Genre: Horror Action-RPG
System: PC, Xbox, Playstation
Preis: 29,99 Eur
Das Horrospiel Stray Souls (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Wimmelbildspiel) ist seit gestern erhältlich.
In diesem spielen wir einen Teenager, welcher in einer fiktiven amerikanischen Kleinstadt namens Aspen Falls unterwegs ist und dort mit einer Reihe unnatürlicher Vorfälle konfrontiert wird. Das ganze soll sich ein wenig an Silent Hill orientieren, sowohl was die Spielmechanik, als auch die Atmosphäre angeht.
Und das geht gehörig schief. Da wäre zunächst der aktuelle technische Zustand, zumindest auf der Series X. Die Schrift der deutschen Untertitel ist viel zu klein und kaum zu erkennen, unsere Spielfigur bleibt auch gerne mal beim Treppen steigen hängen und bewegt sich dann eher ruckelnd, ab und an wird sie zudem durch unnatürliches Farbflimmern begleitet.
Gut, es kostet 30,00 Eur und ist wohl eher der Indie Kategorie zugehörig. Aber auch unter dem Gesichtspunkt kann ich die Vorschusslorbeeren nicht nachvollziehen.
Ich (als Deadly Premonition Liebhaber) fand den Titel anfangs schon recht interessant. Ja, die Dialoge sind dümmlich wie auch der ganze Plot, mir kam es so vor wie ein B-Movie Trash, was man sich ja ab und an auch mal gut antun kann. Amerikanische Kleinstadt kommt immer gut, also warum nicht.
Aber das Dilemma beginnt schon im ersten Kapitel, wo wir durch unser neu erworbenes Haus marschieren. Ohne zu viel zu spoilern, aber da spukt es. Wir lösen da drei mehr oder weniger gelungene Rätsel und lassen uns zwischendurch durch eine Art Geist erschrecken. Was beim ersten Mal je nachdem auch klappen mag, aber fünf bis sechs Mal die gleiche Schrecksequenz? Das verfehlt schnell seine Wirkung.
Hinzu kommt, dass die Animation unseres Hauptcharakters ein Grauen ist. Er wirkt einerseits erstaunt, verängslicht, gleichfalls aber auch regungslos..ist schwer zu beschreiben.
Die drei im Hause befindlichen Rätsel im Hause sind auch nicht wirklich überzeugend, zumal man dort wenige Hilfen hat. Grundsätzlich muss das nicht negativ sein. Aber es wäre zumindest schön, wenn man eine Art Inventar hätte oder man zumindest in einem Untermenü nachlesen könnte, was man als Hinweis gefunden hat..gibt es leider nicht.
In Kapitel 2 machen wir uns dann mit unserer Begleitung in eine Waldgegend auf. Wir erfahren ein wenig mehr über unsere Geschichte, leider fällt auch hier die schlechte Vertonung auf. Das sich unsere beiden Protagonisten dann erstmal wieder trennen und unser Hauptcharakter allein durch den Wald rennen darf? Nicht nachvollziehbar.
Aber gut. Leider wirds auch im Wladgebiet nicht besser. Wir haben jetzt eine Pistole und dürfen uns also wehren. Leider fasst die nicht allzu viel Munition, auch wenn es am Wegesrand recht oft welche zu finden gibt. Aber auch in dem Abschnitt überzeugt das Spiel zumindest mich nicht.
Denn wie im ersten Part wiederholen sich Sachen zu schnell. Im Abstand von ein paar Metern kamen mir immer wieder die gleiche Anzahl von Gegnern zum Vorschein. Das Trefferfeedback ist mies, die Gegner KI existiert nicht, zumal die teils auf einmal auch einfach verschwunden sind. Meist wird die Munition dann auch knapp, so dass man erstmal ein paar Meter zurück laufen darf..und das immer wieder.
Irgendwann bin ich einfach nur noch durchgelaufen..was im Übrigen auch klappt, bis zum Boss des Abschnittes. Der bleibt gern mal zwischen Bäumen hängen und frisst eine Menge Munition..scheinbar ist da auch die Waffenwahl auf längere Sicht wohl nur auf die Pistole ausgelegt. Zwar gab es auf dem Weg auch Heilmittel, aber mitnehmen können wir die mangels Inventar auch nicht, sondern nur an Ort und Stelle nutzen.
Die viel gerühmte Unreal Engine 5 kommt hier nicht wirklich zur Geltung, gerade die Bewegungsabläufe sind schlecht umgesetzt.
Mir tuts wirklich leid, aber momentan kann ich das Spiel nicht empfehlen. Ich habe hier kein aktuelles RE oder ähnliches erwartet und ich habe auch kein Problem wenn ein Spiel sich nicht ernst nimmt und eher in eine Art B-Movie in Spielform abgeleitet, ganz im Gegenteil..sowas kann verdammt spaßig sein. Und klar braucht ein Horrospiel keine logische Story.
Aber hier rauben mir die Mängel einfach den Spielspaß. Wer sich dennoch für das Spiel interessiert, sollte sich zumindest ein Video auf Youtube anschauen..
Mehr Infos zum Spiel auf der offiziellen Homepage (englisch).
System: PC, Xbox, Playstation
Preis: 29,99 Eur
Das Horrospiel Stray Souls (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Wimmelbildspiel) ist seit gestern erhältlich.
In diesem spielen wir einen Teenager, welcher in einer fiktiven amerikanischen Kleinstadt namens Aspen Falls unterwegs ist und dort mit einer Reihe unnatürlicher Vorfälle konfrontiert wird. Das ganze soll sich ein wenig an Silent Hill orientieren, sowohl was die Spielmechanik, als auch die Atmosphäre angeht.
Und das geht gehörig schief. Da wäre zunächst der aktuelle technische Zustand, zumindest auf der Series X. Die Schrift der deutschen Untertitel ist viel zu klein und kaum zu erkennen, unsere Spielfigur bleibt auch gerne mal beim Treppen steigen hängen und bewegt sich dann eher ruckelnd, ab und an wird sie zudem durch unnatürliches Farbflimmern begleitet.
Gut, es kostet 30,00 Eur und ist wohl eher der Indie Kategorie zugehörig. Aber auch unter dem Gesichtspunkt kann ich die Vorschusslorbeeren nicht nachvollziehen.
Ich (als Deadly Premonition Liebhaber) fand den Titel anfangs schon recht interessant. Ja, die Dialoge sind dümmlich wie auch der ganze Plot, mir kam es so vor wie ein B-Movie Trash, was man sich ja ab und an auch mal gut antun kann. Amerikanische Kleinstadt kommt immer gut, also warum nicht.
Aber das Dilemma beginnt schon im ersten Kapitel, wo wir durch unser neu erworbenes Haus marschieren. Ohne zu viel zu spoilern, aber da spukt es. Wir lösen da drei mehr oder weniger gelungene Rätsel und lassen uns zwischendurch durch eine Art Geist erschrecken. Was beim ersten Mal je nachdem auch klappen mag, aber fünf bis sechs Mal die gleiche Schrecksequenz? Das verfehlt schnell seine Wirkung.
Hinzu kommt, dass die Animation unseres Hauptcharakters ein Grauen ist. Er wirkt einerseits erstaunt, verängslicht, gleichfalls aber auch regungslos..ist schwer zu beschreiben.
Die drei im Hause befindlichen Rätsel im Hause sind auch nicht wirklich überzeugend, zumal man dort wenige Hilfen hat. Grundsätzlich muss das nicht negativ sein. Aber es wäre zumindest schön, wenn man eine Art Inventar hätte oder man zumindest in einem Untermenü nachlesen könnte, was man als Hinweis gefunden hat..gibt es leider nicht.
In Kapitel 2 machen wir uns dann mit unserer Begleitung in eine Waldgegend auf. Wir erfahren ein wenig mehr über unsere Geschichte, leider fällt auch hier die schlechte Vertonung auf. Das sich unsere beiden Protagonisten dann erstmal wieder trennen und unser Hauptcharakter allein durch den Wald rennen darf? Nicht nachvollziehbar.
Aber gut. Leider wirds auch im Wladgebiet nicht besser. Wir haben jetzt eine Pistole und dürfen uns also wehren. Leider fasst die nicht allzu viel Munition, auch wenn es am Wegesrand recht oft welche zu finden gibt. Aber auch in dem Abschnitt überzeugt das Spiel zumindest mich nicht.
Denn wie im ersten Part wiederholen sich Sachen zu schnell. Im Abstand von ein paar Metern kamen mir immer wieder die gleiche Anzahl von Gegnern zum Vorschein. Das Trefferfeedback ist mies, die Gegner KI existiert nicht, zumal die teils auf einmal auch einfach verschwunden sind. Meist wird die Munition dann auch knapp, so dass man erstmal ein paar Meter zurück laufen darf..und das immer wieder.
Irgendwann bin ich einfach nur noch durchgelaufen..was im Übrigen auch klappt, bis zum Boss des Abschnittes. Der bleibt gern mal zwischen Bäumen hängen und frisst eine Menge Munition..scheinbar ist da auch die Waffenwahl auf längere Sicht wohl nur auf die Pistole ausgelegt. Zwar gab es auf dem Weg auch Heilmittel, aber mitnehmen können wir die mangels Inventar auch nicht, sondern nur an Ort und Stelle nutzen.
Die viel gerühmte Unreal Engine 5 kommt hier nicht wirklich zur Geltung, gerade die Bewegungsabläufe sind schlecht umgesetzt.
Mir tuts wirklich leid, aber momentan kann ich das Spiel nicht empfehlen. Ich habe hier kein aktuelles RE oder ähnliches erwartet und ich habe auch kein Problem wenn ein Spiel sich nicht ernst nimmt und eher in eine Art B-Movie in Spielform abgeleitet, ganz im Gegenteil..sowas kann verdammt spaßig sein. Und klar braucht ein Horrospiel keine logische Story.
Aber hier rauben mir die Mängel einfach den Spielspaß. Wer sich dennoch für das Spiel interessiert, sollte sich zumindest ein Video auf Youtube anschauen..
Mehr Infos zum Spiel auf der offiziellen Homepage (englisch).