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(Tipps+Tricks) Civilization VI für Anfänger

StephanKo

StephanKo

Frührentner
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09. Juli 2018
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1.732
Hallo zusammen,

da der aktuelle Teil der Reihe in Sachen Komplexibilität ja noch weiter zugenommen hat, versuche ich hier mal die wichtigsten Tipps und Tricks für einen recht erfolgreichen Start ins Spiel zu sammeln. Der Thread darf natürlich gerne erweitert werden, also immer her mit euren Tipps und Tricks :)

Vorab noch zwei wichtige Punkte; ich spiele mit beiden Add-Ons, zudem meist auf Schwierigkeitsgrad "König", also eine Stufe höher als die normal eingestellte, ein Meisterspieler bin ich daher mit Sicherheit nicht ;)

Allgemeines:

Lohnen sich die Add-Ons und was beinhalten sie?
Eine Übersicht der Neuerungen findet ihr für das erste Add-On Rise an Fall hier und für Gathering Storm hier. Um es im Kurzformat zu sagen, ja, die Erweiterungen lohnen sich definitiv. Sie ändern das Hauptspiel in vielen Aspekten ab und ergänzen es um sinnvolle Neuerungen wie Naturkatastrophen, eine Loyalitätssystem, dem Weltkongress, neuen Zivilisationen und Governeuren. Hierdurch kommt eines mehr an Spieltiefe in das eigentliche Spiel.

Gibt es weitere Hilfen? Wer Youtube nicht abgeneigt ist, der sollte sich die Crash Kurse von Writing Bull mal anschauen. Writing Bull ist in der Civilization Szene sehr bekannt, er begleitet die Reihe schon seit Jahren und die Youtube Videos von ihm sind wirklich klasse und verständlich aufgemacht.


Der Spielstart - worauf ist zu achten?

1. Die Spiel erstellen Funktion: Nutzt diese. Ihr könnt euch damit quasi selbst auswählen wie ihr Civilization eigentlich spielen wollt. Von der Kartengröße und Kartenart bis zu den Siegesbedingungen, der Anzahl und der genauen Zivilisationen bis hin zu Einstellungen über Dörfer und Barbaren, ihr könnt hier alles einstellen.

2. Welche Einstellungen sind am Anfang zu empfehlen? Nehmt ruhig anfangs mal die Erdkarte mit den realen Startplätzen der Civilizationen, 3 bis 4 Gegner dürften am Anfang reichen, wenn möglich nicht direkt neben euch. Dies hat den Vorteil, das ihr eure Karte in etwa kennt und schon abschätzen könnt wo in etwa welche Ressourcen sind.

3. Barbaren - ja oder nein? Eher ja. Barbaren können am Anfang sehr nervig werden. Zumindest mit den Add-Ons erhaltet ihr für das Besiegen aber Punkte für das jeweilige Zeitalter, und die benötigt ihr auch relativ dringend. Seht aber zu, dass ihr die Dörfer in eurer näheren Umgegbung recht schnell besiegt, da aus diesen immer wieder neue Einheiten rauskommen. Anfangs dürften ein Schleuderschütze und ein Krieger reichen, später kommen auch deutlich stärkere Einheiten aus den Dörfern. Wichtig: Barbaren können auch wieder neue Dörfer gründen, wenn diese im Fog of War liegen.

4. Welche Schwierigkeitsstufe wähle ich? Standardmäßig ist "Prinz" eingestellt. In dieser Schwierigkeitsstufe ist euch die KI gleich gestellt; wählt ihr eine darunter, hat die KI weniger Boni als ihr, wählt ihr Schwierigkeitsstufen darüber ist sie euch gegenüber im Vorteil. Seit ihr komplette Neulinge in dem Spiel, wählt ruhig eine Stufe oder zwei darunter.

5. Welcher Anführer darfs sein?
Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen und sollte mit Bedarf gewählt werden. Strebt ihr beispielsweise einen Herrschaftssieg an, wählt einen Herrscher der entsprechende Boni gibt, beispielsweise Barbarossa. Solls ein Kultursieg sein, ist Elenore von Aquitanien (französische Variante) zu empfehlen. Lest euch hier in Ruhe die Beschreibungen durch und wählt dann. Das gilt auch für die "Gegner", wenn ihr dies nicht aus Zufallsprinzip wählt. Sie passen sich in etwa der Spielweise an, die sie auch in echt hatten und haben jeweils eigene Agendapunkte; Wilhelmina von den Niederlanden beispielsweise liebt es, wenn ihr Handelswege in ihre Zivilisation aufbaut; das gibt euch entsprechende "Pluspunkte" bei Freundschaften. Der chinesische Führer mag es beispielsweise, wenn seine Kultur die meisten Weltwunder baut. Schnappt ihr ihm viele davon vor der Nase weg, wird das eher zu negativen Punkten führen. Das ist wichtig in dem Sinne, wie andere Zivilisationen auch euch reagieren.

6. Die Siegesbedingungen:
Eure Wahl. Für den Anfang wäre vielleicht nur der Punktsieg nicht verkehrt. Wenn ihr wollt könnt ihr da auch benutzerdefinierte Runden einstellen, die vorgeschlagenen 500 Runden sind keine verkehrte Wahl. Bei Punktsieg wird im Gegensatz zu den anderen Siegesarten (Herrschaft, Diplomatie, Wissen, Kultur, Religion) alles was ihr in den anderen Siegessarten für Punkte gesammelt habt am Ende zusammengerechnet. Die KI passt sich entsprechend den Zielen an. Wählt ihr beispielsweise Herrschaftssieg, geht davon aus das die KI einiges aggressiver sein wird. Und Kriege mit den beiden Add-Ons zu führen ist nicht wirklich die leichteste Option.


Im Spiel:

1. Meine erste Stadt:
Sie sollte Zugang zu Wasser (Meer, Flüsse, etc.) haben, damit sie später gut wächst. Optimal wären noch 1 - 2 Hügel in der Gegend, vielleicht noch die ein oder andere Ressource wie Weizen oder Luxusgut (Gewürze, etc.). Meist fangt ihr aber schon an einem Startpunkt an, der die meisten Kriterien erfüllt. Eure erste Stadt erhält zudem automatisch einen Palast der gewisse Boni gibt, bei den weiteren Städten fällt das weg.

2. Die Anfänge: Seht erstmal zu das ihr noch einen Späher und einen Schleuderschützen bekommt, geht mit denen auf Erkundung und Barbaren auslöschen, dann konzentriert euch aber relativ schnell auf weitere Siedler. Eure Hauptstadt kann ruhig zwei Siedler hintereinander produzieren. Unterschätzt den Spielbeginn nicht. Gerade in höheren Schwierigkeitsstufen expandiert die KI stark und da solltet ihr gegenhalten, denn im Gegensatz zum sehr arcadigen Civ Revolution braucht ihr hier viele Städte. Vernachlässigt aber auch nicht ganz die Barbaren. Meines Wissens können sie zwar keine Städte einnehmen, aber Felder plündern und Siedler, Handwerker einnehmen. Eure Siedler sollten daher immer in Begleitschaft eines Kriegers, etc. sein. Nach 2 - 3 Siedlern sollte eure Hauptstadt aber dann dazu übergehen in andere Objekte zu investieren, Weltwunder bespielsweise. Ein Handwerker ist ebenfalls sehr nützlich, er kann anfangs immer 3 Felder verbesseren, davon sollte eines auf Produktivität gehen. Auch ein Monument für die Ausbreitung ist zu empfehlen. Die weiteren Siedler, etc. sollten dann die Folgestädte übernehmen.

3. Bezirke und Weltwunder: Bezirke sind wichtig, sie steigern eure Produktivität, das Wissen oder die Kultur und Annehmlichkeiten sowie den Handel in euren Städten. Durch Kultur kann eure Stadt weitere Geländefelder hinzugewinnen, bewirtschaften kann sie aber nur die drei Geländeringe nach eurer eigentichen Stadt. Und da liegt die Krux; pflastert ihr in einer Stadt alles mit Bezirken und Weltwundern voll, werden euch wertvolle Ressourcen wie Nahrung und Produktivität fehlen, da diese auf den Feldern durch den Bau der Bezirke und Weltwunder wegfallen. Alles in einer Stadt zu bauen ergibt also keinen Sinn. Eure Hauptstadt wird anfangs durch die Boni am produktivsten sein, hier lohnen sich also schon 2 - 3 Weltwunder. Ansonsten, schaut was eure Städte am ehesten für Felder in der Gegend haben; manche eignen sich sehr für Handel, andere für Kultur, etc. Konzentriert euch entsprechend darauf, es sei denn der Spielverlauf zwingt euch zu anderen Entscheidungen.

4. Was ist am wichtigsten? Dummerweise grundsätzlich fast alles. Es kommt natürlich drauf an, welche Siegesbedigung ihr ausgewählt habt. Aber grundsätzlich sollte eure Zivilisation in keinem Punkt große Schwächen aufweisen. Das werdet ihr gerade in höherern Schwierigkeitsgraden merken. Die KI ist manchmal nicht gerade die hellste, gerade beim Handel oder bei Stimmungsschwankungen, aber unterschätzt sie nicht, die weiß durchaus wo eure Schwächen sind. Es ist mir mehr als einmal passiert, das mein Reich richtig toll florierte, dank des vernachlässigten Militärs aber immer wieder eingenommen wurde. Es bringt aber auch nichts, nur auf Militär zu setzen, wenn einem die Wissenschaft und das Gold für eine starke und aktuelle Militärmacht fehlt; wenn ihr da mit Musketieren gehen Kampfpanzer antretet, nützt euch eine militärische Übermacht herzlich wenig.

5. Bezirke: Wozu dienen sie? Hauptsächlich um den jeweiligen Bereich (Kultur, Fortschritt, etc.) in eurer Stadt zu erhöhen, teils aber auch notwendig für Händler, die damit eure Zivilisation mit Straßen verknüpfen können. Bei Bau eines Handelbezirks und Marktes bzw. eines Hafens und Leuchtturms erhaltet ihr wieder einen neuen Händler zur Verfügung. In vielerlei Hinsicht aber auch benötigt um ein Weltwunder in euren Städten zu bauen sowie in dem jeweiligen Bereich Punkte zu sammeln.

6. Großes Reich = große Probleme?
Ein großes Reich stellt euch entsprechend auch vor Probleme; zum ersten muss es natürlich gegen Feinde abgesichert werden. Im späteren Spielverlauf kann es aber elementar werden, nämlich dann wenn wichtige Ressourcen wie Kohle und Öl kommen. Die seht ihr erst, wenn ihr die entsprechende Technologie entwickelt habt; und wenn euch die fehlt, dann siehts auch mit einer Panzer- und Bomber Armee düster aus. Plant das mit ein. Auf der Erde weiß man in etwa beispielsweise wo Öl zu finden ist, auf den Zufallskarten sieht es schon anders aus. Ein paar Wüstenfelder zu haben oder auch öfters im Wasser (um da Öl zu fördern braucht ihr aber eine höherwertige Technologie) Ausschau halten kann nicht schaden. Anfangs Pferde und Eisen, später Kohle und Öl sowie danach Uran und Alluminium, alles das sollte eure Zivilisation wenn möglich selbst als Ressource haben. Denn die KI handelt das, wenn überhaupt, sehr teuer. Schaut daher, das ihr euch mit eurere Zivilisation abwechslungsreiche Felder sichert.

7. Umgehen mit der KI: Hier kommt es stark darauf an, welche Gegner ihr gewählt habt; ein Ghandi wird am ehesten friedfertig sein, bei den Engländern und Russen erwartet Expansion. Jeder Herrscher hat seine eigene Agenda, die man - sofern man Frieden sucht - versuchen sollte zu erfüllen. Oder halt in anderen Bereichen zu punkten, beispielsweise über die Religion. So oder so, unterschätzt die KI nicht. Sie ist nicht perfekt, und sofern man in etwa ein gleich großes Heer hat, kommt man auch gut gegen sie an. Rechnet aber mit Überraschungsangriffen wenn ihr für sie eine relative Bedrohung seit, euer Militär aber nicht.

8. Stadtstaaten:
Können euch in unterschiedlichen Sachen eine Hilfe sein; je nach Stadtstaatart (Kultur, Wissen, Kampf, etc.) erhaltet ihr gewisse Boni wenn ihr dort die meisten Punkte habt, ggf. könnt ihr später auch deren Heer rekutieren. Allerdings nimmt sich die KI diese gern mal zum Feind, teils wird es also gar nicht so einfach sein diese zu halten.

9. Regierungen: Hauptsächlich dafür gedacht um gewisse Boni zu erhalten. Im Faschissmus sind die eher auf militärische Sachen ausgelegt, in einer Demokatrie ist es eher Dipolmatie und Wirtschaftlichkeit. Es gibt hier kein richtig oder falsch, es hängt da von eurem Spielziel ab. Wer die Welt erobern will, der fährt mit einer militärischen Regierung natürlich besser als jemand, der sein Volk auf Kultur oder Wissenschaft fördert.



Neuerungen bei den Add-Ons:

1. Naturkatastrophen:
Ihr könnt dessen Intensität am Anfang des Spiels einstellen im frei erstellbaren Spiel. Unterschätzt sie nicht. Die meisten davon gehen nach ein paar Runden vorbei und erfordern dann nur geringes Wiederaufbauen der Felder. Aber gerade zu Ende hin wird die Erhebung des Wasserspiegels zum Problem. Erstmal, weil ihr aufgrund der Größe der Städte viele am Wasser gebaut haben werdet. Und da heißt es dann schnell, Überflutungsschutzdämme zu bauen. Je nachdem wie viele Felder betroffen sind, dauert das und das ist eine der Sachen, die man nicht mit Gold abkürzen kann. In dieser Zeit und bei entsprechend hohem CO2 Ausstoss (der gesamt betrachtet wird, nicht nur eure Zivilisation) führt das zu großen Problemen. Zumal dies meiste im modernen Zeitalter passieren wird und sich auf die Wissenschaftsstufe aller! Zivilisationen bezieht. Es kann also sein, dass ihr nicht mal die Technik dafür habt um eure Städte damit zu schützen. Auch hier zahlt sich Wissenschaft also aus.

2. Govereure: Dienen unterschiedlichen Aspekten um eure Städte zu verbessern oder zu schützen. Mit weiteren Govereurspunkten könnt ihr weitere Fertigkeiten hinzu erwerben. Nicht unwichtigt, aber beachtet das es insgesamt nur sieben Stück gibt. Gerade wenn ihr Städte nahe einer Grenze eines Gegners baut lohnt es sich, dort einen Governeur reinzuziehen, ihr könnt dies regelmäßig wechseln. Anonsten kann es schnell passieren das grenznahe Städte rebellieren.

3. Zeitalter: Gabs so ähnlich auch bei den Vorgängern mit den Goldenen Zeitaltern; hier ist das ganze aber mehr eingebaut. Es gibt ein normales, ein goldenes sowie ein dunkles Zeitalter; welches ihr davon erhaltet ist abhängig davon, wie viele Punkte ihr in einem Zeitalter erreicht habt. Punkte gibt es für einen von euch vorher gewählten Bereichen (ab Ablauf des ersten Zeitalters), für das Besiegen von Barbarendörfern, gewissen Errungenschaften wie spezielle Erfindungen, Stadtgrößen etc. oder den Bau von Weltwundern. Fallt ihr in ein dunkles Zeitalter, hat das Konsequenzen, beispielsweise auf die Loyalität in euren Städten; dafür braucht ihr dann weniger Punkte um danach wieder in ein normales oder goldenes Zeitalter zu kommen, zudem gibt es hier spezielle Boni für eure Regierungsausrichtigung, die aber auch alle mit Nachteilen verbunden sind. Teils gar nicht so einfach zu erreichen.

4. Loyalitätssystem: Falls sich mal wer gefragt hat wofür es eigentlich große, zufriedene Städte braucht, hier hat er die Antwort ;). Grenzstädte, sowohl eure als auch die der Gegner, können dazu neigen überzulaufen. Dies passiert, wenn ihr oder eurer Gegner große Städte mit hoher Zufriedenheit (Annehmlichkeiten) vorweisen kann. Hört sich nicht schlimm an, kann aber gravierend sein, gerade wenn ihr eine nahe Stadt zu einem eurer Gegner gründen wollt, die schon weit fortgeschritten und zufrieden ist. Dann läuft diese nämlich Gefahr überzulaufen. Verhindern könnt ihr das teils mit einer Armee in eurer Stadt und einem Governeur, aber selbst das klappt nicht in allen Fällen.



Das wären so meine allgemeinen Tipps :) Aber, und das muss man klar sagen, es gibt hier nur wenig allgemein gültige Strategien, da vieles von eurem Spielziel und der Umgebung abhängt; es spielt sich anders wenn ihr euch in Ruhe ausbreiten könnt, als wenn da direkt neben euch eine expanionistische Zivilisation mit Militär neben euch steht. Man bekommt die Grundlagen des Spiels in einigen Spielen hin, aber dies ist klar ein Learning by doing Spiel; und selbst dann werdet ihr von Spiel zu Spiel abwägen müssen. Das macht es halt so spannend, jedes Spiel ist im Endeffekt anders. Civ war spätestens mit Teil 3 ein Spiel mit enormen Tiefgang, in das man sich einarbeiten musste. Teil 6 ist hier eindeutig führend, es wird euch eine Menge Einarbeitung kosten. Aber das macht es durch den enormen Spielspaß auch wieder weg :)
 
janosch

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Habe heute noch im Nintendo eShop zugeschlagen. 50% Rabatt nur noch heute. Da kommen mir deine Tips gerade recht. Danke!
 
Praegel

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Richtig cool von Dir @StephanKo . Da muss ich mich erstmal reinwuseln, aber super deluxe. :D (y)
 
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Danke, hat mir auch sehr geholfen! Habe gerade meinen ersten Sieg auf König geholt :)
 
Morimo

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Hallo zusammen,

da der aktuelle Teil der Reihe in Sachen Komplexibilität ja noch weiter zugenommen hat, versuche ich hier mal die wichtigsten Tipps und Tricks für einen recht erfolgreichen Start ins Spiel zu sammeln. Der Thread darf natürlich gerne erweitert werden, also immer her mit euren Tipps und Tricks :)

Vorab noch zwei wichtige Punkte; ich spiele mit beiden Add-Ons, zudem meist auf Schwierigkeitsgrad "König", also eine Stufe höher als die normal eingestellte, ein Meisterspieler bin ich daher mit Sicherheit nicht ;)

Allgemeines:

Lohnen sich die Add-Ons und was beinhalten sie?
Eine Übersicht der Neuerungen findet ihr für das erste Add-On Rise an Fall hier und für Gathering Storm hier. Um es im Kurzformat zu sagen, ja, die Erweiterungen lohnen sich definitiv. Sie ändern das Hauptspiel in vielen Aspekten ab und ergänzen es um sinnvolle Neuerungen wie Naturkatastrophen, eine Loyalitätssystem, dem Weltkongress, neuen Zivilisationen und Governeuren. Hierdurch kommt eines mehr an Spieltiefe in das eigentliche Spiel.

Gibt es weitere Hilfen? Wer Youtube nicht abgeneigt ist, der sollte sich die Crash Kurse von Writing Bull mal anschauen. Writing Bull ist in der Civilization Szene sehr bekannt, er begleitet die Reihe schon seit Jahren und die Youtube Videos von ihm sind wirklich klasse und verständlich aufgemacht.


Der Spielstart - worauf ist zu achten?

1. Die Spiel erstellen Funktion: Nutzt diese. Ihr könnt euch damit quasi selbst auswählen wie ihr Civilization eigentlich spielen wollt. Von der Kartengröße und Kartenart bis zu den Siegesbedingungen, der Anzahl und der genauen Zivilisationen bis hin zu Einstellungen über Dörfer und Barbaren, ihr könnt hier alles einstellen.

2. Welche Einstellungen sind am Anfang zu empfehlen? Nehmt ruhig anfangs mal die Erdkarte mit den realen Startplätzen der Civilizationen, 3 bis 4 Gegner dürften am Anfang reichen, wenn möglich nicht direkt neben euch. Dies hat den Vorteil, das ihr eure Karte in etwa kennt und schon abschätzen könnt wo in etwa welche Ressourcen sind.

3. Barbaren - ja oder nein? Eher ja. Barbaren können am Anfang sehr nervig werden. Zumindest mit den Add-Ons erhaltet ihr für das Besiegen aber Punkte für das jeweilige Zeitalter, und die benötigt ihr auch relativ dringend. Seht aber zu, dass ihr die Dörfer in eurer näheren Umgegbung recht schnell besiegt, da aus diesen immer wieder neue Einheiten rauskommen. Anfangs dürften ein Schleuderschütze und ein Krieger reichen, später kommen auch deutlich stärkere Einheiten aus den Dörfern. Wichtig: Barbaren können auch wieder neue Dörfer gründen, wenn diese im Fog of War liegen.

4. Welche Schwierigkeitsstufe wähle ich? Standardmäßig ist "Prinz" eingestellt. In dieser Schwierigkeitsstufe ist euch die KI gleich gestellt; wählt ihr eine darunter, hat die KI weniger Boni als ihr, wählt ihr Schwierigkeitsstufen darüber ist sie euch gegenüber im Vorteil. Seit ihr komplette Neulinge in dem Spiel, wählt ruhig eine Stufe oder zwei darunter.

5. Welcher Anführer darfs sein? Dieser Punkt ist nicht zu unterschätzen und sollte mit Bedarf gewählt werden. Strebt ihr beispielsweise einen Herrschaftssieg an, wählt einen Herrscher der entsprechende Boni gibt, beispielsweise Barbarossa. Solls ein Kultursieg sein, ist Elenore von Aquitanien (französische Variante) zu empfehlen. Lest euch hier in Ruhe die Beschreibungen durch und wählt dann. Das gilt auch für die "Gegner", wenn ihr dies nicht aus Zufallsprinzip wählt. Sie passen sich in etwa der Spielweise an, die sie auch in echt hatten und haben jeweils eigene Agendapunkte; Wilhelmina von den Niederlanden beispielsweise liebt es, wenn ihr Handelswege in ihre Zivilisation aufbaut; das gibt euch entsprechende "Pluspunkte" bei Freundschaften. Der chinesische Führer mag es beispielsweise, wenn seine Kultur die meisten Weltwunder baut. Schnappt ihr ihm viele davon vor der Nase weg, wird das eher zu negativen Punkten führen. Das ist wichtig in dem Sinne, wie andere Zivilisationen auch euch reagieren.

6. Die Siegesbedingungen: Eure Wahl. Für den Anfang wäre vielleicht nur der Punktsieg nicht verkehrt. Wenn ihr wollt könnt ihr da auch benutzerdefinierte Runden einstellen, die vorgeschlagenen 500 Runden sind keine verkehrte Wahl. Bei Punktsieg wird im Gegensatz zu den anderen Siegesarten (Herrschaft, Diplomatie, Wissen, Kultur, Religion) alles was ihr in den anderen Siegessarten für Punkte gesammelt habt am Ende zusammengerechnet. Die KI passt sich entsprechend den Zielen an. Wählt ihr beispielsweise Herrschaftssieg, geht davon aus das die KI einiges aggressiver sein wird. Und Kriege mit den beiden Add-Ons zu führen ist nicht wirklich die leichteste Option.


Im Spiel:

1. Meine erste Stadt:
Sie sollte Zugang zu Wasser (Meer, Flüsse, etc.) haben, damit sie später gut wächst. Optimal wären noch 1 - 2 Hügel in der Gegend, vielleicht noch die ein oder andere Ressource wie Weizen oder Luxusgut (Gewürze, etc.). Meist fangt ihr aber schon an einem Startpunkt an, der die meisten Kriterien erfüllt. Eure erste Stadt erhält zudem automatisch einen Palast der gewisse Boni gibt, bei den weiteren Städten fällt das weg.

2. Die Anfänge: Seht erstmal zu das ihr noch einen Späher und einen Schleuderschützen bekommt, geht mit denen auf Erkundung und Barbaren auslöschen, dann konzentriert euch aber relativ schnell auf weitere Siedler. Eure Hauptstadt kann ruhig zwei Siedler hintereinander produzieren. Unterschätzt den Spielbeginn nicht. Gerade in höheren Schwierigkeitsstufen expandiert die KI stark und da solltet ihr gegenhalten, denn im Gegensatz zum sehr arcadigen Civ Revolution braucht ihr hier viele Städte. Vernachlässigt aber auch nicht ganz die Barbaren. Meines Wissens können sie zwar keine Städte einnehmen, aber Felder plündern und Siedler, Handwerker einnehmen. Eure Siedler sollten daher immer in Begleitschaft eines Kriegers, etc. sein. Nach 2 - 3 Siedlern sollte eure Hauptstadt aber dann dazu übergehen in andere Objekte zu investieren, Weltwunder bespielsweise. Ein Handwerker ist ebenfalls sehr nützlich, er kann anfangs immer 3 Felder verbesseren, davon sollte eines auf Produktivität gehen. Auch ein Monument für die Ausbreitung ist zu empfehlen. Die weiteren Siedler, etc. sollten dann die Folgestädte übernehmen.

3. Bezirke und Weltwunder: Bezirke sind wichtig, sie steigern eure Produktivität, das Wissen oder die Kultur und Annehmlichkeiten sowie den Handel in euren Städten. Durch Kultur kann eure Stadt weitere Geländefelder hinzugewinnen, bewirtschaften kann sie aber nur die drei Geländeringe nach eurer eigentichen Stadt. Und da liegt die Krux; pflastert ihr in einer Stadt alles mit Bezirken und Weltwundern voll, werden euch wertvolle Ressourcen wie Nahrung und Produktivität fehlen, da diese auf den Feldern durch den Bau der Bezirke und Weltwunder wegfallen. Alles in einer Stadt zu bauen ergibt also keinen Sinn. Eure Hauptstadt wird anfangs durch die Boni am produktivsten sein, hier lohnen sich also schon 2 - 3 Weltwunder. Ansonsten, schaut was eure Städte am ehesten für Felder in der Gegend haben; manche eignen sich sehr für Handel, andere für Kultur, etc. Konzentriert euch entsprechend darauf, es sei denn der Spielverlauf zwingt euch zu anderen Entscheidungen.

4. Was ist am wichtigsten? Dummerweise grundsätzlich fast alles. Es kommt natürlich drauf an, welche Siegesbedigung ihr ausgewählt habt. Aber grundsätzlich sollte eure Zivilisation in keinem Punkt große Schwächen aufweisen. Das werdet ihr gerade in höherern Schwierigkeitsgraden merken. Die KI ist manchmal nicht gerade die hellste, gerade beim Handel oder bei Stimmungsschwankungen, aber unterschätzt sie nicht, die weiß durchaus wo eure Schwächen sind. Es ist mir mehr als einmal passiert, das mein Reich richtig toll florierte, dank des vernachlässigten Militärs aber immer wieder eingenommen wurde. Es bringt aber auch nichts, nur auf Militär zu setzen, wenn einem die Wissenschaft und das Gold für eine starke und aktuelle Militärmacht fehlt; wenn ihr da mit Musketieren gehen Kampfpanzer antretet, nützt euch eine militärische Übermacht herzlich wenig.

5. Bezirke: Wozu dienen sie? Hauptsächlich um den jeweiligen Bereich (Kultur, Fortschritt, etc.) in eurer Stadt zu erhöhen, teils aber auch notwendig für Händler, die damit eure Zivilisation mit Straßen verknüpfen können. Bei Bau eines Handelbezirks und Marktes bzw. eines Hafens und Leuchtturms erhaltet ihr wieder einen neuen Händler zur Verfügung. In vielerlei Hinsicht aber auch benötigt um ein Weltwunder in euren Städten zu bauen sowie in dem jeweiligen Bereich Punkte zu sammeln.

6. Großes Reich = große Probleme? Ein großes Reich stellt euch entsprechend auch vor Probleme; zum ersten muss es natürlich gegen Feinde abgesichert werden. Im späteren Spielverlauf kann es aber elementar werden, nämlich dann wenn wichtige Ressourcen wie Kohle und Öl kommen. Die seht ihr erst, wenn ihr die entsprechende Technologie entwickelt habt; und wenn euch die fehlt, dann siehts auch mit einer Panzer- und Bomber Armee düster aus. Plant das mit ein. Auf der Erde weiß man in etwa beispielsweise wo Öl zu finden ist, auf den Zufallskarten sieht es schon anders aus. Ein paar Wüstenfelder zu haben oder auch öfters im Wasser (um da Öl zu fördern braucht ihr aber eine höherwertige Technologie) Ausschau halten kann nicht schaden. Anfangs Pferde und Eisen, später Kohle und Öl sowie danach Uran und Alluminium, alles das sollte eure Zivilisation wenn möglich selbst als Ressource haben. Denn die KI handelt das, wenn überhaupt, sehr teuer. Schaut daher, das ihr euch mit eurere Zivilisation abwechslungsreiche Felder sichert.

7. Umgehen mit der KI: Hier kommt es stark darauf an, welche Gegner ihr gewählt habt; ein Ghandi wird am ehesten friedfertig sein, bei den Engländern und Russen erwartet Expansion. Jeder Herrscher hat seine eigene Agenda, die man - sofern man Frieden sucht - versuchen sollte zu erfüllen. Oder halt in anderen Bereichen zu punkten, beispielsweise über die Religion. So oder so, unterschätzt die KI nicht. Sie ist nicht perfekt, und sofern man in etwa ein gleich großes Heer hat, kommt man auch gut gegen sie an. Rechnet aber mit Überraschungsangriffen wenn ihr für sie eine relative Bedrohung seit, euer Militär aber nicht.

8. Stadtstaaten: Können euch in unterschiedlichen Sachen eine Hilfe sein; je nach Stadtstaatart (Kultur, Wissen, Kampf, etc.) erhaltet ihr gewisse Boni wenn ihr dort die meisten Punkte habt, ggf. könnt ihr später auch deren Heer rekutieren. Allerdings nimmt sich die KI diese gern mal zum Feind, teils wird es also gar nicht so einfach sein diese zu halten.

9. Regierungen: Hauptsächlich dafür gedacht um gewisse Boni zu erhalten. Im Faschissmus sind die eher auf militärische Sachen ausgelegt, in einer Demokatrie ist es eher Dipolmatie und Wirtschaftlichkeit. Es gibt hier kein richtig oder falsch, es hängt da von eurem Spielziel ab. Wer die Welt erobern will, der fährt mit einer militärischen Regierung natürlich besser als jemand, der sein Volk auf Kultur oder Wissenschaft fördert.



Neuerungen bei den Add-Ons:

1. Naturkatastrophen:
Ihr könnt dessen Intensität am Anfang des Spiels einstellen im frei erstellbaren Spiel. Unterschätzt sie nicht. Die meisten davon gehen nach ein paar Runden vorbei und erfordern dann nur geringes Wiederaufbauen der Felder. Aber gerade zu Ende hin wird die Erhebung des Wasserspiegels zum Problem. Erstmal, weil ihr aufgrund der Größe der Städte viele am Wasser gebaut haben werdet. Und da heißt es dann schnell, Überflutungsschutzdämme zu bauen. Je nachdem wie viele Felder betroffen sind, dauert das und das ist eine der Sachen, die man nicht mit Gold abkürzen kann. In dieser Zeit und bei entsprechend hohem CO2 Ausstoss (der gesamt betrachtet wird, nicht nur eure Zivilisation) führt das zu großen Problemen. Zumal dies meiste im modernen Zeitalter passieren wird und sich auf die Wissenschaftsstufe aller! Zivilisationen bezieht. Es kann also sein, dass ihr nicht mal die Technik dafür habt um eure Städte damit zu schützen. Auch hier zahlt sich Wissenschaft also aus.

2. Govereure: Dienen unterschiedlichen Aspekten um eure Städte zu verbessern oder zu schützen. Mit weiteren Govereurspunkten könnt ihr weitere Fertigkeiten hinzu erwerben. Nicht unwichtigt, aber beachtet das es insgesamt nur sieben Stück gibt. Gerade wenn ihr Städte nahe einer Grenze eines Gegners baut lohnt es sich, dort einen Governeur reinzuziehen, ihr könnt dies regelmäßig wechseln. Anonsten kann es schnell passieren das grenznahe Städte rebellieren.

3. Zeitalter: Gabs so ähnlich auch bei den Vorgängern mit den Goldenen Zeitaltern; hier ist das ganze aber mehr eingebaut. Es gibt ein normales, ein goldenes sowie ein dunkles Zeitalter; welches ihr davon erhaltet ist abhängig davon, wie viele Punkte ihr in einem Zeitalter erreicht habt. Punkte gibt es für einen von euch vorher gewählten Bereichen (ab Ablauf des ersten Zeitalters), für das Besiegen von Barbarendörfern, gewissen Errungenschaften wie spezielle Erfindungen, Stadtgrößen etc. oder den Bau von Weltwundern. Fallt ihr in ein dunkles Zeitalter, hat das Konsequenzen, beispielsweise auf die Loyalität in euren Städten; dafür braucht ihr dann weniger Punkte um danach wieder in ein normales oder goldenes Zeitalter zu kommen, zudem gibt es hier spezielle Boni für eure Regierungsausrichtigung, die aber auch alle mit Nachteilen verbunden sind. Teils gar nicht so einfach zu erreichen.

4. Loyalitätssystem: Falls sich mal wer gefragt hat wofür es eigentlich große, zufriedene Städte braucht, hier hat er die Antwort ;). Grenzstädte, sowohl eure als auch die der Gegner, können dazu neigen überzulaufen. Dies passiert, wenn ihr oder eurer Gegner große Städte mit hoher Zufriedenheit (Annehmlichkeiten) vorweisen kann. Hört sich nicht schlimm an, kann aber gravierend sein, gerade wenn ihr eine nahe Stadt zu einem eurer Gegner gründen wollt, die schon weit fortgeschritten und zufrieden ist. Dann läuft diese nämlich Gefahr überzulaufen. Verhindern könnt ihr das teils mit einer Armee in eurer Stadt und einem Governeur, aber selbst das klappt nicht in allen Fällen.



Das wären so meine allgemeinen Tipps :) Aber, und das muss man klar sagen, es gibt hier nur wenig allgemein gültige Strategien, da vieles von eurem Spielziel und der Umgebung abhängt; es spielt sich anders wenn ihr euch in Ruhe ausbreiten könnt, als wenn da direkt neben euch eine expanionistische Zivilisation mit Militär neben euch steht. Man bekommt die Grundlagen des Spiels in einigen Spielen hin, aber dies ist klar ein Learning by doing Spiel; und selbst dann werdet ihr von Spiel zu Spiel abwägen müssen. Das macht es halt so spannend, jedes Spiel ist im Endeffekt anders. Civ war spätestens mit Teil 3 ein Spiel mit enormen Tiefgang, in das man sich einarbeiten musste. Teil 6 ist hier eindeutig führend, es wird euch eine Menge Einarbeitung kosten. Aber das macht es durch den enormen Spielspaß auch wieder weg :)
Danke, insbesondere der Punktsiegtipp hat mir ein bisschen das Spiel gerettet.
 
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