmen. Es kann ja wohl wirklich nicht sein, dass ein Zehnjähriger CoD spielt, nur weil seine Eltern keine Ahnung haben und/oder es Ihnen schlicht und einfach furzegal ist, was der Sprössling zockt, Hauptsache sie haben ihre Ruhe. Mal abgesehen davon, dass der Vergleich von Spielen wie CoD mit einem Märchen der Gebrüder Grimm mich ernsthaft am Geisteszustand dieser Richter zweifeln lässt.

Und dass gerade Du den Begriff des "Gutmenschen" in den Mund nimmst, ringt mir dann doch ein Schmunzeln ab, wenn ich mich da an unsere Diskussion bezüglich Resozialisierung von Mördern und Vergewaltigern erinnere. Aber lassen wir das...
Deine rechthaberische Eigenschaft ist hinlänglich bekannt und deine Erinnerungslücken legendär, schade nur, das der Groschen bei Dir nicht fallen will, aber dafür fehlen wohl die Voraussetzungen. Kopfschüttel....
 
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